Index

412.101.220.39

Verordnung des SBFI1 über die berufliche Grundbildung Kosmetikerin/Kosmetiker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)

vom 12. Dezember 2006 (Stand am 1. Januar 2017)

82112

Kosmetikerin EFZ/Kosmetiker EFZ

Esthéticienne CFC/Esthéticien CFC

Estetista AFC

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI),2

gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20023 (BBG) und auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20034 (BBV),

verordnet:

  1. Abschnitt: Gegenstand und Dauer

Art. 1 Berufsbezeichnung und Berufsbild

1 Die Berufsbezeichnung ist Kosmetikerin EFZ oder Kosmetiker EFZ.

2 Kosmetikerinnen und Kosmetiker EFZ führen die Schönheitspflege am Menschen selbständig aus, führen Beratung und Verkauf von Präparaten durch und berücksichtigen Indikationen und Kontraindikationen. Sie zeichnen sich durch kunden- und teamorientiertes sowie betriebswirtschaftliches Denken und Handeln aus und übernehmen organisatorische Aufgaben im Betrieb. Sie beherrschen die Grundsätze von Hygiene, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Rahmen ihrer Tätigkeit.

Art. 2 Dauer und Beginn

1 Die berufliche Grundbildung dauert 3 Jahre.

2 Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.


  2. Abschnitt: Ziele und Anforderungen

Art. 3 Kompetenzen

1 Die Ziele und Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen nach den Artikeln 4–6 beschrieben.

2 Sie gelten für alle Lernorte.

Art. 4 Fachkompetenz

Die Fachkompetenz umfasst Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:

a.
Betriebswirtschaft, Betriebsorganisation und Betriebstechniken;
b.
Hygiene, Arbeitssicherheit und Schutzmassnahmen;
c.
Kommunikation, Beratung und Verkauf;
d.
Behandlungskosmetik;
e.
Spezialbehandlungen;
f.
berufsrelevante Naturwissenschaften und Kenntnisse des menschlichen Körpers.
Art. 5 Methodenkompetenz

Die Methodenkompetenz umfasst Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:

a.
Arbeitstechniken und Problemlösen;
b.
prozessorientiertes, vernetztes Denken und Handeln;
c.
Informations- und Kommunikationsstrategien;
d.
systemisches Denken;
e.
Lernstrategien;
f.
Beratungs- und Verkaufsmethoden;
g.
Kreativitätstechniken;
h.
Präsentationstechniken.
Art. 6 Sozial- und Selbstkompetenz

Die Sozial- und Selbstkompetenz umfasst Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:

a.
eigenverantwortliches Handeln;
b.
lebenslanges Lernen;
c.
Kommunikationsfähigkeit;
d.
Konfliktfähigkeit;
e.
Teamfähigkeit;
f.
Umgangsformen;
g.
Belastbarkeit;
h.
ökologisches Bewusstsein.

  3. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

Art. 7

1 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz ab und erklären sie ihnen.

2 Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt.


  4. Abschnitt: Anteile der Lernorte und Unterrichtssprache

Art. 8 Anteile der Lernorte

1 Die Bildung in beruflicher Praxis erfolgt über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung im Durchschnitt an 4 Tagen pro Woche.

2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt in 1080 Lektionen. Davon entfallen auf den Sportunterricht 120 Lektionen.

3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 12 und höchstens 14 Tage zu 8 Stunden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.

Art. 9 Unterrichtssprache

1 Unterrichtssprache ist in der Regel die Landessprache des Schulortes.

2 Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulortes und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen.

3 Die Kantone können andere Unterrichtssprachen zulassen.


  5. Abschnitt: Bildungsplan und Allgemeinbildung

Art. 101Bildungsplan

1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von den verantwortlichen Organisationen der Arbeitswelt erarbeitet und vom SBFI genehmigt ist.

2 Der Bildungsplan hat folgenden Inhalt:

a.
Er führt die Inhalte der Grundbildung sowie die Bestimmungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz aus und bestimmt, an welchen Lernorten welche Handlungskompetenzen vermittelt und gelernt werden.
b.
Er beinhaltet die Lektionentafel der Berufsfachschule.
c.
Er bezeichnet die Trägerschaft der überbetrieblichen Kurse und legt deren Organisation und Aufteilung über die Dauer der beruflichen Grundbildung fest.
d.
Er bezieht die Handlungskompetenzen konsistent auf das Qualifikationsverfahren und beschreibt dessen System.

