Index

0.132.454.2

Originaltext1

Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich Italien

über die Festlegung der italienisch-schweizerischen Grenze auf der Strecke zwischen Run Do oder Cima Garibaldi und Mont Dolent

Abgeschlossen am 24. Juli 1941
Von der Bundesversammlung genehmigt am 5. Dezember 19412
Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 23. September 1942
In Kraft getreten am 23. September 1942

(Stand am 10. Juni 1997)

Der Schweizerische Bundesrat und S. M. der König von Italien und Albanien und Kaiser von Äthiopien,

nach erfolgter systematischer Revision der italienisch-schweizerischen Grenze auf der Strecke zwischen Run Do oder Cima Garibaldi und Mont Dolent, ausgeführt von der für diesen Zweck besonders beauftragten gemischten italienisch-schweizerischen Kommission,

von dem Wunsche geleitet, den gesamten Verlauf dieses Grenzabschnittes in gegenseitigem Einverständnis festzulegen und dabei dort, wo Unsicherheiten vorlagen, den Verlauf genau zu bestimmen oder, wo die Zweckmässigkeit es erheischte, einen neuen Verlauf der Grenze festzusetzen,

aus Gründen, die im nachfolgenden angeführt sind, und in der Absicht, für diese Grenze eine neue beschreibende und technische Dokumentation zu schaffen,

haben zu diesem Zwecke beschlossen, ein Abkommen zu treffen und ihre Bevollmächtigung ernannt:

(Es folgen die Namen der Bevollmächtigten)

welche, nach Prüfung ihrer in guter und gehöriger Form befundenen Vollmachten und nach Einsichtnahme der gesamten Grenzbereinigungsarbeiten, die von der oben genannten gemischten Kommission ausgeführt worden sind, nachstehendes

vereinbarten:

  Graubündnerische Teilstrecke

  Erster Abschnitt: Passo del Fieno oder Pass la Stretta, zwischen der schweizerischen Gemeinden Pontresina und der italienischen Gemeinde Livigno

Nachdem feststeht, dass am Pallo del Fieno oder Pass la Stretta die Grenze sich nach der Wasserscheide richten sollte und dass diese den schweizerischen Militärunterstand, der auf diesem Pass steht, schneidet, wird vereinbart, das Kriterium der Wasserscheide längs des Unterstandes zu verlassen, so dass letzterer auf schweizerischem Gebiet bleibt, analog der im 15. Abschnitt dieser Vereinbarung zugunsten Italiens getroffenen Lösung.

Die vereinbarte Grenze wird mittels sieben neuer Grenzsteine mit den Nummern 6 bis 12 festgelegt. Wie sich aus beiliegendem Plan im Massstabe von 1:10 000 (Beilage Nr. 1)3 ergibt, verläuft die Grenze folgendermassen:

1. 
vom Grenzstein Nr. 6, unmittelbar nördlich vom Passo del Fieno oder Pass la Stretta, auf der Wasserscheide des Berggrates gelegen, der das Faintal auf schweizerischem Gebiet vom Livignotal auf italienischem Gebiet trennt, geradlinig über die Grenzsteine Nrn. 7, 8, 9, 10, 11 und 12, welch letzterer auch wieder auf der oben erwähnten Wasserscheide steht;
2. 
nördlich vom Grenzstein Nr. 6, wie südlich von Grenzstein Nr. 12, deckt sie sich wieder mit der Wasserscheide des Berggrates, der das Faintal auf schweizerischem Gebiet vom Livignotal auf italienischem Gebiet trennt.

  Zweiter Abschnitt: Oberer Teil des Orseratales, zwischen der schweizerischen Gemeinde Poschiavo und der italienischen Gemeinde Livigno

Nachdem feststeht, dass im obern Teil des Orseratales die Grenze im allgemeinen von der Wasserscheide des Berggrates gebildet werden soll, der dieses Tal auf italienischem Gebiet vom Agonétal auf schweizerischem Gebiet trennt, wird die Grenzlinie gutgeheissen, wie sie mittels acht neuer Grenzsteine mit den Nummern 8 bis 15 vermarkt wurde und wie sie sich aus dem beiliegenden Plan im Massstab von 1:10 000 (Beilage 2)4 ergibt.

Die vereinbarte Grenze verläuft wie folgt:

1.
vom Grenzstein Nr. 7, auf der Forcola di Livigno, bis zu den folgenden Grenzsteinen Nrn. 8, 9 und 10 von Nr. 11 bis Nr. 12 wird sie durch die Wasserscheide des Berggrates bestimmt, der das Orseratal (das in das Livignotal einmündet) auf italienischem Gebiet vom Agonétal auf schweizerischem Gebiet trennt und auf welchen die Grenzzeichen aufgerichtet sind;
2.
vom Grenzstein Nr. 10 zu Grenzstein Nr. 11 und zwischen den Grenzsteinen Nrn. 12, 13, 14 und 15 verläuft die Grenze geradlinig.

  Dritter Abschnitt: Monte Massuccio und dessen Südabhänge, zwischen der schweizerischen Gemeinde Brusio und der italienischen Gemeinde Tirano

Nachdem festgestellt worden ist, dass das Protokoll vom 27. August 1874 betreffend Vermarkung der schweizerisch-italienischen Grenze zwischen Brusio und Tirano, «in Ausführung der Berner Vereinbarung vom 31. Dezember 18735», mit dem Inhalt dieser Vereinbarung nicht übereinstimmt, soweit dies die Strecke zwischen Grenzstein Nr. 9 (Pian Cavallino) und Grenzstein Nr. 13 anbelangt, weil die Gerade von Grenzstein Nr. 5 (Sasso des Gallo) bis zum Grenzstein Nr. 9 (Pian Cavallino) verlängert wurde, während vereinbarungsgemäss eine gerade Linie von Grenzstein Nr. 9 bis zum Gipfel des Monte Massuccio hätte gezogen werden müssen, die Grenze somit nicht den Gipfel des Monte Massuccio, sondern den Grat, der diesen Berg mit dem Corno Rosso verbindet, etwa 224 m östlich des Gipfels erreicht;

nachdem ferner festgestellt worden ist, dass es zweckmässig wäre, die heute zwischen den Steinen Nr. 9 und Nr. 13 vorhandenen Steine, nämlich Nrn. 10, 11 und 12 und die gegenwärtige Grenze zwischen diesen Steinen (gerader Linie) beizubehalten;

wird beschlossen:

1.
der im Jahre 1874 aufgestellte Grenzstein Nr.13 wird entfernt;
2.
es wird ein neuer Grenzstein Nr. 13 auf dem Gipfel des Monte Massuccio aufgestellt;
3.
zwischen Grenzstein Nr. 12 und dem neuen Grenzzeichen Nr. 13 verläuft die Grenze geradlinig.

Die derart festgesetzte neue Grenze erhellt im einzelnen aus beiliegendem Plan im Massstab 1:25 000 (Beilage Nr. 3)6.

  Vierter Abschnitt: Oberer Teil des Loverobaches, zwischen der schweizerischen Gemeinde Castasegna und der italienischen Gemeinde Villa di Chiavenna

Nachdem festgestellt worden ist, dass die Bestimmung des schweizerisch-italienischen Abkommens vom 27. August 18637, wonach die Grenze auf dem rechten Ufer des Flusses Mera von der «Mittellinie des Loverobaches bis zur unbestrittenen Grenze» bestimmt wird, durchaus der Wirklichkeit entspricht und wörtlich angewendet werden kann, weil das Bachbett, das im Gelände deutlich ersichtlich ist, gerade unmittelbar talwärts von der «unbestrittenen Grenze», welche mit dem kurzen Abschnitt des sich süd-südwestlich vom Pizzo Galleggione abtrennenden Grates übereinstimmt, seinen Anfang nimmt;

wird vereinbart:

rechts des Flusses Mera verläuft die Grenze längs der Mittellinie des Loverobaches bis zu dessen Ursprung, unter der Bergkette, die sich süd-südwestlich vom Pizzo Galleggione abtrennt, wie aus dem anliegenden Plan im Massstab von 1:10 000 (Beilage Nr. 4)8 ersichtlich ist: die Mittellinie ist auf dem Gelände mit den beiden neuen Grenzzeichen Nrn. 7 und 8 im obern Teil des Loverobaches festgesetzt worden.

