Index

412.101.220.38

Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Textiltechnologin/Textiltechnologe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)

vom 1. September 2018 (Stand am 1. Januar 2019)

26311

Textiltechnologin EFZ/Textiltechnologe EFZ

Technologue en textile CFC

Tecnologa tessile AFC/Tecnologo tessile AFC

26312

Design/Création/Design

26313

Herstellung/Production/Produzione

26314

Veredlung/Ennoblissement/Nobilitazione

26315

Seil- und Hebetechnik/Production et technologie des câbles/ funi e sistemi di sollevamento

26316

Mechatronik/Mécatronique/Meccatronica

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI),

gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20021, auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20032 (BBV) und auf Artikel 4 Absatz 4 der Jugendarbeitsschutzverordnung vom 28. September 20073 (ArGV 5),

verordnet:

  1. Abschnitt: Gegenstand, Fachrichtungen und Dauer

Art. 1 Berufsbild und Fachrichtungen

1 Textiltechnologinnen und -technologen auf Stufe EFZ beherrschen namentlich die folgenden Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen aus:

a.
Sie arbeiten in Betrieben der Textilindustrie und führen in den Fachrichtungen Design, Herstellung, Veredlung, Seil- und Hebetechnik oder Mechatronik unterschiedliche Schritte im textilen Herstellungsprozess aus.
b.
Sie führen und bedienen Maschinen, Anlagen und Computer, überwachen und regeln Prozesse und überprüfen und analysieren die Qualität der Produkte.
c.
Sie arbeiten in der textilen Kette sowohl im Team wie auch selbstständig und eigenverantwortlich.
d.
Sie tragen zu Vielfalt, Qualität, Weiterentwicklung und Image der Textilbranche und zur Umsetzung textiler Innovationen und Trends bei.

2 Innerhalb des Berufs der Textiltechnologin und des Textiltechnologen auf Stufe EFZ gibt es die folgenden Fachrichtungen:

a.
Design;
b
Herstellung;
c.
Veredlung;
d.
Seil- und Hebetechnik;
e.
Mechatronik.

3 Die Fachrichtung wird vor Beginn der beruflichen Grundbildung im Lehrvertrag festgehalten.

Art. 2 Dauer und Beginn

1 Die berufliche Grundbildung dauert drei Jahre.

2 Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.


  2. Abschnitt: Ziele und Anforderungen

Art. 3 Grundsätze

1 Die Ziele und die Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen, gruppiert nach Handlungskompetenzbereichen, festgelegt.

2 Die Handlungskompetenzen umfassen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen.

3 Beim Aufbau der Handlungskompetenzen arbeiten alle Lernorte zusammen. Sie koordinieren die Inhalte der Ausbildung und der Qualifikationsverfahren.

Art. 4 Handlungskompetenzen

1 Die Ausbildung umfasst in den folgenden Handlungskompetenzbereichen die nachstehenden Handlungskompetenzen:

a.
Planen und Vorbereiten der Arbeiten für Prozesse der Textilproduktion:
1.
Arbeiten gemäss textiler Kette planen,
2.
textile Herstellungsprozesse vorbereiten und organisieren,
3.
Materialien beschaffen und bewirtschaften,
4.
Dokumente in englischer Sprache mit textilen Themen verstehen und einfache fachspezifische Gespräche in englischer Sprache führen;
b.
Analysieren und Prüfen von Materialien für Prozesse der Textilproduktion:
1.
textile Materialien analysieren,
2.
Materialien gemäss ihrem Einsatz für das textile Produkt in der richtigen Qualität auswählen,
3.
textile Produkte prüfen;
c.
Durchführen von Prozessen der Textilproduktion:
1.
Garne und Seile herstellen,
2.
Flächen herstellen,
3.
textile Materialien veredeln,
4.
textile Produkte konfektionieren;
d.
Entwickeln des Designs und technisches Umsetzen:
1.
Trends analysieren und erste Rohentwürfe für die Kollektion erstellen,
2.
Kundenwünsche umsetzen,
3.
Entwürfe erarbeiten,
4.
Dessins präsentieren,
5.
Dessins für die Produktion technisch aufbereiten;
e.
Produzieren von Garnen oder Flächengebilden:
1.
die Arbeitsplanung gemäss Auftrag für Garnerzeugnisse oder Flächengebilde bestimmen,
2.
die Materialien und Betriebsmittel zur Herstellung von Garnen oder Flächengebilden bestimmen,
3.
Garn- oder Flächenerzeugnisse auftragsgerecht herstellen,
4.
die hergestellten textilen Produkte prüfen und die Qualität gewährleisten;
f.
Veredeln textiler Erzeugnisse:
1.
Chemikalien und Hilfsmittel bestimmen, lagern und einsetzen,
2.
das Verfahren und die Rezepturen gemäss Auftrag festlegen,
3.
Veredlungsmaschinen und -apparate bedienen,
4.
die chemischen und die physikalischen Eigenschaften der Textilien gemäss betriebsinterner Vorschriften oder Normen prüfen;
g.
Herstellen und Verarbeiten von Seilen:
1.
geeignete Produktions- und Verarbeitungstechniken für Seilprodukte, Ketten und Bänder bestimmen und technische Eigenschaften berechnen,
2.
Arbeits- und Hilfsmittel bereitstellen, Parameter auf Maschinen und Anlagen festlegen und einstellen,
3.
Seilprodukte herstellen und deren Qualität sicherstellen,
4.
Verbindungen, Endverbindungen und Abschlüsse an Seilprodukten ausführen und ihre Qualität sicherstellen;
h.
Warten und Instandhalten der Maschinen und Anlagen:
1.
Wartungsarbeiten und Instandhaltungen von Anlagen und Baugruppen vornehmen,
2.
Reparaturen und Revisionsarbeiten an Anlagen und Baugruppen durchführen,
3.
Arbeitsprozesse von Anlagen und Baugruppen optimieren,
4.
Ersatzteile und Bauteile fertigen,
5.
Anlagen einrichten und in Betrieb nehmen.

2 In den Handlungskompetenzbereichen a–c ist der Aufbau der Handlungskompetenzen für alle Lernenden verbindlich. In den Handlungskompetenzbereichen d–h ist der Aufbau der Handlungskompetenzen je nach Fachrichtung wie folgt verbindlich:

a.
Handlungskompetenzbereich d: für Fachrichtung Design;
b.
Handlungskompetenzbereich e: für Fachrichtung Herstellung;
c.
Handlungskompetenzbereich f: für Fachrichtung Veredlung;
d.
Handlungskompetenzbereich g: für Fachrichtung Seil- und Hebetechnik;
e.
Handlungskompetenzbereich h: für Fachrichtung Mechatronik.

