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734.27

Verordnung über elektrische Niederspannungsinstallationen

(Niederspannungs-Installationsverordnung, NIV)

vom 7. November 2001 (Stand am 1. Juni 2019)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 3, 3a, 3b und 55 Absatz 3 des Elektrizitätsgesetzes vom 24. Juni 19021 (EleG),2

verordnet:

  1. Kapitel: Allgemeine Bestimmungen

Art. 1 Gegenstand und Geltungsbereich

1 Diese Verordnung regelt die Voraussetzungen für das Arbeiten an elektrischen Niederspannungsinstallationen (elektrische Installationen) und die Kontrolle dieser Installationen.

2 Sie gilt für elektrische Installationen, die:

a.
mit Starkstrom, höchstens jedoch mit 1000 V Wechselspannung oder 1500 V Gleichspannung, betrieben werden;
b.
mit Spannungen nach Buchstaben a gespeist, jedoch mit Hochspannung betrieben werden (Röntgen—, Neon—, Ionisations—, Lackierungs—, Viehhütinstallationen usw.).

3 Für elektrische Installationen mit einer maximalen Betriebsspannung von 50 V Wechselspannung oder 120 V Gleichspannung und einem maximalen Betriebsstrom von 2 A gelten nur die allgemeinen Bestimmungen (Art. 1–5) dieser Verordnung. Können solche Installationen Personen oder Sachen gefährden, gilt die Verordnung im vollen Umfang.

4 Können einzelne Bestimmungen dieser Verordnung nur unter ausserordentlichen Schwierigkeiten befolgt werden oder erweisen sie sich für die technische Entwicklung als hinderlich, so kann das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK1) oder in weniger bedeutenden Fällen das Eidgenössische Starkstrominspektorat (Inspektorat) auf begründetes Gesuch hin Abweichungen bewilligen.

5 Die Verordnung gilt nicht für:

a.
die elektrischen Anlagen nach Artikel 42 Absatz 1 der Eisenbahnverordnung vom 23. November 19832;
b.
die elektrischen Anlagen von Seilbahnen nach der Seilbahnverordnung vom 21. Dezember 20063;
c.
die Beleuchtung von Strassen und öffentlichen Plätzen.4

1 Ausdruck gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981). Die Änd. wurde im ganzen Text berücksichtigt.
2 SR 742.141.1
3 SR 743.011
4 Fassung gemäss Beilage 2 Ziff. II 3 der V vom 16. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Juli 2012 (AS 2011 6233).

Art. 2 Begriffe

1 Elektrische Installationen sind:

a.
Hausinstallationen nach Artikel 14 des EleG;
b.
Installationen, die aus einer Hausinstallation gespeist werden, mit ihr örtlich zusammenhängen und sich auf einem Areal befinden, über das der Inhaber der speisenden Hausinstallation das Verfügungsrecht hat, sowie Verbindungsleitungen zwischen Hausinstallationen, die über privaten oder öffentlichen Grund führen;
c.
Energieerzeugungsanlagen1 mit oder ohne Verbindung zu einem Niederspannungsverteilnetz;
d.
stromverteilende und stromverbrauchende elektrische Installationen, die unmittelbar aus dem öffentlichen Niederspannungsverteilnetz gespeist werden, insbesondere solche für:
1.
Tunnel und andere unterirdische Bauten,
2.
Rohrleitungen und Tankanlagen für Treib- und Brennstoffe,
3.
Campingplätze, Bootsanlegestellen usw.,
4.
Baustellen, Märkte, Zirkus- und Schaustellerbetriebe, Billettautomaten, Reklamebeleuchtung an öffentlichen Haltestellen, Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen;
5.
Frisch- und Abwasserreinigungsanlagen;
e.
elektrische Installationen in klassifizierten Bauten und Anlagen des Militärs;
f.
Installationen in Zivilschutzbauten;
g.
ortsfeste Erzeugnisse oder provisorische Installationen, die an Installationen nach den Buchstaben a–f fest angeschlossen werden;
h.
elektrische Installationen auf Schiffen.

2 Grenzstelle zwischen der Anschlussleitung des Niederspannungsverteilnetzes und der elektrischen Installation sind die Eingangsklemmen am Anschlussüberstromunterbrecher.

3 Netzbetreiberinnen sind privat- und öffentlichrechtlich organisierte Unternehmen, welche ein Elektrizitätsverteilnetz für die Belieferung von Endverbraucherinnen und -verbrauchern betreiben.


1 Ausdruck gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981). Die Änd. wurde im ganzen Text berücksichtigt.

Art. 3 Grundlegende Anforderungen an die Sicherheit

1 Elektrische Installationen müssen nach den anerkannten Regeln der Technik erstellt, geändert, in Stand gehalten und kontrolliert werden. Sie dürfen bei bestimmungsgemässem und möglichst auch bei voraussehbarem unsachgemässem Betrieb oder Gebrauch sowie in voraussehbaren Störungsfällen weder Personen noch Sachen oder Tiere gefährden.1

2 Als anerkannte Regeln der Technik gelten insbesondere die Normen von IEC2 und CENELEC3. Wo international harmonisierte Normen fehlen, gelten die schweizerischen Normen4.

3 Bestehen keine spezifischen technischen Normen, so sind sinngemäss anwendbare Normen oder allfällige technische Weisungen zu berücksichtigen.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
2 International Electrotechnical Commission
3 Comité Européen de Normalisation ELECtrotechnique
4 Die Liste der Titel der Normen sowie deren Texte können kostenlos eingesehen und gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur; www.snv.ch.

Art. 4 Grundlegende Anforderungen zur Vermeidung von Störungen

1 Elektrische Installationen müssen, soweit dies ohne aussergewöhnlichen Aufwand möglich ist, so erstellt, geändert und in Stand gehalten werden, dass sie den bestimmungsgemässen Gebrauch von anderen elektrischen Installationen, elektrischen Erzeugnissen und Schwachstrominstallationen nicht in unzumutbarer Weise stören.

2 Störungsgefährdete elektrische Installationen müssen, soweit dies ohne aussergewöhnlichen Aufwand möglich ist, so erstellt, geändert und in Stand gehalten werden, dass ihr bestimmungsgemässer Gebrauch nicht durch andere elektrischen Installationen oder elektrische Erzeugnisse in unzumutbarer Weise gestört wird.

3 Für die elektromagnetische Verträglichkeit von Erzeugnissen, die in die elektrischen Installationen eingebaut oder daran angeschlossen werden, gelten die Bestimmungen der Verordnung vom 25. November 20151 über die elektromagnetische Verträglichkeit2.3

4 Für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung gelten die Bestimmungen der Verordnung vom 23. Dezember 19994 über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung.

5 Treten trotz Beachtung der anerkannten Regeln der Technik unzumutbare Beeinflussungen auf, die nur mit grossem Aufwand beseitigt werden können, so suchen sich die Beteiligten zu verständigen. Können sie sich nicht einigen, so entscheidet das UVEK; es hört zuvor die beteiligten Kontrollstellen (Art. 21 EleG) an.


1 SR 734.5
2 Fassung gemäss Art. 30 Abs. 2 Bst. d der V vom 25. Nov. 2015 über die elektromagnetische Verträglichkeit, in Kraft seit 20. April 2016 (AS 2016 119).
3 Bezeichnung gemäss Anhang 3 Ziff. II 5 der V vom 18. Nov. 2009 über die elektromagnetische Verträglichkeit, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 6243).
4 SR 814.710

Art. 5 Pflichten des Eigentümers einer elektrischen Installation

1 Der Eigentümer oder der von ihm bezeichnete Vertreter sorgt dafür, dass die elektrischen Installationen ständig den Anforderungen der Artikel 3 und 4 entsprechen. Er muss auf Verlangen den entsprechenden Sicherheitsnachweis erbringen.

2 Er hat zu diesem Zweck die technischen Unterlagen der Installation (z. B. Installationsschema, Installationspläne, Betriebsanleitungen usw.), die ihm vom Anlagenersteller oder Elektroplaner1 ausgehändigt werden müssen, während ihrer ganzen Lebensdauer und die Grundlagen für den Sicherheitsnachweis nach Artikel 37 während mindestens einer Kontrollperiode gemäss Anhang aufzubewahren.

3 Er muss Mängel unverzüglich beheben lassen.

4 Wer eine elektrische Installation, die im Eigentum eines Dritten steht, unmittelbar betreibt und nutzt, muss festgestellte Mängel dem Eigentümer bzw. dessen Vertreter nach Massgabe der Regelung seines Nutzungsrechtes unverzüglich melden und deren Behebung veranlassen.


1 In dieser V sind mit der maskulinen Form der Berufsbezeichnungen und Funktionen stets Personen beiderlei Geschlechts gemeint.


  2. Kapitel: Bewilligung für Installationsarbeiten

  1. Abschnitt: Bewilligungspflicht

Art. 6
Wer elektrische Installationen erstellt, ändert oder in Stand stellt und wer elektrische Erzeugnisse an elektrische Installationen fest anschliesst oder solche Anschlüsse unterbricht, ändert oder in Stand stellt, braucht eine Installationsbewilligung des Inspektorates.

  2. Abschnitt: Allgemeine Installationsbewilligung

Art. 71Bewilligung für natürliche Personen

Natürliche Personen, die in eigener Verantwortung Installationsarbeiten ausführen, erhalten die allgemeine Installationsbewilligung, wenn:

a.
sie fachkundig sind;
b.
ihr Ausbildungsstand dem neuesten Stand der Technik entspricht und ihre Weiterbildung gewährleistet ist; und
c.
sie Gewähr bieten, dass sie die Vorschriften dieser Verordnung einhalten.

1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 81Fachkundigkeit im Installationsbereich

1 Fachkundig ist eine Person, welche die Höhere Fachprüfung (Meisterprüfung) als Elektroinstallations- und Sicherheitsexperte bestanden hat.

2 Fachkundige Person ist im Weiteren auch, wer drei Jahre Praxis im Installieren unter Aufsicht einer fachkundigen Person ausweist, eine Praxisprüfung bestanden hat und:

a.
ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis «Elektroinstallateur EFZ» und ein Diplom einer Fachhochschule (FH) in der Energie-/Elektrotechnik (Bachelor oder Master of Science FH) oder ein Diplom einer höheren Fachschule (HF) oder einen gleichwertigen Abschluss besitzt;
b.
ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines dem Elektroinstallateur EFZ nahe verwandten Berufes oder die Maturität und ein Diplom einer eidgenössischen technischen Hochschule oder FH in der Energie-/Elektrotechnik (Bachelor oder Master of Science FH) oder ein Diplom einer HF oder einen gleichwertigen Abschluss besitzt; oder
c.
ein eidgenössisches Diplom (höhere Fachprüfung, HFP) eines dem Elektroinstallations- und Sicherheitsexperten nahe verwandten Berufes besitzt.

3 Das UVEK legt die Einzelheiten der Praxisprüfung in Zusammenarbeit mit den branchenüblichen Organisationen der Arbeitswelt (OdA) fest. Die sicherheitsrelevanten Kompetenzen gemäss Berufsprüfung als Elektroprojektleiter Installation und Sicherheit und Höherer Fachprüfung als Elektroinstallations- und Sicherheitsexperte sind in jedem Fall zu prüfen.

4 Über die Gleichwertigkeit ausländischer Berufsqualifikationen und über die dem Elektroinstallateur EFZ nahe verwandten Berufe entscheidet das Inspektorat in analoger Anwendung der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20032.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
2 SR 412.101

Art. 91Bewilligung für Betriebe

1 Betriebe erhalten die allgemeine Installationsbewilligung, wenn:

a.
sie eine fachkundige Person beschäftigen, die in den Betrieb so eingegliedert ist, dass sie die technische Aufsicht über die Installationsarbeiten wirksam ausüben kann (fachkundiger Leiter);
b.
der Ausbildungsstand der fachkundigen Person und der in der Installationsbewilligung aufgeführten Personen dem neuesten Stand der Technik entspricht und deren Weiterbildung gewährleistet ist; und
c.
sie Gewähr bieten, dass sie die Vorschriften dieser Verordnung einhalten.

2 Zweigniederlassungen von Betrieben nach Absatz 1 brauchen keine eigene allgemeine Installationsbewilligung. Sie müssen aber wie der Betrieb die Anforderungen nach Absatz 1 erfüllen.

3 Beschäftigt ein Betrieb den fachkundigen Leiter in einem Teilzeitarbeitsverhältnis, so wird die allgemeine Installationsbewilligung nur erteilt, wenn:

a.
dessen Beschäftigungsgrad mindestens 40 Prozent beträgt;
b.
dessen Arbeitsbelastung dem Beschäftigungsgrad entspricht; und
c.
er insgesamt nicht mehr als zwei Betriebe betreut.

1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 101Betriebsorganisation

1 Betriebe müssen pro 20 in der Installation beschäftigte Personen mindestens einen fachkundigen Leiter vollzeitlich beschäftigen.

2 Beschäftigt ein Betrieb mehr als 20 Personen in der Installation, so kann er einem vollzeitbeschäftigten fachkundigen Leiter höchstens drei vollzeitbeschäftigte kontrollberechtigte Personen nach Artikel 27 Absatz 1 unterstellen, die ihrerseits zusätzlich höchstens je 10 Personen beaufsichtigen dürfen.

3 Zweigniederlassungen müssen wie der Betrieb die Anforderungen nach Absatz 1 erfüllen. Sie können sich nach Absatz 2 organisieren.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 10a1Ausführung von Installationsarbeiten durch den Betrieb selbst

1 Betriebe dürfen die Ausführung von Installationsarbeiten nur Betriebsangehörigen übertragen, die:

a.
über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis «Elektroinstallateur EFZ» verfügen oder einen gleichwertigen Abschluss besitzen; oder
b.
über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis «Montage-Elektriker EFZ» verfügen oder einen gleichwertigen Abschluss besitzen.

2 Fachkundige Personen und Personen nach Absatz 1 Buchstabe a dürfen elektrische Installationen erstmalig in Betrieb nehmen.

3 Personen nach Absatz 1 Buchstabe b dürfen nur elektrische Installationen erstmalig in Betrieb nehmen, die von ihrer Ausbildung erfasst sind. Andere elektrische Installationen dürfen sie nur unter der Aufsicht einer fachkundigen Person oder einer Person nach Absatz 1 Buchstabe a erstmalig in Betrieb nehmen.

4 Lernende oder Hilfskräfte dürfen Installationsarbeiten nur unter Anleitung und Aufsicht von fachkundigen Personen oder Personen nach Absatz 1 ausführen.