  Fünfter Abschnitt9 : Vom Ponte del Mut d’Avers bis zum Gipfel der Cimalmotta oder Piz Miez (Valle di Lei), zwischen den schweizerischen Gemeinden Avers und Innerferrera und der italienischen Gemeinde Piuro

Nachdem in folgende Dokumente Einsicht genommen worden ist:

Übereinkommen zwischen der Schweiz und Italien zur Festsetzung der Grenze zwischen dem Kanton Graubünden und der Lombardei vom 27. August 186310», Artikel 411;

«Protokoll des Augenscheins und erläuternde Bemerkungen zu Artikel 4 der Übereinkunft vom 27. August 1863 betreffend die Grenze in Val di Lei, vom 22. August 186412»;

«Protokoll über die Vermarkung einiger Abschnitte der Grenze zwischen dem schweizerischen Kanton Graubünden und der italienischen Provinz Sondrio, nach der Übereinkunft von Tirano (Piatta Mala) vom 27. August 1867»;

wird vereinbart:

dass die Grenze grundsätzlich entsprechend dem Protokoll vom 22. August 1864 verlaufen soll, und dass die Grenze entsprechend dem Beschluss, sie in diesem Abschnitt gleich wie in den Abschnitten sieben, acht, elf, dreizehn und vierzehn des vorliegenden Abkommens gesamthaft auf Grund gegenseitiger Zugeständnisse festzulegen;

wird sodann genehmigt

die auf dem Gelände gezogene vereinbarte Grenze, wie sie mittels 26 Marksteinen (wovon 24 neuen) mit den Nummern 21 bis 46, und einem schweizerisch-italienischen trigonometrischen Punkt (Cimalmotta oder Piz Miez) festgesetzt wurde;

und wird ferner vereinbart:

1.
vom Grenzzeichen Nr. 21 (aufgestellt im Jahre 1894 mit der Nr. 3) rechts vom Reno di Lei, unmittelbar bergwärts vom Ponte del Mut d’Avers, bis zum Grenzzeichen Nr. 22 (im Jahre 1867 ebenfalls als Nr. 3 befestigt) und den folgenden neuen Grenzzeichen Nrn. 23 bis 46 verläuft die Grenze geradlinig;
2.
vom Grenzzeichen Nr. 46 bis zu dem auf dem Gipfel des Cimalmotta oder Piz Miez aufgestellten trigonometrischen Punkt verläuft die Grenze ebenfalls geradlinig.

Der Verlauf der neuen Grenzlinie geht im einzelnen aus beiliegendem Plan im Massstab 1:10 000 (Beilage Nr. 5)13 hervor.

*

Datum der Zusammenkunft der Kommission, die mit dem Steinsatz beauftragt war. Das Verbal wurde darauf in Lausanne am 24. Dezember 1867 und in Chur am 11. Januar 1868 von den schweizerischen Delegierten unterzeichnet; am 30. Januar 1868 von den italienischen Delegierten.

  Sechster Abschnitt: Baldiscio- oder Balniscio-Pass, zwischen der schweizerischen Gemeinde Misox und der italienischen Gemeinde Isolato

Nachdem festgestellt worden ist, dass auf dem Baldiscio- oder Baniscio-Pass die Grenze entsprechend den Akten vom 7. Juli 1472 und 29. Juli 1653 verlaufen soll, wird die Vermarkung der Grenzlinie, so wie diese sich im einzelnen aus anliegende Plan im Massstab von 1:25000 (Beilage Nr. 6)14 ergibt, gutgeheissen. Sie ist mittels fünf neuer Grenzsteine mit den Nummern 12 bis 16 bezeichnet worden. Zwischen diesen Grenzsteinen verläuft die Grenzlinie wie folgt:

1. 
vom Grenzstein Nr. 12 auf der Wasserscheide der Hauptkette der Rhätischen Alpen, zwischen dem Pizzo dei Rossi oder dei Tre Spartiacque und dem Piz Corciusa verlässt die Grenze die Wasserscheide, dreht nach Süden ab und erreicht gradlinig den Grenzstein Nr. 13;
2.
vom Grenzstein Nr. 13 bis zum Grenzstein Nr. 14 verläuft sie längs der Wasserscheide des Filo dei Sassi genannten Grates, auf welchem beide Grenzsteine aufgestellt sind;
3.
vom Grenzstein Nr. 14 bis zum Grenzstein Nr. 15, welch letztere auf der Serraglia genannten Stelle gesetzt ist, und von diesem bis zum Grenzstein Nr. 16 verläuft die Grenze geradlinig;
4.
vom Grenzstein Nr. 16 bis zum Monte Baldiscio oder Balniscio, wo die Grenze wieder an die unbestrittene Grenze anschliesst, wird sie von der Wasserscheide des Grates, der den Grenzstein mit diesem Berg verbindet, bestimmt.

  Tessinische Teilstrecke15 

  Siebenter Abschnitt: Zwischen Grenzzeichen Nr. 21. L und Grenzzeichen Nr. 22 (linker Berghang des Val di Gotta), zwischen der schweizerischen Gemeinde Arogno und der italienischen Gemeinde Pellio

In Anbetracht, das die Grenze entsprechend dem Beschluss, sie in diesem Abschnitt gleich wie in den Abschnitten fünf, acht, elf, dreizehn und vierzehn des vorliegenden Abkommens gesamthaft auf Grund gegenseitiger Zugeständnisse festzulegen;

abweichend von den Bestimmungen des Protokolls vom 20. August 1925 «betreffend Festsetzung der schweizerisch-italienischen Grenze zwischen den Grenzzeichen 21 L und 24»,

wird vereinbart, dass in diesem Abschnitt die Grenze entsprechend anliegendem Plan mit Massstab 1:10 000 (Beilage Nr. 7)16 gezogen werden soll, d. h. dass zwischen den bereits bestehenden Grenzzeichen:

Nr. 21 L (welches aus einem behauenen Stein und einer Inschrift auf Fels besteht) beidseitig dem Val di Gotta und Nr. 21 M, auf dem sich nordöstlich vom Cima della Crocetta abtrennenden Grat und den Grenzzeichen:

Nrn. 21 M und 22, welch letzteres ebenfalls auf dem genannten Grat aufgerichtet ist, die Grenze geradlinig verläuft.

  Achter Abschnitt: Zwischen den Grenzzeichen Nr. 26 E und Nr. 27, an der Costa di Sella genannten Stelle, zwischen der schweizerischen Gemeinde Muggio und der italienischen Gemeinde S. Fedele

In Anbetracht, dass die Grenze entsprechend dem Beschluss, sie in diesem Abschnitt gleich wie in den Abschnitt fünf, sieben, elf, dreizehn und vierzehn des vorliegenden Abkommens gesamthaft auf Grund gegenseitiger Zugeständnisse festzulegen;

abweichend von den Bestimmungen des Staatsvertrages von Varese, «Reglement und Beschreibung der Grenzen des Staates Mailand und der schweizerischen Landvogtei Mendrisio vom 22. Oktober 1755» sowie vom Protokoll vom 17. Oktober 1900 betreffend die Festsetzung der schweizerisch-italienischen Grenze zwischen dem östlichen Ufer des Luganersees und dem Grenzzeichen Nr. 58,

wird vereinbart, dass die Grenze in diesem Abschnitt gemäss dem anliegenden Plan im Massstab 1:10 000 (Beilage Nr. 8)17 gezogen werden soll, d. h. dass sie zwischen dem bereits bestehenden Grenzzeichen Nr. 26 E, nordöstlich von der Alp Sella, und Nr. 27, rechts des Breggaibaches, auf der Höhe des Friedhofes von Erbonne, geradlinig verläuft.

  Neunter Abschnitt18 : Zwischen Ponte Tresa und der See-Enge von Lavena, d. h. in der Lavena-Bucht, zwischen den schweizerischen Gemeinden Ponte Tresa und Caslano und der italienischen Gemeinde Lavena Ponte Tresa

Unter Berücksichtigung des «Reglements und Beschreibung der Grenze des Staates Mailand und der schweizerischen Landvogtei Lugano» – erster Teil – (in Ausführung des Staatsvertrages von Varese) vom 21. Juli 1754 sowie der Vereinbarung vom 21. September 1678, auf welche das obige Reglement ausdrücklich Bezug nimmt,

wird vereinbart, dass von Ponte Tresa, wo sich das Grenzzeichen Nr. 48 B befindet, bis zur Lavena-Enge die Grenzlinie längs der Mittellinie des Lavenasees verlaufen soll, wie sich aus dem beiliegenden Plan 1:25 000 (Beilage Nr. 9)19 ergibt.