  3. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

Art. 5

1 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn und während der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz, insbesondere zur Gefahrenkommunikation (Gefahrensymbole, Piktogramme, Gebotszeichen) in diesen drei Bereichen, ab und erklären sie ihnen.

2 Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt.

3 Den Lernenden wird an allen Lernorten das Wissen über nachhaltige Entwicklung, insbesondere über den Ausgleich zwischen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen, vermittelt.

4 In Abweichung von Artikel 4 Absatz 1 ArGV 5 und gemäss den Vorgaben nach Artikel 4 Absatz 4 ArGV 5 können die Lernenden entsprechend ihrem Ausbildungsstand für die im Anhang zum Bildungsplan aufgeführten Arbeiten herangezogen werden.

5 Voraussetzung für einen Einsatz nach Absatz 4 ist, dass die Lernenden entsprechend den erhöhten Gefährdungen ausgebildet, angeleitet und überwacht werden; diese besonderen Vorkehrungen werden im Anhang zum Bildungsplan als begleitende Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes festgelegt.


  4. Abschnitt: Umfang der Bildung an den einzelnen Lernorten und Unterrichtssprache

Art. 6 Bildung in beruflicher Praxis im Betrieb und an vergleichbaren Lernorten

Die Bildung in beruflicher Praxis im Betrieb umfasst über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung im Durchschnitt 3 ⅔Tage pro Woche.

Art. 7 Berufsfachschule

1 Der obligatorische Unterricht an der Berufsfachschule umfasst 1440 Lektionen. Diese teilen sich gemäss nachfolgender Tabelle auf:

Unterricht

1. Lehrjahr

2. Lehrjahr

3. Lehrjahr

Total

a.
Berufskenntnisse
Planen und Vorbereiten der Arbeiten für Prozesse der Textilproduktion

200

200

Analysieren und Prüfen von Materialien für Prozesse der Textilproduktion

200

200

Durchführen von Prozessen der Textilproduktion

120

120

– fachrichtungsspezifischer Handlungskompetenzbereich

200

200

400

Total Berufskenntnisse

520

200

200

920

b.
Allgemeinbildung

120

120

120

360

c. Sport

80

40

40

160

Total Lektionen

720

360

360

1440

2 Bei der Lektionenzahl sind geringfügige Verschiebungen zwischen den Lehrjahren innerhalb des gleichen Handlungskompetenzbereichs in Absprache mit den zuständigen kantonalen Behörden und den zuständigen Organisationen der Arbeitswelt möglich. Das Erreichen der vorgegebenen Bildungsziele muss in jedem Fall gewährleistet sein.

3 Für den allgemeinbildenden Unterricht gilt die Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

4 Unterrichtssprache ist die Landessprache des Schulortes. Die Kantone können neben dieser Unterrichtssprache andere Unterrichtssprachen zulassen.

5 Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulortes und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen.


Art. 8 Überbetriebliche Kurse

1 Die überbetrieblichen Kurse umfassen:

a.
in der Fachrichtung Design: 45 Tage zu 8 Stunden;
b.
in den übrigen Fachrichtungen: 24 Tage zu 8 Stunden.

2 Die Tage und die Inhalte sind wie folgt auf vierzehn Kurse aufgeteilt:

Fachrichtung

Design

Herstellung

Veredlung

Seil- und Hebetechnik

Mechatronik

Lehrjahr

Kurse

Handlungskompetenzbereich

Dauer

1

Kurs 1

Planen und Vorbereiten der Arbeiten für Prozesse der Textilproduktion

Durchführen von Prozessen der Textilproduktion

9 Tage

X

X

X

X

X

1

Kurs 2

Entwickeln des Designs und technisches Umsetzen

9 Tage

X

1

Kurs 3

Veredeln textiler Erzeugnisse

1 Tag

X

1

Kurs 4

Warten und Instandhalten der Maschinen und Anlagen

4 Tage

X

2

Kurs 5

Entwickeln des Designs und technisches Umsetzen

18 Tage

X

2

Kurs 6

Produzieren von Garnen oder Flächengebilden

12 Tage

X

2

Kurs 7

Veredeln textiler Erzeugnisse

10 Tage

X

2

Kurs 8

Herstellen und Verarbeiten von Seilen

10 Tage

X

2

Kurs 9

Warten und Instandhalten der Maschinen und Anlagen

8 Tage

X

3

Kurs 10

Entwickeln des Designs und technisches Umsetzen

9 Tage

X

3

Kurs 11

Produzieren von Garnen oder Flächengebilden

3 Tage

X

3

Kurs 12

Veredeln textiler Erzeugnisse

4 Tage

X

3

Kurs 13

Herstellen und Verarbeiten von Seilen

5 Tage

X

3

Kurs 14

Warten und Instandhalten der Maschinen und Anlagen

3 Tage

X

Anzahl Tage

45

24

24

24

24

3 Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung dürfen keine überbetrieblichen Kurse stattfinden.


  5. Abschnitt: Bildungsplan

Art. 9

1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan1 der zuständigen Organisation der Arbeitswelt vor.

2 Der Bildungsplan hat folgenden Inhalt:

a.
Er enthält das Qualifikationsprofil; dieses besteht aus:
1.
dem Berufsbild;
2.
der Übersicht über die Handlungskompetenzbereiche und die Handlungskompetenzen;
3.
dem Anforderungsniveau des Berufes.
b.
Er führt die Inhalte der Grundbildung sowie die Bestimmungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz aus.
c.
Er bestimmt, an welchen Lernorten welche Handlungskompetenzen vermittelt und gelernt werden.

3 Dem Bildungsplan angefügt ist das Verzeichnis der Instrumente zur Sicherstellung und Umsetzung der beruflichen Grundbildung sowie zur Förderung der Qualität mit Angabe der Bezugsquelle.


1 Der Bildungsplan vom 1. Sept. 2018 ist zu finden auf der Website des SBFI über das Berufsverzeichnis unter www.bvz.admin.ch > Berufe von A–Z.


