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412.101.220.85

Verordnung des SBFI1 über die berufliche Grundbildung Fachfrau Information und Dokumentation/ Fachmann Information und Dokumentation mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)

vom 19. September 2008 (Stand am 1. Januar 2015)

70507

Fachfrau Information und Dokumentation EFZ/

Fachmann Information und Dokumentation EFZ

Agente en information documentaire CFC/

Agent en information documentaire CFC

Gestrice dell’informazione e della documentazione AFC/

Gestore dell’informazione e della documentazione AFC

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI),

gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20022 (BBG) und auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20033 (BBV),

verordnet:

  1. Abschnitt: Gegenstand und Dauer

Art. 1 Berufsbild

Fachfrauen Information und Dokumentation und Fachmänner Information und Dokumentation1 auf Stufe EFZ beherrschen namentlich folgende Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Haltungen aus:

a.
Sie setzen ihr Fachwissen, ihr breites Allgemeinwissen und ihre praktischen Kenntnisse in den verschiedenen Gebieten der dokumentarischen Information ein. Namentlich sind sie qualifiziert zur Erledigung von Aufgaben in Archiven, Bibliotheken, Dokumentationen oder in anderen Informationsverwaltungsstellen;
b.
Sie bewältigen Aufgaben und Anforderungen in den Bereichen Erwerben und Übernehmen, Erschliessen sowie Aufbewahren und Erhalten von Informationen und Dokumentationen;
c.
Sie sind fähig, intern und extern zu kommunizieren, Auskunft zu geben und zu recherchieren;
d.
Sie beherrschen die Mittel und die Arbeitsweisen der Informations- und Reproduktionstechnik;2
e.
Sie beherrschen die Administration;
f.
Sie zeichnen sich besonders aus durch kundenfreundliches Handeln, angemessene Flexibilität sowie eigenständiges und verantwortungsvolles Arbeiten.

1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015
2 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015

Art. 2 Dauer und Beginn

1 Die berufliche Grundbildung dauert 3 Jahre.

2 Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.


  2. Abschnitt: Ziele und Anforderungen

Art. 3 Handlungskompetenzen

1 Die Ziele und Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen nach den Artikeln 4–6 beschrieben.

2 Sie gelten für alle Lernorte.

Art. 4 Fachkompetenz

Die Fachkompetenz umfasst Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:

a.
Erwerben und Übernehmen;
b.
Erschliessen;
c.
Aufbewahren und Erhalten;
d.
Informations- und Reproduktionstechnik;1
e.
interne und externe Kommunikation;
f.
Kundenbeziehungen;
g.
Recherche;2
h.
Information und Kultur;3
i.
Administration.

1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015
2 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015
3 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015

Art. 5 Methodenkompetenz

Die Methodenkompetenz umfasst Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:

a.
Arbeitstechniken und Problemlösen;
b.
Beratungsmethoden;
c.
Informations- und Kommunikationsstrategien;
d.
Kreativitätstechniken;
e.
ökologisches Verhalten.
Art. 6 Sozial- und Selbstkompetenz

Die Sozial- und Selbstkompetenz umfasst Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:

a.
eigenverantwortliches Handeln;
b.
lebenslanges Lernen;
c.
Zuverlässigkeit und Genauigkeit;
d.
Kommunikationsfähigkeit;
e.
Konfliktfähigkeit;
f.
Teamfähigkeit;
g.
Belastbarkeit.

  3. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

Art. 7

1 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn und während1 der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz ab und erklären sie ihnen.

2 Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt.


1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015


  4. Abschnitt: Anteile der Lernorte und Unterrichtssprache

Art. 8 Anteile der Lernorte

1 Die Bildung in beruflicher Praxis erfolgt über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung im Durchschnitt an 3½ Tagen pro Woche.

2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt in 1680 Lektionen. Davon entfallen auf den Sportunterricht 240 Lektionen.

3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 29 und höchstens 31 Tage zu 8 Stunden.1 Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.


