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721.831

Verordnung über die Berechnung des Wasserzinses

(Wasserzinsverordnung, WZV)1

vom 12. Februar 1918 (Stand am 1. Januar 1986)

Der Schweizerische Bundesrat,

in Ausführung der Artikel 49, 51 und 74 Absatz 2 des Bundesgesetzes vom 22. Dezember 19162 über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte (im folgenden Gesetz genannt), auf den Antrag seines Departements des Innern,

beschliesst:

Art. 11A. Allgemeine Bestimmungen / I. Berechnungsgrundsätze

A. Allgemeine Bestimmungen

I. Berechnungsgrundsätze

1 Der Berechnung des höchstzulässigen Wasserzinses ist das Jahresmittel der Bruttoleistungen (mittlere Bruttoleistung) in Kilowatt zugrunde zu legen.

2 Für die Berechnung des Wasserzinses kann auch eine von dieser Verordnung abweichende Methode festgelegt werden. Der geforderte Wasserzins darf jedoch nicht höher sein, als wenn er nach dieser Verordnung berechnet würde.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Okt. 1986, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1986 1789).

Art. 21A. Allgemeine Bestimmungen / II. Berechnung der mittleren Bruttoleistung

II. Berechnung der mittleren Bruttoleistung

1 Die mittlere Bruttoleistung ist aus den nutzbaren Wassermengen und den nutzbaren Gefällen zu berechnen.2

2 ...3

3 Für diese Berechnung sind die Wassermengen und die Gefälle massgebend, wie sie sich auf Grund der verleihungsgemäss ausgeführten Anlage ergeben.

4 Bei Anlagen, bei denen das Gefälle durch die Wassermenge nicht wesentlich beeinflusst wird, sowie bei Anlagen von geringer Bedeutung kann die mittlere Bruttoleistung aufgrund des Jahresmittels der nutzbaren Gefälle berechnet werden.4

5 Wenn die Dauerkurve der mittleren täglichen Abflussmengen des Gewässers nicht bekannt ist, wird sie ermittelt durch Vergleich mit jenen von vergleichbaren Gebieten.

6 Lässt sich die mittlere Bruttoleistung nur mit besonderen Schwierigkeiten durch Messung von Wassermengen und Gefällen feststellen, so kann sie durch Messung der erzeugten elektrischen Energie ermittelt werden, jedoch unter Berücksichtigung der Teile der nutzbaren Wassermengen und Gefälle, welche nicht ausgenützt worden sind. Die Verleihungsbehörde trifft die erforderlichen Anordnungen.5


1 Fassung gemäss Ziff. I des BRB vom 30. Dez. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1953 (AS 1954 230).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Okt. 1986, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1986 1789).
3 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 6. Okt. 1986 (AS 1986 1789).
4 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Okt. 1986, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1986 1789).
5 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Okt. 1986, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1986 1789).

Art. 31A. Allgemeine Bestimmungen / III. Zeitpunkt der Berechnung

III. Zeitpunkt der Berechnung

1 Die mittlere Bruttoleistung wird nach der Verleihung aufgrund der jährlichen Feststellungen berechnet.

2 Ist der Beliehene damit einverstanden, so kann die Verleihungsbehörde die für die vergangenen Jahre berechnete durchschnittliche mittlere Bruttoleistung für eine Anzahl weiterer Jahre anwenden.

3 Tritt jedoch während dieser Zeit infolge baulicher Vorkehren irgendwelcher Art eine Änderung in den Nutzungsverhältnissen ein, so kann sowohl die Verleihungsbehörde als auch der Beliehene jederzeit eine erneute Ermittlung der mittleren Bruttoleistung verlangen.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Okt. 1986, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1986 1789).

Art. 4 B. Gefälle / I. Im allgemeinen

B. Gefälle

I. Im allgemeinen

Als nutzbares Gefälle wird angesehen der Höhenunterschied des Wasserstandes zwischen dem Ort der Entnahme des Wassers aus dem öffentlichen Gewässer und dessen Wiederabgabe in dasselbe.

Art. 51B. Gefälle / II. Verliehenes und ausgenütztes Gefälle

II. Verliehenes und ausgenütztes Gefälle

1 Ist das tatsächlich ausgenützte Gefälle kleiner als das auf Grund der Verleihung nutzbare Gefälle, so ist das letztere in die Berechnung einzusetzen.