  Zehnter Abschnitt20 : Tresafluss, zwischen den schweizerischen Gemeinden Ponte Tresa, Croglio und Monteggio und den italienischen Gemeinden Lavena Tresa und Cadegliano Viconago

In Anbetracht des jetzigen Zustandes des Tresaflusses, bei dem es möglich ist, dass er das teilweise in Wasserhöhe befindliche dammlose echte Schweizer Ufer überschwemmt und damit die Grenzlinie längs des Flusses beständig bleibt und für die Grenzbeamten leicht erkenntlich sei, wird abweichend von der «Vereinbarung zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich Italien zur Festsetzung der Grenze zwischen dem Kanton Tessin und der Lombardei», vom 5. Oktober 186121, neunter Teil22, folgendes vereinbart:

1.
von Ponte Tresa, wo das Grenzzeichen Nr. 48 B aufgestellt ist, bis Ponte Cremenaga, wo sich das Grenzzeichen Nr. 48 A befindet sowie mehr talwärts bis zur Höhe des Grenzzeichens Nr. 48 soll die Grenze längs der Mittellinie des Tresaflusses verlaufen, wobei unter dem Tresafluss das ganze Flussbett verstanden wird;
2.
das Flussbett der Tresa und dessen Mittellinie zwischen den bereits bestehenden Grenzzeichen Nr. 48 B und Nr. 48 A (welche entsprechend der Mittellinie aufgestellt wurden) wird mittels 18 neuer Grenzzeichen mit den Nummern 48-A-1 bis 48-A-18, je aus zwei auf beiden Ufern aufgestellten Steinen bestehend, bestimmt;
3.
die so vereinbarte Grenzlinie sowie die Stellung der neuen Grenzzeichen ergibt sich im einzelnen aus anliegenden Plan im Massstab von 1:10 000 (Beilage Nr. 10)23.

  Elfter Abschnitt: Zwischen Grenzzeichen Nr. 14 (Monticello di Finardo) und Grenzzeichen Nr. 15 (Punta di Polà), zwischen der schweizerischen Gemeinde Indemini und der italienischen Gemeinde Veddasca

In Anbetracht, dass die Grenze entsprechend dem Beschluss, sie in diesem Abschnitt gleich wie in den Abschnitten fünf, sieben, acht, dreizehn und vierzehn des vorliegenden Abkommens, gesamthaft auf Grund gegeseitiger Zugeständnisse festzulegen;

abweichend von den Bestimungen des Vertrages von Varese «Reglement und Beschreibung der Grenzen zwischen der schweizerischen Landvogtei Locarno und dem Staate Mailand vom 22. Juni 1754»;

wird vereinbart, dass zwischen Grenzzeichen Nr. 14 (Monicello di Finardo) und Grenzzeichen Nr. 15 (Punta di Polà) die Grenze längs der Wasserscheide der sich von der Punta di Polà abtrennenden Kette, auf welcher die beiden genannten Grenzzeichen aufgerichtet sind, verläuft.

Die neue Grenzlinie ergibt sich im einzelnen aus anliegendem Plan im Massstab von 1:10 000 (Beilage Nr. 11)24 und wurde mittels zweier neuer Grenzzeichen Nr. 14 A und Nr. 14 B festgelegt.

  Walliser Teilstrecke

  Zwölfter Abschnitt25 : Griespass, zwischen der schweizerischen Gemeinde Ulrichen und der italienischen Gemeinde Formazza

Nachdem die Grenze am Griespass, welche gemäss den Protokollen vom 6. September 1920 und 31. August 1921 längs der Wasserscheide verlaufen soll, geprüft und dabei festgestellt worden ist, dass durch die Wasserscheide eine schwer zu erkennende und zu kontrollierende Grenze festgelegt wird, namentlich auf dem Griesgletscher (Ghiacciaio del Gries),

wird vereinbart, die Grenze, zur Vermeidung der oben erwähnten Unzukömmlichkeiten mittel gegenseitiger Zugeständnisse, von der Wasserscheidelinie ausgehend, neu festzusetzen.

Die neue Grenzlinie wurde mittels vier neuer Grenzzeichen mit den Nummern 1, 1 A, 2 und 3 festgelegt und ergibt sich im einzelnen aus anliegendem Plan im Massstab von 1:10 000 (Beilage Nr. 12)26.

1. 
Vom Grenzstein mit der Zahl 0 (null), der 1929 auf dem Grieshorn oder Corno Gries aufgerichtet wurde, gegen Westen gehend, verläuft die Grenze längs der Wasserscheide der Hauptkette der Lepontinischen Alpen, bis zu einem 130 m südöstlich vom neuen Grenzzeichen Nr. 1 befindlichen Punkt. Nach diesem Punkt folgt sie der Wasserscheide längs dem sekundären Grat bis zum Grenzzeichen Nr. 1, welches auf diesem Grate steht.
2. 
Zwischen den Grenzzeichen Nrn. 1, 1 A, 2 und 3 verläuft die Grenze geradlinig.
3. 
Vom Grenzstein Nr. 3, auf der Wasserscheide des sekundären Grates gelegen, der sich nordöstlich vom Bettelmatthorn oder Corno dei Camosci abtrennt, verläuft die Grenze längs der Wasserscheide dieses sekundären Grates bis zum Gipfel des Bettelmatthorns oder Corno dei Camosci, von wo an sie wieder von der Wasserscheide der Hauptkette der Lepontinische Alpen bestimmt wird.

  Dreizehnter Abschnitt: Von der Simplonstrasse bis zu Piz l’Omo, zwischen der schweizerischen Gemeinde Zwischbergen und der italienischen Gemeinde Trasquera

In Anbetracht, dass die Grenze entsprechend dem Beschluss, sie in diesem Abschnitt gleich wie in den Abschnitt fünf, sieben, acht, elf und vierzehn des vorliegenden Abkommens gesamthaft auf Grund gegenseitiger Zugeständnisse festzulegen;

nachdem Protokoll vom 7. August 1906 der Kommission zur Festsetzung der Grenze am Diveriabach, dessen Inhalt mit dem Plan im Massstab 1:20 000, der dem Protokoll beiliegt, nicht übereinstimmt, Kenntnis genommen wurde,

wird vereinbart:

1.
Zwischen den Grenzzeichen Nr. 7 links des Diverabaches, am Rand der Simplonstrasse bergwärts gelegen, und den Grenzzeichen Nrn. 6 und 5 rechts des Diveriabaches, bleibt die Grenze so, wie sie gemäss Protokoll vom 7. August 1906 festgesetzt wurde und sich aus anliegendem Plan im Massstab von 1:10 000 (Beilage Nr. 13)27 ergibt, d. h. die Grenze vom Grenzzeichen Nr. 7 bis Nr. 6 und vom Grenzzeichen Nr. 6 bis Nr. 5 verläuft geradlinig.
2.
Zwischen den bestehenden, auf dem nordwestlich vom Piz l’Omo sich abtrennenden Grat aufgerichteten Grenzzeichen Nrn. 3, 2 und 1, und zwischen Grenzzeichen Nr. 1 und dem Piz l’Omo, wird die Grenze festgelegt, wie sie aus dem anliegenden Plan im Massstab von 1:20 000 (Beilage Nr. 14)28 hervorgeht, d. h. sie verläuft zwischen den Grenzzeichen Nrn. 3, 2 und 1 und von Grenzzeichen Nr. 1 bis zum Piz l’Omo geradlinig.

  Vierzehnter Abschnitt: Klubhütte Observatorium Regina Margherita (Punta Gnifetti oder Signalkuppe), zwischen der schweizerischen Gemeinde Zermatt und den italienischen Gemeinden Macugnaga und Algana

Da die Grenze in diesem Abschnitt längs der Wasserscheide der Hauptkette des Monte Rosa verlaufen sollte und diese Grenzlinie durch die Klubhütte Observatorium Regina Margherita des italienischen Alpenklubs verläuft;

in Anbetracht, dass die Grenze entsprechend dem Beschluss, sie in diesem Abschnitt gleich wie in den Abschnitten fünf, sieben, acht, elf und dreizehn des vorliegenden Abkommens gesamthaft auf Grund gegenseitiger Zugeständnisse festzulegen:

wird vereinbart, das Kriterium der Wasserscheide längs der Klubhütte Observatorium zu verlassen, so dass diese sich vollständig auf italienischem Gebiet befinde.

