Index

0.132.349.11

Übersetzung1

Übereinkunft zwischen der Schweiz und Frankreich betreffend die Grenzbereinigung zwischen dem Mont Dolent und dem Genfersee

Abgeschlossen am 10. Juni 1891
Von der Bundesversammlung genehmigt am 26. Juni 18912
Ratifikationsurkunden ausgetauscht am 20. Juni 1900
In Kraft getreten am 22. November 1902

Der Schweizerische Bundesrat und der Präsident der Französischen Republik,

überzeugt von dem Nutzen einer Grenzbereinigung und neuen Vermarchung des zwischen dem Mont Dolent und dem Genfersee liegenden Teiles der französisch-schweizerischen Grenze, behufs Vermeidung neuer Schwierigkeiten, welche durch das Umstürzen, Verwittern und Verschwinden der Grenzsteine oder aus andern Ursachen entstehen können, und nach Vornahme der notwendigen vorgängigen Untersuchungen, haben beschlossen, die Ergebnisse dieser Arbeiten durch eine Übereinkunft als gültig zu erklären.

Zu diesem Zwecke haben sie zu ihren Bevollmächtigten ernannt:

(Es folgen die Namen der Bevollmächtigten)

welche nach gegenseitiger Mitteilung ihrer in guter und richtiger Form befundenen Vollmachten folgende Artikel unter sich vereinbart haben:

Art. 1

Die in beiliegender Beschreibung bezeichnete Linie bildet die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz vom Mont Dolent bis zum Genfersee.

Art. 2

Die so bestimmte Grenzlinie bezeichnet auch überall da die Grenzen des Gemeinde— oder Privateigentums, wo diese Grenzen bis jetzt mit der politischen Grenze zwischen beiden Staaten zusammenfielen, wobei jedoch den Gemeinden und Privaten das Recht vorbehalten bleiben soll, diese Eigentumsgrenzen durch neue Abmachungen privatrechtlich abzuändern.

Art. 3

Die vorliegende Übereinkunft beeinträchtigt in keiner Weise die Servituten, Rechte und Niessbräuche, welche auf der ganzen Ausdehnung der Grenze in gesetzlicher Weise bestehen und nicht in der hier beiliegenden Beschreibung ausdrücklich bezeichnet sind.

Art. 4

Die vorliegende Übereinkunft ist zu ratifizieren, und die Ratifikationen sollen baldmöglichst in Paris ausgewechselt werden. Nach der Auswechslung der Ratifikationen werden Kommissäre der beiden Regierungen nach Massgabe der hier beigefügten Beschreibung das Setzen der Grenzsteine vornehmen. Sie werden über die Grenzbereinigung ein Protokoll aufnehmen, welchem Tabellen über die Grenzsteinsetzung und detaillierte Pläne beizufügen sind.

Art. 5

Die Kosten der Grenzbereinigungs— und Vermarkungsarbeiten werden von den beiden beteiligten Staaten je zur Hälfte getragen.

Art. 6

Die vorliegende Übereinkunft tritt vollständig in Kraft, nachdem das in Artikel 4 hiervor vorgesehene Grenzbereinigungsprotokoll, welches die gleiche Gültigkeit haben soll, wie wenn es einen Teil der Übereinkunft selbst bilden würde, von beiden Regierungen genehmigt sein wird.1

Zu Urkund dessen haben die betreffenden Bevollmächtigten die vorliegende Übereinkunft unterzeichnet und derselben ihre Siegel beigedrückt.

So geschehen in doppelter Ausfertigung in Paris, den 10. Juni 1891.


1 Das Protokoll wurde genehmigt vom Bundesrat am 21. Nov. 1902, von der französischen Regierung am 22. Nov. 1902.

Lardy


  Beilage

  Beschreibung der französisch—schweizerischen Grenze vom Mont Dolent bis zum Genfersee

Die hiernach beschriebene Strecke der französisch—schweizerischen Grenzlinie hat ihren südlichsten Endpunkt am Mont Dolent (wo dieselbe mit der italienischen Grenze zusammenstösst) und ihren nördlichsten Endpunkt bei der Einmündung des Flüsschens Morge in den Genfersee.

Die Grenze zwischen diesen beiden Punkten war bis zu der gegenwärtigen Bereinigung nie Gegenstand einer Vereinbarung zwischen den beiden Staaten gewesen, die einen ähnlichen Charakter gehabt hätte, wie diejenigen, durch welche die andern Strecken der französisch—schweizerischen Grenze festgestellt wurden. Der Verlauf derselben ergab sich aus einer Reihe von Vereinbarungen zwischen den verschiedenen aufeinanderfolgenden Herrschern des Wallis und Savoyens; an einigen Orten hatte man die Grenzen zweier benachbarter Gemeinden, welche zu der Zeit, als die heutzutage getrennten Gebiete zum gleichen Staatswesen gehörten, festgestellt worden waren, als internationale Grenze angenommen.

Ausserdem sind die alten Marksteine, von welchen eine grosse Zahl in eine entlegene Zeit zurückreicht, verwittert oder an manchen Orten ganz verschwunden. Diese Sachlage hat zu Erörterungen Anlass gegeben, welche die beiden Regierungen auf die Notwendigkeit geführt haben, eine Grenzbereinigung behufs Vornahme einer neuen Vermarkung durchzuführen. Bei dieser Grenzbereinigung wurden alle diesbezüglichen urkundlichen Vereinbarungen zwischen den beiden Regierungen untersucht und insbesondere die hiernach aufgezählten:

1
Abgrenzung zwischen den Gemeinden des Val d’Illiez und des Tales Aulph vom 12. Juli 1526;
2
Urteilsspruch der Regierungsstatthalter von Monthey und des Tales Aulph mit Bezug auf die Abgrenzung zwischen den Bergen Cuborrex und Brouchioux, datiert vom 12. Juli 1564, nebst dem Vermarkungsprotokoll vom 17. gleichen Monats;
3
Friedens— und Bündnisvertrag zwischen dem Herzog Emanuel Philibert von Savoyen einerseits und dem Bischof von Sitten sowie den sieben Zehnten des Wallis anderseits, abgeschlossen in Thonon den 4. März 1569;
4
Turiner Vertrag vom 3. Juli 1737 mit Bezug auf die Herrschafts— und Eigentumsgrenzen auf den Bergen zwischen dem König Karl Emanuel von Sardinien und den gnädigen Herren der Republik und des Staates Wallis;
5
Protokoll über die Abgrenzung der Scheidelinie zwischen Abondance und Monthey, unterzeichnet zu Châtel in Abondance den 19. Oktober 1737, nebst dazugehörigem Plan vom 30. August 1733;
6
Protokoll über die Abgrenzung bei Balme und Catogne zwischen Les Jours und Martinach einerseits, Valloursine und Chamonix anderseits, unterzeichnet zu Vallorcine den 9. August 1738, nebst dazugehörigem Plan vom 20. August 1733;
7
Protokoll über die Abgrenzung am Berge Emousson oder Chésery (Finshauts), unterzeichnet in Valloursine den 9. August 1738, nebst dazugehörigem Plan der Berggegenden Emousson und Barberine vom 28. August 1733;
8
Schlussprotokolle der Kommissäre, unterzeichnet in Valloursine den 9. August 1738;
9
Protokoll über die Wiederherstellung der Grenze an der Islaz—Brücke, unterzeichnet in Vallorcine den 1. August 1787;
10
Protokoll über die Wiederherstellung einer Grenze (Grenzstein D, 8 des Planes vom 20. August 1733) zwischen dem Gebiete der französischen Republik und demjenigen der Republik Wallis, unterzeichnet den 5. September 1803, 18. Fructidor im Jahre XI;
11
Protokoll über die Grenzbereinigung zwischen der zu den Staaten S. M. des Königs von Sardinien gehörenden Gemeinde Vallorcine und der Gemeinde Finshauts in der Republik Wallis, unterzeichnet den 9. Juli 1827 (Grenzstein bei der Isle—Brücke);
12
Protokoll über die Untersuchung und Wiederersetzung der Grenzsteine zwischen den Staaten S. M. des Königs von Sardinien auf Gebiet der Gemeinden Chamonix und Vallorcine einerseits und demjenigen der Republik Wallis auf Gebiet des Dorfes Joeurs und der Gemeinde Martinach anderseits, unterzeichnet zu Vallorcine den 25. Juni 1828;
13
vom 4. September 1845 datierte Kopie eines Auszugs vom 28. April 1844 aus den sardinischen Karten von der Vaneyspitze (Col de Coux) bis zum Genfersee. Dieser Plan, welcher nach dem Wortlaute des Grenzbereinigungsprotokolls vom 15. August 1862 «von den beiden beteiligten Staaten als amtlicher Grenzplan» angerufen wird, trägt die Unterschrift der schweizerischen und sardinischen Kommissäre sowie die Erwähnung, dass er derjenige Plan sei, «auf welchen sich das Grenzbereinigungsprotokoll vom 25., 26. und 27. August 1856 beziehe». Es ist hierbei zu bemerken, dass ein Augenschein über die Grenze zwischen Wallis und Savoyen im Jahre 1845 stattgefunden hat, dass man aber weder in der Schweiz noch in Frankreich, noch in Italien das Protokoll über die Grenzbereinigung zwischen dem Walliser Bezirk Monthey und Savoyen auffinden konnte, welches dem Berichte des Walliser Kommissärs zufolge am 27. Juli 1845 zu Mondame unterzeichnet worden sein soll;
14
Grenzbereinigungsprotokoll, unterzeichnet den 27. August 1856 zu Vouvry im Kanton Wallis von seiten der Kommissäre Sardiniens und der Schweiz;
15
Grenzbereinigungsprotokoll, unterzeichnet den 15. August 1862 zu Vouvry (Wallis) von seiten der französischen und schweizerischen Kommissäre;
16
Protokoll über die Wiederaufstellung des Grenzsteins am Col de Balme, unterzeichnet den 9. August 1862 von seiten der Kommissäre Frankreichs und des Wallis, mit einer dazugehörigen Skizze;
17
zu Châtelard am 2. August errichtetes und zu Argentière am 27. September 1886 von seiten der Kommissäre der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Französischen Republik unterzeichnetes Protokoll über die Wiederaufstellung des Grenzsteins an der Isle—Brücke; diesem Protokoll ist eine Skizze beigelegt.

Die hiernach folgende Beschreibung bildet die Bestätigung des Ergebnisses der über diese soeben aufgezählten Urkunden angestellten Untersuchung. Die wenigen am Verlauf der Grenzlinie angebrachten Abänderungen sind nur unbedeutende Berichtigungen behufs Verbesserung der Vermarkung. Die geschichtliche Grenze erleidet nur zwischen den Gemeinden Châtel und Collombey—Muraz eine erhebliche Änderung, wo ein Austausch von Bodenflächen von ungefähr drei Hektaren als notwendig erachtet wurde, damit an Frankreich eine einen Vorsprung bildende Bodenfläche auf dem savoyischen Abhang und der Schweiz dafür ein ebenso grosses Gebiet auf der Höhe zugeteilt werden konnte.

  Bemerkungen

Die in der gegenwärtigen Beschreibung angenommenen Ortsnamen sind von Abgeordneten, welche im Namen beider Regierungen mit der Ausführung der Vorbereitungsarbeiten für die Grenzbereinigung betraut worden waren, an Ort und Stelle kontrolliert worden. Wenn die gleiche Örtlichkeit mehrere Namen trägt, so bedeutet der Buchstabe (F) den Namen, welcher von den französischen Bewohnern gewöhnlich gebraucht wird, und der Buchstabe (S) denjenigen, den die schweizerischen Bewohner vorzugsweise anwenden.

Die Höhenangaben sind den gegenwärtigen Karten beider Staaten entnommen worden; einige derselben haben eine unbedeutende Abänderung erfahren. Sie werden zum Zweck der nähern Bezeichnung verwendet, da sie dazu beitragen können, die Punkte, auf welche sie sich beziehen (Einsattlungen oder Gipfel), genauer zu bestimmen; aber man darf sie nicht als durchaus genau betrachten vom Standpunkt der Nivellierung aus.

Die Zahlen, welche die Beschreibung der Aufstellung jedes Grenzsteins begleiten, haben nur einen annähernden Wert. Der genaue Stand eines jeden derselben wird in den zur Vermarkung gehörigen Plänen und Tabellen, welche dem auf die Setzung der Grenzsteine folgenden Grenzbereinigungsprotokoll beizufügen sind, ganz scharf angegeben sein.

  Allgemeine Angaben

Die Grenze wird gebildet:

Vom Mont Dolent bis zum Col de Balme durch die Wasserscheidelinie, welche das Flussgebiet der Arve in Frankreich von demjenigen der WalliserDrance trennt;

vom Col de Balme bis zur Isle—Brücke über die Eau—Noire durch eine Linie von Grenz steinen (Nrn. 1 bis 12);

von der Isle—Brücke über die Eau—Noire bis zur Ebene von Emosson (Fall der Barberine, bei der Pierre—Blanche) durch das linke Ufer der Eau—Noire, dann durch das rechte Ufer der Barberine;

vom Fall der Barberine bei der Pierre—Blanche bis zu den Flû unterhalb des Perron durch eine Linie von Grenzsteinen (Nrn. 13 bis 15);

von den Flû unterhalb des Perron nach dem Col de Tanneverge durch die Wasserscheidelinie, welche die Flussgebiete der Eau—Noire, der Eau—de—Bérard und des Giffre in Frankreich von demjenigen der Barberine in der Schweiz trennt;

am Col de Tanneverge durch eine Linie von Grenzsteinen (Nrn. 16 bis 18);

vom Col de Tanneverge bis zum Col de Coux durch die Wassescheidelinie, welche die Flussgebiete des Giffre und der Drance du Biot in Frankreich von demjenigen der Barberine und dann von dem der Vièze in der Schweiz trennt;

am Col de Coux durch den nämlichen, vermittelst Grenzsteinen (Nrn. 19 bis 21) abgesteckten Kamm;

vom Col de Coux bis Grande—Conche durch die Wasserscheidelinie, welche das Flussgebiet der Vièze in der Schweiz von demjenigen der Drance du Biot in Frankreich trennt;

von Grande—Conche bis zur Chésery—Spitze durch eine Linie von Grenzsteinen (Nrn. 22 bis 30);

von der Chésery—Spitze bis zum Chalet—au—Bert (südwestlich vom Col de Morgins) durch die Wasserscheidelinie, welche das Flussgebiet der Drance d’Abondance in Frankreich von demjenigen der Vièze in der Schweiz trennt. Ein Punkt dieser Strecke (Plan des Mitres) ist durch einen Grenzstein (Nr. 31) bezeichnet;

vom Chalet—au—Bert bis zu der südlich in der Nähe vom Col de la Reculaz (F) oder de Croix (S) gelegenen Tête du Tronchey, durch eine Linie von Grenzsteinen (Nrn. 32 bis 74);

von der Tête du Tronchey bis zum Col de Savalenaz (S) oder d’Arvouin (F), durch die Wasserscheidelinie, welche das Flussgebiet der Rhone im Wallis von demjenigen der Drance d’Abondance in Frankreich trennt;

vom Col de Savalenaz oder d’Arvouin bis zur Arvouin—Spitze, durch eine Linie von Grenzsteinen (Nrn. 75 und 76);

von der Arvouin—Spitze zum Col de Vernaz durch die Wasserscheidelinie, welche das Flussgebiet der Drance d’Abondance in Frankreich von demjenigen der Rhone im Wallis trennt;

vom Col de Vernaz bis zum Gipfel der Felsen von Chaudin durch eine Linie von Grenzsteinen (Nrn. 77 bis 82);

vom Gipfel der Felsen von Chaudin bis zum Mont des Bovardes durch die Wasserscheidelinie (zwei Punkte dieser Strecke sind durch die Nummern 83 und 84 bezeichnet);

vorn Mont des Bovardes bis zur Dent du Velan, durch eine Linie von Grenzsteinen (Nrn. 85 bis 89);

von der Dent du Velan (Nr. 90) zum Gipfel des Nez (Nr. 91) durch das rechte Ufer des Wildbaches des Nez, dann vom Gipfel des Nez zum Fuss des Nez bei Haut de Morge, durch eine Linie von Grenzsteinen (Nrn. 91 bis 94);

vom Fuss des Nez bei Haut de Morge bis zur Einmündung der Morge durch das rechte Ufer dieses Flüsschens bis zum Genfersee (drei Punkte dieser Strecke sind durch die Nummern 95, 96 und 97 bezeichnet).

  Beschreibung der Grenzlinie

Vom Mont Dolent bis zum Cole de Balme

Schweiz: Orsières

Frankreich: Chamonix

Der gemeinsame Punkt der französisch-schweizerischen, italienisch-schweizerischen und französisch-italienischen Grenze ist der Gipfel des Mont Dolent (Höhe etwa 3830 m), welcher am Kreuzungspunkt der Bergketten liegt, die die drei Flussgebiete der Arve in Frankreich, der Drance in der Schweiz und der Dora Baltea in Italien voneinander trennen. An seinem Fusse liegen drei Gletscher, derjenige von Mont Dolent, der von Argentière und der von Pré-du-Bar. Er wird durch tiefe Einsattlungen von den benachbarten Gipfeln scharf getrennt und stellt eine beinahe geometrisch genaue Pyramide dar, welche aus der ganzen Umgebung deutlich hervortritt.

Die Grenzgemeinden an diesem Punkte sind Chamonix in Frankreich und Orsières in der Schweiz.

Vom Mont Dolent an folgt die Grenze der Wasserscheide zwischen dem Flussgebiet der Arve in Frankreich und demjenigen der «Drances valaisannes» bis zum Col de Balme. Sie läuft zuerst gegen Norden, dem Kamm der Aiguilles-Rouges entlang, überschreitet den Col oder Pas d’Argentière, erreicht den Gipfel des Tour-Noir mit ungefähr 3824 Meter Höhe, führt zum Col du Tour-Noir und schlägt eine nordwestliche Richtung ein. Dann läuft sie der Reihe nach zur Aiguille d’Argentière, mit etwa 3901 Meter, zum Col du Chardonnet und dann zur Aiguille du Grand-Chardonnet (Höhe etwa 3823 m). Von hier aus wendet sie sich nach Nordosten, steigt hinab zur Fenêtre-du-Tour und wieder hinauf zur Grande-Fourche (Höhe 3617 m), wo schweizerischerseits das Gebiet der Gemeinde Orsières aufhört und dasjenige von Martigny-Combe beginnt.