2 Wenn das tatsächlich ausgenützte Gefälle grösser ist als das verliehene Gefälle, so wird das erstere in die Berechnung eingesetzt.


1 Fassung gemäss Ziff. I des BRB vom 30. Dez. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1953 (AS 1954 230).

Art. 6 B. Gefälle / III. Nutzung mehrerer Gewässer im gleichen Einzugsgebiet

III. Nutzung mehrerer Gewässer im gleichen Einzugsgebiet

Liegen Entnahmestelle und Abgabestelle in verschiedenen Gewässern desselben hydrographischen Einzugsgebietes und wird das Wasser an einer Stelle des öffentlichen Gewässers abgegeben, die höher liegt als der natürliche Zusammenfluss der einbezogenen Gewässer, so ist der Höhenunterschied des Wasserstandes zwischen der Wasserabgabestelle und dem Wasserstand beim Zusammenfluss, soweit dieses Gefälle nicht in einer andern Kraftanlage zweckmässig verwendet werden kann, in das nutzbare Gefälle einzubeziehen.

Art. 7 B. Gefälle / IV. Überleitung des Wassers nach andern Einzugsgebieten

IV. Überleitung des Wassers nach andern Einzugsgebieten

Liegen Entnahmestelle und Abgabestelle in Gewässern verschiedener hydrographischer Einzugsgebiete, so sind die Folgen einer solchen Überleitung bei der Gefällsberechnung angemessen zu berücksichtigen.

Art. 8 B. Gefälle / V. Künstliche Einleitung von Gewässern

V. Künstliche Einleitung von Gewässern

Für Gewässer, die künstlich in Sammelbecken oder in das Oberwasser einer Anlage eingeleitet werden, ist auch der Höhenunterschied zwischen dem Wasserstand bei der Ableitung aus dem öffentlichen Gewässer und dem Wasserstand im Sammelbecken oder im Oberwasser als nutzbares Gefälle anzurechnen.

Art. 9 B. Gefälle / VI. Kraftgewinnung mit Pumpwerken

VI. Kraftgewinnung mit Pumpwerken

Bei Pumpwerkanlagen, die zur Kraftgewinnung dienen und bei denen Wasserentnahmestelle und Wasserabgabestelle nicht zusammenfallen, gilt als nutzbares Gefälle der Höhenunterschied zwischen dem Wasserstand der Entnahmestelle und der Abgabestelle im öffentlichen Gewässer; die ausserhalb des öffentlichen Gewässers aufgewendete Förderhöhe und erzielte Gefällshöhe fallen ausser Betracht.

Art. 10 B. Gefälle / VII. Nutzung der natürlichen Geschwindigkeit des Wassers

VII. Nutzung der natürlichen Geschwindigkeit des Wassers

1 Wird die natürliche Geschwindigkeit des Wassers in öffentlichen Gewässern ohne künstliches Gerinne als Triebkraft benutzt, so gilt die Geschwindigkeitshöhe als nutzbares Gefälle.

2 Die Geschwindigkeitshöhe wird berechnet aus der mittleren Geschwindigkeit des Wassers bei mittlerer Wasserspiegelhöhe an der Nutzungsstelle.

Art. 11 B. Gefälle / VIII. Nachträgliche Gefälls- vermehrung / 1. Durch öffentliche Vorkehren im Gewässer

VIII. Nachträgliche Gefälls- vermehrung

1. Durch öffentliche Vorkehren im Gewässer

Wird das einer Anlage zur Verfügung stehende nutzbare Gefälle durch die Beseitigung gefällsaufzehrender Hindernisse im öffentlichen Gewässer vermehrt, so ist das vermehrte Gefälle insoweit in Anrechnung zu bringen, als es in der Anlage, wie sie in der Verleihung vorgesehen ist, verwendet werden kann.

Art. 12 B. Gefälle / VIII. Nachträgliche Gefälls- vermehrung / 2. Durch Vorkehren in der Anlage

2. Durch Vorkehren in der Anlage

Wird dem Beliehenen eines vor dem 25. Oktober 1908 begründeten Wasserrechtes eine Erhöhung des in der Verleihung vorgesehenen Gefälles bewilligt, so ist der für diese Kraftvermehrung zu entrichtende Wasserzins nach den Vorschriften dieser Verordnung zu berechnen.