5 Die fachkundigen Personen und Personen nach Absatz 1 dürfen höchstens fünf Lernende oder Hilfskräfte beaufsichtigen.

6 Die fachkundigen Personen und die kontrollberechtigten Personen nach Artikel 10 Absatz 2 sorgen dafür, dass die Installationsarbeiten gemäss Artikel 24 kontrolliert werden.

7 Über die Gleichwertigkeit von Ausbildungsabschlüssen entscheidet das Inspektorat.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 10b1Beizug von anderen Betrieben und Einzelpersonen

1 Betriebe mit einer Installationsbewilligung nach Artikel 9 können für die Ausführung von Installationsarbeiten beiziehen:

a.
andere Betriebe, wenn diese die Anforderungen nach Artikel 9 erfüllen;
b.
Einzelpersonen, wenn sie diese für die Ausführung von Installationsarbeiten wie betriebseigene Personen nach den Vorschriften von Artikel 10 und 10a in die Betriebsorganisation integrieren.

2 Die Verantwortung für die Installationsarbeiten von Betrieben oder Personen nach Absatz 1 und die Durchführung der Schlusskontrolle nach Artikel 24 Absatz 2 verbleiben in jedem Fall beim beiziehenden Betrieb.

3 Die fachkundigen Personen und die kontrollberechtigten Personen nach Artikel 10 Absatz 2 des beiziehenden Betriebs sorgen dafür, dass die Installationsarbeiten von Betrieben oder Personen nach Absatz 1 regelmässig kontrolliert werden.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 11 Ersatzbewilligung

1 Beschäftigt ein Betrieb vorübergehend keine fachkundige Person, so kann ihm das Inspektorat eine Ersatzbewilligung erteilen, wenn er mindestens eine kontrollberechtigte Person oder eine Person beschäftigt, welche die Voraussetzungen für die Erteilung einer Bewilligung für Arbeiten an betriebseigenen Installationen (Art. 13) erfüllt. Diese Person ist in der Ersatzbewilligung aufzuführen.1

2 Die Ersatzbewilligung ist sechs Monate gültig; sie kann um höchstens sechs Monate verlängert werden.

3 Solange der Betrieb eine Ersatzbewilligung besitzt, muss das Inspektorat dessen Installationstätigkeit besonders beaufsichtigen. Der Inhaber der Ersatzbewilligung trägt die Kosten.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).


  3. Abschnitt:3  Eingeschränkte Installationsbewilligungen

Art. 12 Arten

1 Das Inspektorat kann eingeschränkte Installationsbewilligungen erteilen:

a.
für Arbeiten an betriebseigenen Installationen (Art. 13);
b.
für Installationsarbeiten an besonderen Anlagen (Art. 14);
c.
für den Anschluss von elektrischen Erzeugnissen (Art. 15);

2 Betriebe können gleichzeitig eingeschränkte Bewilligungen nach Absatz 1 Buchstaben b und c innehaben, wenn die in der Bewilligung aufgeführten Personen nicht identisch sind.

Art. 13 Bewilligung für Arbeiten an betriebseigenen Installationen

1 Eine Bewilligung für Arbeiten an betriebseigenen Installationen wird einem Betrieb erteilt, der zur Ausführung dieser Arbeiten Betriebsangehörige (Betriebselektriker) einsetzt, die:

a.
ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als «Elektroinstallateur EFZ» besitzen und zusätzlich mindestens drei Jahre praktische Tätigkeit in elektrischen Installationen unter Aufsicht einer fachkundigen Person nachweisen können;
b.
ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis in einem dem Elektroinstallateur EFZ nahe verwandten Beruf besitzen oder einen gleichwertigen Abschluss haben und zusätzlich mindestens fünf Jahre praktische Tätigkeit in elektrischen Installationen unter Aufsicht einer fachkundigen Person nachweisen können; oder
c.
eine vom Inspektorat durchgeführte Prüfung bestanden haben.

2 Über die dem Elektroinstallateur EFZ nahe verwandten Berufe und die Gleichwertigkeit des Abschlusses nach Absatz 1 Buchstabe b entscheidet das Inspektorat.

3 Die Bewilligung berechtigt zu folgenden Arbeiten an betriebseigenen Installationen:

a.
Unterhaltsarbeiten und Beseitigung von Störungen;
b.
Änderung der Installation nach einem Bezügerüberstromunterbrecher oder einer Überstrom-Schutzeinrichtung für Endstromkreise;
c.
Installationsarbeiten nach der Netztrennstelle bei temporären Installationen wie auf Baustellen und Märkten oder in Zirkus- und Schaustellerbetrieben.

4 Der Inhaber der Bewilligung sorgt dafür, dass:

a.
die Ausbildung der in der Bewilligung aufgeführten Betriebsangehörigen dem neuesten Stand der Technik entspricht;
b.
die Personen nach Buchstabe a die erforderliche Weiterbildung absolvieren; und
c.
die berufsbegleitende fachliche Betreuung der Personen nach Buchstabe a durch eine akkreditierte Inspektionsstelle ununterbrochen gewährleistet ist.
Art. 14 Bewilligung für Installationsarbeiten an besonderen Anlagen

1 Eine Bewilligung für Installationsarbeiten an Anlagen, deren Erstellung spezielle Kenntnisse erfordert, insbesondere an Alarmanlagen, Hebe- und Förderanlagen, Leuchtschriften, Photovoltaikanlagen, stationären Batterieanlagen, Systemen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung und an Schiffen wird einem Betrieb erteilt, der zur Ausführung der Arbeiten Betriebsangehörige einsetzt, die:

a.
die Voraussetzungen für die Erteilung einer Bewilligung für Arbeiten an betriebseigenen Installationen (Art. 13 Abs. 1) erfüllen und drei Jahre praktische Tätigkeit in solchen Installationen unter Aufsicht einer fachkundigen Person oder einer Person nachweisen, welche die entsprechende Prüfung des Inspektorats bestanden hat; oder
b.
eine vom Inspektorat durchgeführte Prüfung bestanden haben und drei Jahre praktische Tätigkeit in solchen Installationen unter Aufsicht einer fachkundigen Person oder einer Person nachweisen, welche die entsprechende Prüfung des Inspektorats ebenfalls bestanden hat.

2 Die Bewilligung berechtigt zu den in ihr aufgeführten Installationsarbeiten.

3 Artikel 13 Absatz 4 Buchstabe a und b gilt sinngemäss.

4 Betriebsangehörige, die nicht in der Bewilligung aufgeführt sind, dürfen Serviceund Reparaturarbeiten an Alarm-, Hebe- und Förderanlagen sowie auf Schiffen ausführen, wenn sie einen vom Inspektorat anerkannten Kurs für solche Arbeiten an den jeweiligen Anlagen im Umfang von mindestens 40 Lektionen Elektrosicherheit im Betrieb oder in einer qualifizierten Ausbildungsstätte absolviert haben. Die Arbeiten sind mit einer Kontrolle der ausgeführten Arbeiten abzuschliessen. Das Ergebnis dieser Kontrolle ist zu dokumentieren.1


1 Berichtigung vom 31. Okt. 2017 (AS 2017 5761).

Art. 15 Anschlussbewilligung

1 Die Anschlussbewilligung wird einem Betrieb erteilt, der zur Ausführung der Arbeiten Betriebsangehörige einsetzt, die:

a.
die Voraussetzungen für die Erteilung einer Bewilligung für Arbeiten an betriebseigenen Installationen (Art. 13 Abs. 1) erfüllen; oder
b.
eine vom Inspektorat durchgeführte Prüfung bestanden haben.

2 Diese Bewilligung berechtigt zum Anschliessen und Auswechseln von den in ihr aufgeführten fest anzuschliessenden oder fest angeschlossenen elektrischen Erzeugnissen.

3 Artikel 13 Absatz 4 Buchstabe a und b gilt sinngemäss.

4 Betriebsangehörige, die nicht in der Bewilligung aufgeführt sind, dürfen Service- und Reparaturarbeiten an funktionsrelevanten, hinter einem Anlageschalter direkt an eine Steuerung angeschlossenen Komponenten von Anlagen der Sanitär-, Heizungs-, Kälte-, Lüftungs- und Klimatechnik ausführen, wenn sie einen vom Inspektorat anerkannten Kurs für solche Arbeiten an den jeweiligen Anlagen im Umfang von mindestens 40 Lektionen Elektrosicherheit im Betrieb oder bei einer qualifizierten Ausbildungsstätte absolviert haben. Die Arbeiten sind mit einer Kontrolle der ausgeführten Arbeiten abzuschliessen. Das Ergebnis dieser Kontrolle ist zu dokumentieren.1


1 Die Berichtigung vom 28. Dez. 2017 betrifft nur den französischen Text (AS 2017 7785).


  4. Abschnitt: Installationsarbeiten ohne Bewilligung

Art. 16

1 Keine Installationsbewilligung benötigen fachkundige Personen nach Artikel 8, kontrollberechtigte Personen nach Artikel 27 sowie Elektroinstallateure EFZ für Installationsarbeiten in von ihnen bewohnten oder in ihrem Eigentum stehenden Wohnräumen und in den zugehörigen Nebenräumen.1

2 Keine Installationsbewilligung benötigen Personen, die:

a.
einzelne Steckdosen und Schalter in bestehenden Installationen in von ihnen bewohnten Wohnräumen und in den zugehörigen Nebenräumen hinter Verbraucherüberstromunterbrechern an einphasigen Endstromkreisen mit Fehlerstromschutzeinrichtungen für maximal 30 mA Nennauslösestrom installieren;
b.
Beleuchtungskörper und zugehörige Schalter in von ihnen bewohnten Wohnräumen und zugehörigen Nebenräumen montieren und demontieren.2

3 Elektrische Installationen nach Absatz 1 und Absatz 2 Buchstabe a müssen vom Inhaber einer Kontrollbewilligung kontrolliert werden. Die kontrollierende Person muss dem Eigentümer den Sicherheitsnachweis übergeben.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).


  5. Abschnitt: Gemeinsame Bestimmungen

Art. 17 Inhalt der Installationsbewilligung

1 Die allgemeine Installationsbewilligung für Betriebe legt fest:

a.
den Bewilligungsinhaber;
b.1
den fachkundigen Leiter und dessen Beschäftigungsgrad sowie die kontrollberechtigten Personen nach Artikel 10 Absatz 2; und
c.
die weiteren fachkundigen Personen, die der Betrieb zur Unterschrift gegenüber den Netzbetreiberinnen ermächtigt hat.

2 Die eingeschränkten Installationsbewilligungen legen fest:

a.
den Bewilligungsinhaber;
b.
die Person, welche die für die Erteilung der Bewilligung verlangten Fachkenntnisse besitzt; und
c.
Art und Umfang der bewilligten Installationsarbeiten und gegebenenfalls die Erzeugnisse und Anlagen, für welche die Bewilligung gilt.2

3 In Bewilligungen für innerbetriebliche Installationsarbeiten wird überdies die akkreditierte Inspektionsstelle festgelegt, welche die fachliche Betreuung nach Artikel 13 Absatz 4 sicherstellt.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 18 Gültigkeit der Installationsbewilligung

1 Die Installationsbewilligung ist unbefristet und nicht übertragbar. Sie gilt für die ganze Schweiz.

2 Verlässt der technische Leiter oder, bei eingeschränkten Installationsbewilligungen. die Person, welche die für die Erteilung der Bewilligung verlangten Fachkenntnisse besitzt, den Betrieb, so erlischt die Installationsbewilligung für diesen Betrieb.

Art. 19 Änderung und Widerruf der Installationsbewilligung

1 Der Bewilligungsinhaber muss dem Inspektorat innert zwei Wochen jede Tatsache melden, die eine Änderung der Installationsbewilligung erfordert.

2 Die Installationsbewilligung wird widerrufen, wenn:

a.
die Voraussetzungen für ihre Erteilung nicht mehr erfüllt sind;
b.
der Bewilligungsinhaber oder sein Personal trotz Mahnung in schwerwiegender Weise gegen diese Verordnung verstösst.

3 Das Inspektorat gibt den Widerruf einer Installationsbewilligung öffentlich bekannt.1


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 20 Verzeichnis der Installationsbewilligungen

1 Das Inspektorat führt ein Verzeichnis der Installationsbewilligungen; dieses Verzeichnis ist öffentlich.

2 Widerrufene Installationsbewilligungen sind unverzüglich aus dem Verzeichnis zu entfernen.

Art. 21 Prüfungen

1 Das Inspektorat führt die Prüfungen durch, die zur Erlangung der eingeschränkten Installationsbewilligungen (Art. 13 Abs. 1 Bst. c, 14 Abs. 1 Bst. b und 15 Abs. 3) erforderlich sind.

2 Das UVEK regelt in Zusammenarbeit mit den OdA die Prüfungsanforderungen.1


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).


  3. Kapitel: Ausführung von Installationsarbeiten

Art. 22 Arbeitssicherheit

1 Arbeiten an elektrischen Installationen dürfen in der Regel nur ausgeführt werden, wenn diese nicht unter Spannung stehen. Der betreffende Teil der Installation ist vor Beginn der Arbeit:

a.
abzutrennen;
b.
gegen Wiedereinschaltung zu sichern;
c.
auf Spannungsfreiheit zu prüfen;
d.
zu erden und kurzzuschliessen, wenn die Gefahr von Spannungsübertragungen oder Rückeinspeisungen besteht;
e.
gegen benachbarte, unter Spannung verbliebene Teile abzudecken.

2 An elektrischen Installationen, die unter Spannung stehen, dürfen nur Elektroinstallateure EFZ oder Personen mit einer gleichwertigen Ausbildung arbeiten. Sie müssen für solche Arbeiten entsprechend den neuesten Erkenntnissen speziell ausgebildet und ausgerüstet sein.1

3 Für Arbeiten an elektrischen Installationen, die unter Spannung stehen, sind immer zwei Personen einzusetzen. Eine von diesen ist als verantwortlich zu bestimmen.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 231Meldepflichten bei allgemeinen Installationsbewilligungen

1 Die Inhaber einer allgemeinen Installationsbewilligung und diejenigen einer Ersatzbewilligung müssen sämtliche Installationsarbeiten vor der Ausführung der Netzbetreiberin, aus deren Niederspannungsverteilnetz die elektrische Installation mit Energie versorgt wird, melden.

2 Keine Meldung muss erstattet werden, wenn:

a.
die Installationsarbeiten weniger als vier Stunden dauern (Kleininstallationen); und
b.
die Arbeiten zu einer Leistungsänderung führen, die insgesamt weniger als 3,6 kVA beträgt.

1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 241Baubegleitende Erstprüfung und betriebsinterne Schlusskontrolle

1 Vor der Inbetriebnahme einer elektrischen Installation oder von Teilen davon ist eine baubegleitende Erstprüfung durchzuführen. Diese Erstprüfung ist zu protokollieren.