3 Dem Bildungsplan angefügt ist das Verzeichnis der Instrumente zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung mit Angabe der Bezugsquelle.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).

Art. 11 Allgemeinbildung

Für den allgemein bildenden Unterricht gilt die Verordnung des BBT vom 27. April 20061 über Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.



  6. Abschnitt: Anforderungen an die Anbieter der Bildung im Lehrbetrieb

Art. 12 Fachliche Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner

Die fachlichen Mindestanforderungen im Sinne von Artikel 44 Absatz 1 Buchstaben a und b BBV an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:

a.
Kosmetikerin/Kosmetiker mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
b.
gelernte Kosmetikerin/gelernter Kosmetiker nach bisherigem Recht und mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
c.
Personen, die über einen einschlägigen Abschluss der höheren Berufsbildung auf der Tertiärstufe verfügen.
Art. 13 Höchstzahl der Lernenden

1 Betriebe, die eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner zu 100 Prozent oder zwei Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigen, dürfen eine lernende Person ausbilden.1

2 Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 100 Prozent oder von zwei Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden.2

3 Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis oder über eine gleichwertige Qualifikation verfügt.3

4 In Betrieben, die nur eine lernende Person ausbilden dürfen, kann eine zweite lernende Person ihre Bildung beginnen, wenn die erste in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung eintritt.4

5 In besonderen Fällen kann die kantonale Behörde einem Betrieb, der seit mehreren Jahren Lernende mit überdurchschnittlichem Erfolg ausgebildet hat, die Überschreitung der Höchstzahl der Lernenden bewilligen.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).
3 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).
4 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).


  7. Abschnitt: Lerndokumentation, Bildungsbericht und Leistungsdokumentation5 

Art. 141Lerndokumentation

1 Die lernende Person führt während der Bildung in beruflicher Praxis eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten im Zusammenhang mit den zu erwerbenden Handlungskompetenzen festhält.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet die Lerndokumentation mindestens einmal pro Semester. Sie oder er bespricht sie mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).

Art. 14a1Bildungsbericht

1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest. Sie oder er stützt sich dabei auf die Leistungen in der beruflichen Praxis und auf Rückmeldungen über die Leistungen in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen. Sie oder er bespricht den Bildungsbericht mit der lernenden Person.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner und die lernende Person vereinbaren wenn nötig Massnahmen zum Erreichen der Bildungsziele und setzen dafür Fristen. Sie halten die getroffenen Entscheide und Massnahmen schriftlich fest.

3 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner überprüft die Wirkung der vereinbarten Massnahmen nach der gesetzten Frist und hält den Befund im nächsten Bildungsbericht fest.

4 Werden die Ziele der vereinbarten Massnahmen nicht erreicht oder ist der Ausbildungserfolg gefährdet, so teilt die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner dies den Vertragsparteien und der kantonalen Behörde schriftlich mit.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).

Art. 15 Dokumentation der Leistungen in der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung

Die Anbieter der schulischen Bildung und die Anbieter schulisch organisierter Grundbildungen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Bereichen und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.


  8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren

Art. 16 Zulassung zum Qualifikationsverfahren

1 Zum Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung erworben hat:

a.
nach den Bestimmungen dieser Verordnung;
b.
in einer vom Kanton dafür zugelassenen Bildungsinstitution; oder
c.1
ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und:
1.
die nach Artikel 32 BBV erforderliche Erfahrung erworben hat,
2.
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens drei Jahre im Bereich der Kosmetikerin EFZ oder Kosmetiker EFZ erworben hat, und
3.
glaubhaft macht, den Anforderungen der Abschlussprüfung (Art. 17 Abs. 1) gewachsen zu sein.

2 …2


1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).
2 Aufgehoben durch Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, mit Wirkung seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).