Art. 13 B. Gefälle / IX. Ort der Entnahme und Abgabe des Wassers / 1. Entnahme

IX. Ort der Entnahme und Abgabe des Wassers

1. Entnahme

Der Ort der Wasserentnahme befindet sich:

a.
bei Kraftwerken mit überstautem Gefälle (reinen Stauwerken) auf der Oberseite des Stauwerkes;
b.
bei Kraftwerken mit ganz oder teilweise umgangenem Gefälle (Anlagen mit Ableitungen) im öffentlichen Gewässer vor der Ableitungsvorrichtung;
c.
bei Benützung künstlicher oder natürlicher Sammelbecken (Seen und Grundwasserbecken) in diesen selbst, ohne Rücksicht darauf, ob die Wasserableitung unter dem Drucke des Wassers im Sammelbecken steht;
d.
bei Benützung von Grundwässern und Quellen an deren Fassungsstelle.
Art. 14 B. Gefälle / IX. Ort der Entnahme und Abgabe des Wassers / 2. Abgabe

2. Abgabe

Der Ort der Wasserabgabe befindet sich sowohl bei Kraftwerken mit überstautem Gefälle (reinen Stauwerken), als auch bei Kraftwerken mit ganz oder teilweise umgangenem Gefälle (Anlagen mit Ableitungen) im öffentlichen Gewässer bei der Einmündung des Werkgerinnes.

Art. 15 B. Gefälle / X. Feststellung der Wasserstände

X. Feststellung der Wasserstände

1 Zum Zwecke der Feststellung des Wasserstandes am Ort der Entnahme und am Ort der Abgabe sind die betreffenden Wasserspiegelhöhen an Pegeln und soweit erforderlich in Verbindung mit Limnigraphen zu beobachten.

2 Haben Dritte ein Interesse an der Einhaltung der Staugrenze, so sind zudem gut sichtbare Stauzeichen anzubringen.

3 Die Meterteilung der Pegelskalen und die Höhe der Stauzeichen sind auf den schweizerischen Nivellementhorizont (Meereshöhe des Repère Pierre du Niton = 373,6 m) zu beziehen.

Art. 16 C. Wasser- mengen / I. Im allgemeinen

C. Wasser- mengen

I. Im allgemeinen

1 Zum Zwecke der Berechnung der nutzbaren Wassermengen sind die gesamten im öffentlichen Gewässer vorhandenen Abflussmengen festzustellen; davon sind in Abzug zu bringen die Wassermengen, die auf Grund der Verleihung im öffentlichen Gewässer zu verbleiben haben oder nach Massgabe der Bestimmungen des Gesetzes oder der Verleihung abgegeben werden müssen.

2 Die alsdann noch vorhandenen Wassermengen gelten, soweit sie die Aufnahmefähigkeit der in der Verleihung vorgesehenen Anlage nicht überschreiten, als nutzbare Wassermengen; die Schluckfähigkeit von Wassermotoren, die in der Verleihung als ständige Reservemotoren vorgesehen sind, fällt nicht in Anrechnung.

3 Sind im öffentlichen Gewässer Wassermengen vorhanden, die aus einem anderen Gewässer zugeleitet worden sind, so sind die Folgen einer solchen Überleitung bei der Bestimmung der nutzbaren Wassermengen angemessen zu berücksichtigen.1


1 Eingefügt durch Ziff. I des BRB vom 30. Dez. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1953 (AS 1954 230).

Art. 17 C. Wasser- mengen / II. Verliehene und benutzte Wassermenge

II. Verliehene und benutzte Wassermenge

Überschreitet die tatsächlich benutzte Wassermenge die verliehene Wassermenge, so ist die erstere in die Berechnung einzusetzen.

Art. 18 C. Wasser- mengen / III. Pumpwerke

III. Pumpwerke

1 Bei Pumpwerkanlagen, die das Wasser einer auch zu anderweitiger Krafterzeugung verliehenen Gewässerstrecke entnehmen, gilt als nutzbare Wassermenge die wirkliche Fördermenge.

2 In allen andern Fällen gilt als nutzbare Wassermenge die dem Pumpwerk zur Verfügung stehende Wassermenge, soweit sie seine Leistungsfähigkeit (max. Fördermenge) nicht überschreitet.

Art. 19 C. Wasser- mengen / IV. Messver- fahren / 1. Im allgemeinen

IV. Messver- fahren

1. Im allgemeinen

1 Die sekundlichen Abflussmengen sind auf direktem Wege zu messen; die Messung erfolgt durch Eichung oder durch Geschwindigkeitsmessungen mittels des Flügelinstrumentes.

