Index

412.101.220.88

Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Polymechanikerin/Polymechaniker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)

vom 3. November 2008 (Stand am 1. Januar 2018)

45705

Polymechanikerin EFZ/Polymechaniker EFZ

Polymécanicienne CFC/Polymécanicien CFC

Polimeccanica AFC/Polimeccanico AFC

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI),

gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20021, auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20032 (BBV) und auf Artikel 4 Absatz 4 der Jugendarbeitsschutzverordnung vom 28. September 20073 (ArGV 5),

verordnet:4

  1. Abschnitt: Gegenstand und Dauer

Art. 1 Berufsbezeichnung und Berufsbild

1 Die Berufsbezeichnung ist Polymechanikerin EFZ oder Polymechaniker EFZ.

2 Polymechanikerinnen EFZ und Polymechaniker EFZ fertigen Werkstücke, stellen Werkzeuge und Vorrichtungen für die Produktion her oder bauen Geräte, Apparate, Maschinen oder Anlagen zusammen. In Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten bearbeiten sie Aufträge oder Projekte, entwickeln Konstruktionslösungen und erstellen technische Dokumente oder bauen Prototypen und führen Versuche durch. Sie wirken mit bei Inbetriebnahmen, beim Planen und Überwachen von Produktionsprozessen oder führen Instandhaltungsarbeiten aus. Sie führen die Arbeiten unter Berücksichtigung der Energie- und Ressourceneffizienz aus.1

Polymechanikerinnen EFZ und Polymechaniker EFZ zeichnen sich aus durch wirtschaftliches und ökologisches Denken und Handeln. Ihre Aufträge und Projekte realisieren sie systematisch und selbstständig. Sie sind es auch gewohnt im Team zu arbeiten, sind flexibel und aufgeschlossen gegenüber Neuerungen. Sie beachten die Grundsätze der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und des Umweltschutzes.


1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 2 Dauer und Beginn

1 Die berufliche Grundbildung dauert 4 Jahre.

1bis Inhaberinnen und Inhabern eines eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses für Produktionsmechanikerin oder Produktionsmechaniker wird das erste Jahr der beruflichen Grundbildung angerechnet.1

2 Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.


1 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016


  2. Abschnitt: Ziele und Anforderungen

Art. 3 Ziele und Anforderungen

1 Die Ziele und Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen nach Artikel 4 beschrieben.

2 Zur Ausübung der Handlungskompetenzen sind Ressourcen gemäss Artikel 5 notwendig.

Art. 4 Handlungskompetenzen

1 Die Basisausbildung umfasst folgende Handlungskompetenzen:

b.1
Werkstücke manuell fertigen;
b.2
Werkstücke mit konventionellen oder numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen fertigen;
b.3
Baugruppen montieren und in Betrieb nehmen;
b.4
Teile messen und prüfen.

2 Der Aufbau sämtlicher Handlungskompetenzen der Basisausbildung ist für alle Lernenden verbindlich und muss bis spätestens Ende des zweiten Bildungsjahres abgeschlossen sein.

3 Ergänzungsausbildung, die zur spezifischen Vorbereitung auf die Schwerpunktausbildung dient und deren Umfang und Inhalt vom Lehrbetrieb gewählt wird.

4 Die Schwerpunktausbildung umfasst folgende Handlungskompetenzen:

s.1
Projekte planen, abwickeln und auswerten;
s.2
Teilprojekte planen und überwachen;
s.3
Fertigungsunterlagen für Einzelteile und Baugruppen herstellen;
s.4
Prototypen von Einzelteilen und Baugruppen herstellen;
s.5
Werkzeuge und Fertigungsmittel herstellen;
s.6
Teile mit konventionellen Maschinen fertigen;
s.7
Teile mit CNC-Maschinen fertigen;
s.8
Décolletageteile mit konventionellen Maschinen fertigen;
s.9
Décolletageteile mit CNC-Maschinen fertigen;
s.10
Produktion mikrotechnischer Produkte überwachen;
s.11
Produkte prüfen und Messmittel unterhalten;
s.12
Baugruppen und Maschinen montieren und Endabnahme durchführen;
s.13
Externe Montagen und Inbetriebnahmen durchführen;
s.14
Automatisierte Systeme montieren und in Betrieb nehmen;
s.15
Steuerungen mittels SPS programmieren;
s.16
Instandhaltungsarbeiten und Revisionen durchführen;
s.17
Störungen beheben;
s.18
Unterhalt von Luftfahrzeug-Baugruppen durchführen;
s.19
Unterhalt von Luftfahrzeugen durchführen;
s.20
Ausbildungssequenzen planen, durchführen und auswerten;
s.21
Aufzugsanlagen montieren und in Betrieb nehmen.1

5 In der Schwerpunktausbildung baut jede lernende Person mindestens zwei Handlungskompetenzen auf.


1 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 5 Ressourcen

1 Ressourcen sind Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen, die für den Aufbau der Handlungskompetenzen von Bedeutung sind. Die Ressourcen werden zu fachlichen, methodischen und sozialen Ressourcen gebündelt.

2 Beim Aufbau der Ressourcen arbeiten alle Lernorte eng zusammen und koordinieren ihre Beiträge.


  3. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

Art. 61

1 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn und während der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz, insbesondere zur Gefahrenkommunikation (Gefahrensymbole, Piktogramme, Gebotszeichen) in diesen drei Bereichen, ab und erklären sie ihnen.

2 Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt.

3 Den Lernenden wird an allen Lernorten das Wissen über nachhaltige Entwicklung, insbesondere über den Ausgleich zwischen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen, vermittelt.

4 In Abweichung von Artikel 4 Absatz 1 ArGV 5 und gemäss den Vorgaben nach Artikel 4 Absatz 4 ArGV 5 können die Lernenden entsprechend ihrem Ausbildungsstand für die im Anhang zum Bildungsplan aufgeführten Arbeiten herangezogen werden.

5 Voraussetzung für einen Einsatz nach Absatz 4 ist, dass die Lernenden entsprechend den erhöhten Gefährdungen ausgebildet, angeleitet und überwacht werden; diese besonderen Vorkehrungen werden im Anhang zum Bildungsplan als begleitende Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes festgelegt.


1 Fassung gemäss Ziff. II 60 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


  4. Abschnitt: Anteile der Lernorte und Unterrichtssprache

Art. 7 Anteile der Lernorte

1 Die Bildung in beruflicher Praxis erfolgt über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung:

a.
im Durchschnitt an 3,75 Tagen pro Woche im Profil G;
b.
im Durchschnitt an 3,5 Tagen pro Woche im Profil E.

2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt:

a.
in 1800 Lektionen im Profil G, davon 200 Lektionen Sportunterricht;
b.
in 2160 Lektionen im Profil E, davon 240 Lektionen Sportunterricht.

3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 48 und höchstens 64 Tage zu je 8 Stunden und finden in den ersten beiden Bildungsjahren statt.

Art. 8 Unterrichtssprache

1 Unterrichtssprache ist in der Regel die Landessprache des Schulorts.

2 Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulorts und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen.

3 Die Kantone können andere Unterrichtssprachen zulassen.


  5. Abschnitt: Bildungsplan und Allgemeinbildung

Art. 9 Bildungsplan1

1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von den verantwortlichen Organisationen der Arbeitswelt erlassen und vom SBFI genehmigt wird.

2 Der Bildungsplan hat folgenden Inhalt:

a.
Er führt die Inhalte der Grundbildung sowie die Bestimmungen zur Arbeits-sicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz aus und bestimmt, an welchen Lernorten welche Handlungskompetenzen vermittelt und gelernt werden;
b.
er bestimmt die Ressourcen, welche für den Aufbau der Handlungskompetenzen notwendig sind;
c.
er beinhaltet die Lektionentafel der Berufsfachschule;
d.
er beinhaltet die Aufteilung der überbetrieblichen Kurse über die Dauer der Grundbildung und ihre Organisation;
e.
er bezieht die Handlungskompetenzen konsistent auf das Qualifikationsverfahren und beschreibt dessen System.

3 Dem Bildungsplan angefügt ist das Verzeichnis der Instrumente zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung mit Angabe der Bezugsquelle.2


1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016
2 Fassung gemäss Ziff. III 19 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).

Art. 10 Allgemeinbildung

Für den allgemein bildenden Unterricht gilt die Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.



  6. Abschnitt: Anforderungen an die Anbieter der betrieblich organisierten Grundbildung

Art. 11 Fachliche Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner

Die fachlichen Mindestanforderungen im Sinne von Artikel 44 Absatz 1 Buchstaben a und b BBV an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:

a.
Polymechanikerin EFZ/Polymechaniker EFZ mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
b.
gelernte Polymechanikerin/gelernter Polymechaniker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
c.
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich der Polymechanikerin EFZ/des Polymechanikers EFZ und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
d.
einschlägiger Abschluss auf der Tertiärstufe und mindestens 2 Jahre berufliche Praxis im Lehrgebiet.
Art. 121Höchstzahl der Lernenden

1 Betriebe, welche eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner zu 100 Prozent oder zwei Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigen, dürfen eine lernende Person ausbilden.

2 Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 100 Prozent oder von zwei Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden.

3 Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, ein eidgenössisches Berufsattest oder über eine gleich-wertige Qualifikation verfügt.

4 In Betrieben, die nur eine lernende Person ausbilden dürfen, kann eine zweite lernende Person ihre Bildung beginnen, wenn die erste in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung eintritt.

5 In besonderen Fällen kann die kantonale Behörde einem Betrieb, der seit mehreren Jahren Lernende mit überdurchschnittlichem Erfolg ausgebildet hat, die Überschreitung der Höchstzahl der Lernenden bewilligen.


1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016


  7. Abschnitt: Lern- und Leistungsdokumentation

Art. 13 Im Betrieb

1 Die lernende Person führt eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten, die erworbenen Fähigkeiten und ihre Erfahrungen im Betrieb festhält.

2–3 …1


1 Aufgehoben am 9. November 2015, mit Wirkung seit 1. Januar 2016

Art. 13a1Bildungsbericht

1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest. Sie oder er stützt sich dabei auf die Leistungen in der beruflichen Praxis und auf Rückmeldungen über die Leistungen in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen. Sie oder er bespricht den Bildungsbericht mit der lernenden Person.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner und die lernende Person vereinbaren wenn nötig Massnahmen zum Erreichen der Bildungsziele und setzen dafür Fristen. Sie halten die getroffenen Entscheide und Massnahmen schriftlich fest.

3 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner überprüft die Wirkung der vereinbarten Massnahmen nach der gesetzten Frist und hält den Befund im nächsten Bildungsbericht fest.

4 Werden die Ziele der vereinbarten Massnahmen nicht erreicht oder ist der Ausbildungserfolg gefährdet, teilt die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner dies den Vertragsparteien und der kantonalen Behörde schriftlich mit.


1 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 14 In der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung

1 Die Anbieter der schulischen Bildung und die Anbieter schulisch organisierter Grundbildungen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Bereichen und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.

2 Die Lehrvertragsparteien entscheiden über einen Wechsel der Profile der schulischen Bildung und informieren anschliessend die kantonale Behörde. Der Wechsel ist einmalig bis zum Beginn des 3. Lehrjahrs möglich.1


1 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 15 Im überbetrieblichen Kurs

Die Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentieren die Leistungen der Lernenden in der Form von Kompetenznachweisen.


  8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren

Art. 16 Zulassung zum Qualifikationsverfahren

1 Zum Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung erworben hat:

a.
nach den Bestimmungen dieser Verordnung;
b.
in einer vom Kanton dafür zugelassenen Bildungsinstitution; oder
c.
ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und glaubhaft macht, den Anforderungen der Abschlussprüfung gewachsen zu sein.

2 Von der beruflichen Praxis, die nach Artikel 32 BBV für die Zulassung zu einem Qualifikationsverfahren verlangt ist, müssen mindestens 3 Jahre im Bereich der Polymechanikerin EFZ/des Polymechanikers EFZ erworben worden sein.

Art. 17 Gegenstand, Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens

1 Im Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen und Ressourcen nach den Artikeln 4–5 erworben worden sind.

2 Die Teilprüfung findet in der Regel am Ende des 4. Semesters statt. Dieser Qualifikationsbereich wird wie folgt geprüft:

a.
Die Teilprüfung umfasst alle Handlungskompetenzen der Basisausbildung. Sie dauert 8–12 Stunden. Die Lerndokumentation, die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse und die Fachliteratur dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.

3 In der Abschlussprüfung werden die nachstehenden Qualifikationsbereiche wie folgt geprüft:

a.
Praktische Arbeit als individuelle praktische Arbeit (IPA) im Umfang von 36–120 Stunden oder als vorgegebene praktische Arbeit (VPA) im Umfang von 12–16 Stunden. Die zuständige kantonale Behörde entscheidet über die Prüfungsform. Die Prüfung umfasst eine Handlungskompetenz der Schwerpunktausbildung. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation, die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse und die Fachliteratur dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
b.
Berufskenntnisse im Umfang von 4–5 Stunden. Die lernende Person wird schriftlich geprüft.
c.
Allgemeinbildung. Die Abschlussprüfung richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

Art. 18 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung

1 Das Qualifikationsverfahren ist bestanden, wenn:

a.
die Teilprüfung mit der Note 4.0 oder höher bewertet wird;
b.
der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mit der Note 4.0 oder höher bewertet wird;
c.
das Mittel der Note des Qualifikationsbereichs «Berufskenntnisse» und der Erfahrungsnote mindestens 4.0 beträgt; und
d.
die Gesamtnote 4.0 oder höher erreicht wird.

2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Note der Teilprüfung, den Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung sowie der Erfahrungsnote. Dabei gilt folgende Gewichtung:

a.
Teilprüfung: 25 %;
b.
praktische Arbeit: 25 %;
c.
Berufskenntnisse: 15 %;
d.
Allgemeinbildung: 20 %;
e.
Erfahrungsnote: 15 %.

3 Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der acht Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts.1


1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 19 Wiederholungen

1 Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV. Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen.

2 Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der berufskundliche Unterricht während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

Art. 20 Spezialfall

1 Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und das Qualifikationsverfahren nach dieser Verordnung absolviert, so entfällt die Erfahrungsnote.

2 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
Teilprüfung: 25 %;
b.
praktische Arbeit: 25 %;
c.
Berufskenntnisse: 30 %;
d.
Allgemeinbildung: 20 %.

  9. Abschnitt: Ausweise und Titel

Art. 21

1 Wer das Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis EFZ.

2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Polymechanikerin EFZ» oder «Polymechaniker EFZ» zu führen.1

3 Im Notenausweis werden aufgeführt:

a.
die Gesamtnote;
b.
die Note der Teilprüfung, die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie die Erfahrungsnote;
c.
das Profil der schulischen Bildung.

1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016


  10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für die Grundbildungen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie

Art. 221

1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für die Grundbildungen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie setzt sich zusammen aus:

a.
10 bis 12 Vertreterinnen oder Vertretern der Arbeitgeberschaft;
b.
3 bis 4 Vertreterinnen oder Vertretern der Arbeitnehmerschaft;
c.
3 bis 4 Vertreterinnen oder Vertretern der Fachlehrerschaft;
d.
je mindestens eine Vertreterin oder ein Vertreter des Bundes und der Kantone.

2 Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein.

3 Die Kommission fällt nicht in den Geltungsbereich der Kommissionenverordnung vom 3. Juni 19962. Sie konstituiert sich selbst.

4 Die Kommission hat insbesondere folgende Aufgaben:

a.
Sie überprüft die Bildungsverordnung und den Bildungsplan laufend, mindestens aber alle fünf Jahre, auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen. Dabei berücksichtigt sie allfällige neue organisatorische Aspekte der beruflichen Grundbildung.
b.
Sie ersucht die zuständige Organisation der Arbeitswelt, dem SBFI Änderungen der Verordnung zu beantragen, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Änderung der Verordnung erfordern.
c.
Sie stellt der zuständigen Organisation der Arbeitswelt Antrag auf Anpassung des Bildungsplans, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Anpassung des Bildungsplans erfordern.
d.
Sie nimmt Stellung zu den Instrumenten für die Validierung von Bildungs-leistungen.
e.
Sie nimmt Stellung zu Instrumenten zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung, insbesondere zu den Ausführungsbestimmungen über die Qualifikationsverfahren.

1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016
2 SR 172.31


  11. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 23 Aufhebung bisherigen Rechts

1 Es werden aufgehoben:

a.
das Reglement vom 21. August 19971 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für Polymechaniker/Polymechanikerin;
b.
der Lehrplan vom 21. August 19972 für den beruflichen Unterricht für Polymechaniker/Polymechanikerin.
2 Die Genehmigungen werden widerrufen für:
a.
den Bildungsplan vom 8. November 2008 für Polymechanikerin EFZ oder Polymechaniker EFZ;
b.
das Qualifikationsprofil vom 4. August 2011 für Polymechanikerin EFZ oder Polymechaniker EFZ;
c.
die Bestehensregeln vom 4. August 2011 für Polymechanikerin EFZ oder Polymechaniker EFZ.3

1 BBl 1997 IV 970
2 BBl 1997 IV 970
3 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 24 Übergangsbestimmungen

1 Lernende, die ihre Bildung als Polymechanikerin oder Polymechaniker vor dem 1. Januar 2009 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.

2 Wer die Lehrabschlussprüfung als Polymechanikerin oder Polymechaniker bis zum 31. Dezember 2014 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.

Art. 24a1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 9. November 2015

1 Die Änderung vom 9. November 2015 gilt für alle Lernenden, die ihre Bildung als Polymechanikerin EFZ oder Polymechaniker EFZ nach dem 1. Januar 2016 begonnen haben.

2 Die Änderung vom 9. November 2015 gilt für andere Qualifikationsverfahren gemäss Artikel 33 BBG und Artikel 31 BBV für Polymechanikerin EFZ oder Polymechaniker EFZ ab dem 1. Januar 2020.


1 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 25 Inkrafttreten

1 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2009 in Kraft.

2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 16–21) treten am 1. Januar 2013 in Kraft.

3 Die Bestimmungen über die Teilprüfung treten am 1. Januar 2011 in Kraft.


1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 60 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


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412.101.220.88

Ordinanza della SEFRI sulla formazione professionale di base Polimeccanica/Polimeccanico con attestato federale di capacità (AFC)

del 3 novembre 2008 (Stato 1° gennaio 2018)

45705

Polimeccanica AFC/Polimeccanico AFC

Polymechanikerin EFZ/Polymechaniker EFZ

Polymécanicienne CFC/Polymécanicien CFC

La Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI),

visto l’articolo 19 della legge del 13 dicembre 20021 sulla formazione professionale; visto l’articolo 12 dell’ordinanza del 19 novembre 20032 sulla formazione professionale (OFPr); visto l’articolo 4 capoverso 4 dell’ordinanza del 28 settembre 20073 sulla protezione dei giovani lavoratori (OLL 5),

ordina:4

  Sezione 1: Oggetto e durata

Art. 1 Denominazione e profilo professionale

1 La denominazione professionale è polimeccanica AFC/polimeccanico AFC.

2 I polimeccanici fabbricano pezzi, attrezzi e dispositivi che servono alla produzione oppure assemblano apparecchi, macchine o installazioni. In collaborazione con altri specialisti, elaborano ordini o progetti, sviluppano soluzioni di costruzione, producono documentazione tecnica, costruiscono prototipi ed effettuano prove. Collaborano nella messa in esercizio, nei lavori di pianificazione e di sorveglianza relativi ai processi di produzione o effettuano lavori di manutenzione. Lavorano nel rispetto dell’efficienza energetica e delle risorse.1

3 I polimeccanici AFC si distinguono per il loro modo di pensare e operare nel rispetto dei criteri economici ed ecologici. Realizzano gli ordini e i progetti in modo sistematico e autonomo. Sono abituati a lavorare in gruppo, si dimostrano flessibili e aperti nei confronti delle novità. Rispettano i principi della sicurezza sul lavoro, della protezione della salute e dell’ambiente.


1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 2 Durata e inizio

1 La formazione professionale di base dura quattro anni.

1bis Ai titolari dell’attestato federale di capacità di meccanico di produzione viene convalidato il primo anno della formazione professionale di base.1

2 L’inizio della formazione professionale di base segue il calendario scolastico della relativa scuola professionale.


1 Introdotto il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.


  Sezione 2: Obiettivi ed esigenze

Art. 3 Obiettivi ed esigenze

1 Gli obiettivi e le esigenze della formazione professionale di base sono espressi sotto forma di competenze operative secondo l’articolo 4.

2 Per mettere in pratica le competenze operative sono necessarie le risorse di cui all’articolo 5.

Art. 4 Competenze operative

1 La formazione tecnica di base comprende le seguenti competenze operative:

b.1
lavorare pezzi manualmente;
b.2
fabbricare pezzi con macchine utensili convenzionali oppure a controllo numerico;
b.3
assemblare gruppi di costruzione e metterli in servizio;
b.4
misurare e controllare pezzi.

2 Lo sviluppo di tutte le competenze operative della formazione tecnica di base è vincolante per tutte le persone in formazione e deve essere concluso entro la fine del secondo anno di formazione.

3 La formazione complementare funge da preparazione specifica per la formazione approfondita, i suoi contenuti e la sua durata sono scelti dall’azienda di tirocinio.

4 La formazione approfondita comprende le seguenti competenze operative:

s.1
pianificare, svolgere e analizzare progetti;
s.2
pianificare e sorvegliare progetti parziali;
s.3
elaborare documenti per la fabbricazione di pezzi singoli e gruppi di costruzione;
s.4
fabbricare prototipi di pezzi singoli e gruppi di costruzione;
s.5
fabbricare utensili e mezzi di produzione;
s.6
fabbricare pezzi con macchine convenzionali;
s.7
fabbricare pezzi con macchine a controllo numerico CNC;
s.8
fabbricare pezzi di décolletage con macchine convenzionali;
s.9
fabbricare pezzi di décolletage con macchine a controllo numerico CNC;
s.10
controllare la produzione di prodotti microtecnici;
s.11
verificare prodotti ed eseguire la manutenzione di strumenti di misura;
s.12
assemblare gruppi di costruzione, eseguire la prova del prodotto finito;
s.13
eseguire montaggi e messe in servizio esterni;
s.14
assemblare e mettere in servizio sistemi automatizzati;
s.15
programmare comandi tramite PLC;
s.16
eseguire lavori di manutenzione e revisioni;
s.17
eliminare guasti o inconvenienti tecnici;
s.18
eseguire la manutenzione di gruppi di costruzione per aeromobili;
s.19
eseguire la manutenzione di aeromobili;
s.20
pianificare, impartire e analizzare sequenze di formazione.
s.21
montare e mettere in servizio ascensori.1

5 Nella formazione approfondita ogni persona in formazione deve sviluppare almeno due competenze operative.


1 Introdotto il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 5 Risorse

1 Per risorse si intendono le conoscenze, le capacità e i comportamenti rilevanti per lo sviluppo delle competenze operative. Le risorse vengono suddivise in risorse professionali, metodologiche e sociali.

2 Nella fase di sviluppo delle risorse tutti i luoghi di formazione collaborano strettamente fra di loro e coordinano i propri contributi.


  Sezione 3: Sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

Art. 61

1 All’inizio e durante la formazione gli operatori forniscono e spiegano alle persone in formazione le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente, in particolare quelle relative alla comunicazione dei pericoli (simboli di pericolo e di obbligo, pittogrammi).

2 Dette prescrizioni e raccomandazioni sono fornite in tutti i luoghi di formazione e considerate nelle procedure di qualificazione.

3 Tutti i luoghi di formazione sensibilizzano le persone in formazione allo sviluppo sostenibile, con particolare attenzione all’equilibrio tra interessi sociali, ecologici ed economici.

4 In deroga all’articolo 4 capoverso 1 OLL 5 e secondo le prescrizioni dell’articolo 4 capoverso 4 OLL 5 è ammesso l’impiego di persone in formazione in conformità con il loro stato di formazione per le attività elencate in allegato al piano di formazione.

5 L’impiego di persone in formazione secondo il capoverso 4 presuppone che dette persone siano formate, istruite e sorvegliate in maniera adeguata al più elevato pericolo d’infortunio; tali precauzioni particolari sono fissate in allegato al piano di formazione sotto forma di misure di accompagnamento riguardanti la sicurezza sul lavoro e la protezione della salute.


1 Nuovo testo giusta il n. II 60 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


  Sezione 4: Parti svolte dai luoghi di formazione e lingua d’insegnamento

Art. 7 Parti svolte dai luoghi di formazione

1 La formazione professionale pratica si svolge per tutta la durata della formazione professionale di base:

a.
in media su 3,75 giorni alla settimana per il profilo G;
b.
in media su 3,5 giorni alla settimana per il profilo E.

2 L’insegnamento scolastico obbligatorio comprende:

a.
1800 lezioni per il profilo G. Esso comprende 200 lezioni per l’insegnamento dello sport;
b.
2160 lezioni per il profilo E. Esso comprende 240 lezioni per l’insegnamento dello sport.

3 I corsi interaziendali hanno una durata complessiva minima di 48 e massima di 64 giornate di otto ore e si svolgono nei primi due anni di formazione.

Art. 8 Lingua d’insegnamento

1 La lingua d’insegnamento è di norma la lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola professionale.

2 È raccomandato l’insegnamento bilingue nella lingua nazionale locale e in un’altra lingua nazionale o in inglese.

3 I Cantoni possono autorizzare altre lingue d’insegnamento.


  Sezione 5: Piano di formazione e cultura generale

Art. 9 Piano di formazione1

1 Al momento dell’entrata in vigore della presente ordinanza è disponibile un piano di formazione emanato dalla competente organizzazione del mondo del lavoro e approvato dalla SEFRI.

2 Il piano di formazione:

a.
riporta i contenuti della formazione di base e le disposizioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente e determina quali competenze operative vengono trasmesse e apprese in ciascun luogo di formazione;
b.
definisce le risorse necessarie per lo sviluppo delle competenze operative;
c.
riporta la griglia delle lezioni della scuola professionale;
d.
definisce l’organizzazione dei corsi interaziendali e la loro ripartizione sulla durata della formazione di base;
e.
rapporta coerentemente le competenze operative alle procedure di qualificazione, di cui precisa le modalità.

3 Al piano di formazione è allegato l’elenco degli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base con indicazione del centro di distribuzione.2


1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.
2 Nuovo testo giusta il n. III 19 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).

Art. 10 Cultura generale

Per gli insegnamenti di cultura generale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.



  Sezione 6: Requisiti per gli operatori della formazione di base organizzata dall’azienda

Art. 11 Requisiti professionali minimi richiesti ai formatori

I requisiti professionali minimi ai sensi dell’articolo 44 capoverso 1 lettere ab OFPr sono soddisfatti se il formatore possiede una delle seguenti qualifiche:

a.
attestato federale di capacità di polimeccanico e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
b.
attestato federale di capacità di polimeccanico qualificato e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
c.
attestato federale di capacità di una professione affine con le necessarie conoscenze professionali nel campo del polimeccanico AFC e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
d.
diploma di formazione professionale superiore di livello terziario in ambito pertinente e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento.
Art. 121Numero massimo di persone in formazione in azienda

1 Nelle aziende che impiegano un formatore al 100 per cento o due formatori ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione.

2 Per ogni altro specialista occupato al 100 per cento o per ogni due specialisti in più occupati ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione in più.

3 È considerato specialista il titolare di un attestato federale di capacità, di un certificato federale di formazione pratica o di una qualifica equivalente nel campo della persona in formazione.

4 Nelle aziende che possono impiegare solo una persona in formazione una seconda persona può iniziare il tirocinio quando la prima arriva all’ultimo anno della formazione professionale di base.

5 In casi particolari l’autorità cantonale può autorizzare il superamento del numero massimo di persone in formazione per le aziende di tirocinio che da più anni svolgono la loro funzione di formazione con risultati particolarmente positivi.


1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.


  Sezione 7: Documentazione dell’apprendimento e delle prestazioni

Art. 13 Formazione in azienda

1 La persona in formazione tiene una documentazione dell’apprendimento, in cui annota regolarmente i principali lavori eseguiti, le capacità acquisite e le esperienze fatte in azienda.

2–3 …1


1 Abrogato il 9 nov. 2015, con effetto dal 1° gen. 2016.

Art. 13a1Rapporto di formazione

1 Alla fine di ogni semestre, il formatore rileva in un rapporto il livello raggiunto dalla persona in formazione. Per farlo si basa sulle prestazioni nella formazione professionale pratica e sui resoconti delle prestazioni nella scuola professionale e nei corsi interaziendali. Discute il rapporto con la persona in formazione.

2 Se necessario, il formatore e la persona in formazione concordano misure per il raggiungimento degli obiettivi di formazione e fissano apposite scadenze. Le misure e le decisioni adottate vengono messe per iscritto.

3 Dopo la scadenza prefissata il formatore verifica l’efficacia delle misure concordate e ne riporta l’esito nel successivo rapporto di formazione.

4 Se gli obiettivi non sono stati raggiunti o se è a rischio il buon esito della formazione, il formatore lo comunica per iscritto alle parti contraenti e all’autorità cantonale.


1 Introdotto il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 14 Formazione scolastica e formazione di base organizzata dalla scuola

1 Gli operatori della formazione scolastica e della formazione di base organizzata dalla scuola documentano le prestazioni delle persone in formazione nelle materie insegnate e consegnano loro una pagella alla fine di ogni semestre.

2 Le parti che hanno stipulato il contratto di tirocinio possono decidere un cambiamento nei profili della formazione scolastica e ne informano le autorità cantonali. Tale cambiamento può essere effettuato una sola volta all’inizio del terzo anno di tirocinio.1


1 Introdotto il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 15 Formazione nei corsi interaziendali

Gli operatori dei corsi interaziendali documentano le prestazioni delle persone in formazione mediante controlli delle competenze.


  Sezione 8: Procedura di qualificazione

Art. 16 Ammissione

1 È ammesso alla procedura di qualificazione chi ha assolto la formazione professionale di base:

a.
secondo le disposizioni della presente ordinanza;
b.
in un istituto di formazione autorizzato dal Cantone; o
c.
al di fuori di un ciclo di formazione regolare e dimostra di soddisfare i requisiti per l’esame finale.

2 Dell’esperienza professionale richiesta per l’ammissione a una procedura di qualificazione di cui all’articolo 32 OFPr devono essere stati svolti almeno tre anni nel campo professionale del polimeccanico AFC.

Art. 17 Oggetto, durata e svolgimento

1 Nella procedura di qualificazione si deve dimostrare di aver acquisito le competenze operative e le risorse di cui agli articoli 4 e 5.

2 L’esame parziale ha luogo di norma alla fine del quarto semestre. Tale campo di qualificazione è esaminato nel modo seguente:

a.
l’esame parziale verte su tutte le competenze operative della formazione tecnica di base. Esso dura 8–12 ore. È ammessa come ausilio la consultazione della documentazione dell’apprendimento, del materiale relativo ai corsi interaziendali e della letteratura specializzata.

3 Nell’esame finale vengono esaminati i campi di qualificazione sotto elencati nel modo seguente:

a.
«lavoro pratico» sotto forma di lavoro pratico individuale (LPI) della durata di 36–120 ore o sotto forma di lavoro pratico prestabilito (LPP) della durata di 12–16 ore. L’autorità cantonale competente decide la forma d’esame. L’esame verte su una competenza operativa della formazione approfondita. La persona in formazione deve dimostrare di essere in grado di eseguire le attività richieste in modo professionalmente corretto e adeguato alle necessità e alla situazione. È ammessa come ausilio la consultazione della documentazione dell’apprendimento, del materiale relativo ai corsi interaziendali e della letteratura specializzata;
b.
«conoscenze professionali» della durata di 4–5 ore. L’esame si svolge in forma scritta;
c.
«cultura generale». Per l’esame finale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

Art. 18 Superamento, calcolo e ponderazione delle note

1 La procedura di qualificazione è superata se:

a.
per l’esame parziale viene attribuito il 4 o una nota superiore;
b.
per il campo di qualificazione «lavoro pratico» viene attribuito il 4 o una nota superiore;
c.
la media della nota del campo di qualificazione «conoscenze professionali» e della nota relativa all’insegnamento professionale raggiunge o supera il 4; e
d.
la nota complessiva raggiunge o supera il 4.

2 La nota complessiva è data dalla media, arrotondata a un decimale, delle note dell’esame parziale, dei singoli campi di qualificazione dell’esame finale nonché della nota relativa all’insegnamento professionale. Vale la seguente ponderazione:

a.
esame parziale: 25 per cento;
b.
lavoro pratico: 25 per cento;
c.
conoscenze professionali: 15 per cento;
d.
cultura generale: 20 per cento;
e.
nota relativa all’insegnamento professionale: 15 per cento.

3 Per nota relativa all’insegnamento professionale si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle 8 note delle pagelle semestrali relative all’insegnamento professionale.1


1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 19 Ripetizioni

1 La ripetizione delle procedure di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr. Qualora debba essere ripetuto un campo di qualificazione, esso va ripetuto interamente.

2 Qualora si ripeta la procedura di qualificazione senza frequentare nuovamente la scuola professionale, rimane valida la nota relativa all’insegnamento professionale conseguita in precedenza. Se si ripetono almeno due semestri di insegnamento professionale, per il calcolo della nota relativa all’insegnamento professionale fanno stato solo le nuove note.

Art. 20 Caso particolare

1 Per le persone che hanno assolto la formazione diversamente da quanto disciplinato dalla presente ordinanza e la procedura di qualificazione secondo la presente ordinanza, viene meno la nota relativa all’insegnamento professionale.

2 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sotto elencate con la seguente ponderazione:

a.
esame parziale: 25 per cento;
b.
lavoro pratico: 25 per cento:
c.
conoscenze professionali: 30 per cento;
d.
cultura generale: 20 per cento.

  Sezione 9: Attestazioni e titolo

Art. 21

1 Chi ha superato la procedura di qualificazione, riceve l’attestato federale di capacità (AFC).

2 L’attestato federale di capacità conferisce al titolare il diritto di avvalersi del titolo legalmente protetto di «polimeccanica AFC/polimeccanico AFC».1

3 Nel certificato delle note figurano:

a.
la nota complessiva;
b.
la nota dell’esame parziale, le note di ogni campo di qualificazione dell’esame finale e la nota relativa all’insegnamento professionale.
c.
il profilo della formazione scolastica.

1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.


  Sezione 10: Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità per la formazione di base nell’industria metalmeccanica ed elettrica svizzera

Art. 221

1 La Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità per la formazione di base nell’ambito dell’industria metalmeccanica ed elettrica svizzera è composta da:

a.
10–12 rappresentanti dei datori di lavoro;
b.
3–4 rappresentati dei lavoratori;
c.
3–4 rappresentanti dei docenti delle materie professionali;
d.
almeno un rappresentante della Confederazione e uno dei Cantoni.

2 Le regioni linguistiche sono adeguatamente rappresentate.

3 La Commissione non rientra nel campo d’applicazione dell’ordinanza del 3 giugno 1996 sulle commissioni2. Essa si autocostituisce.

4 La Commissione svolge in particolare i seguenti compiti:

a.
verifica costantemente, ma almeno ogni cinque anni, l’ordinanza sulla formazione professionale di base e il piano di formazione in relazione agli sviluppi economici, tecnologici, ecologici e didattici. Nella verifica tiene conto di eventuali nuovi aspetti organizzativi della formazione professionale di base;
b.
chiede alla competente organizzazione del mondo del lavoro di presentare alla SEFRI una domanda di modifica dell’ordinanza sulla formazione professionale di base, qualora gli sviluppi osservati lo rendano necessario;
c.
chiede all’organizzazione del mondo del lavoro l’adeguamento del piano di formazione, qualora gli sviluppi osservati lo rendano necessario;
d.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la validazione degli apprendimenti acquisiti;
e.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base, in particolare sulle disposizioni esecutive concernenti le procedure di qualificazione.

1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.
2 RS 172.31


  Sezione 11: Disposizioni finali

Art. 23 Abrogazione del diritto previgente

1 Sono abrogati:

a.
il regolamento del 21 agosto 19971 concernente il tirocinio e l’esame finale di tirocinio per polimeccanici;
b.
il programma del 21 agosto 19972 per l’insegnamento professionale dei polimeccanici.

2 È revocata l’approvazione dei seguenti documenti:

a.
piano di formazione dell’8 novembre 2008 per polimeccanici AFC;
b.
profilo di qualificazione del 4 agosto 2011 per polimeccanici AFC;
c.
condizioni di riuscita del 4 agosto 2011 per polimeccanici AFC.3

1 FF 2001 I 979
2 FF 2001 I 979
3 Introdotto il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 24 Disposizioni transitorie

1 Le persone che hanno iniziato la formazione di polimeccanico prima del 1° gennaio 2009 la portano a termine in base al diritto previgente.

2 Fino al 31 dicembre 2014, chi ripete l’esame finale di tirocinio per polimeccanici viene valutato, su richiesta, in base al diritto previgente.

Art. 24a1Disposizioni transitorie per la modifica del 9 novembre 2015

1 La modifica del 9 novembre 2015 si applica alle persone che hanno iniziato la formazione di polimeccanico AFC dopo il 1° gennaio 2016.

2 La modifica del 9 novembre 2015 si applica alle altre procedure di qualificazione ai sensi degli articoli 33 LFPr e 31 OFPr per polimeccanici AFC dal 1° gennaio 2020.


1 Introdotto il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 25 Entrata in vigore

1 La presente ordinanza entra in vigore il 1° gennaio 2009.

2 Le disposizioni concernenti la procedura di qualificazione, le attestazioni e il titolo (art. da 16 a 21) entrano in vigore il 1° gennaio 2013.

3 Le disposizioni concernenti l’esame parziale entrano in vigore il 1° gennaio 2011.


1 RS 412.102 RS 412.1013 RS 822.1154 Nuovo testo giusta il n. I 60 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


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