Art. 17 Gegenstand, Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens

1 Im Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Kompetenzen nach den Artikeln 4–6 erworben worden sind.

2 In der Abschlussprüfung werden die nachstehenden Qualifikationsbereiche wie folgt geprüft:

a.
Praktische Arbeit im Umfang von 7–8 Stunden. Die lernende Person muss im Rahmen einer vorgegebenen Arbeit oder in gestellten Situationen zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
b.
Berufskenntnisse im Umfang von 3–4 Stunden. Die lernende Person wird mündlich oder schriftlich oder in beiden Formen befragt. Wird eine mündliche Prüfung durchgeführt, so dauert diese höchstens 1 Stunde.
c.
Allgemeinbildung. Die Abschlussprüfung im Qualifikationsbereich Allgemeinbildung richtet sich nach der Verordnung des BBT vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

Art. 18 Bestehen

1 Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn:

a.
der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mit der Note 4 oder höher bewertet wird; und
b.1
c.
die Gesamtnote 4 oder höher erreicht wird.

2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus folgenden Noten mit folgender Gewichtung:

a.
praktische Arbeit: doppelt;
b.
Berufskenntnisse: einfach;
c.
Erfahrungsnote des berufskundlichen Unterrichts: einfach;
d.
Allgemeinbildung: einfach.

3 Die Erfahrungsnote des berufskundlichen Unterrichts ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der sechs Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts.2


1 Aufgehoben durch Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, mit Wirkung seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).

Art. 19 Wiederholungen

1 Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV. Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen.

2 Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der berufliche Unterricht während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählt die neue Erfahrungsnote.

Art. 20 Spezialfall

Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung nach dieser Verordnung erworben, so wird statt der Erfahrungsnote der Berufsfachschule im berufskundlichen Unterricht der Qualifikationsbereich Berufskenntnisse doppelt gewichtet.


  9. Abschnitt: Ausweise und Titel

Art. 21 Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis

1 Wer das Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ).

2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Kosmetikerin EFZ» oder «Kosmetiker EFZ» zu führen.1

3 Im Notenausweis werden aufgeführt:

a.
die Gesamtnote;
b.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs sowie die Erfahrungsnote im berufskundlichen Unterricht.

1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).


  10. Abschnitt:6  Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Kosmetikerinnen EFZ / Kosmetiker EFZ

Art. 22

1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Kosmetikerinnen EFZ / Kosmetiker EFZ setzt sich zusammen aus:

a.
vier Vertreterinnen oder Vertretern des Schweizer Fachverbandes für Kosmetik SFK;
b.
einer Vertreterin oder einem Vertreter der Association Suisse des Esthéticiennes avec Certificat Fédéral de Capacité ASE CFC;
c.
einer Vertreterin oder einem Vertreter der Associazione Estetiste della Svizzera Italiana AESI;
d.
zwei bis drei Vertreterinnen oder Vertretern der Lehrkräfte;
e.
je mindestens einer Vertreterin oder einem Vertreter des Bundes und der Kantone.

2 Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein.

3 Die Kommission konstituiert sich selbst.

4 Sie hat insbesondere folgende Aufgaben:

a.
Sie überprüft die Bildungsverordnung und den Bildungsplan laufend, mindestens aber alle fünf Jahre, auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen; dabei berücksichtigt sie allfällige neue organisatorische Aspekte der beruflichen Grundbildung.
b.
Sie ersucht die zuständige Organisation der Arbeitswelt, dem SBFI Änderungen der Verordnung zu beantragen, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Änderung der Verordnung erfordern.
c.
Sie stellt der zuständigen Organisation der Arbeitswelt Antrag auf Anpassung des Bildungsplans, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Anpassung des Bildungsplans erfordern.
d.
Sie nimmt Stellung zu den Instrumenten für die Validierung von Bildungsleistungen.
e.
Sie nimmt Stellung zu Instrumenten zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung, insbesondere zu den Ausführungsbestimmungen über die Qualifikationsverfahren.

  11. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 23 Aufhebung bisherigen Rechts

1 Es werden aufgehoben:

a.
das Reglement vom 12. Juni 19921 (Änderung vom 3. September 1996) über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Kosmetikerinnen und Kosmetiker;
b.
der Lehrplan vom 12. Juni 19922 für den beruflichen Unterricht der Kosmetikerinnen und Kosmetiker.