2 Andere Messverfahren sind zulässig, wenn sie unter gleichen Messverhältnissen den nämlichen Genauigkeitsgrad des Messergebnisses gewährleisten.

3 Die indirekte Bestimmung der Wassermengen auf ausschliesslich rechnerischem Wege ist nur zulässig, wenn ein den Anforderungen dieser Verordnung entsprechendes Messverfahren nicht möglich ist.

Art. 20 C. Wasser- mengen / IV. Messver- fahren / 2. Bei Sammelbecken

2. Bei Sammelbecken

Erfolgt die Wassernutzung aus einem natürlichen oder künstlichen Sammelbecken, so kann die verfügbare Wassermenge bestimmt werden aus der Änderung des Wasserstandes im Sammelbecken, sowie aus den künstlichen Abflussmengen (Betriebswassermenge im Unterwasserkanal) und den natürlichen Abflussmengen (Überlauf bzw. Abfluss im natürlichen Gerinne).

Art. 21 C. Wasser- mengen / V. Messstelle

V. Messstelle

1 Die Messung der Abflussmengen im öffentlichen Gewässer hat wenn möglich an einer durch die Gefällsnutzung unbeeinflussten Stelle zu erfolgen, die die ganze, der Anlage zur Verfügung stehende Wassermenge vereinigt.1

2 Bei Anlagen mit Sammelbecken kann die Messung der Zuflussmengen der einbezogenen Gewässer durch Messung der Wasserstände im Sammelbecken und der Abflussmengen im Unterwasserkanal sowie an den Überlaufstellen erfolgen.2

3 Werden Gewässer künstlich in Sammelbecken oder in das Oberwasser einer Anlage eingeleitet, so ist die Messung der vorhandenen Wassermengen im öffentlichen Gewässer vorzunehmen.


1 Fassung gemäss Ziff. I des BRB vom 30. Dez. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1953 (AS 1954 230).
2 Fassung gemäss Ziff. I des BRB vom 30. Dez. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1953 (AS 1954 230).

Art. 221C. Wasser- mengen / VI. Werke mit Sammelbecken

VI. Werke mit Sammelbecken

1 Der höchstzulässige Wasserzins für Werke mit Sammelbecken wird ermittelt, wie wenn diese Werke als Laufwerke betrieben würden. Wenn indessen die so ermittelte Erzeugungsmöglichkeit dank des Sammelbeckens durch die wirkliche Erzeugung übertroffen wird, so wird die entsprechende zusätzliche Bruttokraft in Anrechnung gebracht. Statt auf die Erzeugung kann auf die genutzte Wassermenge abgestellt werden.

2 ...2

3 ...3


1 Fassung gemäss Ziff. I des BRB vom 30. Dez. 1953, in Kraft seit 1. Jan. 1953 (AS 1954 230).
2 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 6. Okt. 1986 (AS 1986 1789).
3 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 6. Okt. 1986 (AS 1986 1789).

Art. 23 D. Zeitliche Anwendbarkeit

D. Zeitliche Anwendbarkeit

1 Vom 1. Januar 1918 an hat die Berechnung des Wasserzinses für die seit dem 25. Oktober 1908 begründeten Wasserrechte nach den Bestimmungen dieser Verordnung zu erfolgen.

2 Sind dem Inhaber eines ältern Wasserrechts nach dem 25. Oktober 1908 neue Wasserkräfte verliehen worden, so gelten die Bestimmungen dieser Verordnung für den für diese neuen Wasserkräfte zu entrichtenden Wasserzins.


 AS 19 813 und BS 4 1011


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 6. Okt. 1986, in Kraft seit 1. Jan. 1986 (AS 1986 1789).2 SR 721.80


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721.831

Règlement concernant le calcul des redevances en matière de droits d’eau

(RDE)1

du l2 février 1918 (Etat le 1er janvier 1986)

Le Conseil fédéral suisse,

en exécution des art. 49, 51 et 74, al. 2, de la loi fédérale du 22 décembre 19162 sur l’utilisation des forces hydrauliques (dénommée ci-après «loi»); sur la proposition de son département de l’intérieur,

arrête:

Art. 11A. Généralités / I. Principes du calcul

A. Généralités

I. Principes du calcul

1 La redevance maximum exigible se calcule d’après la moyenne annuelle des puissances théoriques (puissance théorique moyenne) en kilowatts.