  6. Abschnitt: Anforderungen an die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner und Höchstzahl der Lernenden im Betrieb

Art. 10 Fachliche Anforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner

Die fachlichen Anforderungen an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:

a.
Textiltechnologin oder -technologe EFZ mit mindestens zwei Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
b.
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich der Textiltechnologin und des Textiltechnologen EFZ und mit mindestens drei Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
c.
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis mit mindestens fünf Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
d.
einschlägiger Abschluss der höheren Berufsbildung;
e.
einschlägiger Hochschulabschluss mit mindestens zwei Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet.
Art. 11 Höchstzahl der Lernenden

1 Betriebe, die eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner zu 100 Prozent oder zwei Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigen, dürfen eine lernende Person ausbilden.

2 Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 100 Prozent oder von zwei Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden.

3 Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis oder über eine gleichwertige Qualifikation verfügt.

4 In Betrieben, die nur eine lernende Person ausbilden dürfen, kann eine zweite lernende Person ihre Bildung beginnen, wenn die erste in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung eintritt.

5 In besonderen Fällen kann die kantonale Behörde einem Betrieb, der seit mehreren Jahren Lernende mit überdurchschnittlichem Erfolg ausgebildet hat, die Überschreitung der Höchstzahl der Lernenden bewilligen.


  7. Abschnitt: Lerndokumentation, Bildungsbericht und Leistungsdokumentationen

Art. 12 Lerndokumentation

1 Die lernende Person führt während der Bildung in beruflicher Praxis eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten im Zusammenhang mit den zu erwerbenden Handlungskompetenzen festhält.

2 Mindestens einmal pro Semester kontrolliert und unterzeichnet die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner die Lerndokumentation und bespricht sie mit der lernenden Person.

Art. 13 Bildungsbericht

1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest. Sie oder er stützt sich dabei auf die Leistungen in der beruflichen Praxis und auf Rückmeldungen über die Leistungen in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen. Sie oder er bespricht den Bildungsbericht mit der lernenden Person.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner und die lernende Person vereinbaren wenn nötig Massnahmen zum Erreichen der Bildungsziele und setzen dafür Fristen. Sie halten die getroffenen Entscheide und vereinbarten Massnahmen schriftlich fest.

3 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner überprüft die Wirkung der vereinbarten Massnahmen nach der gesetzten Frist und hält den Befund im nächsten Bildungsbericht fest.

4 Werden trotz der vereinbarten Massnahmen die Ziele nicht erreicht oder ist der Ausbildungserfolg gefährdet, so teilt die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner dies den Vertragsparteien und der kantonalen Behörde schriftlich mit.

Art. 14 Leistungsdokumentation über die Bildung in beruflicher Praxis

1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält die Leistungen der lernenden Person am Ende jedes Semesters in der Form von Kompetenznachweisen fest.

2 Die Kompetenznachweise werden in Noten ausgedrückt. Diese fliessen ein in die Berechnung der Erfahrungsnote.

3 Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung werden keine Kompetenznachweise dokumentiert.

Art. 15 Leistungsdokumentation in der Berufsfachschule

Die Berufsfachschule dokumentiert die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Handlungskompetenzbereichen und in der Allgemeinbildung und stellt ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.


  8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren

Art. 16 Zulassung

Zu den Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung absolviert hat:

a.
nach den Bestimmungen dieser Verordnung;
b.
in einer vom Kanton dafür anerkannten Bildungsinstitution; oder
c.
ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und:
1.
die nach Artikel 32 BBV erforderliche Erfahrung erworben hat,
2.
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens drei Jahre im Bereich der Textiltechnologin und des Textiltechnologen EFZ erworben hat, und
3.
glaubhaft macht, den Anforderungen der jeweiligen Qualifikationsverfahren gewachsen zu sein.
Art. 17 Gegenstand

In den Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen nach Artikel 4 erworben worden sind.

Art. 18 Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens mit Abschlussprüfung

1 Im Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung werden die Handlungskompetenzen in den nachstehenden Qualifikationsbereichen wie folgt geprüft:

a.
praktische Arbeit, und zwar für die Fachrichtungen Design und Mechatronik als individuelle praktische Arbeit (IPA) im Umfang von 40–80 Stunden respektive für die Fachrichtungen Herstellung, Veredlung sowie Seil- und Hebetechnik als vorgegebene praktische Arbeit (VPA) im Umfang von 15 Stunden; dafür gilt Folgendes:
1.
dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft,
2.
die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen,
3.
die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden,
4.
die IPA beinhaltet möglichst alle Handlungskompetenzbereiche und umfasst die folgenden Positionen mit den nachstehenden Gewichtungen:

Position

Beschreibung

Gewichtung

1

Ausführung und Resultat der Arbeit

40 %

2

Dokumentation

20 %

3

Präsentation

20 %

4

Fachgespräch

20 %

5.
die VPA umfasst die folgenden Handlungskompetenzbereiche sowie das Fachgespräch im Umfang von 30 Minuten mit den nachstehenden Gewichtungen:

Position

Handlungskompetenzbereiche

Gewichtung

1

Planen und Vorbereiten der Arbeiten für Prozesse der Textilproduktion

Analysieren und Prüfen von Materialien für Prozesse der Textilproduktion

Durchführen von Prozessen der Textilproduktion

20 %

2

fachrichtungsspezifischer Handlungskompetenzbereich

60 %

3

Fachgespräch

20 %

b.
Berufskenntnisse, im Umfang von 3 Stunden; dafür gilt Folgendes:
1.
dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft,
2.
der Qualifikationsbereich wird schriftlich geprüft und umfasst die folgenden Handlungskompetenzbereiche in nachstehender Dauer und mit den nachstehenden Gewichtungen:

Position

Handlungskompetenzbereiche

Dauer

Gewichtung

schriftlich

1

Planen und Vorbereiten der Arbeiten für Prozesse der Textilproduktion

Analysieren und Prüfen von Materialien für Prozesse der Textilproduktion

Durchführen von Prozessen der Textilproduktion

60 Min.

30 %

2

fachrichtungsspezifischer Handlungskompetenzbereich

120 Min.

70 %

c.
Allgemeinbildung; der Qualifikationsbereich richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

2 In jedem Qualifikationsbereich beurteilen mindestens zwei Prüfungsexpertinnen oder -experten die Leistungen.


Art. 19 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung

1 Das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung ist bestanden, wenn:

a.
der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mindestens mit der Note 4 bewertet wird; und
b.
die Gesamtnote mindestens 4 beträgt.