2 Die Genehmigung des Reglements vom 1. Oktober 1987 über die Einführungskurse für Kosmetikerinnen und Kosmetiker wird widerrufen.


1 BBl 1996 V 147
2 BBl 1992 V 879

Art. 24 Übergangsbestimmungen

1 Lernende, die ihre Bildung als Kosmetikerin oder Kosmetiker vor dem 1. Januar 2007 begonnen haben, schliessen sie nach dem bisherigen Recht ab.

2 Wer die Lehrabschlussprüfung für Kosmetikerin oder Kosmetiker bis zum 31. Dezember 2011 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.

Art. 24a1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 18. Oktober 2016

1 Lernende, die ihre Bildung als Kosmetikerin oder Kosmetiker vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 18. Oktober 2016 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.

2 Wer die Abschlussprüfung für Kosmetikerin oder Kosmetiker bis zum 31. Dezember 2021 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).

Art. 25 Inkrafttreten

1 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2007 in Kraft.

2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 16–21) treten am 1. Januar 2010 in Kraft.


1 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) auf den 1. Jan. 2013 angepasst.2 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).3 SR 412.104 SR 412.1015 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).6 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 18. Okt. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3647).


Index

412.101.220.39

Ordinanza della SEFRI1 sulla formazione professionale di base Estetista con attestato federale di capacità (AFC)

del 12 dicembre 2006 (Stato 1° gennaio 2017)

82112

Estetista AFC

Kosmetikerin EFZ/Kosmetiker EFZ

Esthéticienne CFC/Esthéticien CFC

La Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI),2

visto l’articolo 19 della legge federale del 13 dicembre 20023 sulla formazione professionale (LFPr); visto l’articolo 12 dell’ordinanza del 19 novembre 20034 sulla formazione professionale (OFPr),

ordina:

  Sezione 1: Oggetto e durata

Art. 1 Denominazione e profilo professionale

1 La denominazione professionale è estetista AFC.

2 Gli estetisti AFC svolgono, in modo autonomo, cure estetiche rivolte alla persona e si occupano della consulenza e della vendita di preparati osservando indicazioni e controindicazioni. In particolare essi si distinguono per il modo di pensare e operare orientato alla clientela, al proprio gruppo di lavoro e alle esigenze economico-aziendali; nell’azienda, assicurano lo svolgimento di compiti organizzativi. Conoscono, nel proprio ambito di attività, i principi dell’igiene, della sicurezza sul lavoro e della protezione della salute.

Art. 2 Durata e inizio

1 La formazione professionale di base dura tre anni.

2 L’inizio della formazione professionale di base segue il calendario scolastico della relativa scuola professionale.


  Sezione 2: Obiettivi ed esigenze

Art. 3 Competenze

1 Gli obiettivi e le esigenze della formazione professionale di base sono espressi sotto forma di competenze operative secondo gli articoli da 4 a 6.

2 Essi valgono per tutti i luoghi di formazione.

Art. 4 Competenza professionale

La competenza professionale comprende conoscenze e capacità nei seguenti ambiti:

a.
economia aziendale, organizzazione e tecniche aziendali;
b.
igiene, sicurezza sul lavoro e misure di protezione;
c.
comunicazione, consulenza e vendita;
d.
trattamenti estetici;
e.
trattamenti speciali;
f.
scienze naturali e conoscenze del corpo umano importanti per l’esercizio della professione.
Art. 5 Competenza metodologica

La competenza metodologica comprende conoscenze e capacità nei seguenti ambiti:

a.
tecniche di lavoro e risoluzione di problemi;
b.1
approccio reticolare, orientato al processo, a livello teorico e operativo;
c.
strategie d’informazione e di comunicazione;
d.
pensiero sistemico;
e.
strategie d’apprendimento;
f.
metodi di consulenza e di vendita;
g.
tecniche creative;
h.
tecniche di presentazione.

1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).

Art. 6 Competenza sociale e personale

La competenza sociale e personale comprende conoscenze e capacità nei seguenti ambiti:

a.
senso di responsabilità;
b.
apprendimento continuo;
c.
capacità di comunicazione;
d.
capacità di gestire i conflitti;
e.
capacità di lavorare in gruppo;
f.
forme comportamentali;
g.
capacità di lavorare sotto pressione;
h.
consapevolezza ecologica.

  Sezione 3: Sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

Art. 7

1 All’inizio della formazione, gli operatori forniscono e spiegano alle persone in formazione le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente.

2 Dette prescrizioni e raccomandazioni vengono fornite in tutti i luoghi di formazione e considerate ai fini delle procedure di qualificazione.


  Sezione 4: Parti svolte dai luoghi di formazione e lingua d’insegnamento

Art. 8 Parti svolte dai luoghi di formazione

1 La formazione professionale pratica si svolge in media su quattro giorni alla settimana per tutta la durata della formazione professionale di base.

2 L’insegnamento scolastico obbligatorio comprende 1080 lezioni. Esso include 120 lezioni per l’insegnamento dello sport.

3 I corsi interaziendali hanno una durata complessiva minima di 12 e massima di 14 giornate di otto ore. Nell’ultimo semestre della formazione professionale di base non si svolgono corsi interaziendali.

Art. 9 Lingua d’insegnamento

1 La lingua d’insegnamento è di norma la lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola professionale.

2 È raccomandato l’insegnamento bilingue nella lingua nazionale locale e in un’altra lingua nazionale o in inglese.

3 I Cantoni possono autorizzare altre lingue d’insegnamento.


  Sezione 5: Piano di formazione e cultura generale

Art. 101Piano di formazione

1 Al momento dell’entrata in vigore della presente ordinanza è disponibile un piano di formazione emanato dalla competente organizzazione del mondo del lavoro e approvato dalla SEFRI.

2 Il piano di formazione:

a.
riporta i contenuti della formazione di base e le disposizioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente e determina quali competenze operative vengono trasmesse e apprese in ciascun luogo di formazione;
b.
riporta la griglia delle lezioni della scuola professionale;
c.
designa l’ente responsabile dei corsi interaziendali e definisce l’organizzazione dei corsi e la loro ripartizione sulla durata della formazione professionale di base;
d.
rapporta coerentemente le competenze operative alle procedure di qualificazione, di cui precisa le modalità.

3 Al piano di formazione è allegato l’elenco degli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base con indicazione del centro di distribuzione.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).

Art. 11 Cultura generale

Per gli insegnamenti di cultura generale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.



  Sezione 6: Requisiti per gli operatori della formazione nell’azienda di tirocinio

Art. 12 Requisiti professionali minimi richiesti ai formatori

I requisiti professionali minimi ai sensi dell’articolo 44 capoverso 1 lettere a e b OFPr sono soddisfatti se il formatore possiede una delle seguenti qualifiche:

a.
attestato federale di capacità di estetista e almeno tre anni di pratica professionale nel campo d’insegnamento;
b.
attestato federale di capacità di estetista qualificata conseguito in base al diritto previgente e almeno tre anni di pratica professionale nel campo d’insegnamento;
c.
diploma di formazione professionale superiore di livello terziario in un ambito pertinente.
Art. 13 Numero massimo di persone in formazione

1 Nelle aziende che impiegano un formatore al 100 per cento o due formatori ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione.1

2 Per ogni altro specialista occupato al 100 per cento o per ogni due specialisti in più occupati ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione in più.2

3 È considerato specialista il titolare di un attestato federale di capacità o di una qualifica equivalente nel campo della persona in formazione.3

4 Nelle aziende che possono impiegare solo una persona in formazione una seconda persona può iniziare il tirocinio quando la prima arriva all’ultimo anno della formazione professionale di base.4

5 In casi particolari l’autorità cantonale può autorizzare il superamento del numero massimo di persone in formazione per le aziende di tirocinio che da più anni svolgono la loro funzione di formazione con un successo superiore alla media.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).
3 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).
4 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).


  Sezione 7: Documentazione dell’apprendimento, rapporto di formazione e documentazione delle prestazioni5 

Art. 141Documentazione dell’apprendimento

1 Nel corso della formazione professionale pratica la persona in formazione tiene una documentazione dell’apprendimento in cui annota regolarmente i principali lavori eseguiti, le capacità acquisite e le esperienze fatte in azienda.

2 Il formatore controlla e firma la documentazione dell’apprendimento almeno una volta al semestre. La discute con la persona in formazione almeno una volta al semestre.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).

Art. 14a1Rapporto di formazione

1 Alla fine di ogni semestre, il formatore rileva in un rapporto il livello raggiunto dalla persona in formazione. Per farlo si basa sulle prestazioni nella formazione professionale pratica e sui resoconti delle prestazioni nella scuola professionale e nei corsi interaziendali. Discute il rapporto con la persona in formazione.

2 Se necessario, il formatore e la persona in formazione concordano misure per il raggiungimento degli obiettivi di formazione e fissano apposite scadenze. Le misure e le decisioni adottate vengono messe per iscritto.

3 Dopo la scadenza prefissata il formatore verifica l’efficacia delle misure concordate e riporta l’esito nel successivo rapporto di formazione.

4 Se gli obiettivi non sono stati raggiunti o se è a rischio il buon esito della formazione, il formatore lo comunica per iscritto alle parti contraenti e all’autorità cantonale.


1 Introdotto dal n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).

Art. 15 Documentazione delle prestazioni nella formazione scolastica e nella formazione di base organizzata dalla scuola

Gli operatori della formazione scolastica e della formazione di base organizzata dalla scuola documentano le prestazioni delle persone in formazione nelle materie insegnate e consegnano loro una pagella alla fine di ogni semestre.


  Sezione 8: Procedura di qualificazione

Art. 16 Ammissione

1 È ammesso alla procedura di qualificazione chi ha assolto la formazione professionale di base:

a.
secondo le disposizioni della presente ordinanza;
b.
in un istituto di formazione autorizzato dal Cantone; o
c.1
al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato, se:
1.
ha maturato l’esperienza professionale di cui all’articolo 32 OFPr,
2.
di tale esperienza professionale ha svolto almeno tre anni nel campo dell’estetista AFC, e
3.
rende verosimile il possesso dei requisiti per l’esame finale (art. 17 cpv. 1).

2 …2


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).
2 Abrogato dal n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, con effetto dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).

Art. 17 Oggetto, durata e svolgimento

1 Nella procedura di qualificazione si deve dimostrare di aver acquisito le competenze di cui agli articoli da 4 a 6.

2 Nell’esame finale vengono esaminati i campi di qualificazione sotto elencati nel modo seguente:

a.
lavoro pratico, della durata da sette a otto ore. La persona in formazione deve dimostrare di essere in grado di eseguire, in modo professionalmente corretto e adeguato alle necessità e alla situazione, le attività richieste per un lavoro prestabilito o in situazioni date. La documentazione dell’apprendimento e dei corsi interaziendali può essere consultata come ausilio;
b.
conoscenze professionali della durata da tre a quattro ore. L’esame è orale e/o scritto. Se si svolge un esame orale, la durata massima è di un’ora.
c.
cultura generale. Per l’esame finale nel campo di qualificazione «cultura generale» fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

Art. 18 Superamento

1 L’esame finale è superato se:

a.
per il campo di qualificazione «lavoro pratico» viene attribuito il 4 o una nota superiore;
b.1
c.
la nota complessiva raggiunge o supera il 4.

2 La nota complessiva è data dalla media arrotondata a un decimale delle seguenti note con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: conta doppio;
b.
conoscenze professionali: conta una volta sola;
c.
nota scolastica relativa all’insegnamento professionale: conta una volta sola;
d.
cultura generale: conta una volta sola.

3 Per nota scolastica relativa all’insegnamento professionale si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle sei note delle pagelle semestrali relative all’insegnamento delle conoscenze professionali.2


1 Abrogata dal n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, con effetto dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).

Art. 19 Ripetizioni

1 La ripetizione della procedura di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr. Qualora debba essere ripetuto un campo di qualificazione, esso va ripetuto interamente.

2 Qualora si ripeta la procedura di qualificazione senza frequentare nuovamente la scuola professionale, resta valida la nota scolastica conseguita in precedenza. Se si ripetono almeno due semestri di insegnamento professionale, fa stato la nuova nota scolastica.

Art. 20 Caso particolare

Per le persone che hanno assolto la formazione diversamente da quanto disciplinato dalla presente ordinanza, invece della nota scolastica relativa all’insegnamento professionale si terrà in considerazione quella del campo di qualificazione «conoscenze professionali» raddoppiata.


  Sezione 9: Attestazioni e titolo

Art. 21 Attestato federale di capacità

1 Chi ha superato la procedura di qualificazione, riceve l’attestato federale di capacità (AFC).

2 L’attestato federale di capacità conferisce il diritto di avvalersi del titolo legalmente protetto di «estetista AFC».1

3 Nel certificato delle note figurano:

a.
la nota complessiva;
b.
le note di ogni campo di qualificazione e la nota scolastica relativa all’insegnamento professionale.

1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).


  Sezione 10:6  Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità per estetisti AFC

Art. 22

1 La Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione per estetisti AFC ha la seguente composizione:

a.
quattro rappresentanti dell’Associazione professionale svizzera d’estetica (APSE);
b.
un rappresentante dell’Association Suisse des Esthéticiennes avec Certificat Fédéral de Capacité (ASE CFC);
c.
un rappresentante dell’Associazione Estetiste della Svizzera Italiana (AESI);
d.
due o tre rappresentanti dei docenti delle scuole professionali;
e.
almeno un rappresentante, rispettivamente, della Confederazione e dei Cantoni.

2 Le regioni linguistiche sono adeguatamente rappresentate.

3 La Commissione si autocostituisce.

4 Essa svolge in particolare i seguenti compiti:

a.
verifica costantemente, ma almeno ogni cinque anni, l’ordinanza sulla formazione professionale di base e il piano di formazione in relazione agli sviluppi economici, tecnologici, ecologici e didattici. Nella verifica tiene conto di eventuali nuovi aspetti organizzativi della formazione professionale di base;
b.
chiede alla competente organizzazione del mondo del lavoro di presentare alla SEFRI una domanda di modifica dell’ordinanza sulla formazione professionale di base, qualora gli sviluppi osservati la rendano necessaria;
c.
chiede all’organizzazione del mondo del lavoro l’adeguamento del piano di formazione, qualora gli sviluppi osservati lo rendano necessario;
d.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la validazione degli apprendimenti acquisiti;
e.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base, in particolare sulle disposizioni esecutive concernenti le procedure di qualificazione.

  Sezione 11: Disposizioni finali

Art. 23 Abrogazione del diritto previgente

1 Sono abrogati:

a.
il regolamento del 12 giugno 19921 (modifica del 3 settembre 1996) concernente il tirocinio e l’esame finale di tirocinio per estetisti;
b.
il programma del 12 giugno 19922 per l’insegnamento professionale degli estetisti.

2 L’approvazione del regolamento del 1° ottobre 1987 concernente i corsi d’introduzione per estetisti è revocata.


1 FF 1996 V 117
2 FF 1992 V 677

Art. 24 Disposizioni transitorie

1 Le persone che hanno iniziato la formazione di estetista prima del 1o gennaio 2007 la portano a termine in base al diritto previgente.

2 Fino al 31 dicembre 2011, chi ripete l’esame finale di tirocinio per estetista viene valutato, su richiesta, in base al diritto previgente.

Art. 24a1Disposizioni transitorie relative alla modifica del 18 ottobre 2016

1 Le persone che hanno iniziato la formazione di estetista prima dell’entrata in vigore della modifica del 18 ottobre 2016, la portano a termine in base al diritto anteriore.

2 Chi ripete l’esame finale di tirocinio per estetista entro il 31 dicembre 2021, viene valutato, su richiesta, in base al diritto anteriore.


1 Introdotto dal n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).

Art. 25 Entrata in vigore

1 La presente ordinanza entra in vigore il 1° gennaio 2007.

2 Le disposizioni concernenti la procedura di qualificazione, le attestazioni e il titolo (art. da 16 a 21) entrano in vigore il 1° gennaio 2010.


1 La designazione dell’unità amministrativa è stata adattata in applicazione dell’art. 16 cpv. 3 dell’O del 17 nov. 2004 sulle pubblicazioni ufficiali (RU 2004 4937), con effetto dal 1° gen. 2013.2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).3 RS 412.104 RS 412.1015 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).6 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 18 ott. 2016, in vigore dal 1° gen. 2017 (RU 2016 3647).


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