2 La redevance peut aussi être calculée sur la base d’une méthode différente. Elle ne sera toutefois pas supérieure au montant calculé selon le présent règlement.


1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’O du 6 oct. 1986, en vigueur depuis le 1er janv. 1986 (RO 1986 1789).

Art. 21A. Généralités / II. Calcul de la puissance théorique moyenne

II. Calcul de la puissance théorique moyenne2

1 La puissance théorique moyenne est calculée d’après les débits utilisables et les hauteurs de chute utilisables.3

2 …4

3 Sont pris en considération dans ce calcul les hauteurs de chute et les débits qui résultent des installations exécutées conformément à la concession.

4 Dans les usines où la chute n’est pas sensiblement influencée par le débit ainsi que dans les petites usines, la puissance théorique moyenne peut être calculée d’après la moyenne annuelle des hauteurs de chute utilisables.5

5 Lorsque la courbe de durée des débits moyens journaliers du cours d’eau n’est pas connue, elle est estimée par analogie avec celles de régions comparables.

6 Si la détermination des hauteurs de chute et des débits rencontre des difficultés particulières, la puissance théorique moyenne peut être calculée d’après l’énergie produite, compte tenu des hauteurs partielles de chute et des débits disponibles qui n’ont pas été utilisés. L’autorité concédante arrête les dispositions nécessaires.6


1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’ACF du 30 déc. 1953, en vigueur depuis le 1er janv. 1953 (RO 1954 237).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’O du 6 oct. 1986, en vigueur depuis le 1er janv. 1986 (RO 1986 1789).
3 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’O du 6 oct. 1986, en vigueur depuis le 1er janv. 1986 (RO 1986 1789).
4 Abrogé par le ch. I de l’O du 6 oct. 1986, avec effet au 1er janv. 1986 (RO 1986 1789).
5 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’O du 6 oct. 1986, en vigueur depuis le 1er janv. 1986 (RO 1986 1789).
6 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’O du 6 oct. 1986, en vigueur depuis le 1er janv. 1986 (RO 1986 1789).

Art. 31A. Généralités / III. Date du calcul

III. Date du calcul

1 La puissance théorique moyenne est calculée d’après les relevés annuels, une fois la concession accordée.

2 Si le concessionnaire est d’accord, l’autorité concédante peut appliquer à un certain nombre d’années nouvelles la moyenne arithmétique des puissances théoriques moyennes obtenues pour les années écoulées.

3 Si toutefois les conditions de l’utilisation des forces hydrauliques se trouvent modifiées pendant cette période par des travaux de quelque nature que ce soit, l’autorité concédante et le concessionnaire peuvent en tout temps réclamer une révision du calcul de la puissance théorique moyenne.


1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’O du 6 oct. 1986, en vigueur depuis le 1er janv. 1986 (RO 1986 1789).

Art. 4 B. Hauteur de chute / I. En général

B. Hauteur de chute

I. En général

On entend par hauteur de chute utilisable la différence de niveau entre l’endroit où l’eau est dérivée du cours d’eau public et celui où elle y fait retour.

Art. 51B. Hauteur de chute / II. Chute concédée et chute utilisée

II. Chute concédée et chute utilisée

1 Si la hauteur de chute réellement utilisée est inférieure à la hauteur de chute utilisable fixée par la concession, cette dernière hauteur seule est prise en considération pour les calculs.

2 Si la hauteur de chute réellement utilisée est supérieure à la hauteur de chute concédée, la première est prise en considération pour le calcul.


1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’ACF du 30 déc. 1953, en vigueur depuis le 1er janv. 1953 (RO 1954 237).

Art. 6 B. Hauteur de chute / III. Utilisation de plusieurs cours d’eau dans le même bassin de réception

III. Utilisation de plusieurs cours d’eau dans le même bassin de réception

Si la prise d’eau et le point de déversement intéressent plusieurs cours d’eau appartenant au même bassin hydrographique, et si le point de déversement est situé en amont du confluent naturel des cours d’eau, on comprend dans la hauteur de chute utilisable la différence de niveau entre le point de déversement et le confluent, en tant que cette chute ne peut pas être utilisée rationnellement dans une autre usine.