1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015

Art. 9 Unterrichtssprache

1 Unterrichtssprache ist in der Regel die Landessprache des Schulortes.

2 Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulortes und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen.

3 Die Kantone können andere Unterrichtssprachen zulassen.


  5. Abschnitt: Bildungsplan und Allgemeinbildung

Art. 10 Bildungsplan

1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von der zuständigen Organisation der Arbeitswelt erlassen und vom SBFI genehmigt wird1.

2 Der Bildungsplan hat folgenden Inhalt:2

a.
Er führt die Inhalte der Grundbildung sowie die Bestimmungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz aus und bestimmt, an welchen Lernorten welche Handlungskompetenzen vermittelt und gelernt werden;
b.
Er beinhaltet die Lektionentafel der Berufsfachschule;
c.
Er bezeichnet die Trägerschaft der überbetrieblichen Kurse und legt deren Organisation und Aufteilung über die Dauer der beruflichen Grundbildung fest;
d.
Er bezieht die Handlungskompetenzen konsistent auf das Qualifikationsverfahren und beschreibt dessen System.

3 Dem Bildungsplan angefügt ist die Liste der Unterlagen zur Umsetzung der beruflichen Grundbildung mit Titel, Datum und Bezugsquelle.


1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015
2 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015

Art. 11 Allgemeinbildung

Für den allgemeinbildenden Unterricht gilt die Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.



  6. Abschnitt: Anforderungen an die Anbieter der betrieblich organisierten Grundbildung

Art. 12 Fachliche Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner

Die fachlichen Mindestanforderungen im Sinne von Artikel 44 Absatz 1 Buchstaben a und b BBV an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:

a.
Fachfrau Information und Dokumentation EFZ oder Fachmann Information und Dokumentation EFZ mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
b.
gelernte Informations- und Dokumentationsassistentin oder gelernter Informations- und Dokumentationsassistent mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
c.
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs oder gleichwertige Abschlüsse mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich der Fachfrau Information und Dokumentation EFZ1 oder des Fachmanns Information und Dokumentation EFZ und mit jeweils mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
d.
einschlägiger Abschluss einer Fachhochschule mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
e.
einschlägiger Abschluss einer universitären Hochschule mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet.

1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015

Art. 13 Höchstzahl der Lernenden

1 In einem Betrieb darf eine lernende Person ausgebildet werden, wenn:

a.
eine entsprechend qualifizierte Berufsbildnerin oder ein entsprechend qualifizierter Berufsbildner zu 100 Prozent beschäftigt wird; oder
b.
zwei entsprechend qualifizierte Berufsbildnerinnen oder entsprechend qualifizierte Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigt werden.

2 Tritt eine lernende Person in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung ein, so kann eine weitere lernende Person ihre Bildung beginnen.

3 Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 100 Prozent oder von 2 Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden.

4 Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person1 über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis oder über eine gleichwertige Qualifikation verfügt.

5 In besonderen Fällen kann die kantonale Behörde einem Betrieb, der seit mehreren Jahren Lernende mit überdurchschnittlichem Erfolg ausgebildet hat, die Überschreitung der Höchstzahl der Lernenden bewilligen.


1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015


  7. Abschnitt: Lern- und Leistungsdokumentation

Art. 14 Im Betrieb

1 Die lernende Person führt eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten, die erworbenen Fähigkeiten und ihre Erfahrungen im Betrieb festhält.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet die Lerndokumentation einmal pro Semester. Sie oder er bespricht sie mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person.

3 Sie oder er hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest.

Art. 15 In der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung

Die Anbieter der schulischen Bildung und die Anbieter schulisch organisierter Grundbildungen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Bereichen und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.

Art. 16 Im überbetrieblichen Kurs

1 Die Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentieren die Leistungen der Lernenden in der Form von Kompetenznachweisen nach den Ausführungen des Bildungsplans.

2 Diese Kompetenznachweise werden in Noten ausgedrückt und fliessen ein in die Berechnung der Erfahrungsnote nach Artikel 20 Absatz 3.


