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0.132.454.3

Originaltext1

Abkommen

zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und
dem Königreich Italien betreffend die Erhaltung und Instandstellung der Vermarkung der ganzen italienisch—schweizerischen Grenze
zwischen Piz Lad oder Piz Lat und Mont Dolent

Abgeschlossen am 24. Juli 1941
Von der Bundesversammlung genehmigt am 5. Dezember 19412
Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 23. September 1942
In Kraft getreten am 23. September 1942

Der Schweizerische Bundesrat und Seine Majestät der König von Italien und Albanien und Kaiser von Äthiopien,

von dem Wunsche geleitet, sich über die Erhaltungs— und Instandstellungsnormen für die Vermarkung der ganzen schweizerisch—italienischen Grenze zwischen Piz Lad oder Piz Lat und Mont Dolent zu einigen,

haben zu diesem Zweck beschlossen, ein Abkommen zu treffen und ihre Bevollmächtigten ernannt:

(Es folgen die Namen der Bevollmächtigten)

welche, nach Prüfung ihrer in guter und gehöriger Form befundenen Vollmachten, Nachstehendes vereinbarten:

Art. 1

Die Erhaltungs— und Instandstellungsnormen der Grenzzeichen für die ganze schweizerisch—italienische Grenze zwischen Piz Lad oder Piz Lat und Mont Dolent sind in der diesem Abkommen beigelegten Verordnung enthalten.

Art. 2

Allfällige, als zweckmässig oder notwendig erachtete Abänderungen dieser Verordnung können in gemeinsamem Einverständnis durch einfachen Notenaustausch zwischen den beiden Regierungen ausgeführt werden.

Art. 3

Das vorliegende Abkommen, welches alle anderen früheren zwischen den beiden Staaten abgeschlossenen Vereinbarungen über den Gegenstand annulliert, wird ratifiziert, und die Ratifikationsurkunden sollen in Rom sobald als möglich ausgetauscht werden. Es wird am Tage des Austausches der Ratifikationsurkunden in Kraft treten.

Das Abkommen ist in italienischer und deutscher Sprache in doppelten Originalen abgefasst. Im Falle von Unstimmigkeiten ist der italienische Text massgebend.

Zu Urkund dessen haben die Bevollmächtigten dieses Abkommen unterzeichnet.

Bern, den 24. Juli 1941.

Pilet—Golaz


  Beilage

  Verordnung über die Erhaltung und Instandstellung der Vermarkung der ganzen italienisch—schweizerischen Grenze zwischen Piz Lad oder Piz Lat und Mont Dolent

A. In Anbetracht der zu erreichenden Zwecke, nämlich:

Überwachung der Vermarkung, um die Grenzlinie materiell in vollkommenem Vermarkungszustand zu erhalten;

gegenseitige Meldung der beschädigten, veränderten oder entfernten Grenzzeichen;

Auffrischung, Instandstellung und Erneuerung (Ersatz) derselben,

verpflichten sich die beiden Staaten:

a)
die Grenzzeichen zu überwachen, jeder auf eigene Kosten und in der Art und Weise, die er als angezeigt erachten wird;
b)
die beschädigten, veränderten und entfernten Grenzzeichen zu melden, und zwar soll jeder Staat dem andern sofort jeden Schaden melden, den die eigenen Aufsichtsorgane an den Grenzzeichen feststellen. Die Mitteilungen werden dem Ministerium des Auswärtigen jedes Staates gemacht und je nachdem wird der Ersatz der Grenzzeichen vorgeschlagen;
c)
die Auffrischung, die Instandstellung oder Erneuerung der beschädigten oder versetzten Grenzzeichen vorzukehren, und zwar soll dies sofort geschehen, wenn einer der Staaten es verlangt; in den andern Fällen werden diese Arbeiten periodisch und zur günstigen Jahreszeit, wenn möglich jährlich, auf alle Fälle innerhalb einem Jahrfünft nach der erkannten Notwendigkeit der Auffrischung, Instandstellung oder Erneuerung der Vermarkung erfolgen.