2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der gewichteten Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung und der gewichteten Erfahrungsnote; dabei gilt folgende Gewichtung:

a.
praktische Arbeit: 40 %;
b.
Berufskenntnisse: 20 %;
c.
Allgemeinbildung: 20 %;
d.
Erfahrungsnote: 20 %.

3 Die Erfahrungsnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der folgenden Noten mit nachstehender Gewichtung:

a.
Note für die Bildung in beruflicher Praxis: 50 %;
b.
Note für den Unterricht in den Berufskenntnissen: 50 %;

4 Die Note für die Bildung in beruflicher Praxis ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der fünf benoteten Kompetenznachweise.

5 Die Note für den Unterricht in den Berufskenntnissen ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der sechs Semesterzeugnisnoten.

Art. 20 Wiederholungen

1 Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV.

2 Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen.

3 Wird die Abschlussprüfung ohne erneute Bildung in beruflicher Praxis wiederholt, so wird die bisherige Note beibehalten. Wird die Bildung in beruflicher Praxis während mindestens zwei Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

4 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch des Unterrichts in den Berufskenntnissen wiederholt, so wird die bisherige Note beibehalten. Wird der Unterricht in den Berufskenntnissen während mindestens zwei Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

Art. 21 Qualifikationen ausserhalb eines geregelten Bildungsganges (Spezialfall)

1 Hat eine kandidierende Person die erforderlichen Handlungskompetenzen ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und die Abschlussprüfung nach dieser Verordnung absolviert, so entfällt die Erfahrungsnote.

2 Für die Berechnung der Gesamtnote werden in diesem Fall die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
praktische Arbeit: 50 %;
b.
Berufskenntnisse: 30 %;
c.
Allgemeinbildung: 20 %.

  9. Abschnitt: Ausweise und Titel

Art. 22

1 Wer ein Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ).

2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Textiltechnologin EFZ» oder «Textiltechnologe EFZ» zu führen.

3 Ist das Fähigkeitszeugnis mittels Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung erworben worden, so werden im Notenausweis aufgeführt:

a.
die Gesamtnote;
b.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie, unter dem Vorbehalt von Artikel 21 Absatz 1, die Erfahrungsnote;
c.
die Fachrichtung.

  10. Abschnitt: Qualitätsentwicklung und Organisation

Art. 23 Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Textiltechnologinnen -technologen EFZ

1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Textiltechnologinnen und -technologen EFZ setzt sich zusammen aus:

a.
sechs bis acht Vertreterinnen oder Vertretern von «Swiss Textiles»;
b.
zwei Vertreterinnen oder Vertretern der Fachlehrerschaft;
c.
je mindestens einer Vertreterin oder einem Vertreter des Bundes und der Kantone.

2 Für die Zusammensetzung gilt überdies:

a.
Eine paritätische Vertretung beider Geschlechter ist anzustreben.
b.
Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein.
c.
Die Fachrichtungen müssen vertreten sein.

3 Die Kommission konstituiert sich selbst.

4 Sie hat insbesondere folgende Aufgaben:

a.
Sie überprüft diese Verordnung und den Bildungsplan mindestens alle fünf Jahre auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen; dabei berücksichtigt sie allfällige neue organisatorische Aspekte der beruflichen Grundbildung.
b.
Beobachtet sie Entwicklungen, die eine Änderung dieser Verordnung erfordern, so ersucht sie die zuständige Organisation der Arbeitswelt, dem SBFI die entsprechende Änderung zu beantragen.
c.
Beobachtet sie Entwicklungen, die eine Anpassung des Bildungsplans erfordern, so stellt sie der zuständigen Organisation der Arbeitswelt Antrag auf Anpassung des Bildungsplans.
d.
Sie nimmt Stellung zu den Instrumenten zur Sicherstellung und Umsetzung der beruflichen Grundbildung sowie zur Förderung der Qualität, insbesondere zu den Ausführungsbestimmungen zum Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung.
Art. 24 Trägerschaft und Organisation der überbetrieblichen Kurse

1 Trägerin für die überbetrieblichen Kurse ist «Swiss Textiles».

2 Die Kantone können die Durchführung der überbetrieblichen Kurse unter Mitwirkung der zuständigen Organisationen der Arbeitswelt einer anderen Trägerschaft übertragen, namentlich wenn die Qualität oder die Durchführung der überbetrieblichen Kurse nicht mehr gewährleistet ist.

3 Sie regeln mit der Trägerschaft die Organisation und die Durchführung der überbetrieblichen Kurse.

4 Die zuständigen Behörden der Kantone haben jederzeit Zutritt zu den Kursen.


  11. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 25 Aufhebung anderer Erlasse

Es werden aufgehoben:

a.
die Verordnung des SBFI vom 6. Dezember 20061 über die berufliche Grundbildung Textiltechnologin/Textiltechnologe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ);
b.
das Reglement des BBT vom 19. Mai 19992 über die Durchführung interkantonaler Fachkurse für Lehrtöchter und Lehrlinge in der Textil- und Bekleidungsindustrie der deutschsprachigen Schweiz.

1 [AS 2007 273, 2017 7331 Ziff. I 27 und II 27]
2BBl 2000 196 (nur deutsch)

Art. 26 Übergangsbestimmungen und erstmalige Anwendung einzelner Bestimmungen

1 Lernende, die ihre Bildung als Textiltechnologin oder Textiltechnologe EFZ vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2021.

2 Kandidierende, die das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung für Textiltechnologin oder Textiltechnologe EFZ bis zum 31. Dezember 2023 wiederholen, werden nach bisherigem Recht beurteilt. Auf ihren schriftlichen Antrag hin werden sie nach neuem Recht beurteilt.

3 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 17–22) kommen ab dem 1. Januar 2022 zur Anwendung.

Art. 27 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2019 in Kraft.


