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721.311

Bundesbeschluss

über die Zusicherung eines Bundesbeitrages
an den Kanton Zürich für eine Limmatkorrektion
sowie die Erstellung eines neuen Wehres in Zürich
zwecks Regulierung der Wasserstände des Zürichsees

vom 24. Juni 1938 (Stand am 24. Juni 1938)

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

in Anwendung des Artikels 23 der Bundesverfassung1, nach Einsicht in das Schreiben des Regierungsrates des Kantons Zürich vom 15. Juli 1937, nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 29. April 19382,

beschliesst:

Art. 1 Bundesbeitrag

Bundesbeitrag

1 Dem Kanton Zürich wird für die Korrektion der Limmat und die Erstellung eines Regulierwehres in Zürich ein Bundesbeitrag zugesichert. Diese Arbeiten bezwecken die Senkung der Hochwasserstände des Zürichsees sowie eine bessere Regulierung seiner Wasserstände überhaupt, im Interesse der drei Seeuferkantone Zürich, Schwyz und St. Gallen. Dadurch wird auch die bauliche Entwicklung der Stadt im Bereiche der Korrektion begünstigt.

2 Die Bundessubvention beträgt 40 Prozent der wirklichen Kosten, höchstens aber 1 780 000 Franken, d. h. 40 Prozent der Voranschlagssumme von 4,45 Millionen Franken.

3 Der Bund zahlt seinen Beitrag in Jahresraten aus nach Massgabe der bereits ausgeführten Bauarbeiten. Diese Jahresraten dürfen 700 000 Franken nicht überschreiten.

4 Über die Verteilung der nach Abzug des Bundesbeitrages verbleibenden Kosten unter sich werden sich die Kantone Zürich, Schwyz und St. Gallen verständigen.

5 Sofern die Etzelwerk AG dem Kanton Zürich einen Beitrag an die Regulierungsarbeiten leistet, fällt dem Bunde ein Anteil im Verhältnis seines Beitrages zu.

6 Wenn dem Kanton Zürich weitere Einnahmen zufallen durch Veräusserung von Liegenschaften während der Bauzeit auf dem Abschnitt, auf den sich die Limmatkorrektion erstreckt, erhalten Bund und Kantone Anteile im Verhältnis ihrer Beiträge, sofern diese Einnahmen die Folge von Bauten sind, welche vom Bunde subventioniert worden sind.

Art. 2 Korrektions- projekt

Korrektions- projekt

Die Korrektionsarbeiten und das Regulierwehr sind nach dem von der Stadt Zürich im Jahre 1935 aufgestellten Projekt auszuführen. Beim Regulierwehr sollen Notverschlüsse angebracht werden können; ferner ist eine Kahnrampe zu erstellen. Wesentliche Abweichungen vom Projekt dürfen nur mit Zustimmung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation1 sowie der Regierungen der Kantone Schwyz und St. Gallen vorgenommen werden.


1 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (SR 170.512.1) angepasst. Diese Änd. ist im ganzen Erlass berücksichtigt.

Art. 3 Ausführung der Arbeiten

Ausführung der Arbeiten

1 Im Einverständnis mit den Kantonen Schwyz und St. Gallen übernimmt der Kanton Zürich die Ausführung der Arbeiten. Er kann damit die Stadt Zürich beauftragen; auch in diesem Falle bleibt er aber dem Bunde gegenüber verantwortlich.

2 Der Wettbewerb für die Ausführung der Arbeiten darf nicht auf den Kanton Zürich allein beschränkt werden, sondern muss sich auf die ganze Schweiz erstrecken.

3 Die Bauleitung hat dafür zu sorgen, dass während des Baues die Abflussverhältnisse des Zürichsees gegenüber dem bisherigen Zustande nicht wesentlich verschlimmert werden. Die Regulierung des Seestandes während der Bauzeit ist gemäss den Grundsätzen des provisorischen Reglementes durchzuführen.

4 Die in Verbindung mit der Zürichseeregulierung geplanten eigenen Bauarbeiten der Stadt Zürich haben sich den Regulierungsarbeiten anzupassen und dürfen deren Wirkung nicht beeinträchtigen.

Art. 4 Unterhalt

Unterhalt

Der Kanton Zürich ist dem Bunde gegenüber verantwortlich, dass die sämtlichen Anlagen jederzeit in gutem und betriebssicherem Zustande erhalten werden.

Art. 5 Betrieb

Betrieb

1 Der Kanton Zürich stellt im Einvernehmen mit den Kantonen Schwyz und St. Gallen das «Reglement für die Regulierung der Wasserstände des Zürichsees» auf, das der Genehmigung des Bundesrates bedarf. Die Frühjahrs- und Sommerwasserstände sind auf einer den hygienischen Bedürfnissen und den baulichen Verhältnissen am Zürichsee Rücksicht tragenden Höhe zu halten. Sollten sich die Kantone innert einer vom Bundesrate zu bezeichnenden Frist nicht einigen können, so stellt der Bundesrat das Reglement auf. Bis zur Inkraftsetzung des endgültigen Wehrreglementes hat die Regulierung gemäss den Grundsätzen des provisorischen Reglementes zu erfolgen.

2 Der Kanton Zürich hat das Regulierwehr auf eigene Kosten zu bedienen. Er kann damit die Stadt Zürich beauftragen, bleibt aber dafür dem Bunde und den anderen Kantonen gegenüber verantwortlich. Er liefert den Kantonen Schwyz und St. Gallen monatlich die Angaben über die Wehrstellungen.

3 Die Regulierung hat so zu geschehen, dass Änderungen im Wasserabfluss allmählich erfolgen.

Art. 6 Fristen

Fristen

1 Mit dem Bau ist innert eines Jahres1, vom Datum an, an welchem die Stimmberechtigten des Kantons Zürich den Kredit erteilten, zu beginnen; die Bauzeit soll nicht mehr als vier Jahre betragen.

2 Dem Kanton Zürich wird eine Frist von zehn Monaten gewährt, um zu erklären, ob er den vorstehenden Bundesbeschluss annehmen will, sonst fällt dieser dahin.

3 Während des Baues hat der Kanton Zürich dem Bundesamt für Umwelt2 über den Fortgang der Arbeiten vierteljährlich Bericht zu erstatten.

4 Mit der Schlussabrechnung hat der Kanton Zürich die hauptsächlichsten Ausführungspläne dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation auszuhändigen.


1 Mit dem Bau wurde 1949 begonnen, nachdem die Frist zweimal, letztmals durch Art. 1 des BRB vom 16. Febr. 1943 betreffend die Limmatkorrektion und die Erstellung eines neuen Wehres zwecks Regulierung der Wasserstände des Zürichsees [AS 59 133] verlängert wurde.
2 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (SR 170.512.1) angepasst.

Art. 7 Inkrafttreten und Vollzug

Inkrafttreten und Vollzug

1 Dieser Beschluss tritt als nicht allgemein verbindlich sofort in Kraft.

2 Der Bundesrat ist mit seinem Vollzug beauftragt.


 AS 54 289


1 [BS 1 3]2 BBl 1938 I 649


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721.311

Decreto federale

che accorda un sussidio al Cantone di Zurigo
per una correzione della Limmat e per la costruzione,
a Zurigo, di una nuova diga per la sistemazione del livello
delle acque del lago di Zurigo

del 24 giugno 1938 (Stato 24 giugno 1938)

L’Assemblea federale della Confederazione Svizzera,

visto l’articolo 23 della Costituzione federale1; vista la lettera ufficiale del Consiglio di Stato del Cantone di Zurigo del 15 luglio 1937; visto il messaggio del Consiglio federale del 29 aprile 1938,

decreta:

Art. 1 Sussidio federale

Sussidio federale

1 Al Cantone di Zurigo è accordato un sussidio per la correzione della Limmat e la costruzione di una diga di sistemazione a Zurigo. Questi lavori hanno per iscopo di abbassare gli alti livelli del lago di Zurigo, di garantire in generale una migliore sistemazione dei suoi livelli nell’interesse dei tre Cantoni rivieraschi, Zurigo, Svitto e San Gallo, e di favorire, lungo il tratto corretto, lo sviluppo edilizio della città di Zurigo.

2 Questo sussidio è fissato al quaranta per cento delle spese effettive. Esso non potrà superare l’importo di 1 780 000 franchi, cioè il quaranta per cento del preventivo ammontare a 4 450 000 franchi.

3 Esso sarà versato mediante acconti annuali non superiori a 700 000 franchi e a mano a mano che progrediscano i lavori.

4 I Cantoni di Zurigo, Svitto e San Gallo si metteranno d’accordo circa la ripartizione delle spese dei lavori, previa deduzione del sussidio federale.

5 Se l’Etzelwerk S.A. verserà un contributo finanziario ai lavori di sistemazione, alla Confederazione spetterà una parte dello stesso proporzionata al suo sussidio.

6 Se durante il periodo di costruzione la vendita di immobili situati lungo il tratto della correzione della Limmat, procurerà al Cantone di Zurigo nuove entrate, la Confederazione e i Cantoni riceveranno quote proporzionate all’ammontare dei loro sussidi, purché quelle entrate risultino da opere sussidiate dalla Confederazione.

Art. 2 Progetto di correzione

Progetto di correzione

I lavori di correzione e la diga di sistemazione saranno eseguiti secondo il progetto allestito nel 1935 dalla città di Zurigo. Le aperture della diga dovranno poter essere chiuse mediante impianti di soccorso; dovrà pure essere costruita una rampa d’approdo. Il progetto non potrà subire modificazioni importanti senza il consenso del Dipartimento federale dell’ambiente, dei trasporti, dell’energia e delle comunicazioni 1, nonché dei Cantoni di Svitto e di San Gallo.


1 La designazione dell’unità amministrativa è stata adattata in applicazione dell’art. 16 cpv. 3 dell'O del 17 nov. 2004 sulle pubblicazioni (RS 170.512.1). Di detta modificazione è stato tenuto conto in tutto il presente testo.

Art. 3 Esecuzione dei lavori

Esecuzione dei lavori

1 Il Cantone di Zurigo assumerà l’esecuzione dei lavori d’intesa con i Cantoni di Svitto e di San Gallo. Esso potrà incaricarne la città di Zurigo, ma anche se farà uso di questa facoltà, resterà responsabile verso la Confederazione.

2 Il concorso per l’appalto dei lavori non sarà limitato al Cantone di Zurigo; esso si estenderà a tutta la Svizzera.

3 La direzione dei lavori vigilerà affinché durante i lavori le condizioni di scolo del lago di Zurigo non peggiorino in misura notevole rispetto a quelle attuali. La sistemazione del livello del lago durante il periodo di costruzione avrà luogo secondo i principî contenuti nel regolamento provvisorio.

4 Le opere che la città di Zurigo intende eseguire essa stessa in relazione con la sistemazione del lago dovranno essere adattate a questi lavori e non comprometterne gli effetti.

Art. 4 Manutenzione

Manutenzione

Il Cantone di Zurigo risponde, di fronte alla Confederazione, del costante buono stato e del funzionamento sicuro dell’insieme degli impianti.

Art. 5 Uso

Uso

1 Il Cantone di Zurigo, d’intesa con i Cantoni di Svito e di San Gallo, emanerà il «Regolamento per la sistemazione dei livelli delle acque del lago di Zurigo», che sarà sottoposto all’approvazione del Consiglio federale. Se i Cantoni non potessero mettersi d’accordo entro il termine fissato dal Consiglio federale, quest’ultimo emanerà esso stesso il regolamento. La sistemazione avrà luogo secondo i principî del regolamento provvisorio fino all’entrata in vigore del regolamento definitivo.

2 Il Cantone di Zurigo assicurerà a sue spese il funzionamento della diga di sistemazione. Esso potrà incaricarne la città di Zurigo; ma risponderà di fronte alla Confederazione e agli altri Cantoni. Ogni mese esso fornirà ai Cantoni di Svitto e di San Gallo le indicazioni necessarie concernenti le posizioni delle chiuse della diga.

3 La sistemazione dovrà apportare al regime delle acque solo modificazioni insensibili.

Art. 6 Termini

Termini

1 I lavori dovranno essere incominciati nel termine di un anno1 a decorrere dal giorno in cui gli elettori del Cantone di Zurigo avranno votato il credito necessario; la durata dei lavori non dovrà oltrepassare quattro anni.

2 È assegnato al Cantone di Zurigo il termine di dieci mesi per dichiarare se accetta il presente decreto. In caso contrario questo cesserà di avere effetto.

3 Durante i lavori il Cantone di Zurigo invierà ciascun trimestre un rapporto sul loro avanzamento all'Ufficio federale dell'ambiente2.

4 Alla chiusura dei conti, il Cantone di Zurigo consegnerà i principali piani d’esecuzione al Dipartimento federale dell’ambiente, dei trasporti, dell’energia e delle comunicazioni.


1 I lavori sono incominciati nel 1949, il termine essendo stato prorogato due volte, di cui l’ultima dal DCF 16 feb. 1943 concernente la correzione della Limmat e la costruzione di una diga per la sistemazione del livello del lago di Zurigo [RU 59 137].
2 La designazione dell’unità amministrativa è stata adattata in applicazione dell’art. 16 cpv. 3 dell'O del 17 nov. 2004 sulle pubblicazioni (RS 170.512.1).

Art. 7 Entrata in vigore ed esecuzione

Entrata in vigore ed esecuzione

1 Il presente decreto, non essendo di carattere obbligatorio generale, entra immediatamente in vigore.

2 Il Consiglio federale è incaricato di eseguirlo.


1 [CS 1 3]


Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei. Publikationsverordnung, PublV.
Il presente documento non è una pubblicazione ufficiale. Fa unicamente fede la pubblicazione della Cancelleria federale. Ordinanza sulle pubblicazioni ufficiali, OPubl.
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