Die vereinbarte Grenzlinie wird mittels zweier neuer Grenzzeichen mit den Nummern 1 und 2 festgesetzt. Sie verläuft, wie sich aus anliegendem Plan im Massstab von 1:200 (Beilage Nr. 15)29 ergibt, folgendermassen:

1.
Vom Grenzzeichen Nr. 1, nordöstlich der Klubhütte auf der Wasserscheide der Hauptkette des Monte Rosa, verlässt die Grenze in ihrem weitern Verlauf südwestlich die Wasserscheide und erreicht geradlinig (auf eine 7,10 m langen Strecke) die nördliche Ecke der Stützmauer, auf welcher die Klubhütte Observatorium Regina Margherita steht. Die Grenze verläuft sodann dem Fusse der Mauer längs des ganzen nordwestlichen Teiles und einem Stück des südwestlichen Teiles der Stützmauer bis zum Grenzzeichen Nr. 2, welches wieder auf der Wasserscheide der Hauptkette des Monte Rosa in der Nähe der Treppe, die zur Klubhütte führt, aufgerichtet ist.
2.
Südwestlich vom Grenzzeichen Nr. 2 verläuft die Grenze, wie nördlich vom Grenzzeichen Nr. 1, längs der Wasserscheide der Hauptkette des Monte Rosa.

  Fünfzehnter Abschnitt: Klubhütte Principe di Piemonte des italienischen Alpenklubs auf dem Theodulpass, zwischen der schweizerischen Gemeinde Zermatt und der italienischen Gemeinde Valturnenza

Nachdem festgestellt worden ist, dass die Grenze bei der Klubhütte Principe di Piemonte des italienischen Alpenvereins nördlich des Theodulpasses durch die Wasserscheide der penninischen Alpen gebildet wird, sie aber die genannte Klubhütte durchschneidet, wird vereinbart, das Kriterium der Wasserscheide auf dieser kurzen Strecke zu verlassen, so dass die Klubhütte vollständig auf italienisches Gebiet zu liegen kommt, analog wie dies im ersten Abschnitt dieses Abkommens zugunsten der Schweiz vereinbart worden ist.

Die so vereinbarte Grenze wird mittels vier neuer Grenzzeichen mit den Nummern 1 bis 4 festgelegt. Sie verläuft, wie sich aus beiliegendem Plan im Massstab von 1:400 (Beilage Nr. 16)30 ergibt, folgendermassen:

vom Grenzstein Nr. 1 südlich der Klubhütte, auf der Wasserscheide der Hauptkette der penninischen Alpen gelegen, verlässt die Grenzlinie in ihrem nördlichen Verlauf die Wasserscheide und erreicht geradlinig das Grenzzeichen Nr. 2, das auf dem südlichen Ende des Steingeländers aufgestellt ist, welches den Platz, auf dem die Hütte errichtet ist, östlich abgrenzt. Vom Grenzzeichen Nr. 2 verläuft die Grenze längs der Mittellinie dieses Steingeländers bis zu dessen nördlichem Ende, auf welchem Grenzzeichen Nr. 3 errichtet ist; sie erreicht sodann geradlinig das Grenzzeichen Nr. 4 nördlich der Hütte, auf der Wasserscheide der Hauptkette der penninischen Alpen.

  Dokumentation

Die erstellten offiziellen Grenzdokumente sind:

1. Sammlung der Sitzungsberichte der Kommission

Sie umfasst die getroffenen Vereinbarungen und Feststellungen über den Verlauf der ausgeführten Revisionsarbeiten und über die Schlussdokumentation.

2. Grenzzeichenprotokolle

Die Protokolle sind sektions- oder abschnittweise mit Unterteilungen der Sektionen in geeigneten Mäppchen gesammelt und mit eigenem Vorwort für jeden Sektor oder Abschnitt versehen. Alle Sektionen jedes Sektors sind sodann in einer einzigen Mappe zusammengefasst, die von einem «allgemeinen Vorwort» begleitet ist, welches zusammenfassende Angaben über die ausgeführten Revisionsarbeiten, allgemeine und besondere Angaben über den betreffenden Sektor und die Vermarkung enthält.

Das Vorwort der Sektionen oder Abschnitte enthält dagegen eine «summarische Beschreibung des Grenzverlaufes» der Sektion oder des Abschnittes und ein «Verzeichnis der Grenzzeichen und die Beschreibung des Grenzverlaufes von Grenzzeichen zu Grenzzeichen», um den Text der Grenzzeichenprotokolle augenscheinlicher zu gestalten und deren Aufsuchen und Gebrauch zu beschleunigen und zu erleichtern.

3. Grenzbeschreibungsbüchlein

Es bestehen drei solche Büchlein, je eines für jeden Sektor, zu dem Zwecke erstellt, ein zusammenfassendes Dokument zur praktischen Verwendung für alles zu liefern, was die ausgeführten Arbeiten und die erstellten Dokumente der Grenzfestlegung betrifft. Jedes dieser Büchlein enthält:

in einem «ersten Teil»: Angaben über die angewandten Verfahren, über die durchgeführten Arbeiten und über die definitive Dokumentation, entnommen aus «dem allgemeinen Vorwort» zu den Sektoren der «Grenzzeichenprotokolle»;

in einem «zweiten Teil» die wichtigsten Angaben über den Sektor, über die verschiedenartigen in diesem Sektor vorkommenden Grenzzeichen, über die Einteilung in Sektionen und in Abschnitte, in welche diese Sektionen unterteilt und für diese eine «allgemeine Beschreibung des Verlaufes der Grenze» und ein «Verzeichnis der Grenzzeichen und eine Beschreibung der Grenze von Grenzzeichen zu Grenzzeichen», immer im gleichen Sinne vorgehend, Angaben, welche dem erwähnten «allgemeinen Vorwort» und den Vorworten zu den einzelnen Sektionen oder Abschnitten entnommen worden sind.

4. Sammelband der trigonometrischen Ergebnisse

In drei Sammelbänden, je einen für jeden Sektor, sind die zahlenmässigen Grundlagen der Grenzlinie enthalten.

Jeder dieser Sammelbände besteht aus vier Teilen, nämlich:

Erster Teil: «Erläuterungen über die geodätischen und polygonometrischen Arbeiten», welche alle Angaben über die verschiedenen, von beiden Staaten ausgeführten technischen Arbeiten für die Bestimmung der Haupt- und Nebengrenzzeichen enthalten;

Zweiter Teil: «Verzeichnisse der italienischen und schweizerischen geodätischen Grundlagen, die für die Grenzfestlegung verwendet wurden»; sie enthalten die geodätischen Ergebnisse der italienischen und schweizerischen trigonometrischen Punkte, welche auf der Grenzlinie gelegen sind, sowie die geodätischen Ergebnisse der trigonometrischen Punkte der italienischen und schweizerischen Triangulation, welche zur Bestimmung der Grenzzeichen dienten;

Dritter Teil: «Verzeichnis der geodätisch-topographischen Grundlagen der Grenzzeichen»; es enthält die geodätischen und topographischen Werte der Haupt- und Nebengrenzzeichen.

Vierter Teil: Enthält eine «Tabelle für die Verwandlung der geographischen Koordination des italienischen Systems in das schweizerische System und umgekehrt» und eine topographische Karte 1:100 000, auf welcher die Lage der trigonometrischen Punkte und der Hauptgrenzzeichen des zweiten Teiles aufgezeichnet sind.

5. Atlas der topographischen Grenzaufnahmen

Er besteht aus drei Teilen, je einem für jeden Sektor.

Jeder Atlas enthält:

eine Titelseite, eine Übersichtskarte des behandelten Sektors und eine «Erläuterung», welche die für die Arbeiten angewendeten Verfahren aufzählt, und eine Tafel der vereinbarten Zeichen;

eine gewisse Anzahl von Blättern im Massstab 1:25 000, welche die Aufnahmen des Grenzstreifens mit einheitlicher Numerierung für alle drei Sektoren enthält, dargestellt in einer Übersichtskarte, und eine Anzahl von Blättern, auf welchen der Grenzverlauf von Grenzstreifen besonderer Bedeutung im Massstab 1:10 000 oder in grösseren Massstäben dargestellt ist.

Alle diese Dokumente, welche durch die gemischte Kommission während der systematischen Revision des Grenzverlaufes erstellt wurden, bilden einen integrierenden Bestandteil dieses Abkommens und sind somit die neue und einzige Dokumentation der Grenzlinie der behandelten Grenze. Folglich werden alle früheren Vereinbarungen (Verträge, Abkommen, Berichte etc.), welche als Grundlagen für die Festlegung der Grenzlinie gedient haben und im Widerspruch mit den vorliegenden Dokumenten stehen, ausser Kraft gesetzt.

Das vorliegende Abkommen wird ratifiziert, und die Ratifikationsurkunden sollen in Rom sobald als möglich ausgetauscht werden. Es wird am Tag des Austausches der Ratifikationsurkunden in Kraft treten.