Index

412.101.220.38

Ordinanza della SEFRI sulla formazione professionale di base Tecnologa tessile/Tecnologo tessile con attestato federale di capacità (AFC)

del 1° settembre 2018 (Stato 1° gennaio 2019)

26311

Tecnologa tessile AFC/Tecnologo tessile AFC

Textiltechnologin EFZ/Textiltechnologe EFZ

Technologue en textile CFC

26312

Design/Création/Design

26313

Produzione/Herstellung/Production

26314

Nobilitazione/Veredlung/Ennoblissement

26315

Funi e sistemi di sollevamento /Seil- und Hebetechnik/ Production et technologie des câbles/

26316

Meccatronica/Mechatronik/Mécatronique

La Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI),

visto l’articolo 19 della legge federale del 13 dicembre 20021 sulla formazione professionale (LFPr); visto l’articolo 12 dell’ordinanza del 19 novembre 20032 sulla formazione professionale (OFPr); visto l’articolo 4 capoverso 4 dell’ordinanza del 28 settembre 20073 sulla protezione dei giovani lavoratori (OLL 5),

ordina:

  Sezione 1: Oggetto, indirizzi professionali e durata

Art. 1 Profilo professionale e indirizzi professionali

1 I tecnologi tessili di livello AFC svolgono, in particolare, le seguenti attività e si contraddistinguono per le seguenti conoscenze, capacità e attitudini:

a.
lavorano in aziende dell’industria tessile e si occupano delle diverse fasi di produzione tessile negli indirizzi professionali design, produzione, sviluppo, nobilitazione, funi e sistemi di sollevamento e meccatronica;
b.
controllano e manovrano le macchine, gli impianti e i computer, sorvegliano e regolano i processi, verificano e analizzano la qualità dei prodotti;
c.
lavorano nella catena tessile in modo responsabile, sia autonomamente che in gruppo;
d.
contribuiscono alla varietà, alla qualità, allo sviluppo e all’immagine del settore tessile, concorrendo altresì a promuovere le innovazioni e le tendenze nel settore.

2 La formazione di tecnologo tessile di livello AFC prevede i seguenti indirizzi professionali:

a.
design;
b
produzione;
c.
nobilitazione;
d.
funi e sistemi di sollevamento;
e.
meccatronica.

3 L’indirizzo professionale è riportato nel contratto di tirocinio prima dell’inizio della formazione professionale di base.

Art. 2 Durata e inizio

1 La formazione professionale di base dura tre anni.

2 L’inizio della formazione professionale di base segue il calendario della relativa scuola professionale.


  Sezione 2: Obiettivi ed esigenze

Art. 3 Principi

1 Gli obiettivi e le esigenze della formazione professionale di base sono espressi sotto forma di competenze operative raggruppate nei relativi campi.

2 Le competenze operative comprendono competenze professionali, metodologiche, sociali e personali.

3 Tutti i luoghi di formazione collaborano allo sviluppo delle competenze operative. Essi coordinano i contenuti della formazione e delle procedure di qualificazione.

Art. 4 Competenze operative

1 La formazione prevede, nei seguenti campi di competenze operative, le competenze operative qui elencate:

a.
pianificazione e preparazione dei lavori legati ai processi di produzione tessile:
1.
pianificare i lavori in base alla catena tessile,
2.
preparare e organizzare i processi di produzione tessile,
3.
procurarsi e gestire i materiali,
4.
capire documenti dell’ambito tessile redatti in inglese e dialogare in maniera semplice in inglese su argomenti specifici del settore;
b.
analisi e verifica dei materiali legati ai processi di produzione tessile:
1.
analizzare i materiali tessili,
2.
scegliere i materiali della giusta qualità in base al loro impiego nel prodotto tessile,
3.
verificare i prodotti tessili;
c.
attuazione dei processi di produzione tessile:
1.
produrre filati e funi,
2.
produrre superfici tessili,
3.
nobilitare i materiali tessili,
4.
confezionare i prodotti tessili;
d.
sviluppo del design e realizzazione tecnica:
1.
analizzare le tendenze e produrre le prime bozze per la collezione,
2.
concretizzare i desideri dei clienti,
3.
elaborare le bozze,
4.
presentare i disegni,
5.
preparare i disegni dal punto di vista tecnico ai fini della produzione;
e.
produzione di filati o tessuti:
1.
pianificare il lavoro in base al mandato per i filati o i tessuti,
2.
determinare i materiali e l’attrezzatura per produrre filati o tessuti,
3.
produrre filati o tessuti in base al mandato,
4.
verificare e garantire la qualità dei prodotti tessili realizzati;
f.
nobilitazione di manufatti tessili:
1.
determinare, immagazzinare e impiegare le sostanze chimiche e i mezzi ausiliari,
2.
definire il procedimento e le ricette in base al mandato,
3.
utilizzare le macchine e gli apparecchi per la nobilitazione,
4.
verificare le caratteristiche chimiche e fisiche dei tessili in base alle disposizioni o norme aziendali interne;
g.
produzione e lavorazione di funi:
1.
determinare le tecniche adatte alla produzione e alla lavorazione di funi, corde, catene e nastri, e calcolare le caratteristiche tecniche,
2.
preparare gli strumenti di lavoro e i mezzi ausiliari, definire e impostare i parametri di macchine e impianti,
3.
produrre funi e corde e garantirne la qualità,
4.
eseguire giunzioni, terminali ed estremità su funi e corde e garantirne la qualità;
h.
servizio e manutenzione di macchine e impianti:
1.
effettuare il servizio e la manutenzione di impianti e gruppi funzionali,
2.
svolgere riparazioni e revisioni di impianti e gruppi funzionali,
3.
ottimizzare i processi lavorativi di impianti e gruppi funzionali,
4.
fabbricare pezzi di ricambio e componenti,
5.
regolare gli impianti e metterli in funzione.

2 Lo sviluppo delle competenze operative nei campi di competenze operative a–c è obbligatorio per tutte le persone in formazione. Nei campi di competenze operative d–h lo sviluppo delle competenze operative è obbligatorio, a seconda dell’indirizzo professionale, come segue:

a.
campo di competenze operative d: per l’indirizzo design;
b.
campo di competenze operative e: per l’indirizzo produzione;
c.
campo di competenze operative f: per l’indirizzo nobilitazione;
d.
campo di competenze operative g: per l’indirizzo funi e sistemi di sollevamento;
e.
campo di competenze operative h: per l’indirizzo meccatronica.

  Sezione 3: Sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

Art. 5

1 All’inizio e durante la formazione gli operatori forniscono e spiegano alle persone in formazione le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente, in particolare quelle relative alla comunicazione dei pericoli (simboli di pericolo e di obbligo, pittogrammi).

2 Dette prescrizioni e raccomandazioni sono fornite in tutti i luoghi di formazione e considerate nelle procedure di qualificazione.

3 Tutti i luoghi di formazione sensibilizzano le persone in formazione allo sviluppo sostenibile, con particolare attenzione all’equilibrio tra interessi sociali, ecologici ed economici.