B. Art und Weise der Auffrischung, Instandstellung oder Erneuerung der Grenzzeichen

In dieser Hinsicht ist folgendes vereinbart:

a)
Wenn durch den Schaden jede Spur über den Standort des Grenzzeichens verlorengegangen ist, muss er nach vorausgegangener Lagebestimmung durch das technische Personal beider Staaten auf Grund der technischen Grenzdokumente erneuert werden. Die Erneuerung hat in Gegenwart der Vertreter beider Staaten zu erfolgen.
b)
Ist der Schaden leicht und sind offensichtliche Spuren über den Standort des Grenzzeichens vorhanden, so wird die Instandstellung oder Erneuerung oder einfache Wiederaufrichtung durch Vertreter beider Staaten direkt ohne Mitwirkung des technischen Personals erfolgen.

Jede Arbeit muss durch ein besonderes Protokoll in doppelter Ausfertigung bestätigt werden, und zwar getrennt für jedes Grenzzeichen. Die von den Vertretern beider Staaten unterzeichneten Protokolle werden dann den Originalprotokollen der betreffenden Grenzzeichen beigefügt unter besonderer Anmerkung auf der ersten Seite derselben in den hiefür eigens offengelassenen Zeilen.

C. Arbeiten und Beschaffung der für die Instandstellung oder Erneuerung der Grenzzeichen benötigten Materialien

Es bleibt vereinbart, dass in bezug auf die Arbeiten und die zur Erhaltung der bestehenden Vermarkung notwendigen Materialien grundsätzlich festgelegt wird, dass

a)
seitens der italienischen Regierung für den Grenzabschnitt zwischen Piz Lad oder Piz Lat und Chiasso (Stein Nr. 67 inbegriffen) gesorgt wird;
b)
seitens der schweizerischen Regierung für den Abschnitt zwischen Chiasso (Stein Nr. 67 ausgeschlossen) und Mont Dolent und für das Gebiet von Campione d’Italia gesorgt wird.

D. Kosten

Grundsätzlich werden die auf die Beschaffung und Instandstellung der Vermarkung bezüglichen Auslagen von beiden Staaten je zur Hälfte, diejenigen für das die Staaten vertretende Personal vom betreffenden Staate ganz übernommen.

Werden Angehörige eines der beiden Staaten wegen Beschädigung der Grenzzeichen auf frischer Tat ertappt, so fallen alle für deren Instandstellung erforderlichen Auslagen (für Personal und Material) zu Lasten des Staates, dem der Schadenstifter angehört.

Die Vergütung der Auslagen zwischen beiden Staaten wird von Fall zu Fall jeweilen nach beendigter Arbeit erfolgen.


BS 11 119; BBl 1941 721


1 Neben dem Deutschen ist auch das Italienische Originaltext. In Fällen von Unstimmigkeiten ist jedoch nicht der deutsche, sondern der italienische Originaltext massgebend. Er findet sich unter der gleichen Nummer in der italienischen Ausgabe dieser Sammlung.2 Art. 1 Ziff. 2 des BB vom 5. Dez. 1941 (AS 58 993)


Tamaro

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Testo originale1

Convenzione

fra la Confederazione Svizzera e il Regno d’Italia Per la manutenzione dei termini dell’intero confine italo—svizzero compreso fra Piz Lat o Piz Lad ed il Monte Dolent

Conchiusa il 24 luglio 1941
Approvata dall’Assemblea federale il 5 dicembre 19412
Istrumenti di ratificazione scambiati il 23 settembre 1942
Entrata in vigore il 23 settembre 1942

Il Consiglio federale svizzero e S.M. il Re d’Italia e d’Albania e Imperatore d’Etiopia,

nel desiderio di concordare le norme per la manutenzione dei termini dell’intero confine italo—svizzero da Piz Lat o Piz Lad al M. Dolent hanno risoluto di concludere, a tale scopo, una convenzione e nominato i loro Plenipotenziari:

(Seguono i nomi dei plenipotenziari)

i quali, dopo essersi comunicati i loro pieni poteri trovati in buona e dovuta forma, hanno convenuto:

Art. 1

Le norme per la manutenzione dei termini dell’intero confine italo—svizzero da Piz Lat o Piz Lad al M. Dolent sono contenute nel Regolamento annesso alla presente convenzione.

Art. 2

Eventuali modifiche a tale Regolamento considerate come utili o necessarie potranno essere apportate di comune accordo mediante semplice scambio di note fra i due Governi.

Art. 3

La presente convenzione, che annulla ogni precedente disposizione in argomento stipulata fra i due Stati, sarà ratificata e le ratifiche relative saranno scambiate a Roma il più presto possibile. Essa entrerà in vigore il giorno dello scambio degli istrumenti di ratifica.

La convenzione è redatta in italiano e in tedesco e in duplice originale. In caso di divergenza farà fede il testo italiano.

In fede di che, i Plenipotenziari hanno firmato la presente convenzione.

Berna, li 24 luglio 1941.

Pilet—Golaz


  Allegato

  Regolamento per la manutenzione dei termini dell’intero confine italo—svizzero compreso fra Piz Lat o Piz Lad ed il Monte Dolent

A) – Ritenuto che gli scopi da raggiungere sono:

Sorveglianza dell’incippamento per mantenere la linea di confine in perfette condizioni di demarcazione materiale;

Segnalazione reciproca dei termini guasti, manomessi od asportati;

Ripristino, restauro e sostituzione dei termini;

i due Stati si impegnano:

a)
di esercitare sorveglianza sui termini, ciascuno per proprio conto, con le modalità che riterrà più opportune;
b)
di segnalare i termini guasti o manomessi od asportati e precisamente ciascun Stato segnalerà subito all’altro qualunque danno che i propri agenti riscontrassero ai termini. Le comunicazioni verranno fatte al Ministero degli Esteri di ciascun Stato proponendo o meno la sostituzione dei termini stessi;
c)
di provvedere al ripristino, al restauro o alla sostituzione dei termini guasti od asportati. Il ripristino, il restauro o la sostituzione dovranno compiersi subito, nel caso in cui uno dei due Stati lo richieda; negli altri casi tali operazioni saranno effettuate periodicamente e nella stagione più favorevole, possibilmente ogni anno e ad ogni modo non oltre un quinquennio dalla riconosciuta necessità di restauro, del ripristino o della sostituzione.

B) – Modalità circa il ripristino, il restauro o la sostituzione dei termini

Circa le modalità per il ripristino, il restauro o la sostituzione dei termini rimane accordato quanto segue:

a)
se il danno ha distrutto ogni traccia evidente della posizione dei termine questo dovrà essere sostituito previa determinazione della sua posizione da parte di personale tecnico dei due Stati sulla scorta dei documenti tecnici di frontiera. La sostituzione o il ripristino avverranno in presenza di rappresentanti dei due Stati medesimi;
b)
se il danno è lieve ed ha lasciato evidenti tracce della posizione del termine, questo sarà sostituito o ripristinato o, semplicemente, restaurato direttamente da parte di rappresentanti dei due Stati, senza l’ausilio del personale tecnico.

Ciascun lavoro dovrà essere sancito da apposito verbale, redatto in duplice originale, per ciascun termine. I verbali, firmati dai rappresentanti dei due Stati, verranno poi annessi a quelli originali dei termini facendone apposita annotazione sulla prima pagina di ciascuno di essi nelle righe propriamente riservate a tali annotazioni.

C) – Lavori e provvista dei materiali necessari per il ripristino e la sostituzione dei termini

Rimane concordato che per quanto riguarda i lavori e la provvista dei materiali necessari a mantenere in efficienza l’incippamento esistente, sarà di massima provveduto:

a)
a cura del Governo italiano per il tratto di confine compreso fra Piz Lat o Lad e Chiasso (cippo no 67 compreso);
b)
a cura del Governo svizzero per il tratto compreso fra Chiasso (cippo no 67 escluso) e il M. Dolent e per il territorio di Campione d’Italia.

D) – Spese

Di massima le spese relative alla provvista e messa in opera dei termini saranno ripartite in parti uguali fra i due Stati, rimanendo invece a carico di ciascuno di essi quella relativa ai propri rappresentanti ufficiali.

Qualora siano colti in flagrante a compiere danni ai termini, cittadini di uno dei due Stati, tutte le spese inerenti alla riparazione o alla sostituzione dei termini stessi (per il personale e per il materiale) saranno a carico dello Stato cui appartiene l’individuo che ha prodotto il danno.

I rimborsi delle spese fra i due Stati saranno effettuati volta per volta a lavoro ultimato.


CS 11 112; FF 1941 279


1 Anche il testo tedesco, pubblicato sotto lo stesso numero nell’ediz. ted. della presente Raccolta, è originale, ma non fa fede in caso di contestazione.2 Art. 1 n. 2 del DF del 5 dic. 1941 (RU 58 1039).


Tamaro

Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei. Publikationsverordnung, PublV.
Il presente documento non è una pubblicazione ufficiale. Fa unicamente fede la pubblicazione della Cancelleria federale. Ordinanza sulle pubblicazioni ufficiali, OPubl.
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