Das Abkommen ist in italienischer und deutscher Sprache in doppelten Originalen abgefasst. In Fällen von Unstimmigkeiten ist der italienische Text massgebend.

Zu Urkunde dessen haben die Bevollmächtigten dieses Abkommen unterzeichnet.

Bern, den 24. Juli 1941.

Pilet-Golaz


BS 11 106; BB1 1941 721


1 Neben dem Deutschen ist auch das Italienische Originaltext. In Fällen von Unstimmigkeiten ist jedoch nicht der deutsche, sondern der italienische Originaltext massgebend. Er findet sich unter der gleichen Nummer in der italienischen Ausgabe dieser Sammlung.
2 Art. 1 Ziff. 1 des BB vom 5. Dez. 1941 (AS 58 993)
3 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wiedergegeben.
4 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wiedergegeben.
5 [BS 11 83. SR 0.132.454.1]
6 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wiedergegeben.
7 [BS 11 74. SR 0.132.454.1]
8 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wiedergegeben.
9 Dieser Abschnitt wurde teilweise neu festgelegt durch das Abk. vom 25. Nov. 1952 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Italienischen Republik betreffend eine Grenzbereinigung im Val di Lei (SR 0.132.454.21). Siehe auch den Briefwechsel vom 26. Juni 1964 (SR 0.132.454.211)
10 [BS 11 74. SR 0.132.454.1]
11 Gemeint ist der vierte Streitpunkt.
12 [BS 11 80. SR 0.132.454.1]
13 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wiedergegeben.
14 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wiedergegeben.
15 Diese Teilstrecke wurde teilweise neu festgelegt durch die Abk. vom 5. April 1951 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Italienischen Republik betreffend die Bereinigung der Landesgrenze längs der Roggia Molinara zwischen den Gemeinden Chiasso und Como (SR 0.132.454.22) und auf der Strasse von Ponte-Chiasso (SR 0.132.454.23), durch das Abk. vom 23. Juni 1972 betrefend eine Grenzbereinigung längs des Breggia-Baches (SR 0.123.454.221) sowie durch das Abk. vom 12. Juni 1981 betreffend zwei Grenzbereinigungen bei den Grenzübergängen Mulini und Pedrinate (SR 0.132.454.25)
16 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wiedergegeben.
17 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wiedergegeben.
18 Dieser Abschnitt wurde teilweise neu festgelegt durch das Abk. vom 16. Mai 1961 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Italienischen Republik über eine Änderung der Grenze bei der See-Enge von Lavena und an der Tresa (SR 0.132.454.27).
19 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wiedergegeben.
20 Dieser Abschnitt wurde teilweise neu festgelegt durch das Abk. vom 16. Mai 1961 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Italienischen Republik über eine Änderung der Grenze bei der See-Enge von Lavena und an der Tresa (SR 0.132.454.27).
21 [BS 11 87. SR 0.132.454.1]
22 Gemeint ist der Neunte Anstand.
23 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wiedergegeben.
24 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wieder gegeben.
25 Dieser Abschnitt wurde teilweise neu festgelegt durch das Abk. vom 4. Juli 1952 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Italienischen Republik betreffend die Grenzbereinigung am Kriegalppass (SR 0.132.454.29).
26 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wieder gegeben.
27 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wieder gegeben.
28 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wieder gegeben.
29 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wieder gegeben.
30 Diese in der AS (AS 58 nach Seite 1016) veröffentlichte Beilage wird in der vorliegenden Sammlung nicht wieder gegeben.


Tamaro

Index

0.132.454.2

Testo originale1

Convenzione

fra la Confederazione Svizzera e il Regno d’Italia per la determinazione dei confine italo-svizzero nel tratto compreso fra Cima Garibaldi o Run Do ed il M. Dolent

Conchiusa il 24 luglio 1941
Approvata dall’Assemblea federale il 5 dicembre 19412
Istrumenti di ratificazione scambiati il 23 settembre 1942
Entrata in vigore il 23 settembre 1942

Il Consiglio federale svizzero e S. M. il Re d Italia e d’Albania e Imperatore d’Etiopia,

al termine della revisione sistematica del confine italo-svizzero, compiuta nel tratto compreso fra Cima Garibaldi o Run Do e il M. Dolent dalla Commissione mista italo-svizzera appositamente incaricata,

:nel desiderio di procedere di pieno accordo alla determinazione completa di tale confine precisandolo ove esistevano incertezze o fissandolo ex-novo ove se ne era ravvisata l’opportunità, per le ragioni in seguito specificate,

e nel desiderio di dare una nuova documentazione descrittiva e tecnica di tale confine,

hanno risoluto di concludere, a tale scopo, una convenzione e nominato i loro Plenipotenziari:

(Seguono i nomi dei plenipotenziari)

i quali, dopo essersi comunicati i loro pieni poteri trovati in buona e dovuta forma e dopo aver preso visione dell’intero lavoro di revisione compiuto dalla su menzionata Commissione mista,

hanno convenuto:

  Settore corrispondente al Canton Grigioni

  Tratto primo: corrispondente al Passo dei Fieno o Pass la Stretta fra il comune svizzero di Pontresina ed il comune italiano di Livigno.

Riconosciuto che il confine in corrispondenza al Passo del Fieno o Pass la Stretta dovrebbe svolgersi lungo la linea di displuvio del Passo e che tale linea taglia il Rifugio Militare svizzero costruito sul Passo, si stabilisce di abbandonare in questo tratto il criterio della linea di displuvio in modo che il rifugio rimanga per intero in territorio svizzero in analogia a quanto è stato convenuto a favore del Regno d’Italia circa il tratto quindicesimo della presente convenzione.

La linea di confine concordata viene fissata mediante sette termini nuovi numerati da 6 a 12. Essa si svolge come risulta dal rilievo alla scala di 1:10 000, allegato no 1 alla presente convenzione3 e cioè:

1.
dal termine no 6, situato immediatamente a nord dei Passo del Fieno o Pass la Stretta, sulla linea di displuvio della cresta che separa la Valle di Livigno, in parte italiana, dalla Vai dei Fain, in parte svizzera, ai successivi termini no 7, 8, 9, 10, li e 12, situato anche quest’ultimo sulla linea di displuvio su menzionata, il confine corre in linea retta di termine in termine;
2.
a nord dei termine no 6, come a sud dei termine no 12, il confine riprende la linea di displuvio della cresta che separa la Valle di Livigno, in parte italiana, dalla Vai del Fain, in parte svizzera.

  Tratto secondo: corrispondente alla testata di Valle Orsera fra il comune svizzero di Poschiavo ed il comune italiano di Livigno.

Riconosciuto che il confine in corrispondenza alla testata di Valle Orsera deve svolgersi in massima lungo la linea di displuvio della cresta che separa questa valle, in parte italiana, dalla Valle Agoné, in parte svizzera, si approva la linea di confine quale è stata fissata mediante otto termini nuovi, numerati da 8 a 15, e risulta nei suoi particolari dal rilievo alla scala di 1:10 000, allegato no 2 alla presente convenzione4, linea che si svolge come segue:

1.
dal termine no 7, situato sulla Forcola di Livigno, ai termini successivi, no 8, 9 e 10 e dal termine no 11 al termine no 12, si svolge lungo la linea di displuvio della cresta che separa la Valle Orsera (affluente della Valle di Livigno), in parte italiana, dalla Valle Agoné, in parte svizzera, sulla quale i cippi sono situati;
2.
dal termine no 10 al termine no 11, dal termine no 12 al termine no 13, dal termine no 13 al termine no 14, e da quest’ultimo al termine no 15 corre in linea retta.

  Tratto terzo: corrispondente a M. Masuccio ed alle sue pendici sud fra il comune svizzero di Brusio ed il comune italiano di Tirano.

Rilevato che il processo verbale 27 Agosto 1874 relativo all’incippamento del confine italo-svizzero fra Tirano e Brusio «in adempimento della «convenzione » di Berna del 31 Dicembre 18735» non è in armonia con quanto dispone tale «convenzione», circa il tratto compreso fra il termine no 9 (Pian Cavallino) e il termine no 13, perchè invece di tracciare una linea retta che dal termine no 9 porta alla sommità di M. Masuccio, come prescrive la «convenzione», ha prolungato l’allineamento termine no 5 (Sasso del Gallo) termine no 9 (Pian Cavallino) portando così il confine non sulla sommità di M. Masuccio, ma sulla cresta che unisce M. Masuccio al Corno Rosso e precisamente a m 224 circa ad est di M. Masuccio;

constatata inoltre la convenienza di mantenere come termini di confine i termini intermedi attualmente esistenti fra i termini no 9 e no 13 e cioè i termini no 10, 11 e 12 e l’andamento attuale della linea di confine fra questi termini (linea retta);

si stabilisce:

1.
di annullare il termine no 13 stabilito nel 1874;
2.
di fissare sul terreno un nuovo termine no 13 sulla sommità di M. Masuccio;
3.
di disporre che il confine fra il termine no 12 ed il nuovo termine no 13 corra in linea retta.