2 Vor der Übergabe einer elektrischen Installation an den Eigentümer muss eine Schlusskontrolle durchgeführt werden. Diese Schlusskontrolle wird durchgeführt:

a.
von einer fachkundigen Person nach Artikel 8 oder einer kontrollberechtigten Person nach Artikel 27 Absatz 1; oder
b.
bei einer Installation, an der gemeinsam mehrere Betriebe mit je einem fachkundigen Leiter zusammengearbeitet haben: von der Person, die vom Eigentümer der Installation als für die Gesamtheit der Installation verantwortlich bestimmt wurde.

3 Als Übergabe gilt der Zeitpunkt ab dem ein Teil oder eine ganze elektrische Installation bestimmungsgemäss genutzt wird.

4 Die Personen, welche die Schlusskontrolle durchführen, haben die Ergebnisse dieser Kontrolle in einem Sicherheitsnachweis (Art. 37) festzuhalten.

5 Der Sicherheitsnachweis ist vom Inhaber der allgemeinen Installationsbewilligung oder der Ersatzbewilligung dem Eigentümer zu übergeben. Für Arbeiten nach Artikel 23 Absatz 2 Buchstabe a genügt das Protokoll der Erstprüfung.

6 Nach der Schlusskontrolle meldet der Eigentümer der Netzbetreiberin den Abschluss der Installationsarbeiten und stellt ihr den Sicherheitsnachweis zu.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 251Meldepflichten bei eingeschränkten Installationsbewilligungen

1 Installationsarbeiten im Rahmen von eingeschränkten Installationsbewilligungen müssen vor der Ausführung der Netzbetreiberin, aus deren Niederspannungsverteilnetz die Installation mit Energie versorgt wird, gemeldet werden.

2 Die in der eingeschränkten Bewilligung aufgeführten Personen führen eine Erstprüfung oder eine Kontrolle der ausgeführten Arbeiten durch und erstellen davon ein Protokoll. Sie unterzeichnen es und bewahren es zuhanden der Kontrollorgane auf.

3 Sie führen ein Verzeichnis der ausgeführten Arbeiten.

4 Der Inhaber einer eingeschränkten Installationsbewilligung übergibt dem Eigentümer für Arbeiten nach Absatz 1 entweder das Protokoll der Erstprüfung oder das Protokoll der Kontrolle der ausgeführten Arbeiten.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).


  4. Kapitel: Installationskontrolle

  1. Abschnitt: Bewilligungspflicht

Art. 26 Kontrollorgane

1 Kontrollorgane sind:

a.
die unabhängigen Kontrollorgane;
b.
die akkreditierten Inspektionsstellen;
c.
die Netzbetreiberinnen;
d.
das Inspektorat.

2 Die unabhängigen Kontrollorgane und die akkreditierten Inspektionsstellen brauchen für die Ausübung der Kontrolle eine Bewilligung des Inspektorates.

3 Netzbetreiberinnen dürfen die Aufgaben eines unabhängigen Kontrollorganes oder einer akkreditierten Inspektionsstelle nur wahrnehmen, wenn sie:

a.
hiefür eine rechtlich und finanziell unabhängige Organisationseinheit bilden; oder
b.
nur Anlagen, die nicht von ihrem Netz versorgt werden, als unabhängiges Kontrollorgan oder akkreditierte Kontrollstelle technisch kontrollieren. In diesem Fall muss für die technische Kontrolle eine eigene Rechnung geführt werden.

4 Die Akkreditierung der Inspektionsstellen richtet sich nach der Akkreditierungs- und Bezeichnungsverordnung vom 17. Juni 19961. Das UVEK kann die fachlichen Anforderungen für die Akkreditierung festlegen; es hört hiefür das Inspektorat und die Fachorganisationen an.


Art. 271Kontrollbewilligung

1 Die Kontrollbewilligung wird einer Person erteilt, die in eigener Verantwortung Installationskontrollen durchführt, wenn:

a.
sie fachkundig ist (Art. 8) oder die Berufsprüfung als Elektroprojektleiter Installation und Sicherheit bestanden hat;
b.
ihr Ausbildungsstand dem neuesten Stand der Technik entspricht und ihre Weiterbildung gewährleistet ist;
c.
die internen Arbeitsanweisungen zur Kontrolltätigkeit auf dem neuesten Stand sind;
d.
sie über geeignete und kalibrierte Mess- und Kontrollgeräte verfügt.

2 Die Kontrollbewilligung wird einem Betrieb erteilt, wenn:

a.
er für die Kontrolle eine Person mit einer Ausbildung nach Absatz 1 (kontrollberechtigte Person) einsetzt;
b.
der Ausbildungsstand der kontrollberechtigten Person dem neuesten Stand der Technik entspricht und deren Weiterbildung gewährleistet ist;
c.
die internen Arbeitsanweisungen zur Kontrolltätigkeit auf dem neuesten Stand und für das Kontrollpersonal zugänglich sind;
d.
die geeigneten und kalibrierten Mess- und Kontrollgeräte vorhanden sind.

3 Die Bewilligung ist unbefristet und nicht übertragbar. Sie gilt für die ganze Schweiz.

4 In der Bewilligung sind die zur Ausführung der Installationskontrolle berechtigten Personen aufgeführt.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 28 Änderung, Widerruf und Erlöschen der Kontrollbewilligung

1 Der Bewilligungsinhaber muss dem Inspektorat innert zwei Wochen jede Tatsache melden, die eine Änderung der Kontrollbewilligung erfordert.

2 Die Kontrollbewilligung wird widerrufen, wenn:

a.
die Voraussetzungen für ihre Erteilung nicht mehr erfüllt sind;
b.
der Bewilligungsinhaber oder sein Personal trotz Mahnung in schwerwiegender Weise gegen diese Verordnung verstossen.

3 Die Kontrollbewilligung für einen Betrieb erlischt, wenn im Betrieb keine Person mehr angestellt ist, die über die erforderlichen Fachkenntnisse verfügt.1

4 Das Inspektorat gibt den Widerruf einer Kontrollbewilligung öffentlich bekannt.2


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 29 Verzeichnis der Kontrollbewilligungen

1 Das Inspektorat führt ein Verzeichnis der Kontrollbewilligungen; dieses Verzeichnis ist öffentlich

2 Widerrufene Kontrollbewilligungen sind unverzüglich aus dem Verzeichnis zu entfernen.

Art. 30 Anforderungen für Netzbetreiberinnen und Inspektorat

Für das Kontrollpersonal und die Ausrüstung der Netzbetreiberinnen und des Inspektorates gelten die Anforderungen nach Artikel 27 Absatz 2 sinngemäss.

Art. 31 Unabhängigkeit der Kontrollen

Wer an der Planung, Erstellung, Änderung oder Instandstellung der zu kontrollierenden elektrischen Installationen beteiligt war, darf nicht mit der Abnahmekontrolle nach Artikel 35 Absatz 3, der periodischen Kontrolle oder mit Stichprobenkontrollen beauftragt werden.


  2. Abschnitt: Zuständigkeiten und Aufgaben der Kontrollorgane

Art. 321Technische Kontrollen

1 Die unabhängigen Kontrollorgane und die akkreditierten Inspektionsstellen führen im Auftrag der Eigentümer von elektrischen Installationen technische Kontrollen durch und stellen die entsprechenden Sicherheitsnachweise aus.

2 Die Tätigkeiten nach Absatz 1 dürfen nur von akkreditierten Inspektionsstellen wahrgenommen werden für:

a.
elektrische Installationen mit besonderem Gefährdungspotenzial (Spezialinstallationen, Anhang Ziff. 1);
b.
elektrische Installationen von Inhabern einer eingeschränkten Installationsbewilligung (Art. 12 Abs. 1).

3 Die Eigentümer von Installationen nach Absatz 2 melden dem Inspektorat die Erteilung eines entsprechenden Auftrages.

4 Die Zuständigkeiten für die Kontrollen elektrischer Installationen und die Kontrollperioden sind im Anhang festgelegt.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 331Aufgaben der Netzbetreiberinnen

1 Die Netzbetreiberinnen überwachen den Eingang der Sicherheitsnachweise für die elektrischen Installationen, die aus ihren Niederspannungsverteilnetzen versorgt werden, soweit diese Überwachung nicht nach Artikel 34 Absatz 3 dem Inspektorat obliegt.

2 Sie prüfen die Sicherheitsnachweise stichprobenweise auf ihre Richtigkeit und ordnen gegebenenfalls die Massnahmen an, die zur Behebung der Mängel erforderlich sind.

3 Sie bewahren die Sicherheitsnachweise bis zur Beendigung der nächsten periodischen Kontrolle auf.

4 Sie führen ein Verzeichnis der von ihnen versorgten elektrischen Installationen; darin sind einzutragen:

a.
Ort und Eigentümer der Installation;
b.
die Kontrollperioden;
c.
jede Kontrolle (Art, Datum, Kontrollpersonal, Ergebnis);
d.
allfällige Anordnungen nach Artikel 38;
e.
der Name des Installateurs;
f.
allfällige Anordnungen betreffend die Mängelbehebung.

5 Sie informieren das Inspektorat, wenn sie feststellen, dass Inhaber von Installationsbewilligungen oder Kontrollbewilligungen ihre Pflichten in schwerwiegender Weise verletzen oder dass Installationsarbeiten oder Installationskontrollen ohne Bewilligung ausgeführt werden.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 34 Aufgaben des Inspektorates

1 Das Inspektorat beaufsichtigt die übrigen Kontrollorgane, die Inhaber einer allgemeinen Installationsbewilligung sowie einer Ersatzbewilligung. Es unterstützt die übrigen Kontrollorgane in der Durchführung der Überwachung der Installationskontrolle und kann die dafür notwendigen Massnahmen anordnen.1

2 Es kontrolliert die elektrischen Installationen, die weder von einem unabhängigen Kontrollorgan noch von einer akkreditierten Inspektionsstelle kontrolliert werden.2

3 Soweit die Durchführung technischer Kontrollen von elektrischen Installationen nach Artikel 32 Absatz 2 akkreditierten Inspektionsstellen übertragen worden ist, überwacht das Inspektorat den Eingang der Sicherheitsnachweise und prüft diese stichprobenweise auf ihre Richtigkeit. Artikel 33 Absätze 3 und 4 gelten sinngemäss.

3bis Es kann einem Eigentümer von Installationen auf dessen Antrag die Führung und Überwachung eines Verzeichnisses über den Eingang der Sicherheitsnachweise übertragen.3

4 Das Inspektorat entscheidet in Streitfällen, ob eine elektrische Installation den Vorschriften dieser Verordnung entspricht.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
3 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).


  3. Abschnitt: Nachweis der Sicherheit

Art. 35 Nachweis bei der Übernahme der Installation

1 Übernimmt der Eigentümer vom Ersteller eine elektrische Installation mit einer Kontrollperiode von 20 Jahren gemäss Anhang, so muss er der Netzbetreiberin bei der Übernahme mit dem Sicherheitsnachweis nach Artikel 37 nachweisen, dass die Installation:

a.
den Vorschriften dieser Verordnung und den Regeln der Technik entspricht; und
b.
nach Artikel 24 kontrolliert wurde.1

2 Handelt es sich um eine Energieerzeugungsanlage nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe c ohne Verbindung mit einem Niederspannungsverteilnetz zur Einspeisung in eine feste Installation, so muss der Eigentümer den Sicherheitsnachweis bei der Inbetriebnahme dem Inspektorat einreichen.

3 Übernimmt der Eigentümer vom Ersteller eine Energieerzeugungsanlage nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe c mit Verbindung zu einem Niederspannungsverteilnetz oder eine elektrische Installation mit einer Kontrollperiode von weniger als 20 Jahren gemäss Anhang, so veranlasst er innerhalb von sechs Monaten eine Abnahmekontrolle durch ein unabhängiges Kontrollorgan oder eine akkreditierte Inspektionsstelle. Er reicht innerhalb dieser Frist den Sicherheitsnachweis der Netzbetreiberin, oder bei Installationen nach Artikel 32 Absatz 2, dem Inspektorat ein.2


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 36 Periodische Nachweise

1 Die Netzbetreiberinnen fordern die Eigentümer, deren elektrische Installationen aus ihrem Niederspannungsverteilnetz versorgt werden, mindestens sechs Monate vor Ablauf der Kontrollperiode schriftlich auf, den Sicherheitsnachweis nach Artikel 37 bis zum Ende der Kontrollperiode einzureichen.

2 Das Inspektorat fordert die Eigentümer von Spezialinstallationen nach Anhang Ziffer 1 und die Eigentümer von Energieerzeugungsanlagen nach Artikel 35 Absatz 2 mindestens sechs Monate vor Ablauf der Kontrollperiode schriftlich auf, den Sicherheitsnachweis einzureichen.1

3 Diese Frist kann bis längstens ein Jahr nach Ablauf der festgelegten Kontrollperiode verlängert werden. Wird der Sicherheitsnachweis trotz zweimaliger Mahnung nicht innerhalb der festgesetzten Frist eingereicht, so übergibt die Netzbetreiberin dem Inspektorat die Durchsetzung der periodischen Kontrolle.

3bis Die Inhaber von Bewilligungen für Arbeiten an betriebseigenen Installationen gemäss Artikel 13 sind vom Inspektorat mindestens sechs Monate vor Ablauf jeder dritten Kontrollperiode, die Inhaber einer eingeschränkten Installationsbewilligung nach den Artikeln 14 und 15 vor Ablauf jeder Kontrollperiode schriftlich aufzufordern, die Bescheinigung der von ihnen beigezogenen akkreditierten Inspektionsstelle einzureichen.2

4 Die Kontrollperioden für die einzelnen elektrischen Installationen sind im Anhang festgelegt. Das Inspektorat kann in Ausnahmefällen Abweichungen von diesen Kontrollperioden bewilligen.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
2 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 37 Anforderungen an den Sicherheitsnachweis

1 Der Sicherheitsnachweis muss mindestens die folgenden Angaben enthalten:

a.
Adresse der Installation und des Eigentümers;
b.1
Beschreibung der Installation einschliesslich angewendeter Normen und allfälliger Besonderheiten;
c.
Kontrollperiode;
d.
Name und Adresse des Installateurs;
e.
Ergebnisse der betriebsinternen Schlusskontrolle nach Artikel 24;
f.
Name und Adresse des Inhabers der Kontrollbewilligung und Ergebnis seiner Kontrolle bei Abnahmekontrollen nach Artikel 35 Absatz 3 und periodischen Kontrollen nach Artikel 36.