4 In deroga all’articolo 4 capoverso 1 OLL 5 e secondo le prescrizioni dell’articolo 4 capoverso 4 OLL 5 è ammesso l’impiego di persone in formazione in conformità con il loro stato di formazione per le attività elencate in allegato al piano di formazione.

5 L’impiego di persone in formazione secondo il capoverso 4 presuppone che dette persone siano formate, istruite e sorvegliate in maniera adeguata al più elevato pericolo d’infortunio; tali precauzioni particolari sono fissate in allegato al piano di formazione sotto forma di misure di accompagnamento riguardanti la sicurezza sul lavoro e la protezione della salute.


  Sezione 4: Durata della formazione in ciascun luogo di formazione e lingua d’insegnamento

Art. 6 Formazione professionale pratica in azienda e in luoghi di formazione equivalenti

La formazione professionale pratica in azienda comprende in media 3⅔giornate alla settimana per tutta la durata della formazione professionale di base.

Art. 7 Scuola professionale

1 L’insegnamento obbligatorio presso la scuola professionale comprende 1440 lezioni. Dette lezioni sono suddivise secondo la tabella seguente:

Insegnamento

1° anno

2° anno

3° anno

Totale

a.
Conoscenze professionali
Pianificazione e preparazione dei lavori legati ai processi di produzione tessile

200

200

Analisi e verifica dei materiali legati ai processi di produzione tessile

200

200

Attuazione dei processi di produzione tessile

120

120

– Campo di competenze operative specifico dell’indirizzo professionale

200

200

400

Totale conoscenze professionali

520

200

200

920

b.
Cultura generale

120

120

120

360

c. Educazione fisica

80

40

40

160

Totale delle lezioni

720

360

360

1440

2 D’intesa con le autorità cantonali e le organizzazioni del mondo del lavoro competenti sono ammessi spostamenti minimi di lezioni da un anno di formazione all’altro in un campo di competenze operative. Deve essere comunque garantito il raggiungimento degli obiettivi di formazione prestabiliti.

3 Per gli insegnamenti di cultura generale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

4 La lingua d’insegnamento è la lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola professionale. Oltre a questa lingua, i Cantoni possono autorizzare altre lingue d’insegnamento.

5 È raccomandato l’insegnamento bilingue, ovvero nella lingua nazionale locale del luogo in cui si trova la scuola e in un’altra lingua nazionale o in inglese.


Art. 8 Corsi interaziendali

1 I corsi interaziendali comprendono:

a.
per l’indirizzo professionale design: 45 giornate di otto ore;
b.
per gli altri indirizzi professionali: 24 giornate di otto ore.

2 Le giornate e i contenuti sono ripartiti in 14 corsi come segue:

Indirizzo

Design

Produzione

Nobilitazione

Funi e sistemi di sollevamento

Meccatronica

Anno

Corso

Campo di competenze operative

Durata

1

Corso 1

Pianificazione e preparazione dei lavori legati ai processi di produzione tessile

Attuazione dei processi di produzione tessile

9 giorni

X

X

X

X

X

1

Corso 2

Sviluppo del design e realizzazione tecnica

9 giorni

X

1

Corso 3

Nobilitazione di manufatti tessili

1 giorno

X

1

Corso 4

Servizio e manutenzione di macchine e impianti

4 giorni

X

2

Corso 5

Sviluppo del design e realizzazione tecnica

18 giorni

X

2

Corso 6

Produzione di filati o tessuti  

12 giorni

X

2

Corso 7

Nobilitazione di manufatti tessili

10 giorni

X

2

Corso 8

Produzione e lavorazione di funi

10 giorni

X

2

Corso 9

Servizio e manutenzione di macchine e impianti

8 giorni

X

3

Corso 10

Sviluppo del design e realizzazione tecnica

9 giorni

X

3

Corso 11

Produzione di filati o tessuti  

3 giorni

X

3

Corso 12

Nobilitazione di manufatti tessili

4 giorni

X

3

Corso 13

Produzione e lavorazione di funi

5 giorni

X

3

Corso 14

Servizio e manutenzione di macchine e impianti

3 giorni

X

Numero giorni

45

24

24

24

24

3 Nell’ultimo semestre della formazione professionale di base non si possono svolgere corsi interaziendali.


  Sezione 5: Piano di formazione

Art. 9

1 Al momento dell’entrata in vigore della presente ordinanza è disponibile un piano di formazione1 emanato dalla competente organizzazione del mondo del lavoro.

2 Il piano di formazione:

a.
contiene il profilo di qualificazione, che comprende:
1.
il profilo professionale,
2.
la tabella delle competenze operative e dei relativi campi,
3.
il livello richiesto per la professione;
b.
riporta i contenuti della formazione di base e le disposizioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente e determina quali competenze operative sono trasmesse e apprese in ciascun luogo di formazione;
c.
riporta le misure di accompagnamento riguardanti la sicurezza sul lavoro e la protezione della salute in un apposito allegato.

3 Al piano di formazione è allegato l’elenco degli strumenti volti a garantire e attuare la formazione professionale di base nonché a promuovere la qualità, con indicazione delle fonti.


1 Il piano del 1° set. 2018 è disponibile sul sito SEFRI nell’elenco delle professioni: www.bvz.admin.ch > Professioni A–Z.


  Sezione 6: Requisiti per i formatori e numero massimo di persone in formazione in azienda

Art. 10 Requisiti professionali richiesti ai formatori

I requisiti professionali sono soddisfatti se il formatore possiede una delle seguenti qualifiche:

a.
attestato federale di capacità di tecnologo tessile AFC e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
b.
attestato federale di capacità di una professione affine con le necessarie conoscenze professionali nel campo di attività del tecnologo tessile AFC e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
c.
attestato federale di capacità e almeno cinque anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
d.
titolo della formazione professionale superiore in ambito pertinente;
e.
diploma di una scuola universitaria in ambito pertinente e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento.
Art. 11 Numero massimo di persone in formazione in azienda

1 Nelle aziende che impiegano un formatore al 100 per cento o due formatori ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione.

2 Per ogni altro specialista occupato al 100 per cento o per ogni due specialisti in più occupati ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione in più.

3 È considerato specialista il titolare di un attestato federale di capacità o di una qualifica equivalente nel campo della persona in formazione.

4 Nelle aziende che possono impiegare solo una persona in formazione una seconda persona può iniziare il tirocinio quando la prima arriva all’ultimo anno della formazione professionale di base.

5 In casi particolari l’autorità cantonale può autorizzare il superamento del numero massimo di persone in formazione nelle aziende di tirocinio che da più anni svolgono la loro funzione di formazione con risultati particolarmente positivi.


  Sezione 7: Documentazione dell’apprendimento, rapporto di formazione e documentazione delle prestazioni

Art. 12 Documentazione dell’apprendimento

1 Nel corso della formazione professionale pratica la persona in formazione tiene una documentazione dell’apprendimento in cui annota regolarmente i principali lavori eseguiti in relazione alle competenze operative da acquisire.

2 Almeno una volta al semestre il formatore controlla e firma la documentazione dell’apprendimento e la discute con la persona in formazione.

Art. 13 Rapporto di formazione

1 Alla fine di ogni semestre, il formatore rileva in un rapporto il livello raggiunto dalla persona in formazione. Per farlo si basa sulle prestazioni nella formazione professionale pratica e sui resoconti delle prestazioni nella scuola professionale e nei corsi interaziendali. Discute il rapporto con la persona in formazione.

2 Se necessario, il formatore e la persona in formazione concordano misure per il raggiungimento degli obiettivi di formazione e fissano apposite scadenze. Le decisioni prese e le misure concordate sono annotate per scritto.

3 Dopo la scadenza prefissata il formatore verifica l’efficacia delle misure concordate e ne riporta l’esito nel successivo rapporto di formazione.

4 Se nonostante le misure concordate gli obiettivi non sono stati raggiunti o se è a rischio il buon esito della formazione, il formatore lo comunica per scritto alle parti contraenti e all’autorità cantonale.

Art. 14 Documentazione delle prestazioni nella formazione professionale pratica

1 Il formatore documenta le prestazioni della persona in formazione mediante controlli delle competenze alla fine di ogni semestre.

2 I controlli delle competenze sono espressi in note. Queste confluiscono nel calcolo della nota dei luoghi di formazione.

3 Nell’ultimo semestre della formazione professionale di base non sono documentati controlli delle competenze.

Art. 15 Documentazione delle prestazioni nella scuola professionale

La scuola professionale documenta le prestazioni della persona in formazione nei campi di competenze operative in cui è svolto l’insegnamento e nella cultura generale e le consegna una pagella alla fine di ogni semestre.


  Sezione 8: Procedure di qualificazione

Art. 16 Ammissione

È ammesso alle procedure di qualificazione chi ha concluso la formazione professionale di base:

a.
secondo le disposizioni della presente ordinanza;
b.
in un istituto di formazione riconosciuto dal Cantone; o
c.
al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato, se:
1.
ha maturato l’esperienza professionale di cui all’articolo 32 OFPr,
2.
ha svolto almeno tre anni di tale esperienza professionale nel campo del tecnologo tessile AFC, e
3.
rende verosimile il possesso dei requisiti per la rispettiva procedura di qualificazione.
Art. 17 Oggetto

Nelle procedure di qualificazione occorre dimostrare di aver acquisito le competenze operative di cui all’articolo 4.

Art. 18 Durata e svolgimento della procedura di qualificazione con esame finale

1 Nella procedura di qualificazione con esame finale sono esaminate, nel modo indicato, le competenze operative dei seguenti campi di qualificazione:

a.
«lavoro pratico», sotto forma di lavoro pratico individuale per gli indirizzi professionali design e meccatronica della durata di 40–80 ore e sotto forma di lavoro pratico prestabilito per gli indirizzi produzione, nobilitazione e funi e sistemi di sollevamento della durata di 15 ore; vale quanto segue:
1.
l’esame per questo campo di qualificazione ha luogo verso la fine della formazione professionale di base,
2.
la persona in formazione deve dimostrare di essere in grado di svolgere le attività richieste in modo professionalmente corretto e adeguato alle necessità e alla situazione,
3.
è ammessa come ausilio la consultazione della documentazione dell’apprendimento e dei corsi interaziendali,
4.
di norma, il lavoro pratico individuale comprende tutti i campi di competenze operative e le seguenti voci con la relativa ponderazione:

Voce

Descrizione

Ponderazione

1

Svolgimento e risultato del lavoro

40 %

2

Documentazione

20 %

3

Presentazione

20 %

4

Colloquio professionale

20 %

5.
il lavoro pratico prestabilito comprende i campi di competenze operative sottoelencati e il colloquio professionale della durata di 30 minuti con le seguenti ponderazioni:

Voce

Campi di competenze operative

Ponderazione

1

Pianificazione e preparazione dei lavori legati ai processi di produzione tessile

Analisi e verifica dei materiali legati ai processi di produzione tessile

Attuazione dei processi di produzione tessile

20 %

2

Campo di competenze operative specifico dell’indirizzo professionale

60 %

3

Colloquio professionale

20 %

b.
conoscenze professionali della durata di tre ore; vale quanto segue:
1.
l’esame per questo campo di qualificazione ha luogo verso la fine della formazione professionale di base,
2.
il campo di qualificazione è valutato con un esame scritto e comprende i campi di competenze operative sottoelencati con la durata e le ponderazioni seguenti:

Voce

Campi di competenze operative

Ponderazione

scritto

1

Pianificazione e preparazione dei lavori legati ai processi di produzione tessile

Analisi e verifica dei materiali legati ai processi di produzione tessile

Attuazione dei processi di produzione tessile

60 min.

30 %

2

Campo di competenze operative specifico dell’indirizzo professionale

120 min.

70 %

c.
«cultura generale»; a questo campo di qualificazione si applica l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

2 Per ogni campo di qualificazione la valutazione è effettuata da almeno due periti d’esame.


Art. 19 Superamento della procedura di qualificazione, calcolo e ponderazione delle note

1 La procedura di qualificazione con esame finale è superata se:

a.
per il campo di qualificazione «lavoro pratico» è attribuito almeno il 4; e
b.
la nota complessiva raggiunge almeno il 4.

2 La nota complessiva è data dalla media, arrotondata a un decimale, della somma delle note ponderate dei singoli campi di qualificazione dell’esame finale e della nota ponderata dei luoghi di formazione. Vale la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 40 per cento;
b.
conoscenze professionali: 20 per cento;
c.
cultura generale: 20 per cento;
d.
nota dei luoghi di formazione: 20 per cento.

3 Per nota dei luoghi di formazione si intende la media arrotondata a un decimale delle note sottoelencate con la seguente ponderazione:

a.
nota relativa alla formazione professionale pratica: 50 per cento;
b.
nota relativa all’insegnamento delle conoscenze professionali: 50 per cento.

4 Per nota relativa alla formazione professionale pratica si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle note conseguite nei cinque controlli delle competenze.

5 Per nota relativa all’insegnamento delle conoscenze professionali si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle sei note delle pagelle semestrali.

Art. 20 Ripetizioni

1 La ripetizione della procedura di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr.

2 Qualora si debba ripetere un campo di qualificazione, esso va ripetuto interamente.

3 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente la formazione professionale pratica, resta valida la nota conseguita in precedenza. Se si ripetono almeno due semestri di formazione professionale pratica, per il calcolo della nota dei luoghi di formazione fanno stato solo le nuove note.

4 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente l’insegnamento delle conoscenze professionali, resta valida la nota conseguita in precedenza. Se si ripetono almeno due semestri di insegnamento professionale, per il calcolo della nota dei luoghi di formazione fanno stato solo le nuove note.

Art. 21 Qualifiche acquisite al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato (caso particolare)

1 Per i candidati che hanno acquisito le competenze operative necessarie al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato e che hanno sostenuto l’esame finale secondo la presente ordinanza viene meno la nota dei luoghi di formazione.

2 In questo caso, per il calcolo della nota complessiva valgono le note sottoelencate con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 50 per cento;
b.
conoscenze professionali: 30 per cento;
c.
cultura generale: 20 per cento.

  Sezione 9: Attestazioni e titolo

Art. 22

1 Chi ha superato la procedura di qualificazione consegue l’attestato federale di capacità (AFC).

2 L’attestato federale di capacità conferisce il diritto di avvalersi del titolo legalmente protetto di «Tecnologa tessile AFC»/«Tecnologo tessile AFC».

3 Se l’attestato federale di capacità è stato conseguito mediante procedura di qualificazione con esame finale, nel certificato delle note sono riportate:

a.
la nota complessiva;
b.
le note di ogni campo di qualificazione dell’esame finale e, fatto salvo l’articolo 21 capoverso 1, la nota dei luoghi di formazione;
c.
l’indirizzo professionale.

  Sezione 10: Sviluppo della qualità e organizzazione

Art. 23 Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione dei tecnologi tessili AFC

1 La Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione dei tecnologi tessili AFC è composta da:

a.
6–8 rappresentanti di Swiss Textiles;
b.
due rappresentanti dei docenti di materie professionali;
c.
almeno un rappresentante della Confederazione e almeno uno dei Cantoni.

2 Per la composizione vale inoltre quanto segue:

a.
si cerca di raggiungere una rappresentanza paritetica di entrambi i sessi;
b.
le regioni linguistiche sono adeguatamente rappresentate;
c.
gli indirizzi professionali sono rappresentati.

3 La Commissione si autocostituisce.

4 Essa svolge in particolare i seguenti compiti:

a.
verifica almeno ogni cinque anni la presente ordinanza e il piano di formazione in relazione agli sviluppi economici, tecnologici, ecologici e didattici; nella verifica tiene conto di eventuali nuovi aspetti organizzativi della formazione professionale di base;
b.
se osserva sviluppi che richiedono una modifica della presente ordinanza, chiede all’organizzazione del mondo del lavoro competente di proporre alla SEFRI la corrispondente modifica;
c.
se osserva sviluppi che richiedono una modifica del piano di formazione, presenta all’organizzazione del mondo del lavoro competente una proposta di adeguamento del piano di formazione;
d.
esprime un parere sugli strumenti volti a garantire e attuare la formazione professionale di base nonché a promuovere la qualità, in particolare sulle disposizioni esecutive per la procedura di qualificazione con esame finale.
Art. 24 Organizzazione e responsabili dei corsi interaziendali

1 È responsabile dei corsi interaziendali Swiss Textiles.

2 In collaborazione con le organizzazioni del mondo del lavoro competenti, i Cantoni possono delegare a un altro ente responsabile lo svolgimento dei corsi interaziendali, in particolare se non sono più garantiti la qualità o lo svolgimento degli stessi.

3 I Cantoni disciplinano con l’ente responsabile l’organizzazione e lo svolgimento dei corsi interaziendali.

4 Le autorità cantonali competenti hanno il diritto di accedere ai corsi in qualsiasi momento.


  Sezione 11: Disposizioni finali

Art. 25 Abrogazione di altri atti normativi

Sono abrogati:

a.
l’ordinanza della SEFRI del 6 dicembre 20061 sulla formazione professionale di base di Tecnologa tessile/Tecnologo tessile con attestato federale di capacità (AFC);
b.
il Reglement des BBT vom 19. Mai 19992 über die Durchführung interkantonaler Fachkurse für Lehrtöchter und Lehrlinge in der Textil- und Bekleidungsindustrie der deutschsprachigen Schweiz.

1 [RU 2007 273, 2017 7331 n. I 27 e II 27]
2 BBl 2000 196 (disponibile soltanto in tedesco)

Art. 26 Disposizioni transitorie e prima applicazione di singole disposizioni

1 Le persone che hanno iniziato la formazione di tecnologo tessile AFC prima dell’entrata in vigore della presente ordinanza la portano a termine in base al diritto anteriore, al massimo però entro il 31 dicembre 2021.

2 I candidati che ripetono la procedura di qualificazione con esame finale per tecnologo tessile AFC entro il 31 dicembre 2023 sono valutati in base al diritto anteriore. I candidati che presentano un’apposita richiesta scritta sono valutati in base al nuovo diritto.

3 Le disposizioni concernenti le procedure di qualificazione, le attestazioni e il titolo (art. 17–22) si applicano dal 1° gennaio 2022.

Art. 27 Entrata in vigore

La presente ordinanza entra in vigore il 1° gennaio 2019.


Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei. Publikationsverordnung, PublV.
Il presente documento non è una pubblicazione ufficiale. Fa unicamente fede la pubblicazione della Cancelleria federale. Ordinanza sulle pubblicazioni ufficiali, OPubl.
Droit-bilingue.ch (2009-2021) - A propos
Page générée le: 2021-01-17T19:38:51
A partir de: http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20173405/index.html
Script écrit en Powered by Perl