  8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren

Art. 17 Zulassung

Zu den Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung erworben hat:

a.
nach den Bestimmungen dieser Verordnung;
b.
in einer vom Kanton dafür zugelassenen Bildungsinstitution; oder
c.
ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und:
1.
die nach Artikel 32 BBV erforderliche Erfahrung erworben hat,
2.
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens 3 Jahre im Bereich der Fachfrau Information und Dokumentation EFZ1 oder des Fachmanns Information und Dokumentation EFZ erworben hat, und
3.
glaubhaft macht, den Anforderungen der Abschlussprüfung (Art. 19) gewachsen zu sein.

1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015

Art. 18 Gegenstand der Qualifikationsverfahren

In den Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen nach den Artikeln 4–6 erworben worden sind.

Art. 19 Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens mit Abschlussprüfung

1 Im Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung werden die nachstehenden Qualifikationsbereiche wie folgt geprüft:

a.
Praktische Arbeit, als vorgegebene praktische Arbeit (VPA) im Umfang von 3–4 Stunden.1 Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
b.
Berufskenntnisse im Umfang von 3 Stunden.2 Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person wird schriftlich oder sowohl schriftlich wie mündlich befragt. Wird eine mündliche Prüfung durchgeführt, so dauert diese höchstens 1 Stunde.
c.
Allgemeinbildung. Der Qualifikationsbereich richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 20063 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

2 In jedem Qualifikationsbereich beurteilen mindestens zwei Prüfungsexpertinnen oder -experten die Leistungen.


1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2018
2 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2018
3 SR 412.101.241

Art. 20 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung

1 Das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung ist bestanden, wenn:

a.
der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mit der Note 4 oder höher bewertet wird; und
b.
die Gesamtnote 4 oder höher erreicht wird.

2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel der gewichteten Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung sowie der gewichteten Erfahrungsnote. Dabei gilt folgende Gewichtung:

a.
praktische Arbeit: 40 %;
b.
Berufskenntnisse: 20 %;
c.
Allgemeinbildung: 20 %;
d.
Erfahrungsnote: 20 %.

3 Die Erfahrungsnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der Noten für:

a.
den berufskundlichen Unterricht;
b.
die überbetrieblichen Kurse.

4 Die Note für den berufskundlichen Unterricht ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der 6 Semesterzeugnisnoten1 des berufskundlichen Unterrichts.

5 Die Note für die überbetrieblichen Kurse ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der 3 benoteten Kompetenznachweise2.


1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2018
2 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2018

Art. 21 Wiederholungen

1 Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV. Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen.

2 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so wird die bisherige Note beibehalten. Wird der berufskundliche Unterricht während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

3 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch von überbetrieblichen Kursen wiederholt, so wird die bisherige Note beibehalten. Werden die letzten zwei bewerteten überbetrieblichen Kurse wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

Art. 22 Spezialfall

1 Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und die Abschlussprüfung nach dieser Verordnung absolviert, so entfällt die Erfahrungsnote.

2 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
praktische Arbeit: 50 %;
b.
Berufskenntnisse: 30 %;
c.
Allgemeinbildung: 20 %.

  9. Abschnitt: Ausweise und Titel

Art. 23

1 Wer ein Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis EFZ.

2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Fachfrau Information und Dokumentation EFZ»/«Fachmann Information und Dokumentation EFZ» zu führen.

3 Ist das Fähigkeitszeugnis mittels Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung erworben worden, so wird im Notenausweis aufgeführt:

a.
die Gesamtnote;
b.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie, unter dem Vorbehalt von Artikel 22 Absatz 1, die Erfahrungsnote.

  10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität

Art. 24 Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Fachfrau/Fachmann Information und Dokumentation EFZ1

1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Fachfrau/ Fachmann Information und Dokumentation EFZ setzt sich zusammen aus:

a.
3 bis 5 Vertreterinnen oder Vertretern der Ausbildungsdelegation I+D;
b.
3 Vertreterinnen oder Vertretern der Berufsfachschulen;
c.
je mindestens 1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Bundes und der Kantone.