2 Der Sicherheitsnachweis muss unterzeichnet werden:

a.
von den Personen, welche die Kontrolle durchgeführt haben; und
b.
von einer der kontrollberechtigten Personen, welche in der Installationsbewilligung aufgeführt sind.2

3 Das UVEK legt den technischen Inhalt des Sicherheitsnachweises fest. Es hört dabei das Inspektorat und die Fachorganisationen an.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 38 Ungenügende Sicherheitsnachweise

1 Die Netzbetreiberinnen weisen unvollständige oder offensichtlich unrichtige Sicherheitsnachweise zurück und ordnen die notwendigen Massnahmen an.

2 Sie können zusätzliche Angaben und die Vorlage der technischen Unterlagen der Installation verlangen.


  4. Abschnitt: Stichprobenkontrollen und Mängelbehebung

Art. 39 Stichprobenkontrollen

1 Das Inspektorat und die Netzbetreiberinnen kontrollieren elektrische Installationen mit Stichproben und wenn Grund zur Annahme besteht, dass sie dieser Verordnung nicht entsprechen. Sie können hiefür andere Kontrollorgane beiziehen.

2 Die Kosten der Stichprobenkontrollen sind vom Eigentümer der Installation zu tragen, wenn Mängel an der Installation festgestellt werden. Ist die Installation mängelfrei, so geht die Stichprobenkontrolle zu Lasten derjenigen Stelle, welche sie angeordnet hat.

Art. 40 Mängelbehebung

1 Mängel, die Personen oder Sachen gefährden können, müssen unverzüglich behoben werden. Besteht eine unmittelbare und erhebliche Gefahr, unterbricht das Kontrollorgan die Stromzufuhr zum personen- oder sachgefährdenden Installationsteil sofort.

2 Die Netzbetreiberinnen oder das Inspektorat setzen für die Behebung von Mängeln, die im Rahmen der Überprüfung des Sicherheitsnachweises oder bei Stichprobenkontrollen festgestellt werden, eine angemessene Frist.

3 Werden innerhalb der festgesetzten Frist die Mängel nicht behoben oder die angeordneten Massnahmen nicht durchgeführt, so übergibt die Netzbetreiberin die Durchsetzung dem Inspektorat.

3bis Das Inspektorat setzt eine weitere Frist für die Behebung der Mängel. Verstreicht diese, ohne dass die Mängel behoben werden, so kann es die Behebung dieser Mängel auf Kosten des Eigentümers der Installation durch Dritte anordnen oder die Stromzufuhr der betroffenen Anlageteile unterbrechen oder unterbrechen lassen, soweit diese insbesondere nicht dem unmittelbaren Notbedarf dienen.1

4 Es kann weitere interessierte Stellen, insbesondere die kantonale Brandschutzbehörde oder die zuständige Gebäudeversicherung, über die Mängel der elektrischen Installationen und die Weigerung des Eigentümers der Installation, diese zu beheben, informieren.2


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).


  5. Kapitel: Gebühren, Strafbestimmungen4 

Art. 41 Gebühren

Für die Kontrolltätigkeit und für Verfügungen nach dieser Verordnung erhebt das Inspektorat Gebühren nach den Artikeln 9 und 10 der Verordnung vom 7. Dezember 19921 über das Eidgenössische Starkstrominspektorat.


Art. 421Strafbestimmungen

Nach Artikel 55 Absatz 3 EleG wird bestraft, wer:

a.
Installationsarbeiten ohne die dafür notwendige Bewilligung (Art. 6) ausführt;
b.
Kontrollen ohne die dafür notwendige Bewilligung (Art. 26 Abs. 2) ausführt;
c.
die mit einer Bewilligung verbundenen Pflichten verletzt, insbesondere:
1.
gegen die Vorschriften betreffend die Betriebsorganisation verstösst (Art. 10 und 10a),
2.
die Vorschriften über den Beizug von anderen Betrieben und von Einzelpersonen nicht einhält (Art. 10b),
3.
die Arbeit von Personen, die nicht gemäss den Artikeln 10 und 10a in den Betrieb integriert sind, oder die Arbeit von anderen Betrieben meldet oder mit einem Sicherheitsnachweis abschliesst,
4.
den Sicherheitsnachweis nicht oder nicht fristgerecht erstellt oder dem Eigentümer der Installation nicht fristgerecht übergibt (Art. 24),
5.
die vorgeschriebenen Kontrollen nicht oder in schwerwiegender Weise nicht korrekt ausführt (Art. 24 und 25),
6.
gegen die Pflicht zur Unabhängigkeit der Kontrollen verstösst (Art. 31), oder
7.
elektrische Installationen mit gefährlichen Mängeln dem Eigentümer übergibt (Art 3).

1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).


  6. Kapitel: Schlussbestimmungen

Art. 43 Aufhebung bisherigen Rechts

Die Verordnung vom 6. September 19891 über elektrische Niederspannungsinstallationen wird aufgehoben.


1 [AS 1989 1834, 1992 2499 Art. 15 Ziff. 1, 1997 1008 Anhang Ziff. 3, 1998 54 Anhang Ziff. 4, 1999 704 Ziff. II 20, 2000 762 Ziff. I 4]

Art. 44 Übergangsbestimmungen

1 und 21

3 Nach bisherigem Recht ausgestellte Anerkennungen der Fachkundigkeit behalten ihre Gültigkeit.

4 Wer nach bisherigem Recht zur Ausführung von Installationskontrollen berechtigt war, kann bis zur Erteilung der Kontrollbewilligung, längstens aber zwei Jahre nach dem Inkrafttreten dieser Verordnung, Installationskontrollen durchführen.

5 Das Inspektorat erstellt innerhalb von zwei Jahren seit dem Inkrafttreten dieser Verordnung die Verzeichnisse der Inhaber von Installations- und Kontrollbewilligungen.

6 Die laufenden Kontrollperioden auf Grund des bisherigen Rechts werden unverändert weitergeführt. Ist eine Installationskontrolle noch nach bisherigem Recht fällig geworden und im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung noch nicht erledigt, so muss sie nach den bisherigen Verfahrensvorschriften durchgeführt werden:

a.
für elektrische Installationen mit einer Kontrollperiode von 20 Jahren innerhalb von fünf Jahren;
b.
für elektrische Installationen mit einer Kontrollperiode von weniger als 20 Jahren innerhalb von zwei Jahren.

7 Installationskontrollen nach Absatz 6, die innerhalb dieser Übergangszeit nicht erledigt werden, lässt das Inspektorat auf Kosten der säumigen Netzbetreiberinnen ausführen.

8 Netzbetreiberinnen dürfen die Aufgaben eines unabhängigen Kontrollorganes oder einer akkreditierten Inspektionsstelle während längstens sechs Monaten nach dem Inkrafttreten dieser Verordnung wahrnehmen, ohne den Anforderungen von Artikel 26 Absatz 3 zu entsprechen.


1 Aufgehoben durch Ziff. IV 24 der V vom 22. Aug. 2007 zur formellen Bereinigung des Bundesrechts, mit Wirkung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4477).

Art. 44a1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 23. August 2017

1 Anerkennungen der Fachkundigkeit oder der Kontrollberechtigung, die vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 23. August 2017 oder auf der Grundlage der Reglemente des Verbandes Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen (VSEI) über die Durchführung der Berufs- und höheren Fachprüfungen im Elektro- und Telematik-Installationsgewerbe vom 28. Mai 2003 oder über die Durchführung der Praxisprüfung vom 14. Dezember 2009 ausgestellt wurden, behalten ihre Gültigkeit.

2 Betriebe, die vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 23. August 2017 eine Installationsbewilligung erhalten haben, müssen die Betriebsorganisation innerhalb von drei Jahren nach dem Inkrafttreten dieser Änderung den Anforderungen von Artikel 9 anpassen.

3 Personen mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis «Montage-Elektriker EFZ» oder einem gleichwertigen Abschluss, die ihre berufliche Grundbildung vor 2015 begonnen haben, dürfen elektrische Installationen gemäss Artikel 10a Absatz 3 nur in Betrieb nehmen, wenn sie ein Jahr Praxis unter Aufsicht einer fachkundigen Person und eine vom VSEI definierte Zusatzausbildung aufweisen, die sie befähigt die Erstprüfung durchzuführen.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).

Art. 45 Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2002 in Kraft.


  Anhang1 

(Art. 5 Abs. 2, 17 Abs. 2 Bst. d, 32 Abs. 2 Bst. a und 4, 35 Abs. 1 und 3, 36 Abs. 2 und 4)

  Periodische Kontrolle

  1 Elektrische Installationen, die der Kontrolle durch eine akkreditierte Inspektionsstelle unterliegen (Spezialinstallationen, Art. 32 Abs. 2)

1.1
Der jährlichen Kontrolle unterliegen:
1.1.1
die elektrischen Installationen an Rohrleitungsanlagen, die der Bundesaufsicht unterstehen;
1.1.2
die elektrischen Installationen in klassifizierten unterirdischen Munitions- und Tankanlagen des Militärs;
1.1.3
die elektrischen Installationen in medizinisch genutzten Räumen der Gruppe 2;
1.1.4
die elektrischen Installationen in Räumen, in denen Sprengstoff oder pyrotechnische Produkte hergestellt oder verarbeitet oder gelagert werden;
1.1.5
die elektrischen Installationen in Bergwerken;
1.1.6
die elektrischen Installationen, die von Inhabern einer Bewilligung für Arbeiten an betriebseigenen Installationen (Art. 13) erstellt, geändert oder in Stand gestellt werden.
1.2
Der Kontrolle alle drei Jahre unterliegen die elektrischen Installationen in den nach den Grundsätzen der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) festgelegten explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 0 und 20 sowie 1 und 21, ausgenommen Tankstellen und Fahrzeugreparaturwerkstätten.
1.3
Der Kontrolle alle fünf Jahre unterliegen:
1.3.1
die für die Verkehrs- und Betriebssicherheit kritischen elektrischen Installationen an Nationalstrassen 1. und 2. Klasse;
1.3.2
die elektrischen Installationen in den klassifizierten Anlagen und Bauten des Militärs, die nicht der Kontrolle nach Ziffer 1.1. unterliegen;
1.3.3
die elektrischen Installationen in den nach den Grundsätzen der SUVA festgelegten explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 2 und 22 von Tankanlagen;
1.3.4
die dem Bahnbetrieb dienenden nicht bahnspezifischen elektrischen Installationen der Eisenbahnen und der übrigen konzessionierten Transportunternehmungen, die mit dem Rückleitungssystem der Eisenbahn oder der Transportunternehmung verbunden sind, auch wenn sie nicht von der Bahn- oder Transportunternehmung selbst angespeist werden, namentlich Anlagen im Tunnel sowie in Werkstätten und Waschanlagen;
1.3.5.
die elektrischen Installationen, die von Inhabern einer eingeschränkten Bewilligung gemäss den Artikeln 14 und 15 erstellt, geändert oder in Stand gestellt werden;
1.3.6
die elektrischen Installationen in medizinisch genutzten Räumen der Gruppe 1, ausgenommen Massageräume, Untersuchungs- oder Behandlungsräume, Physiotherapieräume oder Zahnarztpraxen ausserhalb von Kliniken;
1.3.7
die elektrischen Installationen von Mobilfunkanlagen auf Hochspannungsmasten, inklusive Erdungseinrichtung, die aus der allgemeinen Stromversorgung gespeist werden.
1.4
Der Kontrolle alle zehn Jahre unterliegen:
1.4.1
die elektrischen Installationen in Zivilschutzbauten, welche mit Energieerzeugungsanlagen ausgerüstet sind oder gegenüber den Wirkungen des NEMP (Nuclear Electromagnetical Pulse) geschützt sind;
1.4.2
die elektrischen Installationen auf Schiffen für gewerbsmässigen Personen- oder Warentransport;
1.4.3
Hochspannungsanlagen, die aus elektrischen Installationen gespeist werden, wie Filter, Prüffelder und Ozongeneratoren, ausgenommen Neonbeleuchtungen und nicht-medizinische Röntgenanlagen;
1.4.4
die dem Bahnbetrieb dienenden nicht bahnspezifischen elektrischen Installationen der Eisenbahnen und der übrigen konzessionierten Transportunternehmungen, die mit dem Rückleitungssystem der Eisenbahn oder der Transportunternehmung verbunden sind, auch wenn sie nicht von der Bahn- oder Transportunternehmung selbst angespeist werden und nicht nach Ziffer 1.3.4. kontrolliert werden.

  2 Elektrische Installationen, die der Kontrolle durch ein vom Ersteller der Installation unabhängiges Kontrollorgan unterliegen

2.1
Der jährlichen Kontrolle unterliegen die elektrischen Installationen auf Baustellen und Märkten.
2.2
Der Kontrolle alle drei Jahre unterliegen die elektrischen Installationen in Tankstellen und Fahrzeugreparaturwerkstätten in den nach den Grundsätzen der SUVA) festgelegten explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 0 und 20 sowie 1 und 21 sowie die Installationen in den explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 2 und 22.
2.3
Der Kontrolle alle fünf Jahre unterliegen:
2.3.1
die elektrischen Installationen in Bühnen von Theatern;
2.3.2
die elektrischen Installationen in Räumen, in denen sie korrosionsgefährlichen Stoffen ausgesetzt sind;
2.3.3
die elektrischen Installationen von Ladestationen für die Elektromobilität im öffentlichen Raum;
2.3.4
die elektrischen Installationen in medizinisch genutzten Räumen der Gruppen 0 und 1, die nicht gemäss Ziffer 1.3.6. kontrolliert werden;
2.3.5
die elektrischen Installationen in Untertagbauten wie Tunneln, Kavernen;
2.3.6
die elektrischen Installationen in Betriebsräumen der Industrie und des Grossgewerbes;
2.3.7
die elektrischen Installationen in Laboratorien und Prüffeldern von Industrien, Gewerbebetrieben, Schulen usw.;
2.3.8
die elektrischen Installationen Räumen, die der Aufnahme einer grösseren Anzahl von Personen dienen wie Warenhäuser und Baumärkte mit einer Verkaufsfläche über 1200 m2, Theater, Kinos, Messehallen, Tanzlokale, Hotels und Gaststätten, Pensionen, Ferienheime, Alters- und Pflegeheime, Kinderheime, Spitäler, Kasernen, Schulhäuser, Hochschulen und dergleichen;
2.3.9
die elektrischen Installationen in Kleingastrobetrieben wie Bistros, Cafés, Take-away und dergleichen mit einer Verkaufsfläche unter 1200 m2 für höchstens 300 Personen;
2.3.10
die elektrischen Installationen auf Campingplätzen und bei Bootsanlegestellen;
2.3.11. die elektrischen Installationen oder Installationsteile nach Nullung Schema III, solange diese nicht an den aktuellen Stand der Technik angepasst sind.
2.4
Der Kontrolle alle zehn Jahre unterliegen:
2.4.1
die elektrischen Installationen in nassen, gewerblich benutzten Räumen;
2.4.2
die elektrischen Installationen in feuergefährdeten, gewerblich benutzten Räumen;
2.4.3
die elektrischen Installationen in gewerblichen Werkstätten;
2.4.4
die elektrischen Installationen in Verkaufslokalen, die weder der Kontrolle nach Ziffer 2.3.8. noch derjenigen nach Ziffer 2.3.9. unterliegen;
2.4.5
die elektrischen Installationen in Bürogebäuden;
2.4.6
die elektrischen Installationen in Kirchen;
2.4.7
die elektrischen Installationen in Zeughäusern;
2.4.8
die elektrischen Installationen in landwirtschaftlichen Betrieben;
2.4.9
die elektrischen Installationen in Zivilschutzbauten, welche nicht der Kontrolle nach Ziffer 1.4.1. unterliegen;
2.4.10
die elektrischen Installationen auf Vergnügungsschiffen;
2.4.11
die elektrischen Installationen, die von Energieerzeugungsanlagen nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe c ohne Verbindung zu einem Niederspannungsverteilnetz versorgt werden;
2.4.12
die elektrischen Installationen an Nationalstrassen 1. und 2. Klasse, die nicht gemäss Ziffer 1.3.1. kontrolliert werden;
2.4.13
die elektrischen Installationen von Mobilfunkanlagen auf Gebäuden, die aus der allgemeinen Stromversorgung gespeist werden.
2.5
Der Kontrolle alle 20 Jahre unterliegen alle übrigen elektrischen Installationen.