Art. 7 B. Hauteur de chute / IV. Dérivation de l’eau dans d’autres bassins de réception

IV. Dérivation de l’eau dans d’autres bassins de réception

Si la prise d’eau et le point de déversement intéressent des cours d’eau appartenant à différents bassins hydrographiques, on tient un compte équitable des effets de cette dérivation pour le calcul de la hauteur de chute.

Art. 8 B. Hauteur de chute / V. Dérivation de cours d’eau

V. Dérivation de cours d’eau

Lorsque le cours d’eau est amené artificiellement dans un bassin d’accumulation ou dans le bief supérieur d’une usine, on tient compte également, pour le calcul de la chute utilisable, de la différence de niveau entre la prise dans le cours d’eau public et le bassin d’accumulation ou le bief supérieur.

Art. 9 B. Hauteur de chute / VI. Usines de pompage

VI. Usines de pompage

Pour les usines de pompage qui sont destinées à gagner de la force et dans lesquelles la prise d’eau n’est pas au même niveau que le point de déversement, on entend par hauteur de chute la différence de niveau du cours d’eau public entre la prise d’eau et le point de déversement; la hauteur de refoulement et la hauteur de chute résultant du refoulement n’entrent pas en ligne de compte.

Art. 10 B. Hauteur de chute / VII. Utilisation de la vitesse du courant naturel

VII. Utilisation de la vitesse du courant naturel

1 Si l’on utilise dans un cours d’eau public la vitesse naturelle du courant comme force de propulsion, sans canal artificiel, la hauteur de charge est considérée comme hauteur de chute.

2 La hauteur de charge se calcule d’après la vitesse moyenne du courant au point d’utilisation et pour un niveau d’eau moyen.

Art. 11 B. Hauteur de chute / VIII. Augmentation ultérieure de la chute / 1. Par des travaux publics dans le cours d’eau

VIII. Augmentation ultérieure de la chute

1. Par des travaux publics dans le cours d’eau

Si la chute utilisable dont dispose une usine est augmentée par suite de l’enlèvement d’obstacles dans le cours d’eau public, on tiendra compte de cette nouvelle chute dans les calculs, en tant qu’elle pourra être utilisée par l’installation prévue dans la concession.

Art. 12 B. Hauteur de chute / VIII. Augmentation ultérieure de la chute / 2. Par des transformations de l’installation

2. Par des transformations de l’installation

Si une augmentation de la chute prévue dans la concession est accordée au propriétaire d’un droit d’eau antérieur au 25 octobre 1908, la redevance pour cette augmentation de puissance se calcule d’après les prescriptions du présent règlement.

Art. 13 B. Hauteur de chute / IX. Lieu de la prise d’eau et du déversement / 1. Prise d’eau

IX. Lieu de la prise d’eau et du déversement

1. Prise d’eau

La prise d’eau se trouve:

a.
Pour les usines-barrage du côté amont du barrage;
b.
Pour les installations avec dérivations, dans le cours d’eau public, devant les ouvrages de dérivation;
c.
Pour les bassins d’accumulation naturels ou artificiels (lacs et bassins d’eau souterraine) dans le bassin, indépendamment de la pression qu’il peut exercer sur l’eau dérivée;
d.
Pour les eaux souterraines et les sources au lieu de captage.
Art. 14 B. Hauteur de chute / IX. Lieu de la prise d’eau et du déversement / 2. Déversement

2. Déversement

Le point de déversement se trouve, pour les usines-barrage comme pour les installations avec dérivation dans le cours d’eau public, à l’embouchure du canal de fuite de l’usine.

Art. 15 B. Hauteur de chute / X. Limnimétrie

X. Limnimétrie

1 Les niveaux de l’eau à la prise d’eau et au point de déversement sont observés à l’aide de limnimètres et, si c’est nécessaire, concurremment avec des limnigraphes.

2 Si des tiers ont intérêt à l’observation de la limite de retenue, cette dernière doit être marquée par des signes apparents.

3 Les divisions métriques des limnimètres et la hauteur des limites de retenue doivent être rapportées à l’horizon de nivellement suisse (altitude du repère de la Pierre du Niton = 373,6 m).

Art. 16 C. Débits / I. En général

C. Débits

I. En général

1 Pour calculer les débits utilisables, on détermine tout d’abord les débits totaux du cours d’eau public; puis on en retranche les débits qui, en vertu de la concession, doivent rester dans le cours d’eau public ou que le concessionnaire doit fournir d’après les prescriptions de la loi de la concession.