2 Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein.

3 Die Kommission konstituiert sich selbst.

4 Sie hat insbesondere folgende Aufgaben:2

a.
Sie überprüft die Bildungsverordnung und den Bildungsplan laufend, mindestens aber alle fünf Jahre, auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen. Dabei berücksichtigt sie allfällige neue organisatorische Aspekte der beruflichen Grundbildung;
b.
Sie ersucht die zuständige Organisation der Arbeitswelt, dem SBFI Änderungen der Verordnung zu beantragen, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Änderung der Verordnung erfordern;
c.
Sie stellt der zuständigen Organisation der Arbeitswelt Antrag auf Anpassung des Bildungsplans, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Anpassung des Bildungsplans erfordern;
d.
Sie nimmt Stellung zu den Instrumenten für die Validierung von Bildungsleistungen;
e.
Sie nimmt Stellung zu Instrumenten zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung, insbesondere zu den Ausführungsbestimmungen über die Qualifikationsverfahren.

1 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015
2 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015


  11. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 25 Aufhebung bisherigen Rechts

1 Es werden aufgehoben:

a.
das Reglement vom 15. Juli 19971 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung des Informations- und Dokumentationsassistenten/der Informations- und Dokumentationsassistentin;
b.
der Lehrplan vom 15. Juli 19972 für den beruflichen Unterricht des Informations- und Dokumentationsassistenten/der Informations- und Dokumentationsassistentin.

2 Die Genehmigung des Reglements vom 24. Juni 2004 über die Einführungskurse für Informations- und Dokumentationsassistentinnen/Informations- und Dokumentationsassistenten wird widerrufen.

3 Die Genehmigung des Bildungsplans vom 19. September 2008 für die Fachfrau/ den Fachmann Information und Dokumentation wird widerrufen.3


1 BBl 1997 IV 143
2 BBl 1997 IV 143
3 Fassung vom 30. Oktober 2014, in Kraft seit 1. Januar 2015

Art. 26 Übergangsbestimmungen

1 Lernende, die ihre Bildung als Informations- und Dokumentationsassistentin/ Informations- und Dokumentationsassistent vor dem 1. Januar 2009 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.

2 Wer die Lehrabschlussprüfung für Informations- und Dokumentationsassistentin/ Informations- und Dokumentationsassistent bis zum 31. Dezember 2013 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.

Art. 27 Inkrafttreten

1 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2009 in Kraft.

2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 17–23) treten am 1. Januar 2012 in Kraft.

3 Die Änderungen vom 30. Oktober 2014 treten am 1. Januar 2015 in Kraft. Ausgenommen sind die Änderungen der Bestimmungen zum Qualifikationsverfahren; diese treten am 1. Januar 2018 in Kraft.1


1 Eingefügt am 30. Oktober 2014


1 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (SR 170.512.1) auf den 1. Jan. 2013 angepasst.2 SR 412.103 SR 412.101


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412.101.220.85

Ordinanza della SEFRI1 sulla formazione professionale di base Gestrice dell’informazione e della documentazione/ Gestore dell’informazione e della documentazione con attestato federale di capacità (AFC)

del 19 settembre 2008 (Stato 1° gennaio 2015)

70507

Gestrice dell’informazione e della documentazione AFC/

Gestore dell’informazione e della documentazione AFC

Fachfrau Information und Dokumentation EFZ/

Fachmann Information und Dokumentation EFZ

Agente en information documentaire CFC/

Agent en information documentaire CFC

La Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI),

visto l’articolo 19 della legge del 13 dicembre 20022 sulla formazione professionale (LFPr); visto l’articolo 12 dell’ordinanza del 19 novembre 20033 sulla formazione professionale (OFPr),

ordina:

  Sezione 1: Oggetto e durata

Art. 1 Profilo professionale

I gestori dell’informazione e della documentazione1 di livello AFC svolgono in particolare le seguenti attività e si contraddistinguono per i seguenti comportamenti:

a.
applicano il loro sapere, le loro vaste conoscenze generali e le conoscenze pratiche in loro possesso nei vari settori dell’informazione documentaristica. In particolare, sono qualificati per l’esecuzione di compiti in archivi, biblioteche, centri di documentazione o in altri servizi incaricati della gestione delle informazioni;
b.
sono in grado di far fronte ai compiti e alle esigenze proprie negli ambiti dell’acquisizione e della presa a carico, della catalogazione, dell’archiviazione e della conservazione di informazioni e documentazioni;
c.
sono in grado di comunicare all’interno e all’esterno, di fornire informazioni e di effettuare ricerche;
d.
padroneggiano gli strumenti e le modalità lavorative caratteristiche della tecnica di informazione e riproduzione2;
e.
padroneggiano le procedure amministrative;
f.
si contraddistinguono in particolare per l’atteggiamento rispettoso degli utenti, l’adeguata flessibilità e la capacità di lavorare in modo autonomo e responsabile.

1 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015
2 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015

Art. 2 Durata e inizio

1 La formazione professionale di base dura tre anni.

2 L’inizio della formazione professionale di base segue il calendario scolastico della relativa scuola professionale.


  Sezione 2: Obiettivi ed esigenze

Art. 3 Competenze operative

1 Gli obiettivi e le esigenze della formazione professionale di base sono espressi sotto forma di competenze operative agli articoli 4–6.

2 Tali obiettivi e competenze valgono per tutti i luoghi di formazione.

Art. 4 Competenza professionale

La competenza professionale comprende conoscenze e capacità nei seguenti ambiti:

a.
acquisizione e presa a carico;
b.
catalogazione;
c.
archiviazione e conservazione;
d.
tecnica di informazione e riproduzione1;
e.
comunicazione interna ed esterna;
f.
relazioni con gli utenti;
g.
ricerca2;
h.
informazione e cultura3;
i.
amministrazione.

1 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015
2 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015
3 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015

Art. 5 Competenza metodologica

La competenza metodologica comprende conoscenze e capacità nei seguenti ambiti:

a.
tecniche di lavoro e risoluzione di problemi;
b.
metodi di consulenza;
c.
strategie d’informazione e di comunicazione;
d.
tecniche creative;
e.
comportamento ecologico.
Art. 6 Competenza sociale e personale

La competenza sociale e personale comprende conoscenze e capacità nei seguenti ambiti:

a.
autonomia e senso di responsabilità;
b.
apprendimento permanente;
c.
affidabilità e precisione;
d.
capacità di comunicare;
e.
capacità di gestire i conflitti;
f.
capacità di lavorare in gruppo;
g.
capacità di lavorare sotto pressione.

  Sezione 3: Sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

Art. 7

1 All’inizio e durante1 la formazione, gli operatori forniscono e spiegano alle persone in formazione le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente.

2 Dette prescrizioni e raccomandazioni vengono fornite in tutti i luoghi di formazione e considerate ai fini delle procedure di qualificazione.


1 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015


  Sezione 4: Parti svolte dai luoghi di formazione e lingua d’insegnamento

Art. 8 Parti svolte dai luoghi di formazione

1 La formazione professionale pratica si svolge in media su 3,5 giorni alla settimana per tutta la durata della formazione professionale di base.

2 L’insegnamento scolastico obbligatorio comprende 1680 lezioni. Di queste, 240 sono dedicate all’insegnamento dello sport.

3 I corsi interaziendali hanno una durata complessiva minima di 29 e massima di 31 giornate di otto ore1. Nell’ultimo semestre della formazione professionale di base non si svolgono corsi interaziendali.


1 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015

Art. 9 Lingua d’insegnamento

1 La lingua d’insegnamento è di norma la lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola professionale.

2 È raccomandato l’insegnamento bilingue nella lingua nazionale locale e in un’altra lingua nazionale o in inglese.

3 I Cantoni possono autorizzare altre lingue d’insegnamento.


  Sezione 5: Piano di formazione e cultura generale

Art. 10 Piano di formazione

1 Al momento dell’entrata in vigore della presente ordinanza è disponibile un piano di formazione, emanato dalla competente organizzazione del mondo del lavoro e approvato dalla SEFRI1.