  3 Elektrische Installationen mit zehn- oder zwanzigjähriger Kontrollperiode

Elektrische Installationen mit zehn- oder zwanzigjähriger Kontrollperiode müssen ausserdem bei jeder Handänderung nach Ablauf von fünf Jahren seit der letzten Kontrolle kontrolliert werden.

  4 Energieerzeugungsanlagen nach Artikel 2

Energieerzeugungsanlagen mit oder ohne Verbindung zu einem Niederspannungsverteilnetz unterliegen der gleichen Kontrollperiode wie die elektrischen Installationen des Objekts, an denen die Anlage angeschlossen ist.

1 Fassung gemäss Ziff. II der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).


1 SR 734.02 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 3. April 2019, in Kraft seit 1. Juni 2019 (AS 2019 1375).3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).4 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4981).


Index

734.27

Ordinanza concernente gli impianti elettrici a bassa tensione

(Ordinanza sugli impianti a bassa tensione, OIBT)

del 7 novembre 2001 (Stato 1° giugno 2019)

Il Consiglio federale svizzero,

visti gli articoli 3, 3a, 3b e 55 capoverso 3 della legge del 24 giugno 19021 sugli impianti elettrici (LIE),2

ordina:

  Capitolo 1: Disposizioni generali

Art. 1 Oggetto e campo d’applicazione

1 La presente ordinanza disciplina le condizioni per i lavori sugli impianti elettrici a bassa tensione (impianti elettrici) e il controllo di questi impianti.

2 Essa si applica agli impianti elettrici:

a.1
alimentati a corrente forte ma che funzionano con una tensione massima pari a 1000 V a corrente alternata oppure a 1500 V a corrente continua;
b.
alimentati con le tensioni di cui alla lettera a, ma che funzionano ad alta tensione (impianti ai raggi X, al neon, di ionizzazione, verniciatura elettrostatica, siepi elettriche ecc.).

3 Agli impianti elettrici con una tensione massima d’esercizio pari a 50 V in corrente alternata o a 120 V in corrente continua, e con una corrente massima d’esercizio pari a 2 A, si applicano esclusivamente le disposizioni generali (art. 1–5) della presente ordinanza. Se, tuttavia, detti impianti possono mettere in pericolo persone o cose, la presente ordinanza trova applicazione in tutta la sua estensione.

4 Se singole disposizioni della presente ordinanza possono essere rispettate solo con grande difficoltà o ostacolano l’evoluzione tecnica, il Dipartimento federale dell’ambiente, dei trasporti, dell’energia e delle comunicazioni (DATEC2) oppure in casi meno importanti l’Ispettorato federale degli impianti a corrente forte (Ispettorato) possono autorizzare deroghe dietro richiesta motivata.

5 La presente ordinanza non si applica:

a.
agli impianti elettrici secondo l’articolo 42 capoverso 1 dell’ordinanza del 23 novembre 19833 sulle ferrovie;
b.
agli impianti elettrici degli impianti a fune secondo l’ordinanza del 21 dicembre 20064 sugli impianti a fune;
c.
all’illuminazione di strade e piazze pubbliche.5

1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 Nuova espr. giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981). Di detta mod. é tenuto conto in tutto il presente testo.
3 RS 742.141.1
4 RS 743.011
5 Nuovo testo giusta il n. II 3 dell’annesso 2 all’O del 16 nov. 2011, in vigore dal 1° lug. 2012 (RU 2011 6233).

Art. 2 Definizioni

1 Sono considerati impianti elettrici:

a.1
gli impianti domestici secondo l’articolo 14 LIE;
b.2
gli impianti alimentati da un impianto domestico in stretto rapporto di spazio con lo stesso e situati su un terreno di cui il detentore dell’impianto domestico di alimentazione ha il diritto di disporre, come pure le condutture di collegamento tra gli impianti domestici che attraversano terreni pubblici o privati;
c.
gli impianti di produzione di energia3, con o senza raccordo alla rete di distribuzione a bassa tensione;
d.
gli impianti elettrici di distribuzione o di consumo di corrente alimentati direttamente da una rete pubblica di distribuzione a bassa tensione, in particolare quelli per:
1.
gallerie e altre costruzioni sotterranee,
2.
le installazioni di trasporto in condotta e i depositi di carburanti e combustibili,
3.
le aree di campeggio, le zone di attracco per imbarcazioni ecc.,
4.
i cantieri, i mercati, i circhi, le fiere, i distributori automatici di biglietti, i pannelli pubblicitari luminosi alle fermate dei trasporti pubblici, l’illuminazione di edifici e impianti pubblici,
5.
le stazioni di depurazione delle acque chiare o usate;
e.
gli impianti elettrici nelle costruzioni e installazioni militari classificate;
f.
gli impianti elettrici nelle costruzioni della protezione civile;
g.
i materiali fissi e gli impianti elettrici provvisori raccordati stabilmente agli impianti di cui alle lettere a–f;
h.
gli impianti elettrici dei battelli.

2 Il punto di distinzione tra la linea di raccordo della rete di distribuzione a bassa tensione e l’impianto elettrico è costituito dai morsetti d’ingresso del ruttore di sovraintensità.

3 I gestori di rete sono imprese di diritto privato o pubblico che gestiscono una rete di distribuzione di elettricità per la fornitura ai consumatori finali.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
3 Nuova espr. giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981). Di detta mod. é tenuto conto in tutto il presente testo.

Art. 3 Esigenze di base in materia di sicurezza

1 Gli impianti elettrici devono essere realizzati, modificati, mantenuti e controllati secondo le regole riconosciute della tecnica. Non devono mettere in pericolo persone, cose o animali in caso di utilizzo o esercizio conforme alle disposizioni e, per quanto possibile, anche in caso di prevedibile utilizzo o esercizio non conforme nonché in caso di perturbazioni prevedibili.1

2 Per regole riconosciute della tecnica si intendono in particolare le norme della CEI2 e del CENELEC3. In mancanza di norme armonizzate a livello internazionale si applicano le norme svizzere4.

3 Se non esistono norme tecniche specifiche, si prendono in considerazione le norme applicabili per analogia o eventuali istruzioni tecniche.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 International Elettronical Commission (Commissione elettrotecnica internazionale).
3 Comité Européen de Normalisation ELECtrotechnique (Comitato europeo di normalizzazione elettrotecnica).
4 Il testo di tali norme può essere consultato gratuitamente od ottenuto a pagamento presso l’Associazione svizzera di normalizzazione (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur; www.snv.ch.

Art. 4 Esigenze di base in materia di prevenzione delle perturbazioni

1 Gli impianti elettrici devono, salvo difficoltà straordinarie, essere costruiti, modificati e mantenuti in esercizio in modo da non perturbare in maniera intollerabile l’utilizzazione conforme allo scopo di altri impianti elettrici, di materiali elettrici e di impianti a corrente debole.

2 Gli impianti elettrici esposti al rischio di perturbazioni devono, salvo difficoltà straordinarie, essere costruiti, modificati e mantenuti in esercizio in modo che l’utilizzazione conforme allo scopo non venga perturbata in maniera intollerabile da altri impianti elettrici o da materiali elettrici.

3 Per la compatibilità elettromagnetica di materiali incorporati o raccordati agli impianti si applicano le disposizioni dell’ordinanza del 25 novembre 20151 sulla compatibilità elettromagnetica2.3

4 Per la protezione dalle radiazioni non ionizzanti vigono le disposizioni dell’ordinanza del 23 dicembre 19994 sulla protezione dalle radiazioni non ionizzanti.

5 Se, nonostante l’osservanza delle regole riconosciute della tecnica, si manifestano interferenze intollerabili ed eliminabili solo con grande dispendio, gli interessati cercano di accordarsi. Se non pervengono a un accordo, decide il DATEC, previa consultazione degli organi di controllo interessati (art. 21 LIE).


1 RS 734.5
2 Nuova espr. giusta l’art. 30 cpv. 2 lett. d dell’O del 25 nov. 2015 sulla compatibilità elettromagnetica, in vigore dal 20 apr. 2016 (RU 2016 119).
3 Nuovo testo giusta il n. II 5 dell’all. 3 all’O del 18 nov. 2009 sulla compatibilità elettromagnetica, in vigore dal 1° gen. 2010 (RU 2009 6243).
4 RS 814.710

Art. 5 Doveri del proprietario di un impianto elettrico

1 Il proprietario o il rappresentante da esso designato vigila affinché gli impianti elettrici rispondano sempre alle esigenze di cui agli articoli 3 e 4. Su richiesta, deve presentare un rapporto di sicurezza.

2 A tal fine deve conservare la documentazione tecnica dell’impianto (ad es. schema d’installazione, piani d’installazione, manuale d’uso ecc.), che gli deve essere consegnata dal realizzatore dell’impianto o dall’elettroprogettista, per tutta la durata del suo funzionamento e i documenti per il rapporto di sicurezza conformemente all’articolo 37 per almeno un periodo di controllo secondo l’allegato.

3 È tenuto a fare eliminare senza indugio i difetti.

4 Chi gestisce e utilizza direttamente un impianto elettrico di proprietà di un terzo è tenuto a notificare senza indugio al proprietario o al suo rappresentante, entro i limiti del suo diritto di utilizzazione, i difetti accertati e a farli eliminare.


  Capitolo 2: Autorizzazione per lavori d’installazione

  Sezione 1: Obbligo dell’autorizzazione

Art. 6

Chi esegue, modifica o ripara impianti elettrici e chi raccorda materiali elettrici fissi in modo stabile oppure interrompe, modifica o ripara tali raccordi deve avere un’autorizzazione d’installazione dell’Ispettorato.


  Sezione 2: Autorizzazione generale d’installazione

Art. 71Autorizzazione per le persone fisiche

Le persone fisiche che eseguono lavori d’installazione sotto la propria responsabilità ottengono l’autorizzazione generale d’installazione se:

a.
sono del mestiere;
b.
il loro livello di formazione corrisponde allo stato della tecnica più recente ed è assicurata la loro formazione continua; e
c.
offrono la garanzia di rispettare le prescrizioni della presente ordinanza.

1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 81Persone del mestiere nel settore dell’installazione

1 Persona del mestiere è chi ha superato l’esame professionale superiore (esame di maestria) quale esperto in installazioni e sicurezza elettriche.

2 È inoltre persona del mestiere anche chi può dimostrare di avere svolto un’attività pratica nel settore dell’installazione sotto la sorveglianza di una persona del mestiere per un periodo di tre anni, ha superato un esame pratico e:

a.
è titolare di un un attestato federale di capacità quale installatore elettricista AFC e un diploma di una scuola universitaria professionale (SUP) in tecnologia energetica / elettrotecnica (Bachelor o Master of science SUP) o di un diploma di una scuola specializzata superiore (SSS) oppure di un diploma equivalente;
b.
è titolare di un attestato federale di capacità in una professione affine a quella di installatore elettricista AFC o ha conseguito la maturità ed è titolare di un diploma di un Politecnico federale o di una SUP in tecnologia energetica/ elettrotecnica (Bachelor o Master of science SUP) o di un diploma di una SSS oppure di un diploma equivalente; o
c.
è titolare di un diploma federale (esame professionale superiore, EPS) in una professione affine a quella di esperto in installazioni e sicurezza elettriche.

3 Il DATEC stabilisce i particolari dell’esame pratico in collaborazione con le usuali organizzazioni del mondo del lavoro del settore. Devono essere in ogni caso valutate le competenze rilevanti ai fini della sicurezza conformemente all’esame professionale quale elettricista capo progetto in installazione e sicurezza e all’esame professionale superiore quale esperto in installazioni e sicurezza elettriche.

4 L’Ispettorato decide circa l’equivalenza delle qualifiche professionali estere e riguardo alle professioni affini a quelle di installatore elettricista AFC, applicando per analogia le disposizioni dell’ordinanza del 19 novembre 20032 sulla formazione professionale.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 RS 412.101

Art. 91Autorizzazione per le imprese

1 Le imprese ottengono l’autorizzazione generale d’installazione se:

a.
occupano una persona del mestiere, integrata nell’impresa in modo da poter esercitare con efficacia la sorveglianza tecnica sui lavori d’installazione (responsabile tecnico);
b.
il livello di formazione della persona del mestiere e delle persone menzionate nell’autorizzazione di installazione corrisponde allo stato della tecnica più recente e la loro formazione continua è assicurata;
c.
offrono la garanzia di rispettare le prescrizioni della presente ordinanza.

2 Le succursali delle imprese di cui al capoverso 1 non necessitano di una propria autorizzazione generale d’installazione. Come l’impresa stessa, devono tuttavia soddisfare i requisiti di cui al capoverso 1.

3 Se un’impresa occupa il responsabile tecnico a tempo parziale, l’autorizzazione generale d’installazione è accordata solo se:

a.
il suo tasso di occupazione è di almeno il 40 per cento;
b.
l’onere di lavoro corrisponde al tasso di occupazione; e
c.
il responsabile in questione non si occupa complessivamente di più di due imprese.

1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 101Organizzazione dell’impresa

1 Le imprese devono occupare almeno un responsabile tecnico a tempo pieno ogni 20 persone occupate nell’installazione.

2 Nelle imprese che occupano più di 20 persone nell’installazione, ad ogni responsabile tecnico occupato a tempo pieno possono essere sottoposte al massimo tre persone autorizzate a eseguire il controllo secondo l’articolo 27 capoverso 1, ciascuna delle quali a sua volta può sorvegliare al massimo altre 10 persone.

3 Le succursali devono soddisfare i requisiti di cui al capoverso 1 come l’impresa stessa. Possono organizzarsi conformemente al capoverso 2.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 10a1Esecuzione di lavori d’installazione da parte di personale dell’impresa stessa

1 Le imprese possono affidare l’esecuzione di lavori d’installazione solamente a dipendenti che:

a.
sono titolari di un attestato federale di capacità quale installatore elettricista AFC o di un diploma equivalente; o
b.
sono titolari di un attestato federale di capacità quale elettricista di montaggio AFC o di un diploma equivalente.

2 Le persone del mestiere e le persone secondo il capoverso 1 lettera a possono effettuare la prima messa in servizio di impianti elettrici.

3 Le persone secondo il capoverso 1 lettera b possono effettuare la prima messa in servizio solamente degli impianti elettrici che rientrano nella loro formazione. Possono effettuare la prima messa in servizio di altri impianti elettrici solamente sotto la sorveglianza di una persona del mestiere o di una persona secondo il capoverso 1 lettera a.

4 Gli apprendisti e gli ausiliari possono eseguire lavori d’installazione solo sotto la direzione e la sorveglianza di persone del mestiere o di persone secondo il capoverso 1.

5 Le persone del mestiere e le persone secondo il capoverso 1 possono sorvegliare al massimo cinque apprendisti o ausiliari.

6 Le persone del mestiere e le persone autorizzate a eseguire il controllo secondo l’articolo 10 capoverso 2 vigilano affinché i lavori d’installazione siano controllati conformemente all’articolo 24.

7 L’Ispettorato decide circa l’equivalenza dei diplomi.


1 Introdotto dal n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 10b1Affidamento dei lavori ad altre imprese e a persone singole

1 Le imprese titolari di un’autorizzazione d’installazione secondo l’articolo 9 possono affidare l’esecuzione di lavori d’installazione:

a.
ad altre imprese che soddisfano i criteri di cui all’articolo 9;
b.
a persone singole, se per l’esecuzione dei lavori di installazione sono integrate nell’impresa come persone dell’impresa stessa secondo le prescrizioni degli articoli 10 e 10a.

2 L’impresa che ha affidato i lavori resta in ogni caso responsabile dei lavori d’installazione eseguiti da imprese o persone secondo il capoverso 1 e dell’esecuzione del controllo finale secondo l’articolo 24 capoverso 2.

3 Le persone del mestiere e le persone autorizzate a eseguire il controllo secondo l’articolo 10 capoverso 2 dell’impresa che ha affidato i lavori fanno in modo che i lavori di installazione eseguiti da imprese o persone di cui al capoverso 1 siano controllati regolarmente.


1 Introdotto dal n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 11 Autorizzazione sostitutiva

1 Se un’impresa non occupa temporaneamente una persona del mestiere, l’Ispettorato può rilasciarle un’autorizzazione sostitutiva se l’impresa occupa almeno una persona autorizzata al controllo o una persona che soddisfa le condizioni per il rilascio di un’autorizzazione per lavori a impianti propri all’impresa (art. 13). Tale persona deve essere menzionata nell’autorizzazione sostitutiva.1

2 L’autorizzazione sostitutiva è valida sei mesi; essa può essere prorogata al massimo di sei mesi.

3 Per tutto il tempo in cui l’impresa dispone di un’autorizzazione sostitutiva, l’Ispettorato controlla particolarmente i suoi lavori d’installazione. Le spese sono a carico del titolare dell’autorizzazione sostitutiva.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).


  Sezione 3:3  Autorizzazione d’installazione limitata

Art. 12 Tipi

1 L’Ispettorato può rilasciare autorizzazioni d’installazione limitate:

a.
per lavori a impianti propri all’impresa (art. 13);
b.
per i lavori d’installazione su impianti speciali (art. 14);
c.
per il raccordo di materiali elettrici (art. 15).

2 Un’impresa può essere contemporaneamente titolare di diverse autorizzazioni limitate secondo il capoverso 1 lettere b e c, se le persone menzionate in tali autorizzazioni non sono le stesse.

Art. 13 Autorizzazione per lavori a impianti propri all’impresa

1 L’autorizzazione per lavori a impianti propri all’impresa è rilasciata a un’impresa che impiega, per l’esecuzione di tali lavori, propri dipendenti (elettricisti di fabbrica) i quali:

a.
sono titolari di un attestato federale di capacità quali installatore elettricista AFC e possono inoltre dimostrare di aver svolto un’attività pratica nel settore dell’installazione elettrica per un periodo di almeno tre anni sotto la sorveglianza di una persona del mestiere;
b.
sono titolari di un attestato federale di capacità in una professione affine a quella di installatore elettricista AFC o di un diploma equivalente e possono inoltre dimostrare di aver svolto un’attività pratica nel settore dell’installazione elettrica per un periodo di almeno cinque anni sotto la sorveglianza di una persona del mestiere; o
c.
hanno superato un esame organizzato dall’Ispettorato.

2 L’Ispettorato decide in merito alle professioni affini a quella di installatore elettricista AFC e all’equivalenza del diploma secondo il capoverso 1 lettera b.

3 L’autorizzazione conferisce il diritto di eseguire i seguenti lavori a impianti propri all’impresa:

a.
lavori di manutenzione ed eliminazione delle perturbazioni;
b.
modifica dell’impianto a valle del ruttore di sovraintensità di un’utenza o del ruttore differenziale di protezione per circuiti terminali;
c.
lavori d’installazione a valle del punto di separazione dalla rete nel caso di impianti temporanei come quelli di cantieri, mercati, circhi e aziende di spettacolo.

4 Il titolare dell’autorizzazione provvede affinché:

a.
la formazione dei dipendenti dell’impresa menzionati nell’autorizzazione corrisponda allo stato della tecnica più recente;
b.
le persone di cui alla lettera a portino a termine la necessaria formazione continua; e
c.
sia garantita senza interruzioni l’assistenza tecnica professionale delle persone di cui alla lettera a da parte di un servizio d’ispezione accreditato.
Art. 14 Autorizzazione per lavori d’installazione su impianti speciali

1 Un’autorizzazione per lavori d’installazione su impianti la cui esecuzione richiede conoscenze specifiche, in particolare su impianti di allarme, montacarichi, nastri trasportatori, insegne luminose, impianti fotovoltaici, impianti di batterie fissi, gruppi statici di continuità e battelli, è concessa a un’impresa che affida l’esecuzione di tali lavori a propri dipendenti, i quali:

a.
soddisfano le condizioni per il rilascio di un’autorizzazione per lavori su impianti propri all’impresa (art. 13 cpv. 1) e dimostrano di aver svolto, sotto la sorveglianza di una persona del mestiere o di una persona che ha superato il relativo esame dell’Ispettorato, tre anni di attività pratica su tali impianti; o
b.
hanno superato un esame organizzato dall’Ispettorato e dimostrano di aver svolto, sotto la sorveglianza di una persona del mestiere o di una persona che ha superato anch’essa il relativo esame dell’Ispettorato, tre anni di attività pratica su tali impianti.

2 L’autorizzazione concede il diritto di eseguire i lavori d’installazione in essa menzionati.

3 L’articolo 13 capoverso 4 lettere a e b si applica per analogia.

4 I dipendenti dell’impresa non menzionati nell’autorizzazione possono eseguire lavori di manutenzione e riparazione ad impianti di allarme, montacarichi, nastri trasportatori e battelli se hanno seguito un corso riconosciuto dall’Ispettorato per simili lavori su relativi impianti, comprendente almeno 40 lezioni di sicurezza elettrica, nell’impresa o presso un centro di formazione riconosciuto. I lavori devono concludersi con un controllo dei lavori eseguiti. Il risultato di questo controllo deve essere documentato.1


1 Correzione del 31 ott. 2017 (RU 2017 5761).

Art. 15 Autorizzazione di raccordo

1 L’autorizzazione di raccordo è concessa a un’impresa che affida l’esecuzione dei lavori a propri dipendenti, i quali:

a.
soddisfano le condizioni per il rilascio di un’autorizzazione per lavori su impianti propri all’impresa (art. 13 cpv. 1); o
b.
hanno superato un esame organizzato dall’Ispettorato.

2 Tale autorizzazione concede il diritto di raccordare e sostituire i materiali elettrici allacciati stabilmente o da allacciare stabilmente in essa menzionati.

3 L’articolo 13 capoverso 4 lettere a e b si applica per analogia.

4 I dipendenti dell’impresa non menzionati nell’autorizzazione possono eseguire lavori di manutenzione e riparazione a componenti rilevanti per il funzionamento e collegati direttamente a una centralina di comando a valle di un interruttore generale, di impianti sanitari, di riscaldamento, di refrigerazione, di ventilazione e di climatizzazione, se hanno seguito, all’interno dell’impresa o presso un centro di formazione riconosciuto, un corso riconosciuto dall’Ispettorato per lavori di questo tipo sugli impianti in questione, comprendente almeno 40 lezioni sulla sicurezza elettrica. I lavori devono concludersi con un controllo dei lavori eseguiti. Il risultato di questo controllo deve essere documentato.1


1 La correzione del 28 dic. 2017 concerne soltanto il testo francese (RU 2017 7785).


  Sezione 4: Lavori d’installazione senza autorizzazione

Art. 16

1 Non necessitano di un’autorizzazione d’installazione le persone del mestiere secondo l’articolo 8, le persone autorizzate a eseguire il controllo secondo l’articolo 27 e gli installatori elettricisti AFC che eseguono lavori d’installazione nei locali da loro abitati o di loro proprietà e nei locali a questi annessi.1

2 Non necessitano inoltre di un’autorizzazione d’installazione le persone che:

a.
installano singole prese di corrente e singoli interruttori in impianti esistenti situati in locali da loro abitati e nei locali annessi, in circuiti terminali monofase a valle di ruttori di sovraintensità e protetti da ruttore differenziale con un’intensità nominale di funzionamento non superiore a 30 mA;
b.
montano e smontano fonti luminose, con i relativi interruttori, in locali da loro abitati e nei locali annessi.2

3 Gli impianti elettrici di cui ai capoversi 1 e 2 lettera a devono essere controllati dal titolare di un’autorizzazione di controllo. La persona che esegue il controllo deve consegnare un rapporto di sicurezza al proprietario dell’impianto.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).


  Sezione 5: Disposizioni comuni

Art. 17 Contenuto dell’autorizzazione d’installazione

1 L’autorizzazione generale d’installazione per le imprese indica:

a.
il titolare dell’autorizzazione;
b.1
il responsabile tecnico e il suo tasso di occupazione nonché le persone autorizzate a eseguire il controllo secondo l’articolo 10 capoverso 2; e
c.
le altre persone del mestiere che hanno il diritto di firma nei confronti dei gestori di rete.

2 Le autorizzazioni d’installazione limitate indicano:

a.
il titolare dell’autorizzazione;
b.
la persona che possiede le conoscenze professionali richieste per il rilascio dell’autorizzazione; e
c.
il tipo e l’estensione dei lavori d’installazione autorizzati ed eventualmente i materiali e gli impianti per i quali l’autorizzazione è valida.2

3 Le autorizzazioni per i lavori d’installazione interni all’impresa indicano inoltre il titolare dell’autorizzazione di controllo che garantisce l’assistenza tecnica conformemente all’articolo 13 capoverso 4.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 18 Validità dell’autorizzazione d’installazione

1 L’autorizzazione d’installazione è illimitata e non è trasferibile. Vale per tutta la Svizzera.

2 Se il responsabile tecnico o, in caso di autorizzazione d’installazione limitata, la persona che possiede le conoscenze professionali per il rilascio dell’autorizzazione lascia l’impresa, l’autorizzazione d’installazione non è più valida per questa impresa.

Art. 19 Modifica e revoca dell’autorizzazione d’installazione

1 Il titolare dell’autorizzazione è tenuto a notificare all’Ispettorato, entro due settimane, ogni fattispecie che richiede una modifica dell’autorizzazione d’installazione.

2 L’autorizzazione d’installazione è revocata se:

a.
le condizioni per il rilascio non sono più soddisfatte;
b.
nonostante diffida, il titolare dell’autorizzazione o il suo personale infrangono gravemente la presente ordinanza.

3 L’Ispettorato rende pubblica la revoca di un’autorizzazione d’installazione.1


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 20 Registro delle autorizzazioni d’installazione

1 L’Ispettorato tiene un registro delle autorizzazioni d’installazione; questo registro è pubblico.

2 Le autorizzazioni d’installazione revocate devono essere cancellate senza indugio dal registro.

Art. 21 Esami

1 L’Ispettorato organizza gli esami necessari per ottenere le autorizzazioni limitate d’installazione (art. 13 cpv. 1 lett. c, 14 cpv. 1 lett. b e 15 cpv. 3).

Il DATEC disciplina le condizioni d’esame in collaborazione con le organizzazioni del mondo del lavoro.1


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).


  Capitolo 3: Esecuzione dei lavori d’installazione

Art. 22 Sicurezza sul lavoro

1 I lavori agli impianti elettrici devono di regola essere effettuati solo se non sono sotto tensione. Prima dell’inizio dei lavori, la parte di impianto interessata deve essere:

a.
disinserita;
b.
assicurata contro il reinserimento;
c.
controllata quanto all’assenza di tensione;
d.
messa a terra e cortocircuitata quando esiste il pericolo di tensioni indotte o di ritorno di tensione;
e.
schermata dalle parti vicine rimaste sotto tensione.

2 Possono lavorare agli impianti elettrici sotto tensione solo gli installatori elettricisti AFC o persone con formazione equivalente. Devono essere specialmente istruiti ed equipaggiati per tali lavori secondo le più recenti conoscenze in materia.1

3 Per i lavori agli impianti elettrici sotto tensione, devono sempre essere impiegate due persone. Una di esse è designata quale responsabile.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 231Obbligo di notifica in caso di autorizzazione generale d’installazione

1 I titolari di un’autorizzazione generale d’installazione o di un’autorizzazione sostitutiva devono notificare al gestore della rete a bassa tensione che alimenta l’impianto elettrico tutti i lavori effettuati sull’impianto, prima della loro esecuzione.