2 Les débits restants représentent les débits utilisables en tant qu’ils ne dépassent pas la capacité de l’installation prévue dans la concession; la capacité d’absorption des moteurs hydrauliques qui sont prévus dans la concession comme moteurs de réserve permanents n’entre pas en ligne de compte.

3 Si les débits du cours d’eau public comprennent des eaux provenant d’un autre cours d’eau, il est tenu compte équitablement des effets de cette dérivation lors du calcul des débits utilisables.1


1 Introduit par le ch. I de l’ACF du 30 déc. 1953, en vigueur depuis le 1er janv. 1953 (RO 1954 237).

Art. 17 C. Débits / II. Débits concessionnés et utilisés

II. Débits concessionnés et utilisés

Si le débit réellement utilisé dépasse le débit concessionné, le premier sert de base pour les calculs.

Art. 18 C. Débits / III. Usines de pompage

III. Usines de pompage

1 Pour les usines de pompage utilisant l’eau de sections de cours d’eau concessionnées pour d’autres buts, on entend par débit utilisable la quantité d’eau réellement refoulée.

2 Dans tous les autres cas on entend par débit utilisable le débit dont dispose l’usine de pompage en tant qu’il ne dépasse pas la capacité de l’installation (débit refoulé maximum).

Art. 19 C. Débits / IV. Jaugeage / 1. En général

IV. Jaugeage

1. En général

1 Les débits à la seconde se déterminent directement; le jaugeage s’effectue à l’aide de récipients étalonnés ou en mesurant la vitesse au moyen du moulinet hydrométrique.

2 D’autres procédés de jaugeage ne sont admis que si, à conditions égales, ils atteignent le même degré d’exactitude.

3 La détermination empirique uniquement au moyen de formules des débits n’est admise que dans les cas où aucun des procédés indiqués dans le présent règlement n’est applicable.

Art. 20 C. Débits / IV. Jaugeage / 2. Dans les bassins d’accumulation

2. Dans les bassins d’accumulation

Dans les bassins d’accumulation naturels ou artificiels, le débit utilisable peut se déterminer par les variations du niveau de l’eau dans la retenue ainsi que par le débit artificiel (débit utilisé dans le canal de fuite) ou le débit naturel (déversoir ou écoulement dans le lit naturel).

Art. 21 C. Débits / V. Station de jaugeage

V. Station de jaugeage

1 Le débit d’un cours d’eau public se mesure autant que possible dans un profil non influencé par l’utilisation de la chute et où passe toute l’eau dont dispose l’usine.1

2 Pour les usines avec bassins d’accumulation, le débit des affluents peut être déterminé à l’aide des variations du niveau de l’eau dans la retenue et des débits du canal de fuite et des déversoirs.2

3 Si des cours d’eau sont dérivés dans un bassin d’accumulation ou dans le bief supérieur d’une usine, les débits disponibles se mesurent dans le cours d’eau public.


1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’ACF du 30 déc. 1953, en vigueur depuis le 1er janv. 1953 (RO 1954 237).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’ACF du 30 déc. 1953, en vigueur depuis le 1er janv. 1953 (RO 1954 237).

Art. 221C. Débits / VI. Usines avec accumulation

VI. Usines avec accumulation

1 La redevance maximum des usines avec accumulation est déterminée comme si ces usines étaient exploitées au fil de l’eau. Si toutefois, grâce à l’accumulation, la production effective dépasse les possibilités de production ainsi déterminées, il sera tenu compte de ce supplément de force théorique. Au lieu de cette production, les débits utilisés peuvent servir de base.

2 et 32


1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’ACF du 30 déc. 1953, en vigueur depuis le 1er janv. 1953 (RO 1954 237).
2 Abrogés par le ch. I de l’O du 6 oct. 1986, avec effet au 1er janv. 1986 (RO 1986 1789).

Art. 23 D. Mise en vigueur

D. Mise en vigueur

1 Le calcul de la redevance pour les droits d’eau accordés postérieurement au 25 octobre 1908 sera déterminé dès le 1er janvier 1918 conformément aux dispositions du présent règlement.

2 Si le propriétaire d’un droit d’eau antérieur au 25 octobre 1908 a obtenu après cette date la concession de forces nouvelles, la redevance sera calculée pour celles-ci d’après les prescriptions du présent règlement.


 RS 4 780


1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l’O du 6 oct. 1986, en vigueur depuis le 1er janv. 1986 (RO 1986 1789).2 RS 721.80


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