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I. Definitionen

Für die Zwecke dieses Anhangs bezeichnet:

«geistiges Eigentum» Eigentum im Sinne der Begriffsbestimmung in Artikel 2 des am 14. Juli 19671 in Stockholm unterzeichneten Übereinkommens zur Errichtung der Weltorganisation für geistiges Eigentum;
«bestehendes geistiges Eigentum» geistiges Eigentum der Vertragsparteien und/oder der Teilnehmer, je nach Sachlage, das ausserhalb der unter dem Abkommen durchgeführten gemeinsamen Tätigkeit generiert wurde, einschliesslich des geistigen Eigentums, das aus einer unabhängigen Forschung entstanden ist, und das zur Durchführung der gemeinsamen Tätigkeiten verwendet wird;
«neues geistiges Eigentum» geistiges Eigentum, das von den Teilnehmern im Rahmen der wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit unter diesem Abkommen generiert wird;
«vertrauliche Informationen» alle Informationen, die:
(a)
für Personen aus Kreisen, die üblicherweise Umgang mit derartigen Informationen haben, nicht als Gesamtheit oder als präzise Anordnung ihrer einzelnen Bestandteile allgemein bekannt oder ohne Weiteres zugänglich sind,
(b)
einen konkreten oder potenziellen wirtschaftlichen Wert haben, weil sie Dritten nicht bekannt gegeben werden, und
(c)
von der Person, die rechtmässig die Kontrolle über diese Informationen ausübt, durch den Umständen angemessene Vorkehrungen geheim gehalten wird.

Dmitri Viktorovich Livanov


1 SR 0.230

II. Geltungsbereich

Dieser Anhang gilt für alle Arten der unter dem Abkommen durchgeführten gemeinsamen Tätigkeiten.

III. Spezifische Vereinbarungen

Die spezifischen Vereinbarungen nach Artikel 4 Absatz 2 des Abkommens regeln die Grundsätze des Schutzes und der Aufteilung der Rechte des geistigen Eigentums unter strikter Einhaltung der Bestimmungen dieses Anhangs, der in der Schweizerischen Eidgenossenschaft und in der Russischen Föderation geltenden Gesetzgebungen über das geistige Eigentum und der internationalen Abkommen über geistiges Eigentum, denen die Staaten der Vertragsparteien angehören.

Diese spezifischen Vereinbarungen sollten folgende Punkte berücksichtigen:

die Art der vertraglichen Pflichten;
der Beitrag einer Vertragspartei und/oder eines Teilnehmers, je nach Sachlage, zur gemeinsamen Tätigkeit, einschliesslich des bestehenden geistigen Eigentums und der vertraulichen Informationen;
die Möglichkeit für die Teilnehmer, den Rechtsschutz des neuen geistigen Eigentums sicherzustellen;
der Grundsatz der Anwendung des Schutzes des gewerblichen Eigentums, unter Einhaltung der nationalen Gesetzgebungen;
für das neue geistige Eigentum die im Voraus vereinbarte Festlegung einer gerechten und ausgewogenen Aufteilung der Ergebnisse und aller Vorteile, die sich aus der Zusammenarbeit ergeben, unter Berücksichtigung des jeweiligen Beitrags jedes Teilnehmers zur gemeinsamen Tätigkeit, einschliesslich des bestehenden geistigen Eigentums und der vertraulichen Informationen;
die Arten und der Umfang der Nutzung des bestehenden und neuen geistigen Eigentums und der vertraulichen Informationen (einschliesslich der Verpflichtung, ihren Rechtsschutz sicherzustellen) auf den Hoheitsgebieten der beiden Staaten und den Hoheitsgebieten von Drittstaaten;
die Verpflichtung der Vertragsparteien und/oder der Teilnehmer, je nach Sachlage, den Rechtsschutz des geistigen Eigentums sicherzustellen, und das Recht einer der Vertragsparteien und/oder eines Teilnehmers, je nach Sachlage, die erforderlichen Massnahmen zu treffen, um diesen Schutz sicherzustellen, wenn die andere Vertragspartei und/oder die anderen Teilnehmer, je nach Sachlage, gegen diese Verpflichtung verstossen sollten.

Die Vertragsparteien und/oder die Teilnehmer, je nach Sachlage, informieren einander rechtzeitig über alle Ergebnisse, die sich aus unter diesem Abkommen durchgeführten gemeinsamen Tätigkeiten ergeben und die schutzwürdig im Sinne des geistigen Eigentums sind, und setzen sich miteinander in Verbindung, um den Schutz dieses geistigen Eigentums rechtzeitig sicherzustellen. Die Rechte des geistigen Eigentums werden entsprechend den Bestimmungen dieses Anhangs aufgeteilt.

Die spezifischen Vereinbarungen nach Artikel 4 Absatz 2 des Abkommens sollten das geistige Eigentum angeben, das im Rahmen ihrer Umsetzung geschaffen, genutzt oder übertragen werden soll. Auf dieser Grundlage wird das geistige Eigentum in bestehendes geistiges Eigentum und neues geistiges Eigentum unterteilt. Die spezifischen Vereinbarungen legen fest, dass die vertraulichen Informationen und das bestehende geistige Eigentum nicht vor dem Abschluss aller erforderlichen Massnahmen zur Sicherstellung ihres Rechtsschutzes genutzt werden können.

Alle Streitigkeiten betreffend das geistige Eigentum, die im Rahmen der gemeinsamen Tätigkeit entstehen, sollten zwischen den Teilnehmern einvernehmlich beigelegt werden. Kann die Streitigkeit nicht einvernehmlich beigelegt werden, können die Teilnehmer ein in der sie betreffenden spezifischen Vereinbarung definiertes Streitbeilegungsverfahren einleiten.

IV. Urheberrechtsschutz und verwandte Schutzrechte

1. Der Urheberrechtsschutz und verwandte Schutzrechte werden entsprechend den in der Schweizerischen Eidgenossenschaft und in der Russischen Föderation geltenden nationalen Gesetzgebungen und entsprechend der internationalen Abkommen, die die Staaten der Vertragsparteien unterzeichnet haben, umgesetzt.

2. Unabhängig von den in Artikel 5 dieses Anhangs festgelegten Bedingungen wird für die Veröffentlichung der Ergebnisse der gemeinsamen Forschung ein schriftlicher Vertrag zwischen den Teilnehmern abgeschlossen, sofern diese nicht etwas anderes vereinbaren. Alle öffentlich verbreiteten Exemplare eines urheberrechtlich geschützten Werkes, das im Rahmen der gemeinsamen Tätigkeit entstanden ist, müssen den Namen der Verfasser des Werkes tragen, es sei denn, dass ein Verfasser die Nennung seines Namens ausdrücklich ablehnt oder anonym bleiben möchte.

V. Schutz vertraulicher Informationen
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I. Définitions

Aux fins de la présente Annexe, on entend par:

«propriété intellectuelle» la notion définie à l’art. 2 de la convention instituant l’Organisation mondiale de la propriété intellectuelle1, signée à Stockholm le 14 juillet 1967;
«propriété intellectuelle préexistante» la propriété intellectuelle détenue par les Parties contractantes et/ou les participants, selon ce qui convient, et créée hors de l’activité conjointe menée en vertu de l’Accord, y compris la propriété intellectuelle résultant d’une recherche indépendante, qui sera utilisée pour réaliser des activités conjointes;
«propriété intellectuelle nouvelle» la propriété intellectuelle créée par les participants dans le cadre de la coopération scientifique et technologique visée par l’Accord;
«information confidentielle» toute information qui:
(a)
dans sa globalité ou dans la configuration et l’assemblage exacts de ses éléments, n’est pas généralement connue de personnes appartenant aux milieux qui s’occupent normalement du genre d’informations en question ou ne leur est pas aisément accessible,
(b)
a une valeur commerciale établie ou potentielle parce qu’elle n’est pas divulguée à des tiers, et
(c)
a fait l’objet, de la part de la personne qui en a licitement le contrôle, de dispositions raisonnables, compte tenu des circonstances, destinées à la garder confidentielle.

Dmitri Viktorovich Livanov


1 RS 0.230

II. Champ d’application

La présente Annexe s’applique à toutes les formes d’activité conjointe menée en vertu de l’Accord.

III. Accords spécifiques

Les accords spécifiques visés à l’art. 4, par. 2, de l’Accord règleront les principes de la protection et de la distribution des droits de propriété intellectuelle en stricte conformité avec les dispositions de la présente Annexe, avec la législation en matière de propriété intellectuelle en vigueur dans la Confédération suisse et dans la Fédération de Russie, et avec les accords internationaux relatifs à la propriété intellectuelle auxquels les Etats des Parties contractantes sont parties.

Les accords spécifiques en question devraient prendre en compte les éléments suivants:

le type d’obligations contractuelles;
l’apport d’une Partie contractante et/ou d’un participant, selon ce qui convient, à l’activité conjointe, y compris la propriété intellectuelle préexistante et les informations confidentielles;
la possibilité pour les participants d’assurer la protection légale de la propriété intellectuelle nouvelle;
la règle d’application de la protection de la propriété industrielle, en conformité avec la législation nationale;
concernant la propriété intellectuelle nouvelle, la définition convenue à l’avance d’une distribution juste et équilibrée des résultats ou de tout bénéfice découlant de la coopération, compte tenu de l’apport relatif de chaque participant à l’activité conjointe, y compris la propriété intellectuelle préexistante et les informations confidentielles;
les formes et l’étendue de l’utilisation de la propriété intellectuelle préexistante et nouvelle et des informations confidentielles (y compris l’obligation d’assurer leur protection légale) sur les territoires des deux pays et sur les territoires de pays tiers;
l’obligation des Parties contractantes et/ou des participants, selon ce qui convient, d’assurer la protection légale de la propriété intellectuelle, et le droit de l’une des Parties contractantes et/ou d’un participant, selon ce qui convient, de prendre les mesures nécessaires pour assurer une telle protection au cas où l’autre Partie contractante et/ou les autres participants, selon ce qui convient, contreviendraient à cette obligation.

Les Parties contractantes et/ou les participants, selon ce qui convient, s’informeront mutuellement en temps utile de tout résultat découlant d’activités conjointes menées en vertu du présent Accord étant susceptible de bénéficier d’une protection de la propriété intellectuelle et se mettront en relation dans le but d’assurer en temps utile la protection de cette propriété intellectuelle. Les droits de propriété intellectuelle seront distribués conformément aux dispositions de la présente Annexe.

Les accords spécifiques visés à l’art. 4, par. 2, de l’Accord devraient mentionner la propriété intellectuelle qu’il est prévu de créer, d’utiliser ou de transférer dans le contexte de leur mise en oeuvre. Sur cette base, la propriété intellectuelle sera divisée en propriété intellectuelle préexistante et propriété intellectuelle nouvelle. Les accords spécifiques stipuleront que les informations confidentielles et la propriété intellectuelle préexistante ne sauraient être utilisées avant l’accomplissement de toutes les démarches nécessaires pour assurer leur protection légale.

Tout différend concernant la propriété intellectuelle survenant dans le cadre de l’activité conjointe devrait être résolu à l’amiable entre les participants. Au cas où le différend ne pourrait être résolu à l’amiable, les participants pourront recourir à une procédure de règlement des différends définie dans l’accord spécifique les concernant.

IV. Protection des droits d’auteurs et des droits voisins

1. La protection des droits d’auteurs et des droits voisins sera mise en oeuvre conformément à la législation nationale en vigueur dans la Confédération suisse et dans la Fédération de Russie et conformément aux accords internationaux dont les Etats des Parties contractantes sont signataires.

2. Indépendamment des conditions définies à l’art. 5 de la présente Annexe, la publication des résultats de la recherche conjointe fera l’objet d’un contrat écrit entre les participants, sauf si ceux-ci en conviennent autrement. Tous les exemplaires distribués dans le public d’une oeuvre protégée par droit d’auteur et créée dans le cadre de l’activité conjointe devront mentionner le nom des auteurs de l’oeuvre, à moins qu’un des auteurs ne refuse explicitement d’être cité ou souhaite rester anonyme.

V. Protection des informations confidentielles
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