La linea di confine così stabilita risulta nei suoi particolari dal rilievo alla scala 1:25 000, allegato no 3 alla presente convenzione6.

  Tratto quarto: corrispondente alla testata dei Torrente Lovero fra il comune svizzero di Castasegna ed il comune italiano di Villa di Chiavenna.

Constatato che la convenzione fra l’Italia e la Svizzera del 27 Agosto 18637 quando afferma che la linea di confine sulla destra del fiume Mera è costituita «dall’asse del Torrente Lovero sino al confine non contestato» ha piena rispondenza nella realtà, e può essere applicata alla lettera inquantochè l’impluvio del Torrente Lovero, ben marcato sul terreno, ha precisamente origine immediatamente a valle «del confine non contestato» rappresentato dal breve tratto di cresta che si stacca a sud-sud-ovest di Pizzo Galleggione, si stabilisce che la linea di confine sulla destra del Fiume Mera corra lungo l’asse del Torrente Lovero sino alla sua origine sotto la cresta che si stacca a sud-sud-ovest di Pizzo Galleggione, come risulta dal rilievo alla scala 1:10 000, allegato no 4 alla presente convenzione8, asse che è stato precisamente fissato sul terreno, alla testata del Torrente Lovero, mediante i due termini nuovi no 7 e 8.

  Tratto quinto9 : compreso fra il Ponte del Mut d’Avers e la sommità di Cimalmotta o Piz Miez (Valle di Lei), fra i comuni svizzeri di Avers e di Innerferrera ed il comune italiano di Piuro.

Presa cognizione dei seguenti documenti:

«Convenzione fra l’Italia e la Svizzera per l’accertamento della frontiera tra la Lombardia e il Canton Grigioni», del 27 Agosto 186310, «Questione 4a»;

«Processo verbale di visita e redazione spiegativa dell’articolo 4º della convenzione 27 Agosto 1863 relativo al confine in Vai di Lei» del 22 Agosto 186411;

«Procès-verbal d’abornement de quelques points de la frontière entre l’Italie, province de Sondrio, et la Suisse, Canton des Grisons, d’après la convention signée a Tirano (Piatta Mala) le 27 Août 1863 et l’acte additionnel d’Andéer du 22 Août 1864» del 9 Agosto 1867*;

si stabilisce di tracciare il confine, nel tratto in esame, attenendosi, in massima, al testo dell’atto del 22 Agosto 1864 e cioè in relazione alla decisione di tracciare il confine in questo tratto come ai tratti settimo, ottavo, undicesimo, tredicesimo e quattordicesimo della presente convenzione, globalmente mediante reciproche concessioni;

si approva quindi il tracciato sul terreno della linea di confine concordata, quale è stata fissata mediante 26 termini, numerati da 21 a 46 (di cui 24 nuovi) e un punto trigonometrico italiano e svizzero (Cimalmotta o Piz Miez); si stabilisce altresì:

1.
dal termine no 21 (collocato nel 1894 col no 3) situato sulla destra del Reno di Lei immediatamente a monte dal Ponte del Mut d’Avers, al termine no 22 (collocato nel 1867 pure col no 3) ed ai successivi termini nuovi dal no 23 al no 46 il confine corre in linea retta di termine in termine;
2.
dal termine no 46 al punto trigonometrico situato sulla sommità di Cimalmotta o Piz Miez, parimenti corre in linea retta.

La nuova linea di confine risulta nei suoi particolari dal rilievo alla scala 1:10 000, allegato n° 5 alla presente convenzione12.

*

Data della riunione della Commissione incaricata dell’incippamento. Il verbale venne firmato poi a Losanna il 24 dicembre 1867 e a Coira l’Il gennaio 1868 dai Delegati svizzeri; a Torino il 30 gennaio 1868 dai Delegati italiani.

  Tratto sesto: corrispondente al Passo Baldiscio o Balniscio fra il comune svizzero di Mesocco e il comune italiano di Isolato.

Riconosciuto che il confine in corrispondenza al Passo Baldiscio o Balniscio deve svolgersi secondo quanto stabiliscono i documenti 7 Luglio 1472 e 29 Luglio 1653 si approva il tracciato sul terreno della linea di confine, quale risulta nei suoi particolari dal rilievo alla scala di 1:25 000, allegato no 6 alla presente convenzione13, linea che è stata appoggiata a cinque termini nuovi numerati da 12 a 16.

L’andamento della linea di confine fra tali termini è il seguente:

1.
dal termine no 12, situato sulla linea di displuvio della catena principale delle Alpi Retiche, fra Pizzo dei Rossi o dei Tre Spartiacque e Pizzo di Curciusa, il confine lascia tale linea di displuvio, volge a sud e corre in linea retta sino al termine no 13;
2.
dal termine no 13 al termine no 14 corre lungo la linea di displuvio della piccola cresta chiamata Filo dei Sassi su cui trovansi i due termini;
3.
dal termine no 14 al termine no 15, situato in località chiamata Serraglia, e da quest’ultimo al termine no 16 corre in linea retta;
4.
dal termine no 16 a M. Baldiscio o Balniscio, dove il confine si riallaccia al confine non contestato, esso si svolge lungo la linea di displuvio della cresta che li unisce.

  Settore corrispondente al Canton Ticino14 

  Tratto settimo: compreso fra il termine no 21 L e il termine no 22 (versante sinistro di Val di Gotta) fra il comune svizzero di Arogno e il comune italiano di Pellio.

In relazione alla decisione di tracciare il confine in questo tratto come ai tratti quinto, ottavo, undicesimo, tredicesimo e quattordicesimo della presente convenzione globalmente mediante reciproche concessioni; in deroga di quanto dispone, in merito, il verbale del 20 Agosto 1925 «Processo verbale di delimitazione del confine italo-svizzero dal termine 21.L al 24»; si stabilisce che il confine si svolga come risulta dal rilievo alla scala di 1:1000 allegato no 7 alla presente convenzione15 e cioè fra i termini già esistenti:

no 21.L (costituito da un cippo e da una incisione su roccia) situato a cavallo della Val di Gotta e no 21.M, situato sulla cresta che si stacca a nordest di Cima della Crocetta;

no 21.M e no 22, situato anche quest’ultimo sulla cresta su menzionata; il confine corre in linea retta.

  Tratto ottavo: compreso fra il termine no 26.E e il termine no 27 in località chiamata Costa di Sella fra il comune svizzero di Muggio e il comune italiano di S. Fedele.

In relazione alla decisione di tracciare il confine in questo tratto come ai tratti quinto, settimo, undicesimo, tredicesimo e quattordicesimo della presente convenzione globalmente mediante reciproche concessioni; in deroga di quanto dispongono, in merito, il Trattato di Varese (1755, 22 Ottobre «Regolamento e descrizione dei confini tra lo Stato di Milano ed il Baliaggio svizzero di Mendrisio») ed il verbale 17 Ottobre 1900 (Processo verbale di delimitazione della frontiera italo-svizzera fra la sponda orientale del Lago di Lugano e il termine no 58); si stabilisce che il confine, nel tratto in questione, si svolga come risulta dal rilievo alla scala di 1:10 000, allegato no 8 alla presente convenzione16 e cioè fra i termini già esistenti:

no 26.E, situato a nord-est dell’Alpe di Sella;

no 27, situato sulla destra del Torrente Breggia all’altezza del Cimitero di Erbonne;

corre in linea retta.

  Tratto nono17 : compreso fra Ponte Tresa e lo Stretto di Lavena. Andamento della linea di confine sullo specchio del Laghetto di Lavena fra i comuni svizzeri di Ponte Tresa e Caslano e il comune italiano di Lavena Ponte Tresa.

Tenuto presente il «Regolamento e descrizione dei confini tra lo Stato di Milano e il Baliaggio Svizzero di Lugano in esecuzione del trattato di Varese Parte Prima» dei 21 Luglio 1754 e la convenzione del 21 Settembre 1678, richiamata esplicitamente in tale «regolamento» si stabilisce che da Ponte Tresa, ove trovasi il termine no 48.B, allo stretto di Lavena, il confine corra lungo la mediana del Laghetto di Lavena come risulta dal rilievo alla scala di 1:25 000 allegato no 9 alla presente convenzione18.

  Tratto decimo19 : corrispondente al Fiume Tresa fra i comuni svizzeri di Ponte Tresa, Croglio e Monteggio e i comuni italiani di Lavena Ponte Tresa e Cadegliano Viconago.

In considerazione dello stato attuale del Fiume Tresa, soggetto alla possibilità di vagare oltre la riva destra (svizzera) che in taluni tratti è al livello stesso dei fiume e senza difesa, allo scopo di conferire alla linea di confine lungo questo fiume la necessaria stabilità e di renderla, nel contempo, facilmente reperibile agli agenti di frontiera dei due Stati, si stabilisce, in deroga alla «Convenzione conchiusa tra il Regno d’Italia e la Confederazione Svizzera per l’accertarnento della frontiera fra la Lombardia e il Canton Ticino» in data 5 Ottobre 186120 «Questione nona»:

1.
da Ponte Tresa, ove trovasi il termine no 48.B, al Ponte Cremenaga, sul quale trovasi il termine no 48.A, e più a valle sino all’altezza del termine no 48, il confine corre lungo la mediana del Fiume Tresa, intendendo per «Fiume Tresa» l’intero complesso del letto;
2.
il letto dei Fiume Tresa e la sua mediana, dai termini già esistenti no 48.B e no 48.A, situati in corrispondenza di tale mediana, sono stati fissati mediante no 18 termini nuovi numerati da 48.A.1 a 48.A.18, costituiti ciascuno da una coppia di cippi disposti a cavallo del fiume;
3.
la linea di confine concordata e la posizione dei nuovi termini risultano nei loro particolari dal rilievo alla scala 1:10 000, allegato no 10 alla presente convenzione21.

  Tratto undicesimo: compreso fra il termine no 14 (Monticello di Finardo) e il termine no 15 (Punta di Polà) fra il comune svizzero di Indemini e il comune italiano di Veddasca.

In relazione alla decisione di tracciare il confine in questo tratto come ai tratti quinto, settimo, ottavo, tredicesimo e quattordicesimo della presente convenzione globalmente mediante reciproche concessioni; in deroga di quanto dispone in merito il Trattato dì Varese (1754, 22 Giugno «Regolamento e descrizione dei confini tra lo Stato di Milano e il Baliaggio svizzero di Locarno»); si stabilisce che la linea di confine fra il termine no 14 (Monticello di Finardo) e il termine no 15 (Punta di Polà) si svolge lungo la linea di displuvio della cresta che si stacca da Punta di Polà sulla quale i termini sono situati.

La nuova linea di confine risulta nei suoi particolari dal rilievo alla scala di 1:10 000 allegato no 11 alla presente convenzione 22 ed è stata fissata da due termini nuovi: no 14.A e no 14.B.

  Settore corrispondente al Canton Vallese

  Tratto dodicesimo23 : corrispondente al Passo dei Gries o Griespass fra il comune svizzero di Ulrichen e il comune italiano di Formazza.

Preso in esame il confine in corrispondenza del Passo dei Gries o Griespass, tracciato lungo la linea di displuvio del Passo dai processi verbali del 6 Settembre 1920 e del 31 Agosto 1921, constatato che tale linea di displuvio fissa un confine difficilmente reperibile sul terreno e perciò di difficile controllo, specialmente nel tratto in cui si svolge sul ghiacciaio del Gries o Griesgletscher, si stabilisce di modificare tale confine mediante reciproci compensi calcolati sulla base della linea di displuvio e ciò appunto allo scopo di eliminare gli inconvenienti su menzionati.

La nuova linea di confine viene fissata da 4 termini portanti i no 1, 1.A, 2 e 3 e risulta nei suoi particolari dal rilievo alla scala di 1:10 000, allegato no 12 alla presente convenzione24 e cioè:

1.
dal termine no (zero) collocato nel 1929 sul Corno Gries o Grieshorn, procedendo verso ovest, il confine si svolge lungo la linea di displuvio della cresta principale delle Alpi Lepontine sino ad un punto situato a S. E. a m 130 circa dal termine no 1, dal quale punto raggiunge tale termine no 1 seguendo la linea di displuvio della cresta secondaria su cui quest’ultimo è situato.
2.
dal termine no 1 al termine no 1.A, dal termine no LA al termine no 2 e da quest’ultimo al termine no 3 il confine corre in linea retta.
3.
dal termine no 3, situato sulla linea di displuvio della cresta secondaria che si stacca a nord-est del Corno dei Camosci o Bettelmatthorn, il confine si svolge lungo la linea di displuvio di tale cresta secondaria sino alla sommità del Corno dei Camosci o Bettelmatthorn, da cui riprende a seguire la linea di displuvio della cresta principale delle Alpi Lepontine.

  Tratto tredicesimo: compreso tra la rotabile dei Sempione e Pizzo l’Omo fra il comune svizzero di Zwischbergen e il comune italiano di Trasquera.

In relazione alla decisione di tracciare il confine in questo tratto come ai tratti quinto, settimo, ottavo, undicesimo e quattordicesimo della presente convenzione globalmente mediante reciproche concessioni, dopo aver preso cognizione del verbale del 7 Agosto 1906 redatto dalla Commissione incaricata di determinare il confine a cavallo del Torrente Diveria il cui testo non è in armonia coi rilievo alla scala 1:20 000 annesso a tale verbale si stabilisce:

1.
il confine nel tratto compreso fra i termini attualmente esistenti no 7, situato sulla sinistra dei Torrente Diveria, sul ciglio a monte della rotabile del Sempione, no 6 e no 5 situati sulla destra del Torrente Diveria, si svolge secondo quanto prescrive il testo del verbale del 7 Agosto 1906 come risulta dal rilievo alla scala di 1:1000, allegato no 13 alla presente convenzione25 e cioè dal cippo no 7 al cippo no 6 corre in linea retta, dal cippo no 6 al cippo no 5 corre parimenti in linea retta;
2.
nel tratto compreso fra i termini attualmente esistenti no 3, no 2, no 1, situati sulla cresta che si stacca a nord-ovest di Pizzo l’Omo e fra il termine no 1 e Pizzo l’Omo, il confine si svolge come risulta dal rilievo alla scala di 1:20 000 allegato no 14 alla presente convenzione26 e cioè dal termine no 3 al termine no 2 corre in linea retta, così dal termine no 2 al termine no 1 e dal termine no 1 a Pizzo l’Omo.

  Tratto quattordicesimo: corrispondente al Rifugio Osservatorio Regina Margherita (Punta Gnifetti o Signalkuppe) fra il comune svizzero di Zermatt e i comuni italiani di Macugnaga e Alagna.

Riconosciuto che la linea di confine nel tratto in esame dovrebbe svolgersi lungo la linea di displuvio della cresta principale del M. Rosa e che tale linea taglia il Rifugio Osservatorio Regina Margherita del Centro Alpinistico Italiano, in relazione alla decisione di tracciare il confine in questo tratto come ai tratti quinto, settimo, ottavo, undicesimo e tredicesimo della presente convenzione, globalmente mediante reciproche concessioni, si stabilisce di abbandonare il criterio della linea di displuvio in corrispondenza a tale rifugio in modo che esso rimanga per intero in territorio italiano.

La linea di confine concordata viene fissata mediante due termini nuovi portanti i numeri 1 e 2. Essa si svolge come risulta dalla planimetria alla scala di 1:200 allegato no 15 alla presente convenzione27 e cioè:

1.
dal termine no 1 situato a nord-est dei rifugio, sulla linea di displuvio, della cresta principale del M. Rosa, proseguendo verso sud-ovest abbandona la linea di displuvio e raggiunge in linea retta (m 7,10 circa) il piede dello spigolo nord dei muro che costituisce il basamento su cui giace il Rifugio Osservatorio Regina Margherita, segue poi il piede di tale muro lungo l’intero lato nord-ovest e lungo parte del lato sud-ovest sino al termine no 2, situato sulla predetta linea di displuvio della cresta principale dei M. Rosa in prossimità della scala d’ingresso del rifugio;
2.
a sud-ovest dei termine no 2, il confine riprende a seguire, come a nord dei termine no 1, la linea di displuvio della cresta principale del M. Rosa.

  Tratto quindicesimo: corrispondente al Rifugio Principe di Piemonte dei Centro Alpinistico Italiano situato sul Passo S. Teodulo o Theodulpass fra il comune svizzero di Zermatt e il comune italiano di Valturnenza.

Riconosciuto che il confine in corrispondenza al Rifugio Principe di Piemonte del Centro Alpinistico Italiano situato a nord del Passo S. Teodulo o Theodulpass dovrebbe svolgersi lungo la linea di displuvio della cresta principale delle Alpi Pennine e che tale linea taglia il rifugio anzidetto, si stabilisce di abbandonare in corrispondenza a questo breve tratto il criterio della linea di displuvio in modo che il rifugio rimanga per intero in territorio italiano, in analogia a quanto è stato convenuto a favore della Confederazione Svizzera circa il «tratto primo» della presente convenzione.

La linea di confine concordata viene fissata mediante 4 termini nuovi portanti i no 1, 2, 3, 4. Essa si svolge come risulta dalla pianimetria alla scala 1:400, allegato no 16 alla presente convenzione28 e cioè dal termine no 1, situato a sud del Rifugio Principe di Piemonte sulla linea di displuvio della cresta principale delle Alpi Pennine, il confine, proseguendo verso nord, abbandona tale linea e raggiunge in linea retta il termine no 2 situato sull’estremo sud dei muretto che costituisce il parapetto che limita ad est il piazzale del rifugio; dal termine no 2 segue l’asse di tale muretto sino al suo estremo nord dove trovasi il termine no 3 dal quale poi raggiunge in linea retta il termine no 4 situato a nord del Rifugio sulla linea di displuvio della cresta principale delle Alpi Pennine.

  Documentazione

I documenti ufficiali di confinazione compilati sono:

1 .«Raccolta dei verbali delle sedute della Commissione.»

Comprende gli accordi presi e tutte le disposizioni attuate per lo svolgimento dei lavori di revisione compiuti e per la documentazione finale.

2. «Verbali dei termini.»

I verbali sono raccolti per sezioni o per tratti, in cui le sezioni a loro volta sono suddivise, in apposite cartelle con una premessa particolare per ogni sezione o per ogni tratto. Tutte le sezioni di ogni settore sono poi riunite in un’unica cartella che comprende ancora una «premessa generale» al settore la quale contiene notizie sommarie sul lavoro di revisione compiuto e dati generali e particolari sul settore considerato e sull’incippamento.

Le premesse alle sezioni o ai tratti contengono invece una «descrizione sommaria della linea di confine» della sezione o del tratto e un «elenco dei termini e descrizione della linea di confine di termine in termine» compilato in modo schematico per rendere più evidente il testo dei verbali e più pronta e facile la ricerca e la consultazione di essi.

3. «Libretto descrizione della linea di confine.»

Sono tre, uno per ciascun settore e vennero compilati allo scopo di fornire un documento sintetico e di uso pratico per tutto quanto riguarda i lavori compiuti ed i documenti di confinazione compilati. Ciascuno di essi contiene:

in una «parte prima» notizie sui procedimenti seguiti, sui lavori compiuti e sulla documentazione definitiva compilata tolte dalla «premessa generale» ai settori del documento «Verbali dei termini»;
in una «parte seconda» i principali dati relativi al settore e sui vari tipi di termini in esso esistenti, la sua ripartizione in sezioni e per ciascuna di tali sezioni e dei tratti in cui esse furono a loro volta suddivise, una «descrizione sommaria della linea di confine» e un «elenco dei termini e descrizione della linea di confine di termine in termine» procedendo sempre in uno stesso senso, dati questi che furono tratti dalla «premessa generale» suddetta e dalle premesse alle sezioni o ai tratti.

4. «Raccolta degli elementi trigonometrici.»

Sono tre fascicoli, uno per ciascun settore e contengono gli elementi numerici della linea di confine.

Ciascuno di essi consta di 4 parti e cioè:

parte prima:«Relazione sui lavori geodetici e celerimetrici» che contiene tutte le notizie relative ai diversi lavori tecnici eseguiti dai due Stati per la determinazione dei termini principali e secondari;
parte seconda:«Elenchi degli elementi geodetici italiani e svizzeri impiegati per le operazioni di confinazione» che contengono i lavori geodetici dei punti trigonometrici italiani e svizzeri, situati sulla linea di confine, ed i lavori geodetici dei punti trigonometrici delle triangolazioni italiana e svizzera usati per la determinazione dei termini di confine;
parte terza:«Elenco degli elementi geodetico-topografici dei termini di confine» che contiene i valori geodetico-topografici dei termini principali e secondari;
parte quarta:contiene una «tabella per il passaggio delle coordinate geografiche dal sistema italiano a quello svizzero e viceversa» e una carta topografica alla scala di 1:100 000 sulla quale venne segnata la posizione dei punti trigonometrici e dei termini principali elencati nella parte seconda.

5. «Atlante dei rilievo della linea di confine.»

È suddiviso in tre fascicoli, uno per ciascun settore. Ogni fascicolo contiene:

una copertina con l’intestazione, una tavola coi quadro d’unione dei fogli dei settore considerato ed una «nota» contenente un cenno dei procedimenti usati per i lavori, ed una tavola coi segni convenzionali adottati;
un certo numero di fogli rappresentanti la striscia di confine alla scala di 1:25 000 aventi una numerazione unica per tutti i tre settori, secondo un unico piano d’insieme e un certo numero di fogli rappresentanti i rilievi parziali alle scale di 1:10 000 e scale maggiori dei tratti di confine di maggiore importanza.

Tutti questi documenti compilati dalla Commissione mista durante la revisione sistematica della linea di confine fanno parte integrante della presente convenzione e costituiscono la nuova ed unica documentazione della linea di confine nel tratto considerato. Di conseguenza tutte le disposizioni contenute nella documentazione preesistente (trattati, convenzioni, processi verbali ecc.) che hanno servito di base per la determinazione della linea di confine che fossero in contrasto con tali documenti sono abrogate.

La presente convenzione sarà ratificata e le ratifiche relative saranno scambiate a Roma il più presto possibile. Essa entrerà in vigore il giorno dello scambio degli istrumenti di ratifica.

La convenzione è redatta in italiano e in tedesco e in duplice originale. in caso di divergenza farà fede il testo italiano.

In fede di che, i plenipotenziari hanno firmato la presente convenzione.

Berna, il 24 luglio 1941.

Pilet-Golaz

Tamaro


CS 11 100; FF 1941 279


1 Anche il testo tedesco, pubblicato sotto lo stesso numero nell’ediz. ted. della presente Raccolta, è originale, ma non fa fede in caso di contestazione.
2 Art. 1 n. 1 del DF del 5 dic. 1941 (RU 58 1039).
3 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
4 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
5 [CS 11 78. RS 0.132.454.1]
6 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
7 [CS 11 70.RS 0.132.454.1]
8 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
9 Questo tratto è stato modificato in parte dalla conv. dei 25 nov. 1952 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica Italiana concernente una modificazione di confine nella Valle di Lei (RS 0.132.454.21). Vedi anche lo scambio di lettere dei 26 giu. 1964 (RS 0.132.454.211).
10 [CS 11 70. RS 0.132.454.1]
11 [CS 11 76. RS 0.132.454.1]
12 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
13 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
14 Questo settore è stato modificato in parte dalle conv. del 5 apr. 1951 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica Italiana concernenti la rettifica di confine lungo la Roggia Molinara, fra i comuni di Chiasso e Como (RS 0.132.454.22) e una rettifica della frontiera al varco stradale di Ponte Chiasso (RS 0.132.454.23), dalla conv. del 23 giu. 1972 concernente una rettifica del confine lungo il torrente Breggia (RS 0.132.454.221) e dalla conv. del 12 giu. 1981 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica Italiana concernente due rettifiche del confine al Valico dei Mulini e Pedrinate (RS 0.132.454.25).
15 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
16 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
17 Questo tratto è stato modificato in parte dalla conv. dei 16 mag. 1961 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica Italiana concernente una modificazione dei confine nello stretto di Lavena e sulla Tresa (RS 0.132.454.27).
18 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
19 Questo tratto è stato modificato in parte dalla conv. del 16 mag. 1961 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica Italiana concernente una modificazione del confine nello stretto di Lavena e sulla Tresa (RS 0.132.454.27).
20 [CS 11 82. RS 0.132.454.1]
21 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
22 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
23 Questo tratto è stato modificato in parte dalla conv. del 4 lug. 1952 tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica Italiana concernente la rettifica di confine al Passo Cornera o Kriegalppass (RS 0.132.454.29).
24 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
25 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
26 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
27 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.
28 Questo allegato, pubblicato nella RU (RU 58 dopo la pag. 1046), non è riprodotto nella presente Raccolta.


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