2 La notifica non è necessaria se:

a.
i lavori d’installazione durano meno di quattro ore (piccole installazioni); e
b.
i lavori comportano una variazione della potenza complessivamente inferiore a 3,6 kVA.

1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 241Prima verifica durante la realizzazione e controllo finale interno all’impresa

1 Prima della messa in servizio di un impianto elettrico o di sue parti deve essere effettuata una prima verifica durante la realizzazione. Questa prima verifica deve essere messa a verbale.

2 Prima della consegna di un impianto elettrico al proprietario deve essere effettuato un controllo finale. Questo controllo finale è effettuato:

a.
da una persona del mestiere secondo l’articolo 8 o da una persona autorizzata al controllo secondo l’articolo 27 capoverso 1; oppure
b.
nel caso di un impianto elettrico alla cui realizzazione hanno collaborato diverse imprese, ognuna con un responsabile tecnico: dalla persona designata come responsabile di tutto l’impianto dal proprietario dello stesso.

3 Per consegna si intende il momento a partire dal quale l’impianto o sue parti sono utilizzati in maniera conforme alla destinazione.

4 Le persone che effettuano il controllo finale devono indicare i risultati di questo controllo in un rapporto di sicurezza (art. 37).

5 Il rapporto di sicurezza deve essere consegnato al proprietario dell’impianto dal titolare dell’autorizzazione generale d’installazione o dell’autorizzazione sostitutiva. Per i lavori secondo l’articolo 23 capoverso 2 lettera a è sufficiente il verbale della prima verifica.

6 Dopo il controllo finale, il proprietario notifica al gestore della rete la conclusione dei lavori d’installazione e gli consegna il rapporto di sicurezza.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 251Obbligo di notifica in caso di autorizzazioni d’installazione limitate

1 I lavori d’installazione eseguiti nell’ambito di un’autorizzazione d’installazione limitata devono essere notificati, prima di essere intrapresi, al gestore della rete di distribuzione a bassa tensione che alimenta l’impianto elettrico.

2 Le persone menzionate nell’autorizzazione limitata effettuano una prima verifica o un controllo dei lavori eseguiti e redigono un verbale in merito. Lo firmano e lo conservano per gli organi di controllo.

3 Redigono un elenco dei lavori eseguiti.

4 Il titolare di un’autorizzazione d’installazione limitata consegna al proprietario dell’impianto, per i lavori secondo il capoverso 1, il verbale della prima verifica o il verbale del controllo dei lavori eseguiti.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).


  Capitolo 4: Controllo degli impianti

  Sezione 1: Obbligo di autorizzazione

Art. 26 Organi di controllo

Gli organi di controllo sono:

a.
gli organi di controllo indipendenti;
b.
i servizi d’ispezione accreditati;
c.
i gestori di rete;
d.
l’Ispettorato.

2 Gli organi di controllo indipendenti e i servizi d’ispezione accreditati necessitano di un’autorizzazione dell’Ispettorato per effettuare il controllo.

3 I gestori di rete possono assumere i compiti di un organo di controllo indipendente o di un servizio d’ispezione accreditato solo se:

a.
costituiscono un’unità organizzativa indipendente sul piano giuridico e finanziario; o
b.
effettuano controlli tecnici come organo di controllo indipendente o servizio d’ispezione accreditato solo per impianti che non sono alimentati dalle loro reti di distribuzione a bassa tensione. In questo caso per i controlli tecnici devono tenere una contabilità separata.

4 L’accreditamento dei servizi d’ispezione è retto dall’ordinanza del 17 giugno 19961 sull’accreditamento e sulla designazione. Il DATEC può stabilire i requisiti tecnici dell’accreditamento; a tale scopo sente l’Ispettorato e le organizzazioni professionali.


Art. 271Autorizzazione di controllo

1 L’autorizzazione di controllo è accordata a una persona che effettua sotto la propria responsabilità controlli di impianti se:

a.
è del mestiere (art. 8) o ha superato l’esame professionale quale elettricista capo progetto in installazione e sicurezza;
b.
il suo livello di formazione corrisponde allo stato della tecnica più recente ed è assicurata la sua formazione continua;
c.
le direttive di lavoro interne relative alle attività di controllo sono aggiornate;
d.
dispone di apparecchi di misurazione e di controllo adeguati e calibrati.

2 L’autorizzazione di controllo è accordata a un’impresa se:

a.
per i controlli impiega una persona che dispone di una formazione secondo il capoverso 1 (persona autorizzata ad eseguire il controllo);
b.
il livello di formazione della persona autorizzata ad eseguire il controllo corrisponde allo stato della tecnica più recente ed è assicurata la sua formazione continua;
c.
le direttive di lavoro interne relative alle attività di controllo sono aggiornate e accessibili alle persone autorizzate ad eseguire il controllo;
d.
sono a disposizione gli apparecchi di misurazione e di controllo adeguati e calibrati.

3 L’autorizzazione è illimitata e non è trasferibile. È valida in tutta la Svizzera.

4 Nell’autorizzazione sono menzionate le persone autorizzate a eseguire il controllo degli impianti.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 28 Modifica, revoca ed estinzione dell’autorizzazione di controllo

1 Il titolare dell’autorizzazione è tenuto a notificare all’Ispettorato, entro due settimane, ogni fattispecie che richiede una modifica dell’autorizzazione di controllo.

2 L’autorizzazione di controllo è revocata se:

a.
le condizioni per il rilascio non sono più soddisfatte;
b.
nonostante diffida, il titolare dell’autorizzazione o il suo personale infrangono gravemente la presente ordinanza.

3 L’autorizzazione di controllo accordata a un’impresa si estingue quando quest’ultima non impiega più personale che dispone delle conoscenze tecniche richieste.1

4 L’Ispettorato rende pubblica la revoca di un’autorizzazione di controllo.2


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 29 Registro delle autorizzazioni di controllo

1 L’Ispettorato tiene un registro delle autorizzazioni di controllo; questo registro è pubblico.

2 Le autorizzazioni di controllo revocate devono essere cancellate senza indugio dal registro.

Art. 30 Requisiti dei gestori di rete e dell’Ispettorato

I requisiti dell’articolo 27 capoverso 2 sono applicabili per analogia al personale di controllo e all’equipaggiamento dei gestori di rete e dell’Ispettorato.

Art. 31 Indipendenza dei controlli

Chi ha partecipato alla concezione, all’esecuzione, alla modifica o alla riparazione di un impianto non può effettuare né il controllo di collaudo previsto dall’articolo 35 capoverso 3 né il controllo periodico né i controlli saltuari.


  Sezione 2: Competenze e compiti degli organi di controllo

Art. 321Controlli tecnici

1 Gli organi di controllo indipendenti e i servizi d’ispezione accreditati effettuano controlli tecnici di impianti elettrici su mandato dei proprietari e redigono i relativi rapporti di sicurezza.

2 Le attività secondo il capoverso 1 devono essere effettuate solo da servizi d’ispezione accreditati per:

a.
gli impianti elettrici che presentano un rischio potenziale particolare (impianti speciali, n. 1 dell’allegato);
b.
impianti elettrici i cui proprietari sono titolari di un’autorizzazione limitata (art. 12 cpv. 1).

3 I proprietari di impianti secondo il capoverso 2 notificano all’Ispettorato i mandati che hanno conferito.

4 Le competenze di controllo degli impianti elettrici e i periodi di controllo sono stabiliti nell’allegato.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 331Compiti dei gestori di rete

1 I gestori di rete si assicurano che siano depositati i rapporti di sicurezza relativi agli impianti elettrici alimentati dalle loro reti di distribuzione a bassa tensione, nella misura in cui questo compito non spetti all’Ispettorato conformemente all’articolo 34 capoverso 3.

2 Verificano con controlli a campione la correttezza dei rapporti di sicurezza e, se del caso, ordinano le misure necessarie per eliminare le lacune.

3 Conservano i rapporti di sicurezza fino al termine del controllo periodico seguente.

4 Tengono un registro degli impianti elettrici che alimentano; questo registro indica:

a.
il luogo e il proprietario dell’impianto;
b.
la periodicità dei controlli;
c.
ogni controllo effettuato (tipo, data, personale incaricato e risultato);
d.
le eventuali prescrizioni secondo l’articolo 38;
e.
il nome dell’installatore;
f.
eventuali prescrizioni concernenti l’eliminazione delle lacune.

5 Informano l’Ispettorato se constatano che i titolari di autorizzazioni d’installazione o di autorizzazioni di controllo contravvengono gravemente ai loro obblighi oppure se sono effettuati senza autorizzazione lavori d’installazione o controlli di impianti.


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Art. 34 Compiti dell’Ispettorato

1 L’Ispettorato vigila sugli altri organi di controllo e sui titolari di un’autorizzazione generale d’installazione nonché di un’autorizzazione sostitutiva. Assiste gli altri organi di controllo nell’esecuzione della sorveglianza sul controllo degli impianti e può ordinare i provvedimenti necessari al riguardo.1

2 Controlla gli impianti elettrici che non sono controllati né da un organo di controllo indipendente né da un servizio d’ispezione accreditato.2

3 Se i controlli tecnici degli impianti elettrici ai sensi dell’articolo 32 capoverso 2 sono stati affidati a servizi d’ispezione accreditati, l’Ispettorato si procura i rapporti di sicurezza e ne esamina saltuariamente la correttezza. L’articolo 33 capoversi 3 e 4 si applica per analogia.

3bis Può attribuire al proprietario di un impianto, dietro sua richiesta, l’incarico di tenere e sorvegliare un elenco dei rapporti di sicurezza depositati.3

4 Nei casi controversi, l’Ispettorato decide se un impianto soddisfa le prescrizioni della presente ordinanza.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
3 Introdotto dal n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).


  Sezione 3: Rapporto di sicurezza

Art. 35 Rapporto di ripresa dell’impianto

1 Il proprietario che riprende dal realizzatore un impianto elettrico con un periodo di controllo di 20 anni conformemente all’allegato deve presentare al gestore della rete che alimenta l’impianto un rapporto di sicurezza secondo l’articolo 37 che dimostri che l’impianto:

a.
è conforme alle prescrizioni della presente ordinanza e alle regole della tecnica;
b.
è stato controllato secondo l’articolo 24.1

2 Se si tratta di un impianto di produzione di energia ai sensi dell’articolo 2 capoverso 1 lettera c non collegato a una rete di distribuzione a bassa tensione per l’alimentazione di un impianto fisso, il proprietario consegna il rapporto di sicurezza all’Ispettorato al momento della messa in servizio.

3 Il proprietario che riprende dal realizzatore un impianto di produzione di energia secondo l’articolo 2 capoverso 1 lettera c collegato a una rete di distribuzione a bassa tensione o un impianto con un periodo di controllo inferiore a 20 anni conformemente all’allegato fa eseguire un collaudo entro sei mesi da parte di un organo di controllo indipendente o di un servizio d’ispezione accreditato. Entro questo termine consegna il rapporto di sicurezza al gestore della rete o, per gli impianti di cui all’articolo 32 capoverso 2, all’Ispettorato.2


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 36 Rapporti periodici

1 I gestori di rete invitano per scritto, almeno sei mesi prima della scadenza di un periodo di controllo, i proprietari degli impianti alimentati dalle loro reti a presentare un rapporto di sicurezza conformemente all’articolo 37 prima della fine del periodo di controllo.

2 L’Ispettorato invita per scritto, almeno sei mesi prima della scadenza del periodo di controllo, i proprietari di impianti speciali secondo il numero 1 dell’allegato e i proprietari di impianti di produzione di energia secondo l’articolo 35 capoverso 2 a presentare il rapporto di sicurezza.1

3 Questo termine può essere prorogato di un anno al massimo dopo la scadenza del periodo di controllo stabilito. Se, dopo due diffide, il rapporto di sicurezza non è stato presentato entro il termine stabilito, il gestore della rete affida all’Ispettorato l’esecuzione dei controlli periodici.

3bis L’Ispettorato invita per scritto i titolari di un’autorizzazione per lavori a impianti propri all’impresa secondo l’articolo 13 a fornire l’attestazione del servizio di ispezione accreditato al quale si sono rivolti almeno sei mesi prima della scadenza di ogni terzo periodo di controllo; i titolari di un’autorizzazione limitata secondo gli articoli 14 e 15 sono invitati a fornire questa attestazione prima della scadenza di ogni periodo di controllo.2

4 La periodicità dei controlli per i diversi impianti è stabilita nell’allegato. In casi eccezionali, l’Ispettorato può autorizzare deroghe a questi controlli periodici.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 Introdotto dal n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 37 Requisiti del rapporto di sicurezza

1 Il rapporto di sicurezza deve contenere almeno le indicazioni seguenti:

a.
indirizzo dell’impianto e del proprietario;
b.1
descrizione dell’impianto incluse le norme applicate e le sue eventuali particolarità;
c.
periodicità del controllo;
d.
nome e indirizzo dell’installatore;
e.
risultati del controllo finale interno all’impresa conformemente all’articolo 24;
f.
nome e indirizzo del titolare dell’autorizzazione di controllo e risultato del controllo dopo il collaudo ai sensi dell’articolo 35 capoverso 3 e dopo un controllo periodico ai sensi dell’articolo 36.

2 Il rapporto di sicurezza deve essere è firmato:

a.
dalle persone che hanno eseguito il controllo; e
b.
da una delle persone autorizzate ad eseguire il controllo menzionate nell’autorizzazione d’installazione.2

3 Il DATEC stabilisce il contenuto tecnico del rapporto di sicurezza. Sente al riguardo l’Ispettorato e le organizzazioni professionali.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 38 Rapporti di sicurezza insufficienti

1 I gestori di rete respingono i rapporti di sicurezza incompleti o manifestamente inesatti e ordinano i provvedimenti necessari.

2 Possono chiedere indicazioni supplementari e la presentazione della documentazione tecnica dell’impianto.


  Sezione 4: Controlli saltuari ed eliminazione dei difetti

Art. 39 Controlli saltuari

1 L’Ispettorato e i gestori di rete controllano saltuariamente gli impianti elettrici o se vi sono motivi per supporre che l’impianto non sia conforme alla presente ordinanza. Possono rivolgersi ad altri organi di controllo.

2 Se vengono accertati difetti, i costi dei controlli saltuari sono a carico del proprietario dell’impianto. Se l’impianto è conforme, i costi sono a carico dell’organo che ha ordinato il controllo.

Art. 40 Eliminazione dei difetti

1 I difetti che possono costituire pericolo per le persone o le cose devono essere eliminati immediatamente. In caso di pericolo imminente e grave, l’organo di controllo ordina l’interruzione immediata dell’alimentazione delle parti dell’impianto pericolose per persone o cose.

2 I gestori di rete o l’Ispettorato fissano un termine adeguato per l’eliminazione dei difetti accertati nell’ambito della verifica del rapporto di sicurezza o in occasione di controlli saltuari.

3 Se i difetti non sono eliminati o i provvedimenti ordinati non sono eseguiti entro il termine fissato, il gestore della rete ne affida l’esecuzione all’Ispettorato.

3bis L’Ispettorato fissa un ulteriore termine per l’eliminazione dei difetti. Se tale termine trascorre senza che i difetti siano stati eliminati, l’Ispettorato può ordinare a terzi di eliminare i difetti a spese del proprietario dell’impianto o interrompere o far interrompere l’alimentazione della parte dell’impianto interessato, nella misura in cui essa non serva a garantire il fabbisogno immediato d’emergenza.1

4 Può informare altri organi interessati, in particolare le autorità cantonali competenti in materia di protezione contro gli incendi o la competente assicurazione immobiliare, sui difetti degli impianti elettrici e sul rifiuto del proprietario dell’impianto di eliminarli.2


1 Introdotto dal n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).


  Capitolo 5: Tasse, disposizioni penali4 

Art. 41 Tasse

Per l’attività di controllo e per le decisioni secondo la presente ordinanza, l’Ispettorato preleva tasse conformemente agli articoli 9 e 10 dell’ordinanza del 7 dicembre 19921 sull’Ispettorato federale degli impianti a corrente forte.


Art. 421Disposizioni penali

È punito secondo l’articolo 55 capoverso 3 LIE chiunque:

a.
esegue lavori d’installazione senza la necessaria autorizzazione (art. 6);
b.
esegue controlli senza la necessaria autorizzazione (art. 26 cpv. 2);
c.
contravviene agli obblighi connessi con l’autorizzazione, in particolare:
1.
contravviene alle disposizioni concernenti l’organizzazione dell’impresa (art. 10 e 10a),
2.
non rispetta le disposizioni concernenti l’affidamento dei lavori ad altre imprese e a persone singole (art. 10b),
3.
notifica o conclude con un rapporto di sicurezza il lavoro eseguito da persone che non sono state integrate nell’impresa conformemente agli articoli 10 e 10a o da persone di altre imprese,
4.
non redige o non redige entro il termine previsto il rapporto di sicurezza o non lo consegna entro il termine previsto al proprietario dell’impianto (art. 24),
5.
non esegue o esegue in modo gravemente scorretto i controlli (art. 24 e 25),
6.
viola il principio dell’indipendenza dei controlli (art. 31), o
7.
consegna al proprietario impianti elettrici con difetti pericolosi (art. 3).

1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).


  Capitolo 6: Disposizioni finali

Art. 43 Diritto previgente: abrogazione

L’ordinanza del 6 settembre 19891 concernente gli impianti elettrici a bassa tensione è abrogata.


1 [RU 1989 1834, 1990 924, 1992 2499 art. 15 n. 1, 1997 1008 all. n. 3, 1998 54 all. n. 4, 1999 704 n. II 20, 2000 762 n. I 4]

Art. 44 Disposizioni transitorie

1 e 2 …1

3 Gli attestati di competenza rilasciati secondo il diritto anteriore rimangono validi.

4 Il titolare, secondo il diritto anteriore, di un’autorizzazione per eseguire controlli di impianti può effettuarli fino al rilascio dell’autorizzazione di controllo, al più tardi però sino a due anni dopo l’entrata in vigore della presente ordinanza.

5 L’Ispettorato allestisce i registri dei titolari di autorizzazioni d’installazione e di controllo entro due anni dall’entrata in vigore della presente ordinanza.

6 I periodi di controllo fissati in base al diritto anteriore sono mantenuti. Se il controllo di un impianto richiesto dal diritto anteriore non ha ancora avuto luogo al momento dell’entrata in vigore della presente ordinanza, deve essere eseguito secondo le prescrizioni procedurali anteriori:

a.
per gli impianti con un periodo di controllo di 20 anni entro cinque anni;
b.
per gli impianti con un periodo di controllo di meno di 20 anni entro due anni.

7 L’Ispettorato fa eseguire a spese dei gestori di rete ritardatari i controlli di impianti secondo il capoverso 6 che non sono stati eseguiti entro i termini impartiti per il periodo transitorio.

8 I gestori di rete che non rispondono ai requisiti di cui all’articolo 26 capoverso 3 possono assumere i compiti di un organo di controllo indipendente o di un servizio d’ispezione accreditato per sei mesi al massimo dall’entrata in vigore della presente ordinanza.


1 Abrogati dal n. IV 24 dell’O del 22 ago. 2007 concernente l’aggiornamento formale del diritto federale, con effetto dal 1° gen. 2008 (RU 2007 4477).

Art. 44a1Disposizioni transitorie della modifica del 23 agosto 2017

1 I riconoscimenti della qualità di persona del mestiere o dell’autorizzazione di controllo rilasciati prima dell’entrata in vigore della modifica del 23 agosto 2017 o rilasciati in base ai regolamenti dell’Unione svizzera degli installatori elettricisti (USIE) sullo svolgimento degli esami professionali del 28 maggio 2003 o degli esami professionali superiori nella professione di installatore elettricista e telematica e del 14 dicembre 2009 rimangono validi.

2 Le imprese che hanno ricevuto un’autorizzazione d’installazione prima dell’entrata in vigore della modifica del 23 agosto 2017 devono adeguare l’organizzazione dell’impresa alle esigenze di cui all’articolo 9 entro tre anni dall’entrata in vigore di tale modifica.

3 Le persone titolari di un attestato federale di capacità quale elettricista di montaggio AFC o di un diploma equivalente, che hanno iniziato la loro formazione professionale di base prima del 2015, possono mettere in servizio impianti secondo l’articolo 10a capoverso 3 solamente se dimostrano di aver svolto un’attività pratica sotto la sorveglianza di una persona del mestiere per un periodo di un anno e di disporre di una formazione supplementare definita dall’USIE che li autorizza a eseguire la prima verifica.


1 Introdotto dal n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).

Art. 45 Entrata in vigore

La presente ordinanza entra in vigore il 1° gennaio 2002.


  Allegato1 

(art. 5 cpv. 2, 17 cpv. 2 lett. d, 32 cpv. 2 lett. a e 4, 35 cpv. 1 e 3, 36 cpv. 2 e 4)

  Controlli periodici

  1 Impianti elettrici che sottostanno al controllo da parte di un servizio d’ispezione accreditato (impianti speciali, art. 32 cpv. 2)

1.1
Sottostanno a un controllo annuale:
1.1.1
gli impianti elettrici degli impianti di trasporto in condotta sottoposti a vigilanza federale;
1.1.2
gli impianti elettrici dei depositi di munizioni e di carburanti sotterranei classificati come militari;
1.1.3
gli impianti elettrici nei locali utilizzati a scopo sanitario del gruppo 2;
1.1.4
gli impianti elettrici nei locali in cui vengono prodotti, lavorati o depositati esplosivi o materiale pirotecnico;
1.1.5
gli impianti elettrici nelle miniere;
1.1.6
gli impianti elettrici realizzati, modificati o riparati da titolari di un’autorizzazione per lavori a impianti propri all’impresa (art. 13).
1.2
Sottostanno al controllo ogni tre anni gli impianti elettrici situati nelle zone 0 e 20 nonché 1 e 21 di protezione contro le esplosioni, definite secondo i principi dell’Istituto nazionale svizzero di assicurazione contro gli infortuni (SUVA), esclusi gli impianti di rifornimento di carburante e le officine per la riparazione di veicoli.
1.3
Sottostanno al controllo ogni cinque anni:
1.3.1
gli impianti elettrici delle strade nazionali di 1a e 2a classe che risultano critici in relazione alla sicurezza della circolazione e dell’esercizio;
1.3.2
gli impianti elettrici delle installazioni e delle costruzioni militari classificate che non sottostanno al controllo secondo il numero 1.1;
1.3.3
gli impianti elettrici situati nelle zone 2 e 22 di protezione contro le esplosioni dei depositi di carburante, definite secondo i principi della SUVA;
1.3.4
gli impianti elettrici delle ferrovie e delle altre imprese di trasporto a concessione non specifici della ferrovia ma necessari per l’esercizio, che sono collegati al sistema di linee di ritorno delle ferrovie o delle imprese di trasporto, anche se non sono alimentati dalle ferrovie o delle imprese di trasporto stesse, in particolare impianti di gallerie, officine e impianti di lavaggio;
1.3.5
gli impianti elettrici realizzati, modificati o riparati dal titolare di un’autorizzazione limitata secondo gli articoli 14 e 15;
1.3.6
gli impianti elettrici nei locali utilizzati a scopo sanitario del gruppo 1, fatta eccezione per i locali per massaggi, visite, trattamento, fisioterapia o gli studi dentistici situati al di fuori di cliniche;
1.3.7
gli impianti elettrici di impianti per la telefonia mobile situati su tralicci dell’alta tensione, inclusi i dispositivi di messa a terra, alimentati dalla rete di approvvigionamento elettrico generale.
1.4
Sottostanno al controllo ogni dieci anni:
1.4.1
gli impianti elettrici nelle costruzioni della protezione civile che sono dotati di impianti di produzione di energia o che sono protetti contro le influenze del NEMP (Nuclear Electromagnetical Pulse);
1.4.2
gli impianti elettrici dei battelli adibiti al trasporto commerciale di persone o merci;
1.4.3
gli impianti ad alta tensione alimentati da impianti elettrici, come filtri, laboratori di prova e generatori di ozono, escluse le illuminazioni al neon e gli impianti ai raggi X non sanitari;
1.4.4
gli impianti elettrici delle ferrovie e delle altre imprese di trasporto a concessione non specifici della ferrovia ma necessari per l’esercizio, che sono collegati al sistema di linee di ritorno delle ferrovie o delle imprese di trasporto, anche se non sono alimentati dalle ferrovie o delle imprese di trasporto stesse e che non sono controllati secondo il numero 1.3.4.

  2 Impianti elettrici che sottostanno al controllo da parte di un organo di controllo indipendente dal realizzatore dell’impianto

2.1
Sottostanno a un controllo annuale gli impianti elettrici nei cantieri e nei mercati.
2.2
Sottostanno al controllo ogni tre anni gli impianti elettrici negli impianti di rifornimento di carburante e nelle officine per la riparazione di veicoli situati nelle zone 0 e 20 nonché 1 e 21 di protezione contro le esplosioni, definite secondo i principi della SUVA, nonché gli impianti elettrici situati nelle zone 2 e 22 di protezione contro le esplosioni.
2.3
Sottostanno al controllo ogni cinque anni:
2.3.1
gli impianti elettrici nei palchi dei teatri;
2.3.2
gli impianti elettrici nei locali in cui sono esposti all’azione di agenti corrosivi;
2.3.3
gli impianti elettrici delle stazioni di ricarica per la mobilità elettrica negli spazi pubblici;
2.3.4
gli impianti elettrici nei locali utilizzati a scopo sanitario dei gruppi 0 e 1, non controllati secondo il numero 1.3.6;
2.3.5
gli impianti elettrici nelle costruzioni sotterranee, quali gallerie e caverne;
2.3.6
gli impianti elettrici nei locali adibiti ad attività industriali o di artigianato industriale;
2.3.7
gli impianti elettrici nei laboratori e locali di prova di aziende industriali ed artigianali, scuole ecc.;
2.3.8
gli impianti elettrici negli edifici e locali destinati ad accogliere molte persone, quali grandi magazzini e negozi per il fai da te con una superficie di vendita superiore a 1200 m2, teatri, cinema, padiglioni espositivi, sale da ballo, alberghi e ostelli, pensioni, case vacanza, case per anziani e case di cura, istituti per bambini, ospedali, caserme, scuole, università e simili;
2.3.9
gli impianti elettrici in piccoli esercizi di ristorazione come osterie, bar, take-away e simili con una superficie di vendita inferiore a 1200 m2 per al massimo 300 persone;
2.3.10
gli impianti elettrici nelle aree di campeggio e nelle zone di attracco per imbarcazioni;
2.3.11
gli impianti elettrici o loro parti con messa al neutro secondo lo schema III, nella misura in cui non siano stati adeguati allo stato attuale della tecnica.
2.4
Sottostanno al controllo ogni dieci anni:
2.4.1
gli impianti elettrici nei locali umidi adibiti ad attività artigianali;
2.4.2
gli impianti elettrici nei locali con pericolo d’incendio, adibiti ad attività artigianali;
2.4.3
gli impianti elettrici nelle officine artigianali;
2.4.4
gli impianti elettrici nei locali adibiti alla vendita che non sottostanno ai controlli di cui al numero 2.3.8 né a quelli di cui al numero 2.3.9;
2.4.5
gli impianti elettrici negli edifici adibiti a uffici;
2.4.6
gli impianti elettrici nelle chiese;
2.4.7
gli impianti elettrici negli arsenali;
2.4.8
gli impianti elettrici nelle aziende agricole;
2.4.9
gli impianti elettrici nelle costruzioni della protezione civile che non sottostanno al controllo secondo il numero 1.4.1;
2.4.10
gli impianti elettrici sulle imbarcazioni da diporto;
2.4.11
gli impianti di produzione di energia secondo l’articolo 2 capoverso 1 lettera c, senza collegamento alla rete di distribuzione a bassa tensione;
2.4.12
gli impianti elettrici delle strade nazionali di 1a e 2a classe che non sono controllati secondo il numero 1.3.1;
2.4.13
gli impianti elettrici di impianti per la telefonia mobile situati su edifici, alimentati dalla rete di approvvigionamento elettrico generale.
2.5
Tutti gli altri impianti elettrici sottostanno al controllo ogni 20 anni.

  3 Impianti elettrici con un periodo di controllo di 10 o 20 anni

Gli impianti elettrici con un periodo di controllo di 10 o 20 anni devono essere inoltre controllati ad ogni trasferimento di proprietà dopo cinque anni dall’ultimo controllo.

  4 Impianti di produzione di energia secondo l’articolo 2

Gli impianti di produzione di energia con o senza un collegamento a una rete di distribuzione a bassa tensione sottostanno agli stessi controlli periodici delle installazioni degli impianti elettrici degli oggetti ai quali tali impianti sono collegati.

1 Nuovo testo giusta il n. II dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).


1 RS 734.02 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 3 apr. 2019, in vigore dal 1° giu. 2019 (RU 2019 1375).3 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).4 Nuovo testo giusta il n. I dell’O del 23 ago. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 4981).


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