Schweiz: Martigny-Combe

Frankreich: Chamonix

Die Grenze überschreitet dann den Col de la Fourche, wendet sich hierauf nach Nordwesten und erreicht nacheinander die Petite-Fourche, die Tête-Blanche, den Col du Tour, die Aiguille du Tour (3531 m) und endlich den Pissoir, wo sie einen Vorsprung nach Nordosten macht. Dann beschreibt sie einen grossen Bogen, dessen äussere Seite nach Südwesten gekehrt ist, überschreitet hierbei den Col des Grands und gelangt zu den Grands-Autannes.

Auf der ganzen bisherigen Strecke vom Mont Dolent an ist die Wasserscheide, welche die Grenzlinie bildet, überall durch die Bodenbildung deutlich genug ausgeprägt, und ihr Verlauf kann zu keinem Zweifel Anlass geben.

Von den Grands-Autannes zum Col de Balme steigt die Grenze, einem schmalen Grat folgend, über einen steilen Abhang hinunter bis zum Grenzstein Nr. 1, welcher mitten in der südlicheren der beiden kleinen Einsenkungen steht, die den Col bilden.

Vom Col de Balme zur Isle-Brücke (über die Eau-Noire)1

Schweiz: Martigny- Combe

Frankreich: Chamonix

Von diesem Punkte an folgt die Grenze einer Reihe von Marksteinen, welche zuerst bis Sur-les-Frêtes hinaufsteigt und dann abwärts führend die auf französischem Gebiet liegenden Alpweiden Charamillon von den schweizerischen Alpweiden Catogne bei la Grand’Jeur trennt; hierauf geht die Grenzlinie durch die Forêt-Verte und mündet am Grenzstein Nr. 12 bei der Isle-Brücke über die Eau-Noire aus.

Diese Linie wird durch folgende Angaben bezeichnet:

Grenzstein Nr. 1. Südlich von den Wirtschaften von Balme, in der südlicheren der beiden Einsenkungen, welche den Col bilden. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 67 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 1 und 2 verläuft die Grenze in gerader Linie. (Diese Linie führt zwischen den beiden Wirtschaften von Balme durch.)

Grenzstein Nr. 2. Auf dem südwestlichen Abhang des runden Hügels, welcher die beiden den Col bildenden Einsenkungen voneinander trennt, nördlich von den Wirtschaften. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 550 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 2 und 3 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 3. Zuoberst auf dem «Sur-les-Frêtes» genannten Grat. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 293 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 3 und 4 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Martigny-Combe

Frankreich: Chamonix und Vallorcine

Grenzstein Nr. 4. Auf dem Gipfel eines felsigen Hügels, wo französischerseits das Gebiet der Gemeinde Chamonix aufhört und dasjenige von Vallorcine beginnt. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 258 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 4 und 5 verläuft die Grenze in gerader Linie. Die Linie 4–5 streift das östliche Ende eines kleinen Teiches auf französischem Boden. Beim Grenzstein 4 verlässt die Grenze die Wasserscheide zwischen dem Flussgebiet der Arve und demjenigen der Rhone im Wallis, dringt in dieses letztere ein und erreicht die Wasserscheidelinie erst wieder beim Cheval-Blanc. (Siehe späterhin die Strecke von Les Flû bis zum Col de Tanneverge.)

Grenzstein Nr. 5. Am Rande des Abhanges, welcher auf die kleine Hochebene folgt, wo auf französischem Boden der kleine Teich liegt, an dem die Linie 4–5 hart vorübergeht.

Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 181 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 5 und 6 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Martigny-Combe

Frankreich: Chamonix und Vallorcine

Grenzstein Nr. 6. Ein wenig oberhalb eines kurzen, steilen Abhanges. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 444 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 6 und 7 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 7. Bei der Alpweide «Montagne des Lanches». Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 165 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 7 und 8 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Martigny-Combe

Frankreich: Vallorcine

Ein Bach, Bergbach von Balme genannt, fliesst mit der Grenze parallel, und zwar etwa 150 Meter weiter westlich.

Grenzstein Nr. 8. Ein wenig oberhalb eines steilen felsigen Abhanges. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 681 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 8 und 9 verläuft die Grenze in gerader Linie. Zwischen den Grenzsteinen 8 und 9 lässt die Grenzlinie die Sennhütten von Grand’Jeur östlich liegen und betritt dann die Forêt-Verte.

Grenzstein Nr. 9. Auf einem kleinen felsigen Hügel. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 97 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 9 und 10 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 10. Nahe am Rand des felsigen Grates, der das Tal der Eau-Noire beherrscht. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 524 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 10 und 11 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 11. Bei einem Fussweg auf einem kleinen Felsenkamm in der Forêt-Verte. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 242 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 11 und 12 verläuft die Grenze in gerader Linie unter dem Vorbehalt, welcher mit Bezug auf die Isle-Brücke hiernach folgt.

Grenzstein Nr. 12. Bei der Isle-Brücke am linken Ufer der Eau-Noire, auf der nordwestlichen Seite der Stasse von Chamonix nach Martinach. Der Grenzstein steht auf der gleichen Höhe wie das Geländer auf der flussaufwärtsliegenden Seite der Brücke und neben dem Steinsockel desselben.

Die Isle-Brücke, obwohl sie in der Nähe ihres Endes durch die gerade Linie, welche die Grenzsteine 11 und 12 miteinander verbindet, schräg geschnitten wird, gehört zu Frankreich und ebenso auch der Boden, auf welchem ihre Fundamente stehen.

An der Eau-Noire hört schweizerischerseits das Gebiet der Gemeinde Martinach-Combe auf und beginnt dasjenige von Finshauts.

Von der Isle-Brücke über die Eau-Noire bis zur Ebene von Emosson (Wasserfall der Barberine bei der Pierre-Blanche)

Schweiz: Finshauts

Frankreich: Vallorcine

Vom Grenzstein Nr. 12 an steigt die Grenze wieder am linken Ufer der Eau-Noire hinauf bis zum Zusammenfluss der Barberine mit diesem Flüsschen. Der Name Eau-Noire kommt demjenigen Wasserlauf zu, welcher vom Col des Montets und der Eau-de-Bérard herkommt, der Name Barberine dagegen dem Bache, der von Emosson und vom Mont Ruan her fliesst. Bei diesem Zusammenfluss geht die Grenze quer durch das Bett der Barberine. Sie steigt dann am linken Ufer dieses Baches hinauf bis zu dem «Pierre Blanche» genannen Punkte, d. h. bis zu dem Punkt, wo die Barberine, nachdem sie über die Hochebene von Emosson geflossen ist, in eine Felsenenge eintritt, um in Wasserfällen das Eau-Noire-Tal zu erreichen.

Unter den linken Ufer der Eau-Noire, dann unter dem rechten Ufer der Barberine ist der oberste Rand der entsprechenden Böschung gemeint, d. h. der Rand des kleinen, steil abfallenden Rutschgebietes oder des kleinen felsigen Absturzes, welche das Flussbett unmittelbar begrenzen, so dass nur der zum Abfluss des Hochwassers und zum Widerlager für die errichteten oder noch zu errichtenden Brücken nötige Raum dazu gehört.

Vom Wasserfall der Barberine (bei Pierre-Blanche) bis Les Flû (unterhalb des Perron)2

Von dem Punkte an, wo das rechte Ufer der Barberine von der nach Osten verlängerten Linie von Grenzstein 13 zu Grenzstein 14 getroffen wird, wird die Grenze nicht mehr durch dieses Ufer bezeichnet, sie folgt zunächst dieser geraden Linie bis zum Grenzstein 13, dann, von diesem Grenzstein an, einer vieleckigen Linie, welche durch die Grenzsteine 13, 14 und 15 bezeichnet wird, entsprechend den nachstehenden Angaben:

Grenzstein Nr. 13. Zuoberst auf einem kleinen Felshügel, in waagrechter Richtung, etwa 3,25 m vom Rand des Wasserspiegels entfernt.

Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 130 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 13 und 14 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Nr. 14. In die senkrechte, nach Osten gekehrte Wand eines gegen die Barberine vorspringenden grossen Felsens, dessen nördlicher Fuss von diesem Flüsschen bespült wird, eingegrabene Inschrift. Dieser Felsen trägt noch das Datum 1738 und die damaligen Wappen. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 418 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 14 und 15 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Finshauts

Frankreich: Vallorcine

Nr. 15. In eine senkrechte, nach Norden gekehrte Felswand am Nordhang des Kammes des Flû eingegrabene Inschrift in der Nähe des Fussweges, welcher vom Dörfchen Barberine zu den Sennhütten von Emosson führt. Dieser Felsen trägt noch das Datum 1738 und die damaligen Wappen.

Von Les Flû (unterhalb des Perron) bis zum Col de Tanneverge3

Da der Felsen, welcher die Nr 15 trägt, sich nicht auf der Wasserscheide befindet, so ist man übereingekommen, dass von hier an die Grenze durch eine gerade Linie dargestellt werde, die mit der Richtung 15–14 einen Winkel von etwa 168 Grad und 70 Minuten bildet. Als diese Linie ist eine gewählt worden, welche sich zum ersten spitzen Gipfel in der Bergkette, die das Becken der Barberine von demjenigen der Eau-Noire trennt, hinzieht und von der Ebene von Emosson aus leicht kenntlich ist. Von dem Punkt aus, wo diese gerade Linie die Wasserscheidelinie trifft, fällt die Grenze mit dieser letztern zusammen und folgt dem Grate. Die hauptsächlichsten Punkte desselben sind: die Aiguille du Vent, der Grand-Perron, die Perron-Lücke, die Aiguille du Charmoz und der Col du Sassey oder de la Terrasse.

Diese ganze felsige, sehr abschüssige Strecke verläuft im allgemeinen von Nordosten nach Südwesten bis zu einem mit etwa 2757 Meter bezeichneten Punkte. Von hier an wendet sich die Grenze nach Nordwesten, immer der Wasserscheide folgend, steigt zum Col du Vieux hinunter und wieder hinauf zum Gipfel des Cheval-Blanc, welcher mit ungefähr 2841 Meter bezeichnet ist. Hier trifft sie am äussersten Ende des Grates von Grenairon mit dem Col des Montets und vom Buet herkommenden Hauptkette zusammen.

Am Cheval-Blanc hört französischerseits das Gebiet der Gemeinde Vallorcine auf, und es beginnt dasjenige von Sixt.

Schweiz: Finshauts

Frankreich: Sixt

Von diesem Gipfel an verläuft die Grenze im allgemeinen in nordöstlicher Richtung, überschreitet nacheinander den Col du Grenairon und den Col- oder Bas-des-Cavales und erreicht die Finive (S) oder auch Pratriond (F) genannte Spitze (Höhe etwa 2877 m), wo schweizerischerseits das Gebiet der Gemeinde Finshauts aufhört und dasjenige der Gemeinde Salvan beginnt.

Schweiz: Salvan

Frankreich: Sixt

Von hier an steigt die Grenze, immer durch die Wasserscheide bezeichnet, bis zum Grenzstein Nr. 16 hinunter, welcher auf einem kleinen runden Hügel südlich vom Col de Tanneverge steht.

Col de Tanneverge

Schweiz: Salvan

Frankreich: Sixt

In unmittelbarer Umgebung dieses Passes wird die Grenze durch die Marksteine Nrn. 16, 17 und 18 bezeichnet, gemäss folgenden Angaben:

Grenzstein Nr. 16. Auf einer Erhebung südlich vom Passe. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 103 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 16 und 17 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 17. Mitten auf einem Passe, etwa 154 Meter vom französischen geodätischen Signal. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 70 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 17 und 18 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 18. Am Rand eines felsigen, steilen Abhangs, nördlich vom Pass.

Vom Col de Tanneverge zum Col de Coux

Vom Grenzstein Nr. 18 an fällt die Grenze wieder mit der Wasserscheide zusammen. Sie steigt zunächst zur Tanneverge-Spitze, welche etwa 2982 Meter hoch ist, und folgt dann in nordöstlicher Richtung einem steilen Felsgrat, der sich aus den Gletschern erhebt, welche an beiden Abhängen hinunterreichen; sie führt in dieser Weise zur Spitze «des Rosses», dann zum Kopf gleichen Namens, um zum Gipfel des grossen Mont Ruan zu gelangen, dessen Höhe etwa 3047 Meter beträgt.

Am grossen Mont Ruan hört schweizerischerseits das Gebiet der Gemeinde Salvan auf und beginnt dasjenige der Gemeinde Evionnaz.

Schweiz: Evionnaz

Frankreich: Sixt

Von diesem Gipfel an schlägt die Grenze, welche immerfort der Wasserscheide folgt, plötzlich eine westliche Richtung ein; immer sich zwischen Gletschern durchziehend, führt sie nach dem kleinen Mont Ruan oder Tour de Suzanfe und steigt über einen langen, kahlen Grat mit schwacher Neigung bis zum Col du Sagerou hinunter, dann wieder zum Gipfel des Mont Sagerou hinauf und gelangt so zu dem Punkt (Höhe: ungefähr 2774 m), von dem Dent de Bonavaux abzweigt und welcher gleichzeitig der Grenzscheidepunkt der schweizerischen Gemeinden Evionnaz und Champéry ist.

Schweiz: Champéry

Frankreich: Sixt

Die Grenze folgt dann dem langen abschüssigen Felsgrat, welcher den Namen Les Dents-Blanches trägt, geht zur Goletta de l’Aulla-Lücke und erreicht das Signal von Foilly (Höhe: ungefähr 2700 m), wo französischerseits das Gebiet der Gemeinde Sixt aufhört und dasjenige von Samoëns beginnt.

Schweiz: Champéry

Frankreich: Samoëns

Westlich vom Signal von Foilly setzt sich der Grat der Dents-Blanches, der noch immer die Grenzscheide bildet, ungefähr 700 Meter weiter gegen Westen zu fort. Dann schlägt die Grenze, welche immer der Wasserscheide zwischen den savoyischen Flüssen Drance und der Rhone im Wallis folgt, im allgemeinen eine nordwestliche Richtung ein, führt nacheinander zum Col de Bostan, zum Kopf gleichen Namens, zum Col de Bretolet und erreicht das Signal von La Berthaz oder Berroix, welches in der Reihe der Grenzsteine die Nr. 19 trägt.

Col de Coux

Schweiz: Champéry

Frankreich: Samoëns

Vom Signal von La Berthaz bis zum Col de Coux bildet der Bergkamm noch immer die Grenze; man hat jedoch für nötig befunden, dieselbe in augenscheinlicher Weise vermittelst der Grenzsteine 19, 20 und 21 zu bezeichnen, folgenden Angaben entsprechend:

Grenzstein Nr. 19. Derselbe wird durch das geodätische Signal von La Berthaz oder Berroix gebildet Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 192 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 19 und 20 fällt die Grenz mit der Wasserscheide zusammen.

Grenzstein Nr. 20. In der Nähe einer kleinen Einsattlung südlich von oberhalb der Wirtschaft aufgerichteten Kreuze. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 93 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 20 und 21 fällt die Grenze mit der Wasserscheide zusammen.

Grenzstein Nr. 21. Ein wenig südlich und oberhalb des über den Pass führenden Weges.

Vom Col de Coux bis Grande-Conche

Jenseits des Col de Coux folgt die Grenze, zugleich mit der Wasserscheide, der Richtung nach Norden, führt über den Gipfel der Felsen von Vannez und gelangt zu der mit etwa 2174 Meter bezeichneten Spitze La Léchère, wo französischerseits das Gebiet der Gemeinde Samoëns aufhört und dasjenige der Gemeinde Morzine beginnt.

Schweiz: Champéry

Frankreich: Morzine

Sie erreicht dann die Spitze l’Aiguille oder Fornet mit ungefähr 2306 Meter Höhe, wendet sich nach Nordosten und führt der Reihe nach den ganzen Bergrücken von Avoréaz entlang zum Col de Bassachaux, zur Lécheroz-Spitze (2206 m), zum Übergang von Lécheroz oder Chavanette und erreicht die Chavanette-Spitze (2224 m), wo französischerseits das Gebiet der Gemeinde Morzine aufhört und dasjenige der Gemeinde Montriond beginnt.

Von hier steigt die Grenze zum Col de Cuborrex hinunter.

Schweiz: Champéry

Frankreich: Montriond

In der ganzen Bergkette, welche sich vom Col de Coux zum Col de Cuborrex erstreckt und das Gebiet der savoyischen Flüsse Drance von demjenigen der Rhone im Wallis oder, genauer gesagt, das Gebiet der Drance-du-Biot von demjenigen der Vièze trennt, ist der die Grenze bildende Kamm durch seine scharf ausgeprägte Formen sehr deutlich bestimmt.

Vom Col de Cuborrex steigt die Grenze, immer der gleichen Wasserscheide folgend, zur Grande-Conche hinauf, wo sich der Grenzstein Nr. 22 befindet.

Vom Grande-Conche zur Spitze von Chésery

Schweiz: Troistorrents

Frankreich: Montriond

Der Grenzstein Nr. 22 steht auf der nördlichern der beiden kleinen Spitzen von Grande-Conche (Höhe: ungefähr 2139 m). Von diesem Punktean, wo schweizerischerseits das Gebiet der Gemeinde Champéry aufhört und dasjenige der Gemeinde Troistorrents beginnt, wird die Grenze durch eine Linie von Grenzsteinen (Nrn. 22 bis 30) bezeichnet, folgenden Angaben entsprechend:

Grenzstein Nr. 22. Auf der nördlichern der beiden kleinen Spitze von Grande-Conche. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 448 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 22 und 23 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 23. Am nördlichen Abhang eines kleinen Hügels auf der Des Cases genannten Alpweide. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 123 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 23 und 24 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 24. Zwischen zwei Bächen, zuunterst im Tälchen. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 310 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 24 und 25 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 25. Zuoberst auf einem kleinen Hügel. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 316 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 25 und 26 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 26. Zuoberst auf einer kleinen Anhöhe, westlich vom Fusswege.

Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 66 Meter.

Zwischen den Grenzsteinen 26 und 27 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Troistorrents

Frankreich: Montriond

Grenzstein Nr. 27. Auf einer kleinen felsigen Anhöhe, neben dem Fussweg, auf der Ostseite. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 323 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 27 und 28 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 28. Am Rand des Abhangs eines runden Hügels, westlich vom Fussweg. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 113 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 28 und 29 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Troistorrents

Frankreich: Montriond und Abondance

Nr. 29. Inschrift an einem einzelstehenden Felsblock, der auf dem schweizerischen Abhang, südöstlich vom Col de Chésery oder de Chaux-Fleurie liegt und Pierraz-Miaux genannt wird. Dieser Felsen trägt das savoyische Kreuz und das Walliser Wappen, welche seinerzeit in denselben eingemeisselt wurden. Bei La Pierraz-Miaux hört französischerseits das Gebiet der Gemeinde Montriond auf, und es beginnt dasjenige von Abondance. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 214 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 29 und 30 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Troistorrents

Frankreich: Abondance

Grenzstein Nr. 30. Nordöstlich vom Col de Chésery oder de Chaux-Fleurie, in der Nähe und westlich von einem kleinen See, auf einem Vorsprung des Abhangs, welcher zur Chésery-Spitze hinaufsteigt.

Die Strecke zwischen dem Grenzstein Nr. 22 bis in die Nähe und südlich vom Grenzstein Nr. 28 befindet sich auf der französischen Seite. Die höchsten Teile dieses Abhangs gehören somit zur Schweiz; die weiter nördlich gelegene Strecke dagegen befindet sich auf der Schweizer Seite, so dass der Col de Chésery oder de Chaux-Fleurie, der auch den Namen Col de la Pierraz-Miaux führt, dem französischen Gebiete zugeteilt bleibt.

Nördlich vom Grenzstein Nr. 30 wird die Grenze durch die gerade Linie gebildet, welche diesen Grenzstein mit der Chésery-Spitze – oft auch Becret-Spitze genannt – verbindet. Diese Spitze, deren Höhe etwa 2250 Meter beträgt, ist der höchste Punkt, von wo sich nach Westen die Bergkette abzweigt, die das Gebiet der Drance-du-Biot von demjenigen der Drance d’Abondance trennt; hier endet französischerseits das Gebiet der Gemeinde Abondance und beginnt dasjenige der Gemeinde Châtel.

Von der Chésery-Spitze zum Chalet-au-Bert (südwestlich vom Col de Morgins)

Schweiz: Troistorrents

Frankreich: Châtel

Die Chésery-Spitze gehört zur Wasserscheidelinie zwischen dem Gebiete der savoyischen Flüsse Drance und demjenigen der Rhone im Wallis (genauer genommen dem Flussgebiet der Vièze). Von diesem Berggipfel an bis zum Grenzstein Nr. 32, welcher beim Chalet-au-Bert liegt, oberhalb und südwestlich vom Col de Morgins, folgt die Grenze dieser Wasserscheide, indem sie im allgemeinen die Richtung von Südwesten nach Nordosten einschlägt. Sie senkt sich zunächst zum Col de la Chaux-des-Rosées, geht über die höchsten Punkte der drei Spitzen, die den Namen Cornebois tragen, zum Col de la Chaux-des-Châtelets und erreicht den Berggipfel, der in Frankreich Boccor und in der Schweiz Tête-du-Géant genannt wird (Höhe etwa 2235 m). Hierauf folgt sie einem Kamm, der bei den Franzosen Sur-les-Combes, bei den Schweizern Arête-des-Rochers heisst, und dessen höchster Punkt, bei etwa 2162 Metern, mit dem Namen Lingaa oder La Chon bezeichnet wird. Die Arête-des-Rochers oder Sur-les-Combes endigt am Col de Fecon. Von diesem Pass aus steigt die Grenze hinauf zum Véla du Pertuis (Höhe etwa 1901 m) und wieder hinunter über einen schmalen, nur ganz schwach geneigten Grat zum Plan-des-Mitres (1881 m). Von diesem Punkte gehen zwei Gräte aus. Die Hauptwasserscheidelinie senkt sich plötzlich gegen Osten, indem sie sich von der sekundären Scheidelinie abzuzweigen scheint, und führt über ein Gebiet mit schwachen und unbestimmten Bodenerhebungen zum höchsten Punkte des Col de Morgins, der den Namen Pertuis de Morgins trägt (Höhe etwa 1386 m), am südlichen Ende der sumpfigen und schwach geneigten Hochebene, welche den Col de Morgins in seiner Gesamtheit bildet; von hier steigt diese Linie wieder hinauf zur Pointe du Corbeau. Die sekundäre Linie, welche viel besser markiert ist, setzt sich, vom Col de Fecon herkommend, in gleicher Richtung nach Norden fort, hält sich noch lange in einer grössern Höhe als die Hauptlinie und behält die Form eines scharf ausgeprägten Grates bei; sie geht in dieser Weise zur Pointe-du-Midi (1859 m), senkt sich über einen ziemlich steilen Abhang bis zu dem auf einer kleinen Bodenerhebung gebauten Chalet-au-Bert und endigt als sehr steiler Abhang am niedrigsten Punkt des Col des Morgins, der den Namen Pas de Morgins führt (Höhe 1380 m), also am nördlichen Ende der sumpfigen Hochebene, von welcher weiter oben die Rede war.

Schweiz: Troistorrents

Frankreich: Châtel

Die Grenze geht über diese sekundäre Kette von Anhöhen, indem sie zunächst dem Grate folgt bis zum Chalet-au-Bert, dann einer Grenzsteinlinie bis zum Pas de Morgins, in der Nähe der an diesem Orte errichteten Kapelle.

An dem Orte, wo die Kammlinie sich in zwei teilt, wird die Grenze durch den Markstein Nr. 31 bezeichnet.

Grenzstein Nr. 31 (Höhe: etwa 1881 m). Auf der Wasserscheide, an der «Plan des Mitres» genannten Stelle, an der Verzweigung der beiden Gräte, von denen der eine gegen Pertuis, der andere gegen den Pas de Morgins zu verläuft. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 785 Meter in gerader Linie. Zwischen den Grenzsteinen 31 und 32 folgt die Grenze der sekundären Kammlinie über die Pointe-du-Midi.

Vom Chalet-au-Bert zur Tête du Tronchey in der Nähe und südlich vom Col de la Reculaz (F) oder de Croix (S)

Vom Grenzstein Nr. 32 an, welcher beim Chalet-au-Bert steht, folgt die Grenze einer ununterbrochenen Linie von Marksteinen bis zu demjenigen, welcher die Nr. 74 trägt und am höchsten Punkte des Le Tronchey genannten Gipfels liegt, östlich vom Col de la Reculaz (F) oder de Croix (S). Die ersten (Nrn. 31 bis 36) bezeichnen die Grenze vom Chalet-au-Bert bis zum Pas de Morgins und stehen an folgenden Standpunkten:

Schweiz: Troistorrents

Frankreich: Châtel

Grenzstein Nr. 32. Am Fusse des von der Pointe-du-Midi her sich senkenden Abhanges, am westlichen Ende der Bodenerhebung, auf welcher das Chalet-au-Bert gebaut ist, nordwestlich von demselben. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 78 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 32 und 33 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 33. Nordöstlich vom Chalet-au-Bert, am Rand des Waldes und des gegen die Kapelle am Pas de Morgins sich senkenden Abhanges. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 165 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 33 und 34 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 34. Im Anfang der Waldlücke, welche sich gegen die Kapelle am Pas de Morgins hinunterzieht. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 114 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 34 und 35 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 35. In der gegen die Kapelle am Pas de Morgins sich hinunterziehenden Waldlücke. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 139 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 35 und 36 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 36. Östlich von der Strasse von Châtel nach Morgins, südlich neben der Kapelle am Pas de Morgins.

Vom Pas de Morgins an schreitet die Grenzsteinlinie auf dem gegen Frankreich zu liegenden Abhange weiter, zunächst durch den Wald, welcher den Pass im Osten beherrscht; dann schneidet sie den Kamm, welcher von der Pointe du Corbeau ausgeht und oberhalb Châtel endigt; hierauf durchzieht sie den obern Teil des Conche-Tales, unterhalb des Sees von Goliet (S) oder Conche (F), und steigt an der Nordseite dieses Tales in die Höhe. Sie erreicht beim Grenzstein Nr. 57, der auf dem Berge Morclan steht, wieder die Wasserscheide, welche das Becken der Drance d’Abondance von demjenigen der Rhone im Wallis trennt, und folgt derselben bis zum Grenzstein Nr. 61, der ein wenig südlich vom Col d’Onnaz steht, gegen das Ende des Kammes hin, welcher von der Ombrieux-Spitze sich herunterzieht. Sie betritt dann wieder die französische Seite des Berges, indem sie sich ungefähr die Höhen der Abhänge entlangzieht, welche die Combe de Barmissine einfassen, und dann die hohe Alpweide Chaux-Longe durchschneidet, bis zum Grenzstein Nr. 70, welcher in einer kleinen Einsenkung im Norden dieser Weide und im Nordosten des geodätischen Signals von Tour-du-Don steht. Sie erreicht endlich, entweder in geraden Linien von Grenzstein zu Grenzstein, oder dem Rand der Böschungen folgend, den Grenzstein Nr. 74.

Die Einzelheiten dieses Verlaufes entsprechen folgenden Angaben:

Schweiz: Troistorrents

Frankreich: Châtel

Grenzstein Nr. 36. Derselbe steht, wie schon erwähnt, neben und südlich von der Kapelle am Pas de Morgins, östlich von der Strasse von Châtel nach Morgins. Entfernung bis zum folgenen Grenzstein: etwa 421 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 36 und 37 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 37. Auf einer kleinen Anhöhe in der Waldlücke. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 128 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 37 und 38 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 38. Auf einer kleinen Anhöhe in der Waldlücke, etwas oberhalb eines Fussweges, beinahe auf der Höhe der Lichtung von Mazet, die sich auf französischem Boden befindet. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 249 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 38 und 39 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 39. In der Waldlücke. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 183 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 39 und 40 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Nr. 40. Inschrift in der senkrechten, nach Westen schauenden Wand eines ein wenig oberhalb eines Fussweges liegenden Felsens. – Dieser Felsen trägt noch die Wappen von Savoyen und Wallis und die Jahreszahl 1737.

Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 203 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 40 und 41 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 41. In der Waldlücke. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 259 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 41 und 42 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Troistorrents und Collombey- Muraz

Frankreich: Châtel

Grenzstein Nr. 42. Auf dem Kamm, welcher von der Pointe du Corbeau gegen Châtel hinuntersteigt, oberhalb eines «rocher du Cheval-Blanc» genannten Felsens. An diesem Grenzstein hört schweizerischerseits das Gebiet der Gemeinde Troistorrents auf, und es beginnt dasjenige von Collombey-Muraz. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 75 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 42 und 43 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Nr. 43. Inschrift in der senkrechten, nach Nordosten schauenden Wand der «du Cheval-Blanc» genannten Felsen, nahe am Fuss der Wand. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 134 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 43 und 44 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Troistorrents und Collombey- Muraz

Frankreich: Châtel

Grenzstein Nr. 44. Auf dem linken Ufer des Baches, der gegen Les Mouilles de Conche fliesst, unterhalb des diesen Bach entlangführenden Fussweges. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 65 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 44 und 45 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 45. Zuoberst auf dem steilen Abhang, welcher die Nordseite des Tälchens bildet, durch das der gegen Mouilles de Conche fliessende Bach läuft, in der Waldlücke. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 99 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 45 und 46 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Nr. 46. Inschrift in einer senkrechten, nach Westen gerichteten, felsigen Wand, an welcher sich die Jahreszahl 1737 und die damals eingegrabenen Wappen vorfinden. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 202 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 46 und 47 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Collombey- Muraz

Frankreich: Châtel

Grenzstein Nr. 47. Auf einem kleinen, schwach geneigten Kamm in der Waldlücke.

Enfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 172 Meter.

Zwischen den Grenzsteinen 47 und 48 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 48. In der Waldlücke und in einer beinahe ebenen Strecke des Waldes. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 143 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 48 und 49 verläuft die Grenze in gerader Linie. Die Linie 48–49 geht etwa 180 Meter nordwestlich vom Lac du Goliet (S) oder de Conche (F), der auf Schweizer Gebiet liegt, vorbei.

Grenzstein Nr. 49. In der beinahe ebenen Strecke des Tälchens von Conche, neben und südlich von dem Wege von Châtel nach Vionnaz über «Sur le Crêt» und Cermeux. Entfernung bis zum forgenden Grenzstein: etwa 261 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 49 und 50 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 50. In der Waldlücke, am Fuss eines ziemlich steilen Abhanges. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 252 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 50 und 51 verläuft die Grenze in gerader Linie. Die Waldlücke, welche vom Grenzstein 49 bis zum Grenzstein 53 reicht, wird auf der Ostseite von dem zur Schweiz gehörenden Walde von Chermillon und auf der Westseite von dem zu Frankreich gehörenden Walde von Cernié begrenzt.

Schweiz: Collombey- Muraz

Frankreich: Châtel

Grenzstein Nr. 51. In der Waldlücke. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 123 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 51 und 52 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 52. Beim Ausgang des Waldes. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 221 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 52 und 53 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 53. Oberhalb des Anfangs einer Baumreihe, von welcher er durch einen Graben getrennt ist. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 67 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 53 und 54 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 54. Am Rand eines Fussweges. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 91 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 54 und 55 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 55. Am südlichen, vom Morclan sich herunterziehenden Abhang. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 99 Meter. Zwischen den Grenzstein 55 und 56 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 56. Am südlichen, vom Morclan sich herunterziehenden Abhang. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 54 Meter. Zwischen den Grenzstein 56 und 57 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 57. Auf der Wasserscheide, östlich vom Gipfel des Berges Morclan. Entfernung in gerader Linie bis zum folgenden Grenzstein: etwa 60 Meter. Zwischen den Grenzstein 57 und 58 folgt die Grenze der Wasserscheide.

Grenzstein Nr. 58. In einer sehr schwachen, passartigen Einsenkung der Wasserscheide. Entfernung in gerader Linie bis zum nächsten Grenzstein: etwa 280 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 58 und 59 folgt die Grenze der Wasserscheide.

Schweiz: Collombey- Muraz

Frankreich: Châtel

Grenzstein Nr. 59. Mitten auf dem Col du Folière. Entfernung in gerader Linie bis zum nächsten Grenzstein: etwa 184 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 59 und 60 folgt die Grenze der Wasserscheide.

Grenzstein Nr. 60. Zuoberst auf der felsigen und abschüssigen Spitze des Ombrieux. Entfernung in gerader Linie bis zum folgenden Grenzstein: etwa 345 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 60 und 61 folgt die Grenze der Wasserscheide.

Grenzstein Nr. 61. Etwas südlich von dem Portes d’Onnaz genannten Pass. Entfernung in gerader Linie bis zum folgendne Grenzstein: etwa 168 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 61 und 62 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 62. Ein wenig oberhalb des höchsten Punktes des Abhanges, welcher sich zur Combe de Barmissine hinunterzieht. Entfernung bis zum folgenden Grenzsteinen: etwa 41 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 62 und 63 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 63. Ein wenig oberhalb des höchsten Punktes des Abhanges, der sich zur Combe de Barmissine hinunterzieht. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 157 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 63 und 64 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 64. Ein wenig oberhalb des höchsten Punktes des Abhanges, der sich zur Combe de Barmissine hinunterzieht. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 109 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 64 und 65 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 65. Ein wenig oberhalb des höchsten Punktes des Abhanges, der sich zur Combe de Barmissine hinunterzieht. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 137 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 65 und 66 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 66. In den Alpweiden von Chaux-Longe. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 129 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 66 und 67 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 67. In den Alpweiden von Chaux-Longe; mitten in einer schwachen, tälchenartigen Einsenkung. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 73 Meter. Zwischen den Grenzstein 67 und 68 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Collombey- Muraz

Frankreich: Châtel

Grenzstein Nr. 68. In den Alpweiden von Chaux-Longe, auf einer einem Eselrücken gleichenden Bodenerhebung. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 54 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 68 und 69 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 69. Zuoberst auf der eselrückenartige Erhebung, wo sich der Grenzstein 68 befindet, südöstlich von einer fast immer ausgetrockneten, Mare de Chaux-Longe oder Creux-Dessus genannten Pfütze. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 75 Meter. Zwischen den Grenzstein 69 und 70 verläuft die Grenze in gerader Linie. Die Linie 69–70 verläuft so, dass die Pfütze von Chaux-Longe gänzlich auf französischem Boden liegt.

Schweiz: Colombey- Muraz und Vionnaz

Frankreich: Châtel

Grenzstein Nr. 70. In einer Einsattlung nordwestlich der Tour du-Don. Beim Grenzstein Nr. 70 hört schweizerischerseits das Gebiet der Gemeinde Collombey-Muraz auf, und es beginnt dasjenige der Gemeinde Vionnaz. Enfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 156 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 70 und 71 zieht sich die Grenze am Rand des Felsgrates hin.

Grenzstein Nr. 71. Nahe beim höchsten Punkte des Felsgrates. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 385 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 71 und 72 folgt die Grenze dem Rand des Felsgrates, dann der Wasserscheide.

Grenzstein Nr. 72. In der Mitte einer kleinen Einsattlung nördlich von der Creux-Dessous genannten Vertiefung. Entfernung in gerader Linie bis zum folgenden Grenzstein: etwa 64 Meter. Zwischen den Grenzstein 72 und 73 folgt die Grenze der Wasserscheide.

Schweiz: Vionnaz

Frankreich: Châtel

Grenzstein Nr. 73. Am nördlichen Ende eines vom Grenzstein Nr. 74 herstreichenden Bergrückens. Entfernung in gerader Linie bis zum folgenden Grenzstein: etwa 220 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 73 und 74 folgt die Grenze der Wasserscheide.

Grenzstein Nr. 74. Zuoberst auf dem Berge von Tronchey, Tête-du-Tronchey genannt.

Von der Tête-du-Tronchey bis zum Col de Savalenaz (S) oder d’Arvouin (F)

Schweiz: Vionnaz

Frankreich: Châtel

Vom Grenzstein Nr. 74 an folgt die Grenze beständig der Wasserscheidelinie zwischen dem Becken der Drance d’Abondance und demjenigen der Rhone im Wallis bis zum Col de Savalenaz (S) oder d’Arvouin (F), wo der Grenzstein Nr. 75 steht. Die Hauptrichtung dieser Linie geht von Südosten nach Nordwesten. Da der die Grenze bildende Grat auf der französischen Seite gut ausgeprägte, nach der Schweiz hin oft steil abfallende Abhänge aufweist, so ist die Grenze überall ganz schafr markiert. Die wichtigsten Punkte auf ihrem Verlauf sind, vom Grenzstein Nr. 74 an:

Schweiz: Vionnaz

Frankreich: La Chapelle

Der Col de la Reculaz (F) oder de Croix (S); der Berg und Felsgrat Mouët. In der Nähe der nördlichen Spitze dieses Grates (Höhe etwa 1925 m) hört französischerseits das Gebiet der Gemeinde Châtel auf, und es beginnt dasjenige von La Chapelle; die Felsenspitze Scex rouge (Höhe 1876 m); der Col de la Basse (F) oder de Chétillon (S); der Gipfel La Grand-Chaux, auf welchem das de Recon genannte geodätische Signal steht, und welcher auf seiner Südostseite von felsigen Abstürzen begrenzt ist. Von hier an senkt sich die Kammlinie über einen schwach geneigten, regelmässigen Abhang zunächst gegen Westen bis zur Corne de Rapenaz, dann nach Norden bis zum Col de Recon (F und S) oder de Rapenaz (F). Unterhalb und östlich von Col de Rapenaz oder de Recon befindet sich auf Schweizer Gebiet der Luisset oder die Houssaie (kleiner See) von Recon.

Die Grenze führt dann: Über die Tretze oder Teurtce (einen Hügel, welcher den Col de Recon von demjenigen von Braita trennt); über den Col de Braita (F) oder de Conche (S); über l’Avoueille (aiguille), kleine Felsen, welche die auf französischem Boden liegenden Sennhütten von Braita beherrschen; über den Col d’Outanne; über den Mont Linleux oder Lenla (Höhe etwa 2100 m), von wo aus sich der lange Grat der Felsen von Savalenaz in östlicher Richtung abzweigt.

Am Mont Linleux oder Lenla hört das Gebiet der schweizerischen Gemeinde Vionnaz auf, und beginnt dasjenige von Vouvry.

Schweiz: Vouvry

Frankreich: La Chapelle

Von diesem Gipfelpunkte an senkt sich die Grenze, welche immer durch die Wasserscheide gebildet wird, zuerst gegen Westen, dann plötzlich gegen Norden bis zum Col de Savalenaz (S) oder d’Arvouin (F).

Vom Col de Savalenaz oder d’Arvouin zur Pointe d’Arvouin

Schweiz: Vouvry

Frankreich: La Chapelle

Von diesem Pass an steigt die Grenze über einen Proz-Têtaz genannten Rasenabhang hinauf bis zu dem Felsen, welcher den Namen Scex-du-Coeur (Pointe d’Arvouin) trägt. Vom Col de Savalenaz bis zum Scex-du-Coeur wird sie durch eine grade Linie gebildet; die beiden Endpunkte derselben sind durch die Grnzsteine Nr. 75 und 76 bezeichnet, deren Lage sich aus folgenden Angaben ergibt:

Grenzstein Nr. 75. Am Col de Savalenaz (S) oder d’Arvouin (F) in der Nähe und ein wenig südöstlich vom Fussweg. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 302 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 75 und 76 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Nr. 76. Inschrift in einem Felsen, der eine beinahe senkrechte, nach Osten gekehrte Fläche darbietet, an welcher sich die Jahreszahl 1845 und die damals eingegrabenen Wappen vorfinden.

Von der Pointe d’Arvouin zum Col de Vernaz

Der Fels, welcher die Nummer 76 trägt, liegt auf einem langen, von West nach Ost verlaufenden Felsgrat, welcher nach Norden zu eine gewaltige Mauer darstellt, die von den Wallisern die Felsen von Vernaz genannt wird. Ein Teil der Felsen von Vernaz, welcher sich nach Südwesten zuwendet, trägt in Frankreich den Namen Felsen von Arvouin. Von Nr. 76 an folgt die Grenze diesem letzteren Teil und fällt mit der Wasserscheide zusammen; sie geht zum höchsten Gipfel dieses Kammes (Höhe etwa 2020 m) und steigt dann über einen scharf ausgeprägten Grat nach Norden hinunter bis zum Col de Vernaz, einem schmalen Pass von sehr gut kenntlicher Form, wo sich der Grenzstein Nr. 77 befindet.

Vom Col de Vernaz zum Gipfel der Felsen von Chaudin

Vom Col de Vernaz an wird die Grenze durch eine Grenzsteinlinie bezeichnet bis zum Kamm der Felsen von Chaudin, an deren östlichem Endpunkt der Grenzstein Nr. 82 steht.

Sie steigt zuerst in gerader Linie gegen Nordnordwesten hinauf, quer über den Bergrücken von La Calaz, und schneidet hierbei viermal den Fussweg, der zu den gleichnamigen Sennhütten führt, bis auf etwa 160 Meter südlich von diesen Sennhütten; dann schlägt sie eine nordnordöstliche Richtung ein bis an den Rand beträchtlicher Abstürze, welche nach Nordosten zu abfallen und unter dem Namen Scex de la Calaz bekannt sind; hierauf folgt sie dem Rand dieser Abstürze und überschreitet dabei den Gipfel eines mit 2185 Meter bezeichneten runden Hügels bis zu einr kleinen Einsenkung, in deren Nähe der Grenzstein Nr. 81 steht, und von wo aus sie wieder in gerader Linie bis zum Endpunkt der Felsen von Chaudin (S), die auch Progelan (F) oder Roche-à.-Gilland genannt werden, emporsteigt. Diese Linie wird, den folgenden Angaben entsprechend, durch sechs Grenzsteine bezeichnet:

Schweiz: Vouvry

Frankreich: La Chapelle

Grenzstein Nr. 77. Auf dem Col de Vernaz, etwas oberhalb und nördlich von dem Fussweg von La Chapelle nach Vouvry, beinahe an den Fussweg anstossend. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 392 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 77 und 78 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 78. In der Nähe des zu den Sennhütten von La Calaz führenden Fussweg, ein wenig unterhalb einer von Südosten nach Nordwesten gerichteten Krümmung. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 128 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 78 und 79 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 79. Auf der Alpweide. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 166 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 79 und 80 verläuft die Grenze in gerader Linie. Grenzstein Nr. 80. Etwa einen Meter weit vom Rande der nach Nordosten abfallenden Abstürze. Entfernung in gerader Linie bis zum folgenden Grenzstein: etwa 326 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 80 und 81 folgt die Grenze dem Rand des Absturzes.

Grenzstein Nr. 81. Auf einer kleinen Anhöhe, ein wenig nördlich von einer Einsenkung. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 181 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 81 und 82 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 82. Am östlichen Endpunkt der Felsen von Chaudin oder Progelan. Acht Meter weiter westlich ist im Jahre 1856 ein Kreuzzeichen in den Felsen eingegraben worden, an einem Punkte, wo derselbe kaum aus dem Boden hervorragt.

Der Grenzstein Nr. 82 ist in gerader Linie etwa 910 Meter vom geodätischen Signal der Cornettes-de-Bise entfernt, welches den Grenzstein Nr. 83 bildet. Zwischen den Nummern 82 und 83 folgt die Grenze der Wasserscheide.

Vom Gipfel der Felsen von Chaudin zum Mont des Bovardes

Die Wasserscheidelinie folgt zuerst, sich westlich wendend, dem Kamm der Felsen von Chaudin und steigt bis zur Einsenkung hinunter, welche diesen Grat vom Massiv der Cornettes-de-Bise trennt. Diese Einsenkung heisst: Sur-les-Murailles (F). Dann steigt die Grenze über Felsen immer in westlicher Richtung bis zum Gipfel der Cornettes, wo ein geodätisches Signal errichtet ist.

Schweiz: Vouvry

Frankreich: La Chapelle

Grenzstein Nr. 83. Höhe: etwa 2438 Meter. Gebildet durch das geodätische Signal der Cornettes-de-Bise. Entfernung in gerader Linie bis zum folgenden Grenzstein: etwa 437 Meter. Zwischen den Nr. 83 und 84 folgt die Grenze der Wasserscheide. Sie schlägt jenseits der Cornettes eine nördliche Richtung ein und steigt über abschüssige Felsen bis zu einem schmalen Rasenplateau hinunter, welches die Einsenkung zwischen den Cornettes-de-Bise und Lanche-Naire bildet und Plan Berger genannt wird. Ein sanfter Abhang steigt von dieser Einsenkung bis zur Tête de Lanche-Naire hinauf, auf deren Gipfel sich der Grenzpunkt Nr. 84 befindet.

Nr. 84. Höhe: etwa 2352 Meter. Inschrift in der waagrechten Oberfläche eines kleinen flachen Felsens, zuoberst auf der Tête de Lanche-Naire. Auf der gleichen Fläche ist ein im Jahr 1856 eingegrabenes Kreuz sichtbar. Enfernung in gerader Linie bis zum folgenden Grenzstein: etwa 849 Meter. Zwischen den Nrn. 84 und 85 folgt die Grenze der Wasserscheide.

Die beraste Tête de Lanche-Naire stützt sich auf der Nordseite auf eine gewaltige, beinahe senkrechte Felswand. Unterhalb und nördlich vom Gipfel sich an diese Felswand anlehnend, beginnt ein langer, sehr schmaler und scharfer Grat, der von da an zum Mont des Bovardes führt. Über diesen Grat und über den Gipfel des Mont des Bovardes ziehen sich die Wasserscheidelinie und die Grenze bis zum Grenzstein Nr. 85 in nordnordwestlicher Richtung weiter.

Vom Mont des Bovardes bis zur Dent du Velan

Der Grenzstein Nr. 85 steht auf dem Kamm des Mont des Bovardes, etwa 185 Meter jenseits und nordnordwestlich vom Gipfel, beinahe an demjenigen Punkte, wo der schwach geneigte Grat in einen viel steilern Abhang übergeht. Von diesem Grenzstein an dem letzten, der auf der Wasserscheide steht) wird die Grenze bis zur Dent du Velan durch eine ununterbrochene Linie von Grenzsteinen bezeichnet, welche die Ebene und den kleinen Teich von Ugeon durchschneidet und deren Verlauf folgenden Angaben entspricht.

Grenzstein Nr. 85. Etwa 185 Meter nordnordwestlich vom Gipfel des Mont des Bovardes, auf der Wasserscheide, nahe bei einem Wechsel im Verlauf des Abhanges. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 124 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 85 und 86 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Schweiz: Vouvry

Frankreich: La Chapelle

Grenzstein Nr. 86. Auf dem vom Mont des Bovardes gegen Plan d’Ugeon sich hinabziehenden Abhang, etwas westlich vom Kamm, nahe an dem Rande, wo ein Wechsel im Verlauf des Abhanges eintritt. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 208 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 86 und 87 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 87. Auf dem Plan d’Ugeon, südöstlich vom Teiche. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 73 Meter. Zwischen den Grenzsteinen 87 und 88 verläuft die Grenze in gerader Linie. Der Stand der Grenzsteine 87 und 88 ist so gewählt worden, dass die sie verbindende gerade Linie den kleinen Teich von Ugeon in zwei beinahe gleiche Hälften teilt, da dieser Teich dazu benutzt werden muss, um die Herden der Einwohner auf beiden Seiten der Grenze zu tränken.

Nr. 88. Inschrift auf einem Felsblock, nahe am Rande und nordwestlich vom Teiche. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 139 Meter. Zwischen den Nummern 88 und 89 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Nr. 89. In den Felsen eingegrabene Inschrift, beinahe in der Mitte des Fusses der senkrechten Wand der Dent du Velan, nach Südosten gerichtet. Daneben sieht man die Inschriften nebst dem Kreuz, welche im Jahre 1856 eingegraben wurden. Zwischen Nummer 89 und Nummer 90, welch letztere ebenfalls an der Dent du Velan, aber auf der entgegengesetzten Seite eingegraben ist, wird die Grenze durch die Linie gebildet, die über die mittlere Spitze des Gipfels der Dent du Velan führt.

Diese mittlere Spitze ist nicht bloss Grenzpunkt, sondern auch die Stelle, wo schweizerischerseits das Gebiet der Gemeinde Vouvry aufhört und dasjenige der Gemeinde Saint-Gingolph (Schweiz) beginnt und französischerseits das Gebiet der Gemeinde La Chapelle aufhört und dasjenige von Novel beginnt.

Von der Dent du Velan bis zum Fuss des Nez (bei Haut-de-Morge)

Schweiz: St-Gingolph

Frankreich: Novel

Die Inschrift (Nr. 90), welche an der Nordseite der Dent du Velan eingegraben ist, bezeichnet den Punkt, von dem aus die Grenze in das Becken der Morge übergeht. Unmittelbar unterhalb entspringt ein Bach, welcher eine der Quellen des Wildbaches des Nez bildet. Die Grenzen folgt dem rechten Ufer desselben, führt, immer diesem Ufer nach, zu einem Felsen, welcher Nr. 91 trägt, und erreicht so einen fernen Felsen Nr. 92, worauf sie bis zum Fuss des Nez durch eine Linie von Grenzsteinen bezeichnet wird. Von der Dent du Velan bis zum Fuss des Nez entspricht der Verlauf folgenden Angaben:

Schweiz: St-Gingolph

Frankreich: Novel

Nr. 90. In den Felsen eingegrabene Inschrift, auf der nordwestlichen Wand der Dent du Velan, etwas oberhalb des Ursprungs einer Quelle des Wildbaches des Nez. Entfernung in gerader Linie bis zur folgenden Nummer: etwa 771 Meter. Zwischen den Nummern 90 und 91 wird die Grenze durch das rechte Ufer des Wildbaches des Nez gebildet.

Nr. 91. Inschrift in der senkrechten Wand eines Felsens, welcher zum rechten Ufer des Wildbaches des Nez gehört, etwa 30 Meter oberhalb der Einmündung eines starken linksseitigen Zuflusses. Entfernung in gerader Linie bis zur folgenden Nummer: etwa 185 Meter. Zwischen den Nummern 91 und 92 wird die Grenze durch das rechte Ufer des Wildbaches des Nez gebildet.

Nr. 92. An dem «Sommet des Nez» genannten Orten. Inschrift in der senkrechten Wand eines Felsens, welcher zum rechten Ufer des Wildbaches des Nez gehört. Etwa 18 Meter von da und auf dem andern Ufer ist im Jahre 1856 ein Kreuzzeichen in den obern Teil eines schrägstehenden Felsens eingegraben worden. Entfernung bis zum folgenden Grenzstein: etwa 348 Meter. Zwischen den Nummern 92 und 93 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Grenzstein Nr. 93. Mitten im Rollmaterial des Flusses, an einem Punkte, der jetzt auf der linken Seite des hauptsächlichen Bettes liegt. Etwa 23 Meter nordwestlich von hier ist im Jahre 1856 ein Kreuzzeichen in die waagrechte Oberfläche eines Felsbrockes an ihrem südlichen Endpunkt4 eingegraben worden, der am anderen Ende ein zweites kleineres5 Kreuz tägt.

Entfernung bis zur folgenden Nummer: etwa 283 Meter. Zwischen den Grenzpunkten 93 und 94 verläuft die Grenze in gerader Linie.

Nr. 94. An dem «Pied des Nez» genannten Punkten; Inschrift in der Wand eines schrägstehenden Felsens, welcher zum rechten Ufer gehört. An dieser Wand sieht man ein im Jahre 1856 eingegrabenes Kreuz.

Vom Pied des Nez bei Haut-de-Morge bis zur Einmündung der Morge in den Genfersee

Von Nummer 94 an, welche sich beinahe gegenüber von den Sennhütten von Haut-de-Morge befinden, folgt die Grenze dem rechten Ufer der Morge bis zu ihrer Einmündung in den Genfersee, indem sie unterhalb des französischen Dorfes Novel durchführt und das zur Hälfte französische, zur Hälfte schweizerische Dorf Saint-Gingolph durchschneidet.

Schweiz: St-Gingolph

Frankreich: Novel

Der Ausdruck «rechtes Ufer» muss hier in dem Sinne verstanden werden, welcher weiter oben bei Erwähnung des linken Ufers der Eau-Noire und des rechten Ufers der Barberine genau festgestellt worden ist.

Da die Morge einen sehr reissenden Lauf hat, so ändert sie manchmal beim Dorfe Novel ihr Bett bei Anlass von bedeutenden Anschwellungen; aber das alte und das neue Bett haben sich bis jetzt nur in beinahe unbedeutender Weise voneinander unterschieden, und so wird es auch fernerhin sein. Es ist nicht nötig, etwa nach fernern Anschwellungen danach zu forschen, welches das frühere Bett des Flüsschens war; die Grenze ist und soll immer durch das «rechte Ufer» bezeichnet sein, so wie dasselbe tatsächlich vorhanden ist oder vorhanden sein wird. Die Worte «rechtes Ufer» sind so zu verstehen, wie bereits gesagt worden ist, und die allfälligen unbedeutenden Änderungen des Ufers ziehen die gleichen Änderungen im Verlaufe der politischen Grenze nach sich. Diese Bestimmung hat jedoch wohlverstanden keinerlei Bezug auf das Gemeinde- oder Privateigentum, dessen früher mit der politischen Grenze zusammenfallende Grenzen die gleichen bleiben und bleiben sollen, wie sie durch die schon bestehenden Pläne und andern Urkunden festgestellt worden sind, welches auch vor oder nach den Anschwellungen ihre Lage mit Bezug auf das rechte Ufer der Morge sein mag.

Eine kurze Strecke unterhalb des Dorfes Novel, talabwärts, betritt das Flüsschen ein sehr enges, beinahe schluchtartiges Tal, wo sein stark eingeengtes Bett kaum mehr Änderungen erleiden kann. Auf diesem Teil ihres Laufes nimmt die Morge eine gewisse Anzahl von Zuflüssen auf, darunter von der linken Seite den Bach von Clos Forche, bei dessen Einmündung französischerseits das Gebiet der Gemeinde Novel aufhört und dasjenige von Saint-Gingolph (Frankreich) beginnt.

Schweiz: St-Gingolph

Frankreich: St-Gingolph

Die Morge fliesst noch immer in einem sehr engen Tal bis etwa 800 m oberhalb Saint-Gingolph.

Nr. 95. An dem Punkte, wo das Tal sich zu erweitern beginnt, etwa 800 m flussaufwärts von der Moulinbrücke in Saint-Gingolph. – Inschrift in einem auf dem rechten Ufer befindlichen Felsen, an welchem ein langer, von Südosten herstreichender, bewaldeter Bergrücken aufhört.

Zwischen den Nummern 95 und 96 folgt die Grenze dem rechten Ufer der Morge.

Die Morge fliesst hierauf zum Dorf Saint-Gingolph hinunter und teilt dasselbe in zwei Teile; links die französische und rechts die schweizerische Gemeinde gleichen Namens.

Zwei Ableitungen bewirken, dass ein Teil des zu Frankreich gehörenden Wassers dieses Flüsschens auf schweizerisches Gebiet hinübergeht: eine, welche etwa 350 m talabwärts von dem Felsen, welcher die Nummer 95 trägt, angebracht ist, speist die Brunnen der schweizerischen Gemeinde; die andere, im Dorfe selbst, etwas unterhalb der «Pont du Moulin» genannten Brücke, führt Wasser zu einer am Seeufer gelegenen Säge auf der schweizerischen Seite. Diese beiden Ableitungen haben ihre gesetzliche Berechtigung. Die schweizerische Gemeinde und die Eigentümer der Säge haben das Recht, dieselben auszunützen, zu unterhalten und auszubessern. Ausserdem behalten diejenigen Einwohner der schweizerischen Gemeinde Saint-Gingolph, welche ein Anrecht am Wasser der Morge behufs Bewässerung ihrer an dieses Flüsschen anstossenden Güter nachweisen können, die freie Ausübung dieses Rechtes. Allein es darf auf schweizerischem Gebiet ohne Zustimmung der französischen Behörden keine neue Ableitung hergestellt und die bestehenden Ableitungen dürfen nicht in der Weise verändert werden, dass dadurch die Menge des abgeleiteten Wassers merklich vermehrt wird.

Schweiz: St-Gingolph

Frankreich: St-Gingolph

Drei Brücken verbinden die beiden Dörfer Saint-Gingolph miteinander: 1. bei der Kirche die Moulinbrücke; 2. an der Simplonstrasse die Hauptbrücke, Brücke von Saint-Gingolph genannt; endlich 3. talabwärts, etwa 45 Meter von der Einmündung die Brücke der Sägemühle. Die drei Brücken gehören ganz zu Frankreich, ebenso ihre Widerlager und der einen Teil des Ufers bildende Boden, auf welchem dieselben ruhen.

Zwischen der Moulinbrücke und der Brücke an der Simplonstrasse befindet sich der Viadukt, auf welchem die Eisenbahn von Annemasse nach Saint-Maurice die Morge überschreitet. Die Grenzscheide zwischen dem schweizerischen und dem französischen Teil der Eisenbahnlinie wird durch die Achse des mittlern Pfeilers des Viadukts gebildet. Über diesen Pfeilern darf keine Verfügung getroffen werden mit Rücksicht auf eine allfällige Zerstörung.

Im Innern des Dorfes Saint-Gingolph wird die Grenzlinie an den Punkten, wo sie den Eisenbahnviadukt und die Simplonstrasse schneidet, duch die Nummern 96 und 97 bezeichnet, entsprechend den nachstehenden Angaben.

Nr. 96. Am Viadukt der Eisenbahn von Annemasse nach Saint-Maurice über die Morge. – Inschrift auf dem nördlichen Trottoir des Viadukts, senkrecht zur Achse des mittleren Pfeilers. Diese Achse entspricht dem rechten Ufer des Flüsschens.

Grenzstein Nr. 97. An der Brücke über die Simplonstrasse, beinahe in der Verlängerungslinie des Brückengeländers auf der flussaufwärts liegenden Seite, senkrecht zum Fusse des Gewölberückens des rechtsseitigen Widerlagers.

Diese Nummer ist die letzte in der Reihe von Grenzsteinen, welche den Verlauf der französisch-schweizerischen Grenze vom Mont Dolent bis zum Genfersee bezeichnen.

Da die Morge Anschwellungen unterworfen ist, welche in ihrem Unterlaufe und insbesondere während ihres Weges durch das Dorf Saint-Gingolph manchmal sehr bedeutenden Schaden verursachen, so sind Korrektions- oder Eindämmungsarbeiten vorauszusehen. Abgesehen von Ausbesserungen an den gegenwärtigen Wuhren können solche Arbeiten nur nach vorgängigem Einverständnis zwischen den beidseitigen Regierungen unternommen werden; jeder der Grenzstaaten trägt die Kosten für die auf seinem Gebietsteile ausgeführten Arbeiten.

Schweiz: St-Gingolph

Frankreich: St-Gingolph

Diese Strecke der Grenze hört am Endpunkt des rechten Morgeufers auf, da, wo dieser Fluss sich in den Genfersee ergiesst.


1 Dieser Grenzabschnitt wurde teilweise neu festgelegt durch das Abk. vom 23. August 1963 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Französischen Republik über eine Bereinigung der schweizerisch-französischen Grenze (SR 0.132.349.111).
2 Dieser Grenzabschnitt wurde teilweise neu festgelegt durch das Abk. vom 23. August 1963 (SR 0.132.349.111).
3 Dieser Grenzabschnitt wurde teilweise neu festgelegt durch das Abk. vom 23. August 1963 (SR 0.132.349.111).
4 Berichtigung der in der AS veröffentlichten Übersetzung.
5 Berichtigung der in der AS veröffentlichten Übersetzung.


BS 11 3; BBl 1891 III 493


1 Der Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der französischen Ausgabe dieser Sammlung.2 AS 19 438


Ribot

Index

0.132.349.11

Texte original

Convention entre la Suisse et la France relative à la délimitation de la frontière entre le mont Dolent et le lac Léman

Conclue le 10 juin 1891

Approuvée par l’Assemblée fédérale le 26 juin 18911

Instruments de ratification échangés le 20 juin 1900

Entrée en vigueur le 22 novembre 1902

Le Conseil fédéral suisse et le Président de la République française,

Ayant reconnu l’utilité d’une vérification et d’un bornage nouveau de la partie de la frontière franco-suisse comprise entre le mont Dolent et le lac Léman; afin d’éviter le retour des difficultés causées par le renversement, la détérioration et la disparition des bornes, ou par d’autres causes, et ayant fait procéder aux études préliminaires indispensables, ont résolu de consacrer, par une convention, les résultats de ces travaux. A cet effet, il ont nommé pour leurs plénipotentiaires, savoir:

(Suivent les normes des plénipotentiaires)

lesquels, après s’être communiqué leurs pleins pouvoirs respectifs, trouvés en bonne et due forme, sont convenus des articles suivants.

Art. 1

La ligne déterminée par la description ci-annexée forme la frontière entre la Suisse et la France depuis le mont Dolent jusqu’au lac Léman.

Art. 2

Le tracé ainsi déterminé fixe également les limites des propriétés soit communales, soit particulières, partout où ces limites étaient, jusqu’à ce jour, formées par la frontière politique entre les deux Etats, bien entendu sans préjudice du droit, pour les communes et les particuliers propriétaires, de modifier ultérieurement, en droit privé, ces limites par des transactions nouvelles.

Art. 3

Il n’est dérogé en rien par la présente convention aux servitudes, droits et usages qui pourraient légitimement exister sur toute l’étendue de la frontière et qui n’auraient pas été expressément visés dans la description ci-annexée.

Art. 4

La présente convention sera ratifiée et les ratifications en seront échangées à Paris aussitôt que faire se pourra. Après l’échange des ratifications, des commissaires des deux gouvernements procéderont à l’abornement de la frontière conformément à la description ci-annexée. Ils dresseront un procès-verbal de délimitation, auquel seront annexés des tableaux d’abornement et des plans détaillés.

Art. 5

Les dépenses résultant des travaux de délimitation et de bornage seront supportées par moitié par les deux Etats intéressés.

Art. 6

La présente convention sortira son plein effet après que le procès-verbal de délimitation, prévu à l’art. 4 ci-dessus et qui aura même force et valeur que s’il était inséré dans la convention elle-même, aura été approuvé par les deux gouvernements1.

En foi de quoi, les plénipotentiaires respectifs ont signé la présente convention et y ont apposé leus cachets.

Fait, en double expédition, à Paris, le 10 juin 1891.


1 Le procès-verbal de délimitation a été approuvé par le Conseil fédéral le 21 nov. 1902 et par le gouvernement français le 22 nov. 1902

Lardy


  Annexe

  Description de la frontière franco-suisse du mont Dolent au lac Léman

La section, décrite ci-après, de la ligne frontière franco-suisse a son extrémité méridionale au mont Dolent (point commun avec la frontière italienne) et son extrémité septentrionale à l’embouchure di torrent de la Morge dans le lac Léman.

Entre ces deux points, la frontière n’a pas fait, avant la délimitation actuelle, l’objet d’un arrangement analogue à ceux qui ont fixé les autres parties de la frontière franco-suisse. Le tracé résultait d’une série d’actes intervenus entre les divers souverains successifs du Valais et de la Savoie; en quelques endroits, on avait adopté, comme frontière internationale, les limites établies, entre communes voisines, aux époques où les territoires séparés aujourd’hui faisaient partie d’un même Etat.

D’autre part, les anciennes bornes, dont un grand nombre remontaient à une époque reculée, avaient été détériorées ou avaient disparu en maint endroit. Cet état de choses avait donné lieu à des contestations qui ont conduit les deux gouvernements à reconnaître la nécessité d’une vérification de la frontière en vue d’un nouvel abornement. Cette vérification a été faite à l’aide d’un examen de tous les documents faisant foi entre les deux gouvernements et notamment de ceux énumérés ci-après:

1
Délimitation entre les communautés de Val-d’Illiez et de la vallée d’Aulph, du 12 juillet 1526;
2
Prononcé des gouverneus de Monthey et du val d’Aulph pour la délimitation entre la montagne de Cuborrex et celle de Brouchioux – en date du 12 juillet 1564 – et procès-verbal d’abornement du 17 du même mois;
3
Traité de paix et d’alliance conclu à Thonon le 4 mars 1569 entre le duc Emanuel-Philibert de Savoie, d’une part, l’évêque de Sion et les sept dizains du Valais, d’autre part;
4
Traité de Turin, du 3 juillet 1737, au sujet des limites de souveraineté et de propriété des montagnes, entre roi Charles-Emanuel de Sardaigne et L.L.E:E. les seigneurs de la république et Etat de Vallei;
5
Procès-verbal de la limitation des lieux limitrophes entre Abondance et Monthey signé en Abondance à Châtel, le 19 octobre 1737, et plan du 30 août 1733 y relatif;
6
Procès-verbal de limitation de Balme et Catogne entre les Jours et Martigny, d’une part, Valloursine et Chamonix, d’autre part, signé à Valloursine le 9 août 1738, et plan du 20 août 1733 y relatif;
7
Procès-verbal de limitation de la montagne d’Emousson, soit Chésery (Finshauts), signé à Valloursine le 9 août 1738, et plan des montagnes d’Êmousson et Barberine du 28 août 1733 y relatif;
8
Procès-verbaux finaux des commissaires, signés à Valloursine le 9 août 1738;
9
Procès-verbal de rétablissement de la limite du pont de l’Islaz, signé à Valorcine le 1er août 1787;
10
Procès-verbal de redressement d’une limite (borne D, 8, du plan du 20 août 1733) entre le territoire de la République française et celui de la République valaisanne, signé le 5 septembre 1803, 18 fructidor an XI;
11
Procès-verbal de relévation de limite entre la commune de Vallorcine, dépendante des Etats de S.M. le roi de Sardaigne et celle de Finhauts, République du Valais, signé le 9 juillet 1827 (borne du pont de l’Isle);
12
Procès-verbal de reconnaissance et de remplacement des bornes entre les Etats de S.M. le roi de Sardaigne sur les territoires des communes de Chamonix et Vallorcine, d’une part, et ceux de la République du Valais sur le territoire du village des Joeurs et de la commune de Martigny, d’autre part, signé à Vallorcine le 25 juin 1828;
13
Copie, en date du 4 septembre 1845, d’un extrait, daté du 28 avril 1844, des mappes sardes de la pointe du Vaney (col de Coux) au lac Léman. Ce plan, invoqué dans le procès-verbal de délimitation du 15 août 1862 «par les deux Etats respectifs comme plan-limite officiel», porte la signature des commissaires suisses et sarde, avec mention qu’il est «celui auquel se rapporte le procès-verbal de délimitation des 25, 26 et 27 août 1856». Il est fait observer à ce propos qu’une reconnaissance de la frontière entre le Valais et la Savoie a eu lieu en 1845, mais qu’on n’a pu retrouver, ni en Suisse, ni en France, ni en Italie, le procès-verbal de délimitation de frontière entre le district valaisan de Monthey et la Savoie, procès-verbal qui, à teneur des rapports du commissaire valaisan, aurait été signé le 27 juillet 1845 à Mondame;
14
Procès-verbal de délimitation signé le 27 août 1856 à Vouvry, canton du Valais, entre les commissaires de la Suisse et de la Sardaigne;
15
Procès-verbal de délimitation signé le 15 août 1862 à Vouvry (Valais) entre les commissaires suisse et français;
16
Procès-verbal du remplacement de la borne du col de Balme, signé le 9 août 1862 entre les commissaires du Valais et de la France, avec un croquis y relatif;
17
Procès-verbal dressé au Châtelard le 2 août et signé à Argentière le 27 septembre 1886 entre les commissaires de la Conféderation suisse et de la République française pour le relèvement de la borne du pont de l’Isle; ce procès-verbal est accompagné d’un croquis.

La description ci-après consacre le résultat de l’étude des documents qui viennent d’être énumérés. Les rares modifications apportées au tracé ne sont que des rectifications sans importance, destinées à améliorer l’abornement. La frontière historique ne subit de changement appréciable qu’entre les communes de Châtel et de Collombey-Muraz, où un échange de parcelles d’environ trois hectares a été jugé nécessaire pour attribuer à la France un terrain formant saillie sur le versant de Savoie et à la Suisse, en compensation, une surface équivalente sur les sommets.

  Observations

Les noms des lieux adoptés dans la présente description ont été contrôlés sur le terrain par les délégués chargés, au nom des deux gouvernements, de l’exécution des travaux préliminaires de délimitation. Lorsqu’un même lieu porte plusieurs noms, la lettre (F) indique le nom employé habituellement par les habitants français, la lettre (S) le nom employé de préférence par les habitants suisses.

Les cotes d’altitude ont été prises sur les cartes actuelles des deux Etats; quelques-unes ont été légèrement corrigées. Elles sont données à titre de renseignements pouvant contribuer à préciser les points (cols ou sommets) auxquels elles s’appliquent, mais ne doivent pas être considérés comme ayant une valeur absolument exacte au point de vue du nivellement.

Les nombres qui accompagnent la description de l’emplacement de chaque borne ne sont qu’approximatifs. L’emplacement précis de chacune d’elles sera défini rigoureusement dans les plans et les tableaux d’abornement à joindre au procès-verbal de délimitation qu suivra la pose des bornes.

  Indications générales

La frontière est formée:

du mont Dolent au col de Balme, par la ligne de partage des eaux séparant le bassin de l’Arve en France de celui de la Drance valaisanne;

du col de Balme au pont de l’Isle sur l’Eau-noire, par une ligne de bornes (nos 1 à 12);

du pont de l’Isle sur l’Eau-noire à la plaine d’Emosson (chute de la Barberine, près de Pierre-blanche) par la rive gauche de l’Eau-noire, puis par la rive droite de la Barberine;

de la chute de la Barberine, près de Pierre-blanche, jusque près des Flû, au-dessous du Perron, par une ligne de bornes (nos 13 à 15);

des Flû, au-dessous de Perron, jusqu’au col de Tanneverge, par la ligne de partage des eaux séparant le bassin de la Barberine en Suisse de ceux de l’Eau-noire, de l’Eau de Bérard, puis du Giffre en France;

au col de Tanneverge, par une ligne de bornes (nos 16 à 18);

du col de Tanneverge au col de Coux, par la ligne de partage des eaux séparant les bassins du Giffre et de la Drance du Biot en France de celui de la Barberine, puis de celui de la Vièze, en Suisse;

au col de Coux, par la même ligne de faîte jalonnée au moyen de bornes (nos 19 à 21);

du col de Coux à Grande-Conche, par la ligne de partage des eaux séparant le bassin de la Vièze en Suisse de celui de la Drance du Biot en France;

de Grande-Conche à la pointe de Chésery, par une ligne de bornes (nos 22 à 30);

de la pointe de Chésery au Chalet-au-Bert (au sud-ouest du col de Morgins), par la ligne de partage des eaux séparant le bassin de la Drance d’Abondance en France de celui de la Vièze en Suisse (un point de cette partie est fixé par la borne no 31 placée au Plan des Mitres);

du Chalet-au-Bert à la Tête du Tronchey, située près et au sud du col de la Reculaz (F) ou de Croix (S), par une ligne de bornes (nos 32 à 74);

de la Tête du Tronchey jusqu’au col de Savalenaz (S) ou d’Arvouin (F), par la ligne de partage des eaux séparant le bassin du Rhône valaisan de celui de la Drance d’Abondance en France;

du col de Savalenaz ou d’Arvouin à la pointe d’Arvouin, par une ligne de bornes (nos 75 et 76);

de la pointe d’Arvouin au col de Vernaz, par la ligne de partage des eaux séparant le bassin de la Drance d’Abondance en France de celui du Rhône valaisan;

du col de Vernaz au sommet des rochers de Chaudin, par une ligne de bornes (nos 77 à 82);

du sommet des rochers de Chaudin au mont des Bovardes, par la ligne de partage des eaux (deux points de cette partie sont fixés par les nos 83 et 84);

du mont des Bovardes à la Dent du Velan, par une ligne de bornes (nos 85 à 89);

de la Dent du Velan (no 90) au Sommet des Nez (no 91), par la rive droite du ravin des Nez, puis du Sommet des Nez au Pied des Nez près de l’Haut de Morge, par une ligne de bornes (nos 91 à 94);

du Pied des Nez, près de l’Haut de Morge, à l’embouchure de la Morge dans le lac Léman, par la rive droite de la Morge (trois points de cette partie sont fixés par les nos 95, 96 et 97).

  Description de la ligne frontière

  Du mont Dolent au col de Balme

Communes limitrophes:

Suisse: Orsières France: Chamonix

Le point commun aux frontières franco-suisse, italo-suisse et franco-italienne est le sommet (altitude 3830 m environ) du mont Dolent, situé au croisement des chaînes de montagnes qui divisent les trois bassins de l’Arve en France, de la Drance en Suisse et de la Dora Baltea in Italie, ayant à ses pieds les trois glaciers du mont Dolent d’Argentière et de Pré-du-Bar, nettement séparé des sommets voisins par de profondes dépressions et présentant l’apparence presque géometrique d’une pyramide facile à distinguer de toute la région environnante.

Les communes limitrophes en ce point sont celles de Chamonix en France et d’Orsières en Suisse.

A partir du mont Dolent, la frontière suit la ligne de partage des eaux entre le bassin de l’Arve en France et celui des Drances valaisannes jusqu’au col de Balme. Elle se dirige d’abord vers le nord, en suivant la crête des Aiguilles-rouges, traverse le col ou Pas d’Argentière, atteint le sommet du Tour-noir, dont l’altitude est d’environ 3824 mètres, passe au col du Tour-noir et prend la direction du nord-ouest. Elle passe ensuite successivement à l’Aiguille d’Argentière, cotée environ 3901 mètres, au col du Chardonnet, puis à l’Aiguille du Grand-Chardonnet (altitude 3823 m environ). De là, se dirigeant vers le nord-est, elle descend à la Fenêtre-du-Tour et remonte à la Grande-Fourche (altitude 3617 m), où, du côté suisse, finit la commune d’Orsières et commence celle de Martigny-Combe.

Suisse: Martigny-Combe France: Chamonix

La frontière traverse ensuite le col de la Fourche, puis, tournant vers le nord-ouest, atteint successivement la Petite-Fourche, Tête-blanche, le col du Tour, l’Aiguille du Tour (3531 m), enfin le Pissoir, où elle fait un saillant vers le nord-est. Puis, décrivant une grande courbe dont la convexité est tournée vers le sud-ouest, elle passe au col des Grands et arrive aux Grands-Autannes.

Dans toute la partie qui précède, depuis le mont Dolent, la ligne de partage des eaux, constituant la frontière, est partout déterminée d’une façon suffisamment claire par les formes du terrain, et son tracé ne prête à aucun doute.

Des Grands-Autannes au col de Balme, elle descend en pente raide par une arête étroite jusqu’à la borne no 1 placée au milieu de la plus méridionale des deux petites dépressions qui forment le col.

  Du col de Balme au pont de l’Isle (sur l’Eau-noire)1 

Communes limitrophes:

Suisse: Martigny-Combe France: Chamonix

A partir de ce point, la frontière suit une ligne de bornes, qui, après avoir monté jusque Sur-les-Frêtes, descend, en séparant les pâturages français de Charamillon des pâturages suisses de Catogne près de la Grand’Jeur et traverse ensuite la Forêt-verte pour aboutir à la borne no 12, placée contre le pont de l’Isle sur l’Eau-noire.

Cette ligne est conforme aux indications suivantes.

Borne no 1. Placée au sud des auberges actuelles de Balme, dans la plus méridionale des deux dépressions qui forment le col.

Distance à la borne suivante: environ 67 mètres.

Entre les bornes 1 et 2, tracé en ligne droite. (Cette ligne passe entre les deux auberges actuelles de Balme.)

Borne no 2. Sur la déclivité (vers le sud-ouest) du mamelon qui sépare les deux dépressions formant le col, au nord des auberges actuelles.

Distance à la borne suivante: environ 550 mètres.

Entre les bornes 2 et 3, tracé en ligne droite.

Borne no 3. Au sommet de la crête dite: Sur-les-Frêtes.

Distance à la borne suivante: environ 293 mètres.

Entre les bornes 3 et 4, tracé en ligne droite.

Suisse: Martigny-Combe France: Chamonix et Vallorcine

Borne no 4. Au sommet d’un petit mamelon rocheux, au point où finit, du côté français, la commune de Chamonix et commence celle de Vallorcine.

Distance à la borne suivante: environ 258 mètres.

Entre les bornes 4 et 5, tracé en ligne droite.

La ligne 4–5 rase l’extrémité est d’un petit étang marécageux situé sur le territoire français.

A la borne 4, la frontière quitte la ligne de partage des eaux entre le bassin de l’Arve et celui du Rhône valaisan, pénètre dans celui-ci et ne rejoint la ligne de partage des eaux qu’au Cheval-blanc (Voir plus loin: section des Flû au col de Tanneverge).

Borne no 5. Près du bord du changement de pente qui suit le plateau où se trouve le petit étang français rasé par la ligne 4–5.

Distance à la borne suivante: environ 181 mètres.

Entre les bornes 5 et 6, tracé en ligne droite.

Borne no 6. Un peu au-dessus d’un petit escarpement.

Distance à la borne suivante: environ 444 mètres.

Entre les bornes 6 et 7, tracé en ligne droite.

Borne no 7. Près du pâturage dit: montagne des Lanches.

Distance à la borne suivante: environ 165 mètres.

Entre les bornes 7 et 8, tracé en ligne droite.

Communes limitrophes:

Suisse: Martigny-Combe France: Vallorcine

Un ruisseau, nommé ruisseau de la montagne de Balme, coule parallèlement à la frontière et à 150 mètres environ plus à l’ouest.

Borne no 8. Un peu au-dessus d’un petit escarpement rocheux.

Distance à la borne suivante: environ 681 mètres.

Entre les bornes 8 et 9, tracé en ligne droite.

Entre les borne 8 et 9, la ligne laisse à l’est des chalets de la Grand’Jeur, puis entre dans la Forêt-verte.

Borne no 9. Sur un petit mamelon rocheux.

Distance à la borne suivante: environ 97 mètres.

Entre les bornes 9 et 10, tracé en ligne droite.

Borne no10. Près du bord de l’arête rocheuse qui domine la vallée de l’Eau-noire.

Distance à la borne suivante: environ 524 mètres.

Entre les bornes 10 et 11, tracé en ligne droite.

Borne no 11. Contre un sentier, sur une petite crête rocheuse, dans la Forêt-verte.

Distance à la borne suivante: environ 242 mètres.

Entre les bornes 11 et 12, tracé en ligne droite, sous la réserve qui suit relativement au pont de l’Isle.

Borne no 12. Près du pont de l’Isle, sur la rive gauche de l’Eau-noire, sur le côté nord-ouest de la route de Chamonix à Martigny. La borne est à hauteur et près du dé du garde-corps amont du pont.

Le pont de l’Isle, bien qu’obliquement coupé près de son extremité par la ligne droite reliant les bornes 11 et 12, fait, ainsi que le sol sur lequel reposent ses fondations, partie du territoire français.

A l’Eau-noire finit, du côté suisse, la commune de Martigny-Combe et commence celle de Finshauts.

  Du pont de l’Isle sur l’Eau-noire à la plaine d’Emosson (chute de la Barberine, près de Pierre-blanche)

Suisse: Finshauts France: Vallorcine

A partir de la borne no 12, la frontière remonte la rive gauche de l’Eau-noire jusqu’au confluent de la Barberine avec cette rivière, le nom d’Eau-noire s’appliquant au cours d’eau qui vient du col des Montets et de l’eau de Bérard, le nom de Barberine s’appliquant au torrent qui vient d’Emosson et du mont Ruan. A ce confluent, la limite traverse le lit de la Barberine. Elle remonte ensuite la rive droite de ce torrent jusqu’au lieu dit Pierre-blanche, c’est-à-dire jusqu’au point où la Barberine, après avoir coulé sur le haut plateau d’Emosson, entre dans un étranglement rocheux, pour se précipiter en cascades vers la vallée de l’Eau-noire.

Il est convenu que, par rive gauche de l’Eau-noire, puis par rive droite de la Barberine, on doit entendre le sommet de la berge correspondante, c’est-à-dire du petit talus d’éboulement en pente raide ou du petit escarpement rocheux qui borde immédiatement le cours d’eau, de façon à comprendre seulement l’espace nécessaire à l’écoulement des grandes eaux et à la culée des ponts construits ou à construire.

  De la chute de la Barberine (près de Pierre-blanche) jusque près des Flû (au-dessous du Perron) 1)

Communes limitrophes:

Suisse: Finshauts France: Vallorcine

La frontière cesse d’être marquée par la rive droite de la Barberine, à partir du point où cette rive est rencontrée par la ligne droite: borne 13 à borne 14, prolongée vers l’est; elle suit d’abord cette ligne droite jusqu’à la borne 13, puis à partir de cette borne, une ligne polygonale, marquée par les bornes 13, 14 et 15 et conforme aux indications suivantes.

Borne no 13. Au sommet d’un petit tertre rocheux, à 3,25 m environ (en distance horizontale) de l’aplomb du bord de l’eau.

Distance à la borne suivante: environ 130 mètres.

Entre les bornes 13 et 14, tracée en ligne droite.

No 14: Inscription gravée sur la paroi verticale, tournée vers l’est, d’un grand rocher en saillie vers la Barberine et dont le pied nord est baigné par cette rivière. Ce rocher porte encore la date 1738 et les armoiries de cette époque.

Distance à la borne suivante: environ 418 mètres.

Entre les bornes 14 et 15, tracé en ligne droite.

No 15. Inscription gravée sur une paroi rocheuse verticale, et tournée vers le nord, sur le versant nord de la crête des Flû, près du sentier qui conduit du village de Barberine aux chalets d’Emosson. Ce rocher porte encore la date de 1738 et les armoiries de cette époque.

  Depuis les Flû (au-dessous du Perron) jusqu’au col de Tanneverge2 

Le rocher qui porte le no 15 ne se trouvant pas sur la ligne de partage des eaux, il est convenu qu’à partir de ce point la limite est formée par une ligne droite, formant, avec la direction 15-14, un angle d’environ 168 grades 70 minutes. Cette ligne a été choisie comme se dirigeant vers le premier sommet aigu, facile à reconnaître depuis la plaine d’Emosson, dans l’arête montagneuse qui sépare le bassin de la Barberine de celui de l’Eau-noire. A partir du point où cette ligne droite rencontre la ligne de partage des eaux, la frontière se confond avec celle-ci, en suivant la crête dont les points les plus remarquables sont l’Aiguille du vent, le Grand-Perron, la brèche du Perron, l’Aiguille du Charmoz et le col du Sassey ou de la Terrasse.

Toute cette ligne rocheuse, très escarpée, a la direction générale du nord-est au sud-ouest jusqu’à un point coté environ 2757 mètres. Tournant, à partir de là, vers le nord-ouest, la limite, suivant toujours la ligne de partage des eaux, descend au col du Vieux et remonte au sommet du Cheval-blanc, coté environ 2841 mètres, où elle rejoint, à l’extrémité de l’arête du Grenairon, la chaîne principale venant du col des Montets et du Buet.

Communes limitrophes:

Suisse: Finshauts France: Vallorcine

Au Cheval-blanc finit, du côté français, la commune de Vallorcine et commence celle de Sixt.

Suisse: Finshauts France: Sixt

A partir de ce sommet, la frontière prend la direction générale du nord-nord-est, passe successivement au col du Grenairon et au col ou Bas-des-Cavales et atteint la pointe de la Finive (S) dite aussi pointe de Pratriond (F) (altitude: 2877 m environ), où, du côté suisse, finit la commune de Finshauts et commence celle de Salvan.

Suisse: Salvan France: Sixt

Puis, déterminée toujours par la ligne de partage des eaux, la frontière descend jusqu’à la borne no 16, placée sur un petit mamelon au sud du col de Tanneverge.

  Col de Tanneverge

Aux environs immédiats de ce col, la limite est marquée par les bornes 16, 17 et 18, conformément aux indications suivantes.

Borne no 16. Sur une éminence au sud du col.

Distance à la borne suivante: environ 103 mètres.

Entre les bornes 16 et 17, tracé en ligne droite.

Borne no 17. Au milieu du col, à environ 154 mètres du signal géodésique français.

Distance à la borne suivante: environ 70 mètres.

Entre les bornes 17 et 18, tracé en ligne droite.

Borne no 18. Au bord d’un escarpement rocheux, au nord du col.

  Du col de Tanneverge au col de Coux

A partir de la borne no 18, la frontière se confond de nouveau avec la ligne de partage des eaux. Elle monte d’abord à la pointe de Tanneverge, cotée environ 2982 mètres et suit, dans la direction du nord-nord-est, une arête rocheuse escarpée, émergeant de glaciers qui descendent sur les deux versants; elle passe ainsi à la pointe des Rosses, puis à la Tête du même nom, pour arriver au sommet du grand mont Ruan, dont l’altitude est d’environ 3047 mètres.

Au grand mont Ruan finit, du côté suisse, la commune de Salvan et commence celle d’Evionnaz.

Suisse: Evionnaz France: Sixt

Après ce sommet, la frontière, continuant à suivre la ligne de partage des eaux, prend brusquement la direction de l’ouest; courant toujours entre les glaciers, elle passe au petit mont Ruan ou Tour de Suzanfe et descend par une longue arête dénudée, en pente douce, au col du Sagerou; puis, elle remonte au sommet du mont Sagerou et arrive ainsi au point (altitude: environ 2774 m) d’où se détache la dent de Bonavaux et qui est, en même temps, le point de séparation des communes suisses d’Evionnaz et de Champéry.

Communes limitrophes:

Suisse: Champéry France: Sixt

Elle suit alors la cime de la longue arête de rochers escarpés que l’on nomme les Dents-blanches, passe à la brèche de la Goletta de l’Aulla et atteint le signal de Foilly (altitude: environ 2700 m), où, du côté français, finit la commune de Sixt et commence celle de Samoëns.

Suisse: Champéry France: Samoëns

A l’ouest du signal de Foilly, les Dents-blanches, dont l’arête continue à former la démarcation, se prolongent encore de 700 mètres environ vers l’ouest. Puis la frontière, suivant toujours la ligne de partage des eaux entre le Rhône valaisan et les Drances savoisiennes, prend la direction générale du nord-nord-ouest, passe successivement au col de Bostan, à la Tête du même nom, au col de Bretolet et atteint le signal de la Berthaz ou de Berroix, qui porte, dans la série des bornes-frontière, le no 19.

  Col de Coux

Du signal de la Berthaz au col de Coux, la ligne de faîte continue à former la frontière; il a été néanmoins jugé nécessaire de la marquer d’une manière apparente au moyen des bornes 19, 20 et 21, conformément aux indications suivantes.

Borne no 19. Formée par le signal géodésique de la Berthaz ou de Berroix.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 192 m.

Entre les bornes 19 et 20, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

Borne no 20. Près d’un petit col au sud de la croix plantée au-dessus de la petite auberge actuelle.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 93 m.

Entre les bornes 20 et 21, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

Borne no 21. Un peu au sud et au-dessus du chemin qui traverse le col.

  Du col de Coux à Grande-Conche

Au delà du col de Coux, la frontière suit, avec la ligne de partage des eaux, la direction du nord, passe sur le sommet des rochers de Vannez et arrive à la pointe de la Léchère, cotée environ 2174 mètres, où, du côté français, finit la commune de Samoëns et commence celle de Morzine.

Elle atteint ensuite la pointe de l’Aiguille ou de Fornet, dont l’altitude est d’environ 2306 mètres, se dirige vers le nord-est, passe successivement, en suivant toute la cime de la montagne d’Avoréaz, au col de Bassachaux, à la pointe de Lécheroz (2206 m), au passage de Lécheroz ou de Chavanette et atteint la pointe de Chavanette (2224 m), où, du côté français, finit la commune de Morzine et commence celle de Montriond.

Suisse: Champéry France: Montriond

De là, elle descend au col de Cuboré ou Cuborrex.

Dans toute la chaîne montagneuse qui s’étend du col de Coux au col de Cuboré et qui sépare le bassin des Drances savoisiennes de celui du Rhône valaisan, plus particulièrement le bassin de la Drance du Biot de celui de la Vièze, la ligne de faîte servant de frontière est très clairement déterminée par des formes bien accusées.

Communes limitrophes:

Suisse: Champéry France: Montriond

Du col de Cuboré, la frontière, suivant toujours la même ligne de partage des eaux, monte sur Grande-Conche, où se trouve la borne no 22.

  De Grande-Conche à la pointe de Chésery

Suisse: Troistorrents France: Montriond

La borne no 22 est placée sur la plus septentrionale des deux petites pointes de Grande-Conche (altitude: environ 2139 m). A partir de ce point, où finit du côté suisse la commune de Champéry et commence celle de Trois-torrents, la démarcation est déterminée par une ligne de bornes (nos 22 à 30) conformément aux indications suivantes.

Borne no 22. Sur la plus septentrionale des deux petites pointes de Grande-Conche.

Distance à la borne suivante: environ 448 mètres.

Entre les bornes 22 et 23, tracé en ligne droite.

Borne no 23. Sur la déclivité vers le nord d’un petit mamelon dans le pâturage dit des Cases.

Distance à la borne suivante: environ 123 mètres.

Entre les bornes 23 et 24, tracé en ligne droite.

Borne no 24. Entre deux ruisseaux, au fond du vallon.

Distance à la borne suivante: environ 310 mètres.

Entre les bornes 24 et 25, tracé en ligne droite.

Borne no 25. Au sommet d’un petit mamelon.

Distance à la borne suivante: environ 316 mètres.

Entre les bornes 25 et 26, tracé en ligne droite.

Borne no 26. Au sommet d’un petit tertre, à l’ouest du sentier.

Distance à la borne suivante: environ 66 mètres.

Entre les bornes 26 et 27, tracé en ligne droite.

Borne no 27. Sur un petit tertre rocheux, près et à l’est du sentier.

Distance à la borne suivante: environ 323 mètres.

Entre les bornes 27 et 28, tracé en ligne droite.

Borne no 28. Au bord de la pente d’un mamelon, à l’ouest du sentier.

Distance à la borne suivante: environ 113 mètres.

Entre les bornes 28 et 29, tracé en ligne droite.

Suisse: Troistorrents France: Montriond et Abondance

No 29. Inscription su un bloc de rocher isolé, situé sur le versant suisse, au sud-est du col de Chésery ou de Chaux-fleurie et nommé Pierraz-Miaux.

Ce rocher porte la croix de Savoie et l’écusson du Valais, qui y ont été gravés autrefois.

A la Pierraz-Miaux finit, du côté français, la commune de Montriond et commence celle d’Abondance.

Distance à la borne suivante: environ 214 mètres.

Entre les bornes 29 et 30, tracé en ligne droite.

Communes limitrophes:

Suisse: Troistorrents France: Abondance

Borne no 30. Au nord-est du col de Chésery ou de Chaux-fleurie, près et à l’ouest d’un petit lac, sur un ressaut de la pente qui monte vers la pointe de Chésery.

La partie qui s’étend depuis la borne no 22 jusque près et au sud de la borne no 28 se trouve sur le versant français, dont le haut des pentes est ainsi laissé à la Suisse; la partie plus au nord se trouve au contraire sur le versant suisse, en sorte que le col de Chésery ou de Chaux-fleurie, qu’on appelle encore col de la Pierraz-Miaux, est laissé sur territoire français.

Au nord de la borne no 30, la frontière est formée par la ligne droite qui joint cette borne à la pointe de Chésery, appelée souvent aussi pointe de Becret. Cette pointe, dont l’altitude est d’environ 2250 mètres, est le sommet d’où se détache, à l’ouest, la chaîne qui sépare la Drance du Biot et la Drance d’Abondance; là finit, du côté français, la commune d’Abondance et commence celle de Châtel.

  De la pointe de Chésery au Chalet-au-Bert (au sud-ouest du col de Morgins)

Suisse: Troistorrents France: Châtel

La pointe de Chésery fait partie de la ligne de partage des eaux entre le bassin des Drances savoisiennes et celui du Rhône valaisan (plus précisément, du bassin de la Vièze). A partir de ce sommet jusqu’à la borne no 32 placée près du Chalet-au-Bert, au-dessus et au sud-ouest du col de Morgins, la frontière suit cette ligne de partage, allant, comme direction générale, du sud-ouest au nord-est. Elle descend d’abord au col de la Chaux des Rosées, passe par le sommet des trois pointes auxquelles on donne le nom de Cornebois, puis au col de la Chaux des Châtelets et atteint le sommet appelé, en Suisse, Tête du géant, et, en France, le Boccor (altitude 2235 m environ). Elle suit alors une crête que les Français nomment Sur-les-combes, et les Suisses Arête des rochers, et dont le point le plus élevé, coté environ 2162 mètres, est désigné sous les noms de Lingaa ou de la Chon. L’Arête des rochers ou de Sur-les-combes finit au col de Fecon. De ce col, la frontière remonte au Véla du Pertuis (dont l’altitude est de 1901 m environ) et redescend par une crête étroite, à peine inclinée en pente très douce, au Plan des Mitres (1881 m). En ce point, la ligne de faîte se dédouble. La ligne principale de partage des eaux s’affaisse brusquement à l’est, semblant se détacher de la ligne secondaire et, par des mouvements de terrain aux formes molles et indécises, va passer au point le plus élevé du col de Morgins, dit Pertuis de Morgins (altitude 1386 m environ), c’est-à-dire à l’extrémité méridionale du plateau marécageux et légèrement incliné qui forme l’ensemble du col de Morgins; de là, elle remonte à la Pointe du Corbeau. La ligne secondaire, bien mieux marquée, prolonge vers le nord la direction venant du col de Fecon, en se maintenant encore longtemps à une altitude plus forte que la ligne principale et en conservant la forme d’une arête nettement accusée; elle passe ainsi à la Pointe du Midi (1859 m), descend en pente assez raide jusqu’au Chalet-au-Bert, bâti sur un petit ressaut de terrain, et va finir, en pente très raide, au point moins élevé du col de Morgins, dit Pas de Morgins (altitude 1380 m), c’est-à-dire à l’extrémité septentrionale du plateau marécageux dont il a été question plus haut.

Communes limitrophes:

Suisse: Troistorrents France: Châtel

C’est sur ce chaînon secondaire que passe la frontière, en suivant d’abord la ligne de faîte jusqu’auprès du Chalet-au-Bert, puis une ligne de bornes jusqu’au Pas de Morgins, près de l’oratoire élevé en ce point.

A l’endroit où la ligne de faîte se dédouble, la frontière est marquée par la borne no 31.

Borne no 31. (Altitude: environ 1881 m). Sur la ligne de partage des eaux, au lieu dit le Plan des Mitres, à la bifurcation des deux lignes de faîte se dirigeant l’une sur le Pertuis, l’autre sur le Pas de Morgins.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 785 m.

Entre les bornes 31 et 32, la frontière suit la ligne de faîte secondaire par la Pointe du Midi.

  Du Chalet-au-Bert à la Tête du Tronchey, située près et au sud du col de la Reculaz (F) ou de Croix (S)

A partir de la borne no 32, placée près du Chalet-au-Bert, la frontière suit une ligne ininterrompue de bornes jusqu’à celle qui porte le no 74 et qui est placée au sommet du lieu dit le Tronchey, à l’est du col de la Reculaz (F) ou de Croix (S). Les premières (no 31 à 36) déterminent la limite depuis le Chalet-au-Bert jusqu’au Pas de Morgins et sont placées conformément aux indications suivantes.

Borne no 32. Au pied de la pente venant de la Pointe du Midi, à l’extrémité ouest du ressaut sur lequel est bâti le Chalet-au-Bert, au nord-ouest de ce chalet.

Distance à la borne suivante: environ 78 mètres.

Entre les bornes 32 et 33, tracé en ligne droite.

Borne no 33. Au nord-est du Chalet-au-Bert, au bord de la forêt et de la pente descendant vers l’oratoire du Pas de Morgins.

Distance à la borne suivante: environ 165 mètres.

Entre les bornes 33 et 34, tracé en ligne droite.

Borne no 34. Au commencement de la tranchée forestière descendant sur l’oratoire du Pas de Morgins.

Distance à la borne suivante: environ 114 mètres.

Entre les bornes 34 et 35, tracé en ligne droite.

Borne no 35. Dans la tranchée forestière descendant sur l’oratoire du Pas de Morgins.

Distance à la borne suivante: environ 139 mètres.

Entre les bornes 35 et 36, tracé en ligne droite.

Borne no 36. A l’est de la route de Châtel à Morgins, près et au sud de l’oratoire du Pas de Morgins.

Communes limitrophes:

Suisse: Troistorrents France: Châtel

Après le Pas de Morgins, la ligne des bornes se développe sur le versant français, d’abord à travers la forêt qui domine le col à l’est, puis en coupant l’arête qui part de la Pointe du Corbeau et finit au-dessus de Châtel, ensuite en traversant la partie supérieure de la vallée de Conche, au-dessous du lac du Goliet (S) ou de Conche (F) et en remontant le flanc septentrional de cette vallée. Elle regagne, à la borne no 57, placée sur la montagne de Morclan, la ligne de partage des eaux qui sépare le bassin de la Drance d’Abondance de celui du Rhône valaisan et la suit jusqu’à la borne no 61, placée un peu au sud du col d’Onnaz, vers l’extrémité de l’arête descendant de la pointe des Ombrieux. Elle rentre ensuite sur le versant français, en jalonnant à peu près le haut des pentes qui encadrent la combe de Barmissine, puis, en coupant le haut pâturage de Chaux-Longe, jusqu’à la borne no 70, placée dans un petit col au nord de ce pâturage et au nord-est du signal géodésique de la Tour du Don. Elle atteint enfin la borne no 74, soit par des lignes droites de borne à borne, soit en suivant le bord des escarpements.

Les détails de ce tracé sont conformes aux indications suivantes.

Borne no 36. Placée comme il est dit plus haut, près et au sud de l’oratoire du Pas de Morgins, à l’est de la route de Chàtel à Morgins.

Distance à la borne suivante: environ 421 mètres.

Entre les bornes 36 et 37, tracé en ligne droite.

Borne no 37. Sur un petit tertre dans la tranchée forestière.

Distance à la borne suivante: environ 128 mètres.

Entre les bornes 37 et 38, tracé en ligne droite.

Borne no 38. Sur un petit tertre dans la tranchée forestière, un peu au-dessus d’un sentier, à peu près au sommet de la clairière de Mazet, qui est sur territoire français.

Distance à la borne suivante: environ 249 mètres.

Entre les bornes 38 et 39, tracé en ligne droite.

Borne no 39. Dans la tranchée forestière.

Distance à la borne suivante: environ 183 mètres.

Entre les bornes 39 et 40, tracé en ligne droite.

No 40. Inscription dans la paroi verticale et face à l’ouest d’un rocher situé un peu au-dessus d’un sentier. – Ce rocher porte encore les armoiries de la Savoie et du Valais et la date de 1737.

Distance à la borne suivante: environ 203 mètres.

Entre les bornes 40 et 41, tracé en ligne droite.

Borne no 41. Dans la tranchée forestière.

Distance à la borne suivante: environ 259 mètres.

Entre les bornes 41 et 42, tracé en ligne droite.

Suisse: Troistorrents et Collombey-Muraz France: Châtel

Borne no 42. Sur la crête descendant de la Pointe du Corbeau, vers Châtel, au-dessus d’un rocher appelé rocher du Cheval-blanc.

A cette borne finit, du côté suisse, la commune de Trois-torrents et commence celle de Collombey-Muraz.

Distance à la borne suivante: environ 75 mètres.

Entre les bornes 42 et 43, tracé en ligne droite.

Communes limitrophes:

Suisse: Troistorrents et Collombey-Muraz France: Châtel

No 43. Inscription dans la paroi verticale et faisant face au nord-est des rochers dits du Cheval-blanc, près du pied de la paroi.

Distance à la borne suivante: environ 134 mètres.

Entre les bornes 43 et 44, tracé en ligne droite.

Borne no 44. Sur la rive gauche du ruisseau qui coule vers les Mouilles de Conche, au-dessous du sentier qui longe le ruisseau.

Distance à la borne suivante: environ 65 mètres.

Entre les bornes 44 et 45, tracé en ligne droite.

Borne no 45. Au sommet de la pente raide qui forme le flanc septentrional du vallon du ruisseau coulant vers les Mouilles de Conche; se trouve dans la tranchée forestière.

Distance à la borne suivante: environ 99 mètres.

Entre les bornes 45 et 46, tracé en ligne droite.

No 46. Inscription dans une paroi rocheuse verticale, faisant face à l’ouest, où se retrouvent la date de 1737 et les armoiries gravées à cette époque.

Distance à la borne suivante: environ 202 mètres.

Entre les bornes 46 et 47, tracé en ligne droite.

Borne no 47. Sur une petite crête en pente douce, dans la tranchée forestière.

Distance à la borne suivante: environ 172 mètres.

Entre les bornes 47 et 48, tracé en ligne droite.

Suisse: Collombey-Muraz France: Châtel

Borne no 48. Dans la tranchée et dans une partie presque horizontale de la forêt.

Distance à la borne suivante: environ 143 mètres.

Entre les bornes 48 et 49, tracé en ligne droite.

La ligne 48-49 passe à 180 mètres environ au nord-ouest du lac de Goliet (S) ou de Conche (F), qui est sur territoire suisse.

Borne no 49. Dans la partie presque horizontale du vallon de Conche, près et au sud du chemin de Châtel à Vionnaz par «Sur le Crêt» et Cermeux.

Distance à la borne suivante: environ 261 mètres.

Entre les bornes 49 et 50, tracé en ligne droite.

Borne no 50. Dans la tranchée forestière, au bas d’une pente assez raide.

Distance à la borne suivante: environ 252 mètres.

Entre les bornes 50 et 51, tracé en ligne droite.

La tranchée forestière qui va de la borne 49 à la borne 53 laisse à l’est la forêt suisse de Chermillon et à l’ouest la forêt française de Cernié.

Borne no 51. Dans la tranchée forestière.

Distance à la borne suivante: environ 123 mètres.

Entre les bornes 51 et 52, tracé en ligne droite.

Communes limitrophes:

Suisse: Collombey-Muraz France: Châtel

Borne no 52. A la sortie de la forêt.

Distance à la borne suivante: environ 221 mètres.

Entre les bornes 52 et 53, tracé en ligne droite.

Borne no 53. Au-dessus du commencement d’une ligne d’arbres dont elle est séparée par un fossé.

Distance à la borne suivante: environ 67 mètres.

Entre les bornes 53 et 54, tracé en ligne droite.

Borne no 54. Sur le bord d’un sentier.

Distance à la borne suivante: environ 91 mètres.

Entre les bornes 54 et 55, tracé en ligne droite.

Borne no 55. Sur la pente sud descendant de Morclan.

Distance à la borne suivante: environ 99 mètres.

Entre les bornes 55 et 56, tracé en ligne droite.

Borne no 56. Sur la pente sud descendant de Morclan.

Distance à la borne suivante; environ 54 mètres.

Entre les bornes 56 et 57, tracé en ligne droite.

Borne no 57. Sur la ligne de partage des eaux, à l’est du sommet de la montagne de Morclan.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 60 m.

Entre les bornes 57 et 58, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

Borne no 58. Dans une très faible dépression de la ligne de partage des eaux en forme de col.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 280 mètres.

Entre les bornes 58 et 59, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

Borne no 59. Au milieu du col du Folière.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 184 mètres.

Entre les 59 et 60, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

Borne no 60. Au sommet de la pointe rocheuse et escarpée des Ombrieux.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 345 mètres.

Entre les bornes 60 et 61, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

Borne no 61. Un peu au sud du col appelé Portes d’Onnaz.

Distance à la borne suivante: environ 168 mètres.

Entre les bornes 61 et 62, tracé en ligne droite.

Borne no 62. Un peu au-dessus du sommet de la pente qui descend vers la combe de Barmissine.

Distance à la borne suivante: environ 41 mètres.

Entre les bornes 62 et 63, tracé en ligne droite.

Borne no 63. Un peu au-dessus du sommet de la pente qui descend vers la combe de Barmissine.

Distance à la borne suivante: environ 157 mètres.

Entre les bornes 63 et 64, tracé en ligne droite.

Borne no 64. Un peu au-dessus du sommet de la pente qui descend vers la combe de Barmissine.

Communes limitrophes:

Suisse: Collombey-Muraz France: Châtel

Distance à la borne suivante: 109 mètres.

Entre les bornes 64 et 65, tracé en ligne droite.

Borne no 65. Un peu au-dessus du sommet de la pente qui descend vers la combe de Barmissine.

Distance à la borne suivante: environ 137 mètres.

Entre les bornes 65 et 66, tracé en ligne droite.

Borne no 66. Dans le pâturage de Chaux-Longe.

Distance à la borne suivante: environ 129 mètres.

Entre les bornes 66 et 67, tracé en ligne droite.

Borne no 67. Dans le pâturage de Chaux-Longe, au milieu d’une faible dépression en forme de vallon.

Distance à la borne suivante: environ 73 mètres.

Entre les bornes 67 et 68, tracé en ligne droite.

Borne no 68. Dans le pâturage de Chaux-Longe, sur un mouvement de terrain en forme de dos d’âne.

Distance à la borne suivante: environ 54 mètres.

Entre les bornes 68 et 69, tracé en ligne droite.

Borne no 69. Au sommet du dos d’âne où se trouve la borne 68, au sud-est d’une mare presque toujours desséchée, dite mare de Chaux-Longe ou Creux-dessus.

Distance à la borne suivante; environ 75 mètres.

Entre les bornes 69 et 70, tracé en ligne droite.

La ligne 69-70 laisse entièrement sur le territoire français la mare de Chaux-Longe.

Borne no 70. Dans un col au nord-ouest de la Tour du Don.

A la borne no 70 finit, du côté suisse, la commune de Collombey-Muraz et commence celle de Vionnaz.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 156 mètres.

Entre les bornes 70 et 72, la frontière suit le bord de l’arête rocheuse.

Borne no 71. Près du sommet de l’arête rocheuse.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 385 mètres.

Entre les bornes 71 et 72, la frontière suit le bord de l’arête rocheuse, puis la ligne de partage des eaux.

Suisse: Vionnaz France: Châtel

Borne no 72. Au centre d’un petit col, au nord du bas-fond appelé Creux-dessous.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 64 mètres.

Entre les bornes 72 et 73, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

Borne no 73. A l’extrémité nord d’une croupe venant de la borne no 74.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 220 mètres.

Entre les bornes 73 et 74, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

Borne no 74. Au sommet de la montagne du Tronchey, dite Tête du Tronchey.

  De la Tête du Tronchey jusqu’au col de Savalenaz (S) ou d’Arvouin (F)

Communes limitrophes:

Suisse: Vionnaz France: Châtel

A partir de la borne no 74, la frontière suit constamment la ligne de partage des eaux entre le bassin de la Drance d’Abondance et celui du Rhône valaisan jusqu’au col de Savalenaz (S) ou d’Arvouin (F), où se trouve placée la borne no 75.

La direction générale de cette ligne va du sud-est au nord-ouest.

Séparant des pentes bien accusées du côté français, plus souvent abruptes du côté suisse, la ligne de faîte servant de frontière est partout nettement marquée.

Les points principaux qu’elle rencontre sont, après borne no 74:

le col de la Reculaz (F) ou de Croix (S);

la montagne et l’arête rocheuse du Mouët; vers la pointe nord de cette arête (cotée environ 1925 m) finit, du côté français, la commune de Châtel et commence celle de la Chapelle;

Suisse: Vionnaz France: La Chapelle

la pointe rocheuse du Scex rouge (altitude 1876 m environ);

le col de la Basse (F) ou de Chétillon (S);

le sommet de la Grand-Chaux, sur lequel a été placé le signal géodésique dit de Recon et qui est soutenu, du côté sud-est, par des escarpements rocheux. De là, la ligne de faîte s’abaisse, par une pente douce régulière, d’abord vers l’ouest jusqu’à la corne de Rapenaz, puis vers le nord jusqu’au col de Recon (F et S) ou de Rapenaz (F).

Au-dessous et à l’est du col de Rapenaz ou de Recon se trouve, sur le territoire suisse, le Luisset ou la Houssaie (petit lac) de Recon.

La frontière passe ensuite:

par la Tretze ou Teurtce (mamelon séparant le col de Recon de celui de Braita)

par le col de Braita (F) ou de Conche (S);

par l’Avoueïlle (aiguille), petits rochers dominant les chalets français de Braita;

par le col d’Outanne;

par le mont Linleux ou Lenla (altitude 2100 m environ), d’où se détache vers l’est la longue arête des rochers de Savalenaz.

Au mont Linleux ou Lenla finit la commune suisse de Vionnaz et commence celle de Vouvry.

Suisse:Vouvry France: La Chapelle

De ce sommet, la frontière, toujours constituée par la ligne de partage des eaux, incline d’abord vers l’ouest, puis s’abaisse brusquement vers le nord jusqu’au col de Savalenaz (S) ou d’Arvouin (F).

  Du col de Savalenaz ou d’Arvouin à la Pointe d’Arvouin

Après ce col, la démarcation remonte par une pente gazonnée, appelée Proz-Têtaz, jusqu’au rocher désigné sous le nom de Scex du Coeur (Pointe d’Arvouin).

Du col de Savalenaz au Scex du Coeur, elle est formée par une ligne droite, dont les deux extrémités sont marquées par les bornes nos 75 et 76 placées conformément aux indications suivantes.

Communes limitrophes:

Suisse:Vouvry France: La Chapelle

Borne no 75. Au col de Savalenaz (S) ou d’Arvouin (F), auprès et un peu au sud-est du sentier.

Distance à la borne suivante: environ 302 mètres.

Entre les bornes 75 et 76, tracé en ligne droite.

No 76. Inscription dans un rocher présentant une face presque verticale tournée vers l’est, sur laquelle se retrouvent la date de 1845 et les armoiries gravées à cette époque.

  De la Pointe d’Arvouin au col de Vernaz

Le rocher qui porte le no 76 est situé sur une longue crête rocheuse orientée de l’ouest à l’est et représentant, face au nord, une immense muraille appelée par les Valaisans: rochers de Vernaz. La partie des rochers de Vernaz qui se dirige vers le sud-ouest porte, en France, le nom de rochers d’Arvouin. C’est cette partie que la frontière suit après le no 76, en se confondant avec la ligne de partage des eaux; elle passe ainsi au sommet le plus élevé de cette crête (altitude 2020 m environ); puis, par une arête bien marquée, elle descend vers le nord jusqu’à un col étroit et de formes très accusées appelé col de Vernaz, où se trouve la borne no 77.

  Du col de Vernaz au sommet des rochers de Chaudin

A partir du col de Vernaz, la frontière est marquée par une ligne de bornes jusqu’à la crête des rochers de Chaudin, à l’extrémité orientale de laquelle est placée la borne no 82.

Elle monte d’abord en ligne droite vers le nord-nord-ouest, à travers la croupe de la Calaz, en coupant quatre fois le sentier qui conduit aux chalets du même nom, jusqu’à 160 mètres environ au sud de ces chalets; elle prend ensuite la direction nord-nord-est, jusqu’au bord d’escarpements considérables qui tombent vers le nord-est et qu’on désigne sous le nom de Scex de la Calaz; puis, elle suit le bord de ces escarpements, en passant par le sommet d’un mamelon coté 2185 mètres, jusque vers un petit col près duquel est placée la borne no 81 et d’où elle remonte en ligne droite jusqu’à l’extrémité des rochers de Chaudin (S), qu’on appelle encore Progelan (F) ou la Roche-à-Gilland.

Cette ligne est marquée par six bornes conformément aux indications suivantes.

Borne no 77. Au col de Vernaz, un peu au-dessus et au nord du sentier de la Chapelle à Vouvry, presque contre le sentier.

Distance à la borne suivante: environ 392 mètres.

Entre les bornes 77 et 78, tracé en ligne droite.

Borne no 78. Près du sentier conduisant aux chalets de la Calaz, un peu au-dessous d’un lacet dirigé du sud-est au nord-est.

Distance à la borne suivante: environ 128 mètres.

Entre les bornes 78 et 79, tracé en ligne droite.

Communes limitrophes:

Suisse: Vouvry France: La Chapelle

Borne no 79. Dans le pâturage.

Distance à la borne suivante: environ 166 mètres.

Entre les bornes 79 et 80, tracé en ligne droite.

Borne no 80. A un mètre environ du bord des escarpements qui tombent vers le nord-est.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 326 mètres.

Entre les bornes 80 et 81, la frontière suit le bord des escarpements.

Borne no 81. Sur un petit tertre, un peu au nord d’un col.

Distance à la borne suivante: environ 181 mètres.

Entre les bornes 81 et 82, tracé en ligne droite.

Borne no 82. A l’extrémité est des rochers de Chaudin ou de Progelan. A 8 mètres plus à l’ouest, une croix-repère a été gravée en 1856, sur le rocher, en un point où il émerge à peine du sol.

La borne no 82 est placée à environ 910 mètres en ligne droite du signal géodésique des Cornettes de Bise, qui porte dans la série des bornes-frontière le no 83.

Entre les numéros 82 et 83, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

  Du sommet des rochers de Chaudin au mont des Bovardes

Cette ligne suit d’abord, en se dirigeant vers l’ouest, la crête des rochers de Chaudin et descend jusqu’au col qui sépare cette arête de masse des Cornettes de Bise et qui est appelé Sur-les-murailles (F). Puis, elle monte par des rochers, toujours dans la direction de l’ouest, jusqu’au sommet des Cornettes, où est établi le signal géodésique.

Borne no 83. Altitude: environ 2438 mètres. Formée par le signal géodésique des Cornettes de Bise.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 437 mètres.

Entre les nos 83 et 84, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

Elle prend, au delà des Cornettes, la direction du nord et descend par les rochers abrupts jusqu’à un étroit plateau gazonné formant col entre les Cornettes de Bise et Lanche-Naire. Ce plateau porte le nom de Plan-Berger. Une pente douce remonte de cette dépression jusqu’à la Tête de Lanche-Naire, au sommet de laquelle se trouve la limite no 84.

No 84. Altitude: environ 2352 mètres – Inscription sur la surface horizontale d’un petit rocher plat, au sommet de la Tête de Lanche-Naire. Sur la même surface se voit une croix gravée en 1856.

Distance en ligne droite à la borne suivante: environ 849 mètres.

Entre les nos 84 et 85, la frontière suit la ligne de partage des eaux.

La tête gazonnée de Lanche-Naire est soutenue du côté du nord par une immense muraille de rochers presque verticaux. Au-dessous et au nord du sommet, s’appuyant contre cette paroi rocheuse, commence une longue arête très étroite et très aiguë, qui, de là, conduit au mont des Bovardes. Par cette arête et par le sommet du mont des Bovardes se continuent, vers le nord-nord-ouest, la ligne de partage des eaux et la frontière jusqu’à la borne no 85.

  Du mont des Bovardes à la Dent du Velan

Communes limitrophes:

Suisse: Vouvry France: La Chapelle

La borne no 85 est placée sur la ligne de faîte du mont des Bovardes, à 185 mètres environ au delà au nord-nord-ouest du sommet à peu près au point où l’arête légèrement inclinée fait place à une pente beaucoup plus raide. A partir de cette borne (la dernière qui soit placée sur la ligne de partage des eaux), la frontière, jusqu’à la Dent du Velan, est marquée par une ligne ininterrompue de bornes qui traverse le Plan et le petit étang d’Ugeon et qui est conforme aux indications suivantes.

Borne no 85. A 185 mètres environ au nord-nord-ouest du sommet du mont des Bovardes, sur la ligne de partage des eaux, près d’un changement de pente.

Distance à la borne suivante: environ 124 mètres.

Entre les bornes 85 et 86, tracé en ligne droite.

Borne no 86. Sur la pente descendant du mont des Bovardes vers le Plan d’Ugeon, un peu à l’ouest de la ligne de faîte, près du bord du changement de pente.

Distance à la borne suivante: environ 208 mètres.

Entre les bornes 86 et 87, tracé en ligne droite.

Borne no 87. Dans le Plan d’Ugeon, au sud-est de l’étang.

Distance à la borne suivante: environ 73 mètres.

Entre les bornes 87 et 88, tracé en ligne droite.

Les emplacements des bornes 87 et 88 ont été choisis de telle sorte que la ligne droite qui les relie coupe en deux parties à peu près égales le petit étang d’Ugeon, cet étang devant pouvoir être utilisé pour abreuver les troupeaux des habitants des deux côtés de la frontière.

No 88. Inscription dans un bloc de rocher, près du bord et au nord-ouest de l’étang.

Distance à la borne suivante: environ 139 mètres.

Entre les numéros 88 et 89, tracé en ligne droite.

No 89. Inscription gravée dans le rocher, à peu près au milieu du pied de la paroi verticale de la Dent du Velan, face au sud-est. A côté, se voient les inscriptions et la croix gravées en 1856.

Entre le numéro 89 et le numéro 90 gravé également sur la Dent du Velan, mais sur la face opposée, la frontière est formée par la ligne passant par la pointe centrale de la cime de la Dent du Velan.

Cette pointe centrale, en même temps qu’elle marque la frontière, est également le point où, du côté suisse, finit la commune de Vouvry et commence celle de Saint-Gingolph (Suisse), et où, du côté français, finit la commune de la Chapelle et commence celle de Novel.

  De la Dent du Velan au Pied des Nez (près de l’Haut-de-Morge)

Suisse: Saint-Gingolph France: Novel

L’inscription (no 90) gravée sur la face nord de la Dent du Velan marque le point de départ de la frontière dans le bassin de la Morge. Immédiatement au-dessous prend naissance une ravine qui forme l’une des branches du torrent des Nez. La frontière en suit la rive droite, passe, en suivant toujours cette rive, à un rocher portant le no 91 et atteint ainsi un autre rocher no 92, après lequel elle est marquée, jusqu’au Pied des Nez, par une ligne de bornes. De la Dent du Velan au Pied des Nez, le tracé est déterminé conformément aux indications suivantes.

Communes limitrophes:

Suisse: Saint-gingolph France: Novel

No 90. Inscription gravée dans le rocher, sur la paroi face au nord-ouest de la Dent du Velan, un peu au-dessus de la naissance d’une branche du ravin des Nez.

Distance en ligne droite au numéro suivant: environ 771 mètres.

Entre les numéros 90 et 91, la frontière est formée par le bord droit du ravin des Nez.

No 91. Inscription gravée dans la paroi verticale d’un rocher faisant partie de la berge droite du ravin des Nez, à 30 mètres environ au-dessus de la réunion d’un fort affluent de gauche.

Distance en ligne droite au numéro suivant: environ 185 mètres.

Entre les numéros 91 et 92, la frontière est formée par la rive droite du torrent des Nez.

No 92. Au lieu dit le Sommet des Nez; inscription gravée sur la paroi verticale d’un rocher faisant partie de la berge droite du ravin des Nez. A 18 mètres environ de là, sur l’autre rive, une croix-repère a été gravée en 1856 à la partie supérieure d’un roche incliné.

Distance à la borne suivante: environ 348 mètres.

Entre les numéros 92 et 93, tracé en ligne droite.

Borne no 93. Au milieu des matériaux roulés par le torrent, en un point qui se trouve actuellement sur la rive gauche du lit principal. A 23 mètres environ de là, au nord-ouest, une croix-repère a été gravée, en 1856, sur la face horizontale d’un bloc de rocher et à son extrémité sud. Ce même rocher porte à son autre extrémité une croix plus petite.

Distance au numéro suivant: environ 283 mètres.

Entre les bornes 93 et 94, tracé en ligne droite.

No 94. Au lieu dit le Pied des Nez; inscription sur la paroi d’un rocher incliné faisant partie de la berge droite. Sur cette paroi se voit une croix gravée en 1856.

  Du Pied des Nez (près de l’Haut-de-Morge) à l’embouchure de la Morge dans le lac Léman

A partir du numéro 94, qui se trouve à peu près en face des chalets de l’Haut-de-Morge, la frontière suit la rive droite de la Morge jusqu’à son embouchure dans le lac Léman, en passant au-dessous du village français de Novel et en traversant le village à demi-français et à demi-suisse de Saint-Gingolph.

L’expression «rive droite» doit être entendue ici dans le sens qui a été précité plus haut à l’occasion de la rive gauche de l’Eau-noire et de la rive droite de la Barberine.

Communes limitrophes:

Suisse: Saint-Gingolph France: Novel

La Morge, ayant un cours très torrentueux, change parfois de lit, auprès du village de Novel, losqu’il se produit des crues considérables; mais le lit ancien et le lit nouveau n’ont différé jusqu’ici et ne peuvent différer que d’une façon presque insignifiante. Il n’y a pas et, après des crues nouvelles, il n’y aura pas lieu de rechercher quel était le lit antérieur du torrent; la frontière est et continuera d’être déterminée par la «rive droite» telle qu’elle existe ou existera en fait, les mots «rive droite» étant interprétés comme il a été dit précédemment et des légères modifications possibles de la rive entraînant les mêmes modifications du tracé de la démarcation politique, sans que, bien entendu, cette disposition vise, en aucune façon, les propriétés communales ou particulières, dont les limites, confondues autrefois avec la frontière, restent et resteront telles qu’elles ont été fixées par les plans et autres titres antérieurs, quelle que puisse être leur position par rapport à la rive droite de la Morge, avant ou après les crues.

A peu de distance en aval du village de Novel, le torrent entre dans une vallée très étroite, presque dans une gorge où son lit fort reserré ne peut plus guère subir des modifications. Dans cette partie de son cours, la Morge reçoit un certain nombre d’affluents, parmi lesquels, à gauche, le ruisseau du Clos-Forche, au confluent duquel finit, du côté français, la commune de Novel et commence celle de Saint-Gingolph (France).

Suisse: Saint-Gingolph France: Saint-Gingolph

La Morge continue ensuite à couler dans une vallée très resserrée jusqu’à 800 mètres environ en amont de Saint-Gingolph.

No 95. Au point où la vallée commence à s’élargir à environ 800 mètres en ligne droite en amont du pont du moulin de Saint-Gingolph. – Inscription gravée dans un rocher de la rive droite par lequel se termine une longue croupe boisée venant du sud-est.

Entre les numéros 95 et 96, la frontière suit la rive droite de la Morge.

La Morge descend ensuite jusqu’au village de Saint-Gingolph, qu’elle traverse laissant à gauche la commune française, à droite la commune suisse du même nom.

Deux dérivations font passer une partie des eaux françaises de cette rivière sur le territoire suisse: l’une, pratiquée à 350 mètres environ en aval du rocher qui porte le numéro 95, alimente les fontaines de la commune suisse; l’autre, pratiquée dans le village même un peu au-dessous du pont dit «Pont du moulin», conduit les eaux à une scierie située près du quai, du côté suisse. L’existence de ces deux dérivations est légitime. La commune suisse et les propriétaires de la scierie ont le droit d’en user, de les entretenir et de les réparer. En outre, ceux des habitants de la commune suisse de Saint-Gingolph, qui peuvent justifier de droits sur les eaux de la Morge pour l’irrigation de leurs propriétés contiguës à ce torrent conservent le libre exercice de ces droits. Mais il ne peut être pratiqué de nouvelle dérivation sur le territoire suisse, et les dérivations existantes ne peuvent être modifiées de façon à augmenter sensiblement le volume des eaux dérivées, sans l’agrément des autorités françaises.

Communes limitrophes:

Suisse: Saint-Gingolph France: Saint-Gingolph

Trois ponts relient l’un à l’autre les deux villages de Saint-Gingolph: 1° près de l’église, le Pont du moulin; 2° sur la route du Simplon, le pont principal dit Pont de Saint-Gingolph; 3° enfin, en aval, à 45 mètres environ de l’embouchure, le Pont de la scierie. Les trois ponts sont entièrement français, ainsi que leurs deux culées et le sol sur lequel elles reposent, qui fait partie de la berge.

Entre le pont du moulin et le pont de la route du Simplon se trouve le viaduc sur lequel le chemin de fer d’Annemasse à Saint-Maurice traverse la Morge. La séparation de la partie suisse et de la partie française de la ligne est formée par l’axe de la pile médiane du viaduc. Cette pile ne peut recevoir de dispositif en vue d’une destruction éventuelle.

La frontière est marquée, dans l’intérieur du village de Saint-Gingolph, par les numéros 96 et 97, au point où elle coupe le viaduc du chemin de fer et la route du Simplon, conformément aux indications suivantes.

No 96. Au viaduc du chemin de fer d’Annemasse à Saint-Maurice, sur la Morge. —. Inscription sur le trottoir nord du viaduc, à l’aplomb de l’axe de la pile médiane. Cet axe correspond à la rive droite du torrent.

Borne no 97. Au pont de la route du Simplon, à peu près dans le prolongement du garde-corps amont, à l’aplomb du pied de l’extra-dos de la culée droite.

Ce numéro est le dernier de la série des bornes déterminant le tracé de la frontière franco-suisse du mont Dolent au lac Léman.

La Morge étant sujette à des crues qui, dans la partie inférieure de son cours et notamment dans la traversée du village de Saint-Gingolph, occasionnent parfois des dégâts très considérables, des travaux de correction ou d’endiguement sont à prévoir. A l’exception de réparations aux digues actuelles, des travaux de ce genre ne peuvent être entrepris qu’après un accord préalable entre les autorités des deux Etats; chacun d’eux supporