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0.632.295.631

Briefwechsel vom 15. Dezember 1981 zwischen der Schweiz und Mexiko über Handelsbeziehungen

In Kraft getreten am 7. August 1982

Übersetzung1

Schweizerische Delegation

Genf, 15. Dezember 1981

Herrn Abel Garrido Ruiz Generaldirektor für internationale Handelsverhandlungen Handelssekretariat Mexiko

Genf

Herr Generaldirektor,

Ich beehre mich, den Empfang Ihres heutigen Schreibens, das wie folgt lautet, zu bestätigen:

«Bezugnehmend auf die Gespräche, die zwischen Mexiko und der Schweiz im Rahmen der Multilateralen Handelsverhandlungen (Tokio-Runde) und der Verhandlungen über den allfälligen Beitritt Mexikos zum Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen2 stattgefunden haben, beehre ich mich, Ihnen folgendes mitzuteilen:
Auf Begehren der Schweiz wird Mexiko ab 1. Januar 1982 ein globales Importkontingent von jährlich 100 Tonnen für die Käse Emmentaler, Greyerzer, Sbrinz, Appenzeller und Royalp eröffnen, deren Preise an der mexikanischen Grenze eine bestimmte Mindesthöhe erreichen. Die Einzelheiten über die Anwendung dieses Importkontingentes durch Mexiko (Höhe der Mindestpreise, mexikanische Zolltarifnummer sowie zutreffender Zollsatz) sind im Anhang einer Kopie des an den Generaldirektor für Aussenhandelskontrollen adressierten Briefes aufgeführt.
Mexiko wird auf Begehren der Schweiz Konsultationen über das Funktionieren des Käseimportkontingentes sowie die Höhe der Mindestpreise aufnehmen.
Bei einer allfälligen Änderung seines Käseimportregimes oder falls mit anderen Ländern eine Vereinbarung über Käse ausgehandelt wird, ist Mexiko bereit, mit der Schweiz Konsultationen aufzunehmen, um eine gegenseitig annehmbare Lösung zu finden.
Mexiko hat zur Kenntnis genommen, dass die Schweiz auf sein Begehren hin die folgenden Zollreduktionen ab 1. Januar 1980 in ihrem Präferenzenschema vorgenommen hat:
natürlicher Honig (0406.103 von 60.– auf 55.– Schweizerfranken/ 100 kg;
Spargeln, zubereitet oder in Konserven (2002.32) von 20.– auf 14.– Schweizerfranken/100 kg;
und dass die Schweiz sich bereit erklärt, im Falle einer Änderung der MFN- oder Präferenzzollansätze auf diesen beiden Produkten, Konsultationen aufzunehmen, um eine gegenseitig annehmbare Lösung zu finden.
Zudem hat Mexiko zur Kenntnis genommen, dass sich die Schweiz bereit erklärt, Konsultationen mit ihm aufzunehmen und ihm allfällige Kompensationen zu leisten, falls eine auf Begehren Mexikos in der Tokio-Runde gemachte MFN-Konzession auf folgenden Produkten geändert wird:
Bleioxyd und -dioxyd (2827.10); Zollansatz: Fr. 2.30/ 100 kg gemäss dem Zollreduktionsplan, der im Genfer Protokoll (1979)4 figuriert;
Andere Metallsalze der Kieselsäuren (2845.20), Zollansatz: Fr. 1.30/ 100 kg gemäss dem Zollreduktionsplan, der im Genfer Protokoll (1979) figuriert.
Die Bestimmungen, die Gegenstand dieses Briefes bilden, werden von Jahr zu Jahr stillschweigend erneuert, sofern sie nicht eine der beiden Parteien schriftlich, mit einer dreimonatigen Frist vor dem 31. Dezember jeden Jahres, gekündigt hat.
Sollte eine der beiden Parteien nicht in der Lage sein, ihre Konzessionen aufrechtzuerhalten, so ist die andere automatisch von der Verpflichtung befreit, die ihrigen anzuwenden. Vorausgehend werden jedoch Konsultationen aufgenommen.
Was Mexiko anbelangt, werden die Bestimmungen dieses Briefes am ihrer Publikation im Offiziellen Amtsblatt Mexikos folgenden Tag, der der Schweiz mitgeteilt wird, in Kraft treten. Vom gleichen Datum weg wird die Schweiz die besagten Bestimmungen provisorisch anwenden, bis sie Mexiko das Datum der definitiven Inkraftsetzung, nach Erfüllung der entsprechenden verfassungsrechtlichen Bedingungen, bekanntgegeben hat.
Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie mir den vorstehenden Text bestätigen würden. Das somit in Form eines Briefwechsels geschlossene Abkommen besitzt die gleiche Rechtskraft in spanischer und französischer Sprache.»

Ich bestätige Ihnen die Zustimmung meiner Regierung zum vorstehenden Text und versichere Sie, Herr Generaldirektor, meiner vorzüglichen Hochachtung.

Franz Blankart

Schweizerischer Botschafter


  Anhang

Handelssekretariat

15. Dezember 1981

Herrn Antonio Gazol Generaldirektor für Aussenhandelskontrollen Handelssekretariat

Genf

Ich beziehe mich auf das Interesse Mexikos und der Schweiz, die Konzessionen sicherzustellen, die sie sich im Rahmen der Multilateralen Handelsverhandlungen der Tokio-Runde gegenseitig gewährt haben.

Wie Sie wissen, hat Mexiko mit der Schweiz Konzessionen auf natürlichem Honig, zubereiteten Spargeln oder in Konserven, Bleioxyden und den andern Metallsalzen der Kieselsäuren ausgehandelt. Hervorzuheben ist, dass die Konzessionen zugunsten Mexikos seit 1. Januar 1980 in Kraft sind.

In Konsultationen mit dem Sekretariat für Landwirtschaft und Wasserressourcen wurde vereinbart, dass die Direktion für Aussenhandelskontrollen es zur Sicherstellung der Konzessionen zugunsten Mexikos übernimmt, im Rahmen der Unterposition 0404 A 99 «andere» (Käse und Quark) ein jährliches Kontingent von total 100 Tonnen für die nachstehend erwähnten Schweizer Käse, zu den folgenden Bedingungen zu eröffnen:

Emmentaler, Appenzeller, Royalp, deren Mindestpreis, CIF mexikanische Grenze, in mexikanischen Pesos, 3.30 Dollar pro Kilo, entspricht;
Greyerzer, dessen Mindestpreis, CIF mexikanische Grenze, in mexikanischen Pesos, 4.– Dollar pro Kilo entspricht und
Sbrinz, dessen Mindestpreis, CIF mexikanische Grenze, in mexikanischen Pesos, 5.30 Dollar pro Kilo entspricht.

Diese Produkte unterliegen einem Zollansatz von 30 Prozent ad valorem und das System der vorgängigen Importlizenzen bleibt aufrechterhalten.

Gestützt auf das Vorstehende bitte ich Sie, die notwendigen Anordnungen zu treffen, um das totale, jährliche Kontingent zu den oben genannten Bedingungen ab 1. Januar 1982 zu eröffnen. Gleichzeitig wollen Sie bitte diese Anordnungen im «Diario Oficial de México» publizieren.

Héctor Hernández C.

Unter-Sekretär

für den Aussenhandel


AS 1983 231


1 Der französische Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der französischen Ausgabe dieser Sammlung.2 SR 0.632.213 SR 632.10 Anhang4 SR 0.632.231


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0.632.295.631

Scambio di lettere del 15 dicembre 1981 tra la Svizzera e il Messico concernente le relazioni commerciali

Entrato in vigore il 7 agosto 1982

Traduzione1

Delegazione svizzera

Ginevra, 15 dicembre 1981

Signor Abel Garrido Ruiz

Direttore generale dei Negoziati

commerciali internazionali

Segretariato del Commercio del Messico

Ginevra

Signor Direttore generale,

mi pregio di dichiarare ricevuta la Sua lettera odierna del seguente tenore:

«Riferendomi ai colloqui svoltisi tra il Messico e la Svizzera nel quadro dei Negoziati commerciali multilaterali (Tokyo-Round) e dei negoziati concernenti l’eventuale adesione del Messico all’Accordo generale sulle tariffe doganali e il commercio2 , ho l’onore di comunicarle quanto segue:
Su domanda della Svizzera, il Messico, a partire dal 1° gennaio 1982, aprirà un contingente d’importazione globale annuo di 100 tonnellate per i formaggi Emmental, Gruyère, Sbrinz, Appenzell e Royalp i cui prezzi, alla frontiera messicana, raggiungeranno un livello minimo determinato. I dettagli relativi all’applicazione da parte del Messico di questo contingente d’importazione (livello dei prezzi minimi, voce tariffale messicana come pure dazio applicabile) sono allegati a una copia della lettera indirizzata al Direttore generale del controllo del commercio estero.
Il Messico avvierà, a domanda della Svizzera, consultazioni sul funzionamento del contingente d’importazione di formaggi e sul livello dei prezzi minimi.
In caso di cambiamento eventuale del suo regime per l’importazione di formaggi, o se negoziasse con altri paesi un accordo concernente i formaggi, il Messico si dichiara pronto ad avviare consultazioni con la Svizzera in vista di trovare una soluzione mutuamente accettabile.
Il Messico ha preso atto che la Svizzera ha dato seguito alla sua domanda, includendo nel suo schema di preferenza, a partire dal 1° gennaio 1980, le riduzioni tariffali seguenti:
Miele naturale (0406.103), da 60.– a 55.– franchi svizzeri/100 kg;
Asparagi preparati o in conserve (2002.32), da 20.– a 14.– franchi svizzeri/100 kg;
e che la Svizzera si dichiara pronta ad avviare consultazioni con il Messico nel caso di una modifica dei dazi NPF o SGP di questi due prodotti in vista di trovare una soluzione mutuamente accettabile.
Inoltre il Messico ha preso atto che la Svizzera si dichiara disposta ad avviare consultazioni per riconoscergli eventuali compensazioni nel caso di una modifica delle concessioni NPF, accordate su domanda del Messico al tempo del Tokyo-Round per i prodotti seguenti:
Protossido e biossido di piombo (2827.10), dazio: franchi 2.30/100 kg secondo il piano di riduzione tariffale che figura nel Protocollo di Ginevra (1979)4;
Altri sali metallici degli acidi silicici (2845.20), dazio: franchi 1,30/100/kg secondo il piano di riduzione tariffale che figura nel Protocollo di Ginevra (1979).
Le disposizioni oggetto di questa lettera saranno rinnovate d’anno in anno tacitamente, fintantoché l’una o l’altra delle due Parti non le avrà denunciate per scritto, con un preavviso di 3 mesi, prima del 31 dicembre di ogni anno.
Nel caso in cui una delle due Parti si veda nell’impossibilità di mantenere le proprie concessioni, l’altra viene automaticamente liberata dall’obbligo di applicare le sue. Saranno ciononostante avviate consultazioni preliminari.
Per quanto riguarda il Messico, le disposizioni della presente lettera entreranno in vigore il giorno seguente la sua pubblicazione sul Giornale Ufficiale del Messico. Tale giorno sarà comunicato alla Svizzera. A questa stessa data la Svizzera applicherà le disposizioni summenzionate su una base provvisoria finché abbia notificato al Messico la data della loro entrata in vigore definitiva, appena saranno state adempiute le formalità costituzionali richieste.
Le sarò grato se vorrà confermare quanto precede. L’accordo così raggiunto, per mezzo di questo scambio di lettere, farà fede, parimenti, nella versione spagnola e francese».

Le confermo l’accordo del mio Governo su quanto precede e La prego di gradire, signor Direttore generale, i sensi della mia alta considerazione.

Franz Blankart

Ambasciatore di Svizzera


  Annesso

Segretariato del Commercio

15 dicembre 1981

Signor Lic. Antonio Gazol

Direttore generale dei controlli

del Commercio estero

Segretariato del Commercio

Mi riferisco all’interesse che il Messico e la Svizzera hanno di salvaguardare le concessioni accordate mutuamente nel contesto dei Negoziati commerciali multilaterali del Tokyo-Round.

Come Lei sa, il Messico ha negoziato con la Svizzera concessioni per il miele naturale, gli asparagi preparati o in conserve, gli ossidi di piombo e gli altri sali metallici degli acidi silicici. Bisogna sottolineare che queste concessioni in favore del Messico sono in vigore dal 1° gennaio 1980.

In occasione di consultazioni con il Segretariato dell’agricoltura e delle risorse idrauliche è stato concordato che, al fine di salvaguardare queste concessioni in favore del Messico, la Direzione dei controlli del commercio estero si incaricherà di aprire un contingente totale annuo di 100 tonnellate nel quadro della sotto-voce d’importazione 0404 A 99 «diversi» (formaggi e caillebottes) per i formaggi svizzeri menzionati qui sotto e rispondenti alle specificazioni seguenti:

Emmental, Appenzell, Royalp, il cui prezzo minimo CAF frontiera messicana corrisponde, in pesos messicani, a 3,30 dollari il kg;
Gruyère, il cui prezzo minimo CAF frontiera messicana corrisponde, in pesos messicani, a 4.– dollari il kg.
Sbrinz, il cui prezzo minimo CAF frontiera messicana corrisponde, in pesos messicani, a 5,30 dollari il kg.

Questi prodotti sottostanno a un dazio del 30 % «ad valorem» e il sistema di permessi preliminari è mantenuto.

Visto quanto precede, La prego di prendere le disposizioni necessarie per aprire il contingente totale annuo alle condizioni citate sopra a partire dal 1° gennaio 1982. Nello stesso tempo, La prego di pubblicare queste disposizioni nel «Diaro Oficial de México».

Héctor Hernández C.

Sottosegretario

del Commercio estero


RU 1983 231


1 Il testo originale è pubblicato sotto lo stesso numero nell’ediz. franc. della presente Raccolta.2 RS 0.632.213 RS 632.10 allegato4 RS 0.632.231


Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei. Publikationsverordnung, PublV.
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