Index

412.101.220.87

Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Mechanikpraktikerin/Mechanikpraktiker mit eidgenössischem Berufsattest (EBA)

vom 3. November 2008 (Stand am 1. Januar 2018)

45906

Mechanikpraktikerin EBA/Mechanikpraktiker EBA

Praticienne en mécanique AFP/Praticien en mécanique AFP

Aiuto meccanica CFP/Aiuto meccanico CFP

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI),

gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20021, auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20032 (BBV) und auf Artikel 4 Absatz 4 der Jugendarbeitsschutzverordnung vom 28. September 20073 (ArGV 5),

verordnet:4

  1. Abschnitt: Gegenstand und Dauer

Art. 1 Berufsbezeichnung und Berufsbild

1 Die Berufsbezeichnung ist Mechanikpraktikerin EBA oder Mechanikpraktiker EBA.

2 Mechanikpraktikerinnen EBA und Mechanikpraktiker EBA arbeiten im Maschinenbau, in der Metallbearbeitung und im Anlagen- und Apparatebau. Sie führen einfachere Arbeiten in der Fertigung aus und verstehen mit Handwerkzeugen, technischen Einrichtungen sowie Mess- und Prüfmitteln umzugehen. Sie wirken mit bei Arbeitsprozessen wie in der Montage, Instandhaltung oder Wartung von Maschinen und Anlagen. Sie führen die Arbeiten unter Berücksichtigung der Energie- und Ressourceneffizienz aus.1

Mechanikpraktikerinnen EBA und Mechanikpraktiker EBA realisieren ihre Aufträge unter Anleitung systematisch, effizient und weitgehend selbstständig. Sie sind es auch gewohnt im Team zu arbeiten. Sie beachten die Grundsätze der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und des Umweltschutzes.


1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 2 Dauer und Beginn

1 Die berufliche Grundbildung dauert 2 Jahre.

2 Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.


  2. Abschnitt: Ziele und Anforderungen

Art. 3 Ziele und Anforderungen

1 Die Ziele und Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen nach Artikel 4 beschrieben.

2 Zur Ausübung der Handlungskompetenzen sind Ressourcen gemäss Artikel 5 notwendig.

Art. 4 Handlungskompetenzen

1 Die Basisausbildung umfasst folgende Handlungskompetenz:

b.1
Werkstücke manuell fertigen.

2 Der Aufbau der Handlungskompetenz der Basisausbildung ist für alle Lernenden verbindlich.

3 Ergänzungsausbildung, die zur spezifischen Vorbereitung auf die Schwerpunktausbildung dient und deren Umfang und Inhalt vom Lehrbetrieb gewählt wird.

4 Die Schwerpunktausbildung umfasst folgende Handlungskompetenzen:

s.1
Werkstücke mit konventionellen Drehmaschinen nach Vorgaben drehen;
s.2
Werkstücke mit konventionellen Fräsmaschinen nach Vorgaben fräsen;
s.3
Werkstücke mit Hilfe der Stanztechnik herstellen;
s.4
Bleche und Profile bearbeiten;
s.5
Werkstücke schweissen;
s.6
Produktionsanlagen führen;
s.7
Werkstücke und Bauelemente zu Baugruppen montieren und die Funktion prüfen;
s.8
Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten ausführen;
s.9
Elektrische Geräte und Bauelemente montieren und verdrahten;1
s.10
Elektronische Komponenten herstellen; NOTE6
s.11
Werkstücke aus Glas oder ähnlichen Werkstoffen bearbeiten;2
s.12
Décolltageteile mit konventionellen Fertigungsverfahren fertigen;3
s.13
Décolltageteile mit CNC-Fertigungsverfahren fertigen.4

5 In der Schwerpunktausbildung baut jede lernende Person eine Handlungskompetenz auf.


1 Eingefügt am 23. Januar 2015, in Kraft ab 1. März 2015
2 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016
3 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016
4 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 5 Ressourcen

1 Ressourcen sind Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen, die für den Aufbau der Handlungskompetenzen von Bedeutung sind. Die Ressourcen werden zu fachlichen, methodischen und sozialen Ressourcen gebündelt.

2 Beim Aufbau der Ressourcen arbeiten alle Lernorte eng zusammen und koordinieren ihre Beiträge.


  3. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

Art. 61

1 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn und während der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz, insbesondere zur Gefahrenkommunikation (Gefahrensymbole, Piktogramme, Gebotszeichen) in diesen drei Bereichen, ab und erklären sie ihnen.

2 Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt.

3 Den Lernenden wird an allen Lernorten das Wissen über nachhaltige Entwicklung, insbesondere über den Ausgleich zwischen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen, vermittelt.

4 In Abweichung von Artikel 4 Absatz 1 ArGV 5 und gemäss den Vorgaben nach Artikel 4 Absatz 4 ArGV 5 können die Lernenden entsprechend ihrem Ausbildungsstand für die im Anhang zum Bildungsplan aufgeführten Arbeiten herangezogen werden.

5 Voraussetzung für einen Einsatz nach Absatz 4 ist, dass die Lernenden entsprechend den erhöhten Gefährdungen ausgebildet, angeleitet und überwacht werden; diese besonderen Vorkehrungen werden im Anhang zum Bildungsplan als begleitende Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes festgelegt.


1 Fassung gemäss Ziff. II 59 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


  4. Abschnitt: Anteile der Lernorte und Unterrichtssprache

Art. 7 Anteile der Lernorte

1 Die Bildung in beruflicher Praxis erfolgt über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung im Durchschnitt an 4 Tagen pro Woche.

2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt in 720 Lektionen. Davon entfallen auf den Sportunterricht 80 Lektionen.

3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 24 und höchstens 36 Tage zu je 8 Stunden und finden im ersten Bildungsjahr statt.

Art. 8 Unterrichtssprache

1 Unterrichtssprache ist in der Regel die Landessprache des Schulorts.

2 Die Kantone können andere Unterrichtssprachen zulassen.


  5. Abschnitt: Bildungsplan und Allgemeinbildung

Art. 9 Bildungsplan1

1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von den verantwortlichen Organisationen der Arbeitswelt erlassen und vom SBFI genehmigt wird.

2 Der Bildungsplan hat folgenden Inhalt:

a.
Er führt die Inhalte der Grundbildung sowie die Bestimmungen zur Arbeits-sicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz aus und bestimmt, an welchen Lernorten welche Handlungskompetenzen vermittelt und gelernt werden;
b.
er bestimmt die Ressourcen, welche für den Aufbau der Handlungskompetenzen notwendig sind;
c.
er beinhaltet die Lektionentafel der Berufsfachschule;
d.
er beinhaltet die Aufteilung der überbetrieblichen Kurse über die Dauer der Grundbildung und ihre Organisation;
e.
er bezieht die Handlungskompetenzen konsistent auf das Qualifikationsverfahren und beschreibt dessen System.

3 Dem Bildungsplan angefügt ist das Verzeichnis der Instrumente zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung mit Angabe der Bezugsquelle.2


1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016
2 Fassung gemäss Ziff. III 18 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).

Art. 10 Allgemeinbildung

Für den allgemein bildenden Unterricht gilt die Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.



  6. Abschnitt: Anforderungen an die Anbieter der betrieblich organisierten Grundbildung

Art. 11 Fachliche Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner

Die fachlichen Mindestanforderungen im Sinne von Artikel 44 Absatz 1 Buchstaben a und b BBV an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:

a.
Polymechanikerin EFZ/Polymechaniker EFZ mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
b.
gelernte Polymechanikerin/gelernter Polymechaniker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
c.
Produktionsmechanikerin EFZ/Produktionsmechaniker EFZ mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
d.
gelernte Mechapraktikerin/gelernter Mechapraktiker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
e.
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich der Mechanikpraktikerin EBA/des Mechanikpraktikers EBA und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
f.
einschlägiger Abschluss auf der Tertiärstufe und mindestens 2 Jahre berufliche Praxis im Lehrgebiet.
Art. 121Höchstzahl der Lernenden

1 Betriebe, welche eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner zu 100 Prozent oder zwei Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigen, dürfen eine lernende Person ausbilden.

2 Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 100 Prozent oder von zwei Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden.

3 Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, ein eidgenössisches Berufsattest oder über eine gleich-wertige Qualifikation verfügt.

4 In Betrieben, die nur eine lernende Person ausbilden dürfen, kann eine zweite lernende Person ihre Bildung beginnen, wenn die erste in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung eintritt.

5 In besonderen Fällen kann die kantonale Behörde einem Betrieb, der seit mehreren Jahren Lernende mit überdurchschnittlichem Erfolg ausgebildet hat, die Überschreitung der Höchstzahl der Lernenden bewilligen.


1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016


  7. Abschnitt: Lern- und Leistungsdokumentation

Art. 13 Im Betrieb

1 Die lernende Person führt eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten, die erworbenen Fähigkeiten und ihre Erfahrungen im Betrieb festhält.

2–3 …1


1 Aufgehoben am 9. November 2015, mit Wirkung seit 1. Januar 2016

Art. 13a1Bildungsbericht

1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest. Sie oder er stützt sich dabei auf die Leistungen in der beruflichen Praxis und auf Rückmeldungen über die Leistungen in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen. Sie oder er bespricht den Bildungsbericht mit der lernenden Person.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner und die lernende Person vereinbaren wenn nötig Massnahmen zum Erreichen der Bildungsziele und setzen dafür Fristen. Sie halten die getroffenen Entscheide und Massnahmen schriftlich fest.

3 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner überprüft die Wirkung der vereinbarten Massnahmen nach der gesetzten Frist und hält den Befund im nächsten Bildungsbericht fest.

4 Werden die Ziele der vereinbarten Massnahmen nicht erreicht oder ist der Ausbildungserfolg gefährdet, teilt die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner dies den Vertragsparteien und der kantonalen Behörde schriftlich mit.


1 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 14 In der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung

Die Anbieter der schulischen Bildung und die Anbieter schulisch organisierter Grundbildungen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Bereichen und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.

Art. 15 Im überbetrieblichen Kurs

1 Die Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentieren die Leistungen der Lernenden in der Form von Kompetenznachweisen.

2 Diese Kompetenznachweise werden in Noten ausgedrückt und fliessen ein in die Berechnung der Erfahrungsnote überbetriebliche Kurse nach Artikel 18 Absatz 4.


  8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren

Art. 16 Zulassung zum Qualifikationsverfahren

1 Zum Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung erworben hat:

a.
nach den Bestimmungen dieser Verordnung;
b.
in einer vom Kanton dafür zugelassenen Bildungsinstitution; oder
c.
ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und glaubhaft macht, den Anforderungen der Abschlussprüfung gewachsen zu sein.

2 Von der beruflichen Praxis, die nach Artikel 32 BBV für die Zulassung zu einem Qualifikationsverfahren verlangt ist, müssen mindestens 3 Jahre im Bereich der Mechanikpraktikerin EBA/des Mechanikpraktikers EBA erworben worden sein.

Art. 17 Gegenstand, Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens

1 Im Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen und Ressourcen nach den Artikeln 4–5 erworben worden sind.

2 In der Abschlussprüfung werden die nachstehenden Qualifikationsbereiche wie folgt geprüft:

a.
Praktische Arbeit im Umfang von 16–40 Stunden als individuelle praktische Arbeit (IPA). Die Prüfung umfasst eine Handlungskompetenz der Schwerpunktausbildung. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation, die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse und die Fachliteratur dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
b.
Allgemeinbildung. Die Abschlussprüfung richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

Art. 18 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung

1 Das Qualifikationsverfahren ist bestanden, wenn die Gesamtnote 4.0 oder höher erreicht wird.

2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus den Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung und der Erfahrungsnoten. Dabei gilt folgende Gewichtung:

a.
praktische Arbeit: 40 %;
b.
Allgemeinbildung: 20 %;
c.
Erfahrungsnote berufskundlicher Unterricht: 20 %;
d.
Erfahrungsnote überbetriebliche Kurse: 20 %.

3 Die Erfahrungsnote berufskundlicher Unterricht ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der vier Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts.1

4 Die Erfahrungsnote überbetriebliche Kurse ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel der Kompetenznachweise der überbetrieblichen Kurse.


1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 19 Wiederholungen

1 Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV. Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen.

2 Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der berufskundliche Unterricht während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

3 Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch von überbetrieblichen Kursen wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Werden die überbetrieblichen Kurse wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

Art. 20 Spezialfall

1 Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und das Qualifikationsverfahren nach dieser Verordnung absolviert, so entfallen die Erfahrungsnoten berufskundlicher Unterricht und überbetriebliche Kurse.

2 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
praktische Arbeit: 70 %;
b.
Allgemeinbildung: 30 %.

  9. Abschnitt: Ausweise und Titel

Art. 21

1 Wer das Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Berufsattest EBA.

2 Das Berufsattest berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Mechanikpraktikerin EBA» oder «Mechanikpraktiker EBA» zu führen.1

3 Im Notenausweis werden aufgeführt:

a.
die Gesamtnote;
b.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie die Erfahrungsnoten.

1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016


  10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für die Grundbildungen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie

Art. 221

1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für die Grundbildungen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie setzt sich zusammen aus:

a.
10 bis 12 Vertreterinnen oder Vertretern der Arbeitgeberschaft;
b.
3 bis 4 Vertreterinnen oder Vertretern der Arbeitnehmerschaft;
c.
3 bis 4 Vertreterinnen oder Vertretern der Fachlehrerschaft;
d.
je mindestens eine Vertreterin oder ein Vertreter des Bundes und der Kantone.

2 Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein.

3 Die Kommission fällt nicht in den Geltungsbereich der Kommissionenverordnung vom 3. Juni 19962. Sie konstituiert sich selbst.

4 Die Kommission hat insbesondere folgende Aufgaben:

a.
Sie überprüft die Bildungsverordnung und den Bildungsplan laufend, mindestens aber alle fünf Jahre, auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen. Dabei berücksichtigt sie allfällige neue organisatorische Aspekte der beruflichen Grundbildung.
b.
Sie ersucht die zuständige Organisation der Arbeitswelt, dem SBFI Änderungen der Verordnung zu beantragen, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Änderung der Verordnung erfordern.
c.
Sie stellt der zuständigen Organisation der Arbeitswelt Antrag auf Anpassung des Bildungsplans, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Anpassung des Bildungsplans erfordern.
d.
Sie nimmt Stellung zu den Instrumenten für die Validierung von Bildungs-leistungen.
e.
Sie nimmt Stellung zu Instrumenten zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung, insbesondere zu den Ausführungsbestimmungen über die Qualifikationsverfahren.

1 Fassung vom 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016
2 SR 172.31


  11. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 22a1Aufhebung bisherigen Rechts

Die Genehmigungen werden widerrufen für:

a.
den Bildungsplan vom 8. November 2008 für Mechanikpraktikerin EBA oder Mechanikpraktiker EBA;
b.
das Qualifikationsprofil vom 4. August 2011 für Mechanikpraktikerin EBA oder Mechanikpraktiker EBA;
c.
die Bestehensregeln vom 4. August 2011 für Mechanikpraktikerin EBA oder Mechanikpraktiker EBA.

1 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 23 Übergangsbestimmungen

Die Inhaberinnen und Inhaber eines kantonalen Anlehrausweises, welcher zwischen 2003 und 2010 im Rahmen der Pilotprojekte «Maschinenbaupraktiker/in» oder «Mechanikpraktiker/in» abgegeben wird, erhalten vom kantonalen Amt für Berufsbildung ab 2011 auf Antrag das eidgenössische Berufsattest «Mechanikpraktikerin EBA/Mechanikpraktiker EBA».

Art. 23a1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 9. November 2015

1 Die Änderung vom 9. November 2015 gilt für alle Lernenden, die ihre Bildung als Mechanikpraktikerin EBA oder Mechanikpraktiker EBA nach dem 1. Januar 2016 begonnen haben.

2 Die Änderung vom 9. November 2015 gilt für andere Qualifikationsverfahren gemäss Artikel 33 BBG und Artikel 31 BBV für Mechanikpraktikerin EBA oder Mechanikpraktiker EBA ab dem 1. Januar 2018.


1 Eingefügt am 9. November 2015, in Kraft seit 1. Januar 2016

Art. 24 Inkrafttreten

1 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2009 in Kraft.

2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 16–21) treten am 1. Januar 2011 in Kraft.

3 Die Änderung vom 23. Januar 2015 tritt am 1. März 2015 in Kraft.1


1 Eingefügt am 23. Januar 2015, in Kraft ab 1. März 2015


1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 59 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


Index

412.101.220.87

Ordinanza della SEFRI sulla formazione professionale di base Aiuto meccanica/Aiuto meccanico con certificato federale di formazione pratica (CFP)

Modifica del 3 novembre 2008 (Stato 1° gennaio 2018)

45906

Aiuto meccanica CFP/Aiuto meccanico CFP

Mechanikpraktikerin EBA/Mechanikpraktiker EBA

Praticienne en mécanique AFP/Praticien en mécanique AFP

La Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI),

visto l’articolo 19 della legge del 13 dicembre 20021 sulla formazione professionale; visto l’articolo 12 dell’ordinanza del 19 novembre 20032 sulla formazione professionale (OFPr); visto l’articolo 4 capoverso 4 dell’ordinanza del 28 settembre 20073 sulla protezione dei giovani lavoratori (OLL 5),

ordina:4

  Sezione 1: Oggetto e durata

Art. 1 Denominazione e profilo professionale

1 La denominazione professionale è aiuto meccanica CFP/aiuto meccanico CFP.

2 Gli aiuto meccanici CFP lavorano nell’ambito della costruzione di macchinari, della lavorazione del metallo e della costruzione di impianti e apparecchi. Eseguono semplici lavori di fabbricazione e sono in grado di utilizzare utensili, apparecchiature tecniche, mezzi di misurazione e strumenti di prova. Partecipano ai processi di lavoro, quali il montaggio e la manutenzione di macchinari e impianti. Lavorano nel rispetto dell’efficienza energetica e delle risorse1.

Gli aiuto meccanici CFP svolgono gli incarichi a loro affidati in modo sistematico, efficiente e autonomo. Sono abituati a lavorare in gruppo. Rispettano i principi della sicurezza sul lavoro, della protezione della salute e dell’ambiente.


1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 2 Durata e inizio

1 La formazione professionale di base dura due anni.

2 L’inizio della formazione professionale di base segue il calendario scolastico della relativa scuola professionale.


  Sezione 2: Obiettivi ed esigenze

Art. 3 Obiettivi ed esigenze

1 Gli obiettivi e le esigenze della formazione professionale di base sono espressi sotto forma di competenze operative secondo l’articolo 4.

2 Per mettere in pratica le competenze operative sono necessarie le risorse di cui all’articolo 5.

Art. 4 Competenze operative

1 La formazione tecnica di base comprende la seguente competenza operativa:

b.1
lavorare pezzi manualmente.

2 Lo sviluppo della competenza operativa della formazione tecnica di base è vincolante per tutte le persone in formazione.

3 La formazione complementare funge da preparazione specifica per la formazione approfondita, i suoi contenuti e la sua durata sono scelti dall’azienda di tirocinio.

4 La formazione approfondita comprende le seguenti competenze operative:

s.1
tornire pezzi secondo direttive con torni convenzionali;
s.2
fresare pezzi secondo direttive con fresatrici convenzionali;
s.3
produrre pezzi con l’aiuto delle tecniche di punzonatura;
s.4
lavorare lamiere e profilati;
s.5
saldare pezzi e trattarli ulteriormente;
s.6
gestire impianti di produzione;
s.7
assemblare pezzi e componenti per formare gruppi di costruzione e controllarne il funzionamento;
s.8
eseguire lavori di manutenzione;
s.9
montare e cablare gli strumenti e i componenti elettrici1;
s.10 fabbricare componenti elettronici;
s.11 lavorare pezzi di vetro o di materiali simili2;
s.12 lavorare pezzi di décolletage con procedure convenzionali3;
s.13 lavorare pezzi di décolletage con procedura CNC4.

5 Nella formazione approfondita ogni persona in formazione deve sviluppare almeno una competenza operativa.


1 Inserito il 23 gen. 2015, in vigore dal 1° mar. 2015.
2 Inserito il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.
3 Inserito il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.
4 Inserito il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 5 Risorse

1 Per risorse si intendono le conoscenze, le capacità e i comportamenti rilevanti per lo sviluppo delle competenze operative. Le risorse vengono suddivise in risorse professionali, metodologiche e sociali.

2 Nella fase di sviluppo delle risorse tutti i luoghi di formazione collaborano strettamente fra di loro e coordinano i propri contributi.


  Sezione 3: Sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

Art. 61

1 All’inizio e durante la formazione gli operatori forniscono e spiegano alle persone in formazione le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente, in particolare quelle relative alla comunicazione dei pericoli (simboli di pericolo e di obbligo, pittogrammi).

2 Dette prescrizioni e raccomandazioni sono fornite in tutti i luoghi di formazione e considerate nelle procedure di qualificazione.

3 Tutti i luoghi di formazione sensibilizzano le persone in formazione allo sviluppo sostenibile, con particolare attenzione all’equilibrio tra interessi sociali, ecologici ed economici.

4 In deroga all’articolo 4 capoverso 1 OLL 5 e secondo le prescrizioni dell’articolo 4 capoverso 4 OLL 5 è ammesso l’impiego di persone in formazione in conformità con il loro stato di formazione per le attività elencate in allegato al piano di formazione.

5 L’impiego di persone in formazione secondo il capoverso 4 presuppone che dette persone siano formate, istruite e sorvegliate in maniera adeguata al più elevato pericolo d’infortunio; tali precauzioni particolari sono fissate in allegato al piano di formazione sotto forma di misure di accompagnamento riguardanti la sicurezza sul lavoro e la protezione della salute.


1 Nuovo testo giusta il n. II 59 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


  Sezione 4: Parti svolte dai luoghi di formazione e lingua d’insegnamento

Art. 7 Parti svolte dai luoghi di formazione

1 La formazione professionale pratica si svolge in media su quattro giorni alla settimana per tutta la durata della formazione professionale di base.

2 L’insegnamento scolastico obbligatorio comprende 720 lezioni. Esso include 80 lezioni per l’insegnamento dello sport.

3 I corsi interaziendali hanno una durata complessiva minima di 24 e massima di 36 giornate di otto ore e si svolgono durante il primo anno di formazione.

Art. 8 Lingua d’insegnamento

1 La lingua d’insegnamento è di norma la lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola professionale.

2 I Cantoni possono autorizzare altre lingue d’insegnamento.


  Sezione 5: Piano di formazione e cultura generale

Art. 9 Piano di formazione1

1 Al momento dell’entrata in vigore della presente ordinanza è disponibile un piano di formazione redatto dalla competente organizzazione del mondo del lavoro e approvato dalla SEFRI.

2 Il piano di formazione:

a.
riporta i contenuti della formazione di base e le disposizioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente e determina quali competenze operative vengono trasmesse e apprese in ciascun luogo di formazione;
b.
definisce le risorse necessarie per lo sviluppo delle competenze operative;
c.
riporta la griglia delle lezioni della scuola professionale;
d.
definisce l’organizzazione dei corsi interaziendali e la loro ripartizione sulla durata della formazione di base;
e.
rapporta coerentemente le competenze operative alle procedure di qualificazione, di cui precisa le modalità.

3 Al piano di formazione è allegato l’elenco degli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base con indicazione del centro di distribuzione.2


1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.
2 Nuovo testo giusta il n. III 18 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).

Art. 10 Cultura generale

Per gli insegnamenti di cultura generale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.



  Sezione 6: Requisiti per gli operatori della formazione di base organizzata dall’azienda

Art. 11 Requisiti professionali minimi richiesti ai formatori

I requisiti professionali minimi ai sensi dell’articolo 44 capoverso 1 lettere a e b OFPr sono soddisfatti se il formatore possiede una delle seguenti qualifiche:

a.
attestato federale di capacità di polimeccanico e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
b.
attestato federale di capacità di polimeccanico qualificato e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
c.
attestato federale di capacità di meccanico di produzione e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
d.
attestato federale di capacità di meccanico di produzione qualificato e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
e.
attestato federale di capacità di una professione affine con le necessarie conoscenze nel campo dell’aiuto meccanico CFP e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
f.
diploma di formazione professionale superiore di livello terziario in ambito pertinente e almeno due anni di esperienza professionale.
Art. 121Numero massimo di persone in formazione in azienda

1 Nelle aziende che impiegano un formatore al 100 per cento o due formatori ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione.

2 Per ogni altro specialista occupato al 100 per cento o per ogni due specialisti in più occupati ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione in più.

3 È considerato specialista il titolare di un attestato federale di capacità, di un certificato federale di formazione pratica o di una qualifica equivalente nel campo della persona in formazione.

4 Nelle aziende che possono impiegare solo una persona in formazione una seconda persona può iniziare il tirocinio quando la prima arriva all’ultimo anno della formazione professionale di base.

5 In casi particolari l’autorità cantonale può autorizzare il superamento del numero massimo di persone in formazione per le aziende di tirocinio che da più anni svolgono la loro funzione di formazione con risultati particolarmente positivi.


1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.


  Sezione 7: Documentazione dell’apprendimento e delle prestazioni

Art. 13 Formazione in azienda

1 La persona in formazione tiene una documentazione dell’apprendimento, in cui annota regolarmente i principali lavori eseguiti, le capacità acquisite e le esperienze fatte in azienda.

2–3 …1


1 Abrogato il 9 nov. 2015, con effetto dal 1° gen. 2016.

Art. 13a1Rapporto di formazione

1 Alla fine di ogni semestre, il formatore rileva in un rapporto il livello raggiunto dalla persona in formazione. Per farlo si basa sulle prestazioni nella formazione professionale pratica e sui resoconti delle prestazioni nella scuola professionale e nei corsi interaziendali. Discute il rapporto con la persona in formazione.

2 Se necessario, il formatore e la persona in formazione concordano misure per il raggiungimento degli obiettivi di formazione e fissano apposite scadenze. Le misure e le decisioni adottate vengono messe per iscritto.

3 Dopo la scadenza prefissata il formatore verifica l’efficacia delle misure concordate e ne riporta l’esito nel successivo rapporto di formazione.

4 Se gli obiettivi non sono stati raggiunti o se è a rischio il buon esito della formazione, il formatore lo comunica per iscritto alle parti contraenti e all’autorità cantonale.


1 Inserito il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 14 Formazione scolastica e formazione di base organizzata dalla scuola

Gli operatori della formazione scolastica e della formazione di base organizzata dalla scuola documentano le prestazioni delle persone in formazione nelle materie insegnate e consegnano loro una pagella alla fine di ogni semestre.

Art. 15 Formazione nei corsi interaziendali

1 Gli operatori dei corsi interaziendali documentano le prestazioni delle persone in formazione mediante controlli delle competenze.

2 I controlli delle competenze vengono espressi in note e confluiscono nel calcolo della nota dei corsi interaziendali di cui all’articolo 18 capoverso 4.


  Sezione 8: Procedura di qualificazione

Art. 16 Ammissione

1 È ammesso alla procedura di qualificazione chi ha assolto la formazione professionale di base:

a.
secondo le disposizioni della presente ordinanza;
b.
in un istituto di formazione autorizzato dal Cantone; oppure
c.
al di fuori di un ciclo di formazione regolare e dimostra di soddisfare i requisiti per l’esame finale.

2 Dell’esperienza professionale richiesta per l’ammissione a una procedura di qualificazione di cui all’articolo 32 OFPr devono essere stati svolti almeno tre anni nel campo professionale dell’aiuto meccanico CFP.

Art. 17 Oggetto, durata e svolgimento

1 Nella procedura di qualificazione si deve dimostrare di aver acquisito le competenze operative e le risorse di cui agli articoli 4 e 5.

2 Nell’esame finale vengono esaminati i campi di qualificazione sotto elencati nel modo seguente:

a.
«lavoro pratico» sotto forma di lavoro pratico individuale (LPI) della durata di 16-40 ore. L’esame verte su una competenza operativa della formazione approfondita. La persona in formazione deve dimostrare di essere in grado di eseguire le attività richieste in modo professionalmente corretto e adeguato alle necessità e alla situazione. È ammessa come ausilio la consultazione della documentazione dell’apprendimento, del materiale relativo ai corsi interaziendali e della letteratura specializzata;
b.
«cultura generale». Per l’esame finale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

Art. 18 Superamento, calcolo e ponderazione delle note

1 La procedura di qualificazione è superata se la nota complessiva raggiunge o supera il 4.

2 La nota complessiva è data dalla media, arrotondata a un decimale, delle note dei singoli campi di qualificazione dell’esame finale e delle note relative all’insegnamento professionale. Vale la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 40 per cento;
b.
cultura generale: 20 per cento;
c.
nota relativa all’insegnamento professionale: 20 per cento;
d.
nota dei corsi interaziendali: 20 per cento.

3 Per nota relativa all’insegnamento professionale si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle note delle 4 pagelle semestrali relative all’insegnamento professionale1.

4 La nota dei corsi interaziendali è data dalla media, arrotondata alla mezza nota o alla nota intera, di tutti i controlli delle competenze dei corsi interaziendali.


1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 19 Ripetizioni

1 La ripetizione delle procedure di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr. Qualora debba essere ripetuto un campo di qualificazione, esso va ripetuto interamente.

2 Qualora si ripeta la procedura di qualificazione senza frequentare nuovamente la scuola professionale, rimane valida la nota relativa all’insegnamento professionale conseguita in precedenza. Se si ripetono almeno due semestri di insegnamento professionale, per il calcolo della nota relativa all’insegnamento professionale fanno stato solo le nuove note.

3 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente i corsi interaziendali, resta valida la nota conseguita in precedenza. Se si ripetono gli ultimi due corsi interaziendali valutati, per il calcolo della nota relativa all’insegnamento professionale fanno stato solo le nuove note.

Art. 20 Caso particolare

1 Per le persone che hanno assolto la formazione al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato e hanno sostenuto la procedura di qualificazione secondo la presente ordinanza, vengono meno la nota relativa all’insegnamento professionale e la nota dei corsi interaziendali.

2 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sotto elencate con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 70 per cento;
b.
cultura generale: 30 per cento.

  Sezione 9: Attestazioni e titolo

Art. 21

1 Chi ha superato la procedura di qualificazione, riceve il certificato federale di formazione pratica (CFP).

2 Il certificato federale di formazione pratica conferisce al titolare il diritto di avvalersi del titolo legalmente protetto di «aiuto meccanica CFP/aiuto meccanico CFP»1.

3 Nel certificato delle note figurano:

a.
la nota complessiva;
b.
le note di ogni campo di qualificazione dell’esame finale e le note relative all’insegnamento professionale.

1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.


  Sezione 10: Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità per la formazione di base nell’industria metalmeccanica ed elettrica svizzera

Art. 221

1 La Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità per la formazione di base nell’industria metalmeccanica ed elettrica svizzera è composta da:

a.
10–12 rappresentanti dei datori di lavoro;
b.
3–4 rappresentati dei lavoratori;
c.
3–4 rappresentanti dei docenti delle materie professionali;
d.
almeno un rappresentante della Confederazione e uno dei Cantoni.

2 Le regioni linguistiche sono adeguatamente rappresentate.

3 La Commissione non rientra nel campo d’applicazione dell’ordinanza del 3 giugno 1996 sulle commissioni 2. Essa si autocostituisce.

4 La Commissione svolge in particolare i seguenti compiti:

a.
verifica costantemente, ma almeno ogni cinque anni, l’ordinanza sulla formazione professionale di base e il piano di formazione in relazione agli sviluppi economici, tecnologici, ecologici e didattici. Nella verifica tiene conto di eventuali nuovi aspetti organizzativi della formazione professionale di base;
b.
chiede alla competente organizzazione del mondo del lavoro di presentare alla SEFRI una domanda di modifica dell’ordinanza sulla formazione professionale di base, qualora gli sviluppi osservati lo rendano necessario;
c.
chiede all’organizzazione del mondo del lavoro l’adeguamento del piano di formazione, qualora gli sviluppi osservati lo rendano necessario;
d.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la validazione degli apprendimenti acquisiti;
e.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base, in particolare sulle disposizioni esecutive concernenti le procedure di qualificazione.

1 Versione del 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.
2 RS 172.31


  Sezione 11: Disposizioni finali

Art. 22a1Abrogazione di altri atti normativi

Sono abrogati:

a.
il piano di formazione dell’8 novembre 2008 per aiuto meccanici CFP;
b.
il profilo di qualificazione del 4 agosto 2011 per aiuto meccanici CFP;
c.
le condizioni di riuscita del 4 agosto 2011 per aiuto meccanici CFP.

1 Inserito il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 23 Disposizioni transitorie

1 I titolari di un attestato cantonale di formazione empirica rilasciato tra il 2003 e il 2010 nell’ambito dei progetti pilota «Maschinenbaupraktiker/in» o «aiuto meccanico» ricevono, su richiesta e a partire dal 2011, dall’ufficio cantonale preposto alla formazione professionale, il certificato federale di formazione pratica di «aiuto meccanico CFP».

Art. 23a1Disposizioni transitorie della modifica del 9 novembre 2015

1 La modifica del 9 novembre 2015 si applica alle persone che hanno iniziato la formazione di aiuto meccanico CFP dopo il 1° gennaio 2016.

2 La modifica del 9 novembre 2015 si applica alle altre procedure di qualificazione ai sensi degli articoli 33 LFPr e 31 OFPr per aiuto meccanici CFP dal 1° gennaio 2018.


1 Inserito il 9 nov. 2015, in vigore dal 1° gen. 2016.

Art. 24 Entrata in vigore

1 La presente ordinanza entra in vigore il 1° gennaio 2009.

2 Le disposizioni concernenti la procedura di qualificazione, le attestazioni e il titolo (art. 16–21) entrano in vigore il 1° gennaio 2011.

3 La modifica del 23 gennaio 2015 entra in vigore il 1° marzo 20151.


1 Inserito il 23 gen. 2015, in vigore dal 1° mar. 2015.


1 RS 412.102 RS 412.1013 RS 822.1154 Nuovo testo giusta il n. I 59 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


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