2 Il piano di formazione2:

a.
riporta i contenuti della formazione di base e le disposizioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente e determina quali competenze operative vengono trasmesse e apprese in ciascun luogo di formazione;
b.
riporta la griglia delle lezioni della scuola professionale;
c.
designa l’ente responsabile dei corsi interaziendali e definisce l’organizzazione dei corsi e la loro ripartizione sulla durata della formazione professionale di base;
d.
rapporta coerentemente le competenze operative alle procedure di qualificazione, di cui precisa le modalità.

3 Al piano di formazione è allegato l’elenco della documentazione concernente l’attuazione della formazione professionale di base con indicazione di titolo, data e centro di distribuzione.


1 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015
2 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015

Art. 11 Cultura generale

Per gli insegnamenti di cultura generale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.



  Sezione 6: Requisiti per gli operatori della formazione di base organizzata dall’azienda

Art. 12 Requisiti professionali minimi richiesti ai formatori

I requisiti professionali minimi ai sensi dell’articolo 44 capoverso 1 lettere a e b OFPr sono soddisfatti se il formatore possiede una delle seguenti qualifiche:

a.
attestato federale di capacità di gestore dell’informazione e della documentazione e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
b.
attestato federale di capacità di assistente all’informazione e alla documentazione qualificato e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
c.
attestato federale di capacità di una professione affine o titolo equivalente, con le necessarie conoscenze professionali nell’ambito del gestore dell’informazione e della documentazione AFC1 e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
d.
diploma di una scuola universitaria professionale in ambito pertinente e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
e.
titolo accademico in ambito pertinente e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento.

1 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015

Art. 13 Numero massimo di persone in formazione

1 Una persona in formazione può svolgere il tirocinio in un’azienda se:

a.
vi opera al 100 per cento un formatore adeguatamente qualificato; oppure
b.
vi operano due formatori adeguatamente qualificati, ciascuno almeno al 60 per cento.

2 Quando una persona arriva all’ultimo anno della formazione professionale di base, un’altra persona in formazione può iniziare il tirocinio.

3 Per ogni altro specialista occupato al 100 per cento o per ogni due specialisti occupati ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione in più.

4 È considerato specialista il titolare di un attestato federale di capacità o di una qualifica equivalente nel campo della persona in formazione1.

5 In casi particolari l’autorità cantonale può autorizzare il superamento del numero massimo di persone in formazione nelle aziende di tirocinio che da più anni svolgono la loro funzione di formazione con risultati particolarmente positivi.


1 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015


  Sezione 7: Documentazione dell’apprendimento e delle prestazioni

Art. 14 Formazione in azienda

1 La persona in formazione tiene una documentazione dell’apprendimento in cui annota regolarmente i principali lavori eseguiti, le capacità acquisite e le esperienze fatte in azienda.

2 Il formatore controlla e firma tale documentazione una volta al semestre. La discute con la persona in formazione almeno una volta al semestre.

3 Alla fine di ogni semestre, il formatore rileva in un rapporto il livello raggiunto dalla persona in formazione.

Art. 15 Formazione scolastica e formazione di base organizzata dalla scuola

Gli operatori della formazione scolastica e della formazione di base organizzata dalla scuola documentano le prestazioni delle persone in formazione nelle materie insegnate e consegnano loro una pagella alla fine di ogni semestre.

Art. 16 Formazione nei corsi interaziendali

1 Gli operatori dei corsi interaziendali documentano le prestazioni delle persone in formazione mediante controlli delle competenze effettuati secondo le disposizioni del piano di formazione.

2 I controlli delle competenze vengono espressi in note e confluiscono nel calcolo della nota dei luoghi di formazione di cui all’articolo 20 capoverso 3.


  Sezione 8: Procedure di qualificazione

Art. 17 Ammissione

1 É ammesso alle procedure di qualificazione chi ha assolto la formazione professionale di base:

a.
secondo le disposizioni della presente ordinanza;
b.
in un istituto di formazione autorizzato dal Cantone; o
c.
al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato, se
1.
ha maturato l’esperienza professionale di cui all’articolo 32 OFPr;
2.
di tale esperienza professionale ha svolto almeno tre anni nel campo del gestore dell’informazione e della documentazione AFC1; e
3.
rende verosimile il possesso dei requisiti per l’esame finale (art. 19).

1 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2018

Art. 18 Oggetto

Nelle procedure di qualificazione occorre dimostrare di aver acquisito le competenze operative di cui agli articoli 4–6.

Art. 19 Durata e svolgimento della procedura di qualificazione con esame finale

1 Nella procedura di qualificazione con esame finale vengono esaminati i campi di qualificazione sotto elencati nel modo seguente:

a.
«lavoro pratico», sotto forma di lavoro pratico prestabilito della durata da tre a quattro ore1. L’esame ha luogo verso la fine della formazione professionale di base. La persona in formazione deve dimostrare di essere in grado di eseguire le attività richieste, in modo professionalmente corretto e adeguato alle necessità e alla situazione. È ammessa come ausilio la consultazione della documentazione dell’apprendimento e dei corsi interaziendali;
b.
«conoscenze professionali», della durata di tre ore2. L’esame ha luogo verso la fine della formazione professionale di base. L’esame è scritto oppure sia scritto sia orale. Se si svolge un esame orale, la durata massima è di un’ora;
c.
«cultura generale». Per questo campo di qualificazione fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20063 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

2 Per ogni campo di qualificazione la valutazione è effettuata da almeno due periti d’esame.


1 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2018
2 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2018
3 RS 412.101.241

Art. 20 Superamento, calcolo e ponderazione delle note

1 La procedura di qualificazione con esame finale è superata se:

a.
per il campo di qualificazione «lavoro pratico» viene attribuito il 4 o una nota superiore; e
b.
la nota complessiva raggiunge o supera il 4.

2 La nota complessiva è data dalla media, arrotondata al decimale, delle note ponderate dei singoli campi di qualificazione dell’esame finale nonché della nota ponderata dei luoghi di formazione. Vale la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 40 per cento;
b.
conoscenze professionali: 20 per cento;
c.
cultura generale: 20 per cento;
d.
nota dei luoghi di formazione: 20 per cento.

3 Per nota dei luoghi di formazione si intende la media arrotondata al decimale delle note relative:

a.
all’insegnamento professionale;
b.
ai corsi interaziendali.

4 Per nota dell’insegnamento professionale si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle sei note delle pagelle semestrali relative all’insegnamento professionale1.

5 Per nota dei corsi interaziendali si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle tre note conseguite nei controlli delle competenze2.


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2 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2018

Art. 21 Ripetizioni

1 La ripetizione della procedura di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr. Qualora debba essere ripetuto un campo di qualificazione, esso va ripetuto interamente.

2 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente la scuola professionale, resta valida la nota conseguita in precedenza. Se si ripetono almeno due semestri di insegnamento professionale, per il calcolo della nota dei luoghi di formazione fanno stato solo le nuove note.

3 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente i corsi interaziendali, resta valida la nota conseguita in precedenza. Se si ripetono gli ultimi due corsi interaziendali valutati, per il calcolo della nota dei luoghi di formazione fanno stato solo le nuove note.

Art. 22 Caso particolare

1 Per le persone che hanno assolto la formazione al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato e che hanno sostenuto l’esame finale secondo la presente ordinanza viene meno la nota dei luoghi di formazione.

2 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sotto elencate con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 50 per cento;
b.
conoscenze professionali: 30 per cento;
c.
cultura generale: 20 per cento.

  Sezione 9: Attestazioni e titolo

Art. 23

1 Chi ha superato una procedura di qualificazione consegue l’attestato federale di capacità (AFC).

2 L’attestato federale di capacità conferisce al titolare il diritto di avvalersi del titolo legalmente protetto di «gestrice dell’informazione e della documentazione AFC»/ «gestore dell’informazione e della documentazione AFC».

3 Se l’attestato federale di capacità è stato conseguito mediante il superamento della procedura di qualificazione con esame finale, nel certificato delle note sono riportate:

a.
la nota complessiva;
b.
le note di ogni campo di qualificazione dell’esame finale e, fatto salvo l’articolo 22 capoverso 1, la nota dei luoghi di formazione.

  Sezione 10: Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità

Art. 24 Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione dei gestori dell’informazione e della documentazione AFC1

1 La Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione di gestore dell’informazione e della documentazione AFC è composta da:

a.
da tre a cinque rappresentanti della Delegazione alla formazione Informazione e documentazione;
b.
tre rappresentanti delle scuole professionali;
c.
almeno un rappresentante della Confederazione e almeno uno dei Cantoni.

2 Le regioni linguistiche sono adeguatamente rappresentate.

3 La Commissione si autocostituisce.

4 Essa svolge in particolare i seguenti compiti2:

a.
verifica costantemente, ma almeno ogni cinque anni, l’ordinanza sulla formazione professionale di base e il piano di formazione in relazione agli sviluppi economici, tecnologici, ecologici e didattici. Nella verifica tiene conto di eventuali nuovi aspetti organizzativi della formazione professionale di base;
b.
chiede alla competente organizzazione del mondo del lavoro di presentare alla SEFRI una domanda di modifica dell’ordinanza sulla formazione professionale di base, qualora gli sviluppi osservati lo rendano necessario;
c.
chiede all’organizzazione del mondo del lavoro l’adeguamento del piano di formazione, qualora gli sviluppi osservati lo rendano necessario;
d.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la validazione degli apprendimenti acquisiti;
e.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base, in particolare sulle disposizioni esecutive concernenti le procedure di qualificazione.

1 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015
2 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015


  Sezione 11: Disposizioni finali

Art. 25 Abrogazione di altri atti normativi

1 Sono abrogati:

a.
il regolamento del 15 luglio 19971 concernente il tirocinio e l’esame finale di tirocinio per assistenti all’informazione e alla documentazione;
b.
il programma del 15 luglio 19972 per l’insegnamento professionale degli assistenti all’informazione e alla documentazione.

2 È revocata l’approvazione del regolamento del 24 giugno 2004 concernente i corsi d’introduzione per assistenti all’informazione e alla documentazione.

3 È revocata l’approvazione del piano di formazione del 19 settembre 2008 di Gestrice/Gestore dell’informazione e della documentazione AFC3.


1 FF 1997 IV 137
2 FF 1997 IV 137
3 Versione del 30 ottobre 2014, in vigore dal 1° gennaio 2015

Art. 26 Disposizioni transitorie

1 Le persone che hanno iniziato la formazione di gestore dell’informazione e della documentazione prima del 1o gennaio 2009 la portano a termine in base al diritto anteriore.

2 Chi ripete l’esame finale di tirocinio per gestore dell’informazione e della documentazione entro il 31 dicembre 2013 viene valutato, su richiesta, in base al diritto anteriore.

Art. 27 Entrata in vigore

1 La presente ordinanza entra in vigore il 1° gennaio 2009.

2 Le disposizioni concernenti le procedure di qualificazione, le attestazioni e il titolo (art. 17–23) entrano in vigore il 1° gennaio 2012.

Le modifiche del 30 ottobre 2014 entrano in vigore il 1° gennaio 2015. Sono fatte salve le modifiche delle disposizioni concernenti la procedura di qualificazione, che entrano in vigore il 1° gennaio 20181.


1 Inserito il 30 ottobre 2014


1 La designazione dell’unità amministrativa è stata adattata in applicazione dell’art. 16 cpv. 3 dell’O del 17 nov. 2004 sulle pubblicazioni ufficiali (RS 170.512.1), con effetto dal 1° gen. 2013.2 RS 412.103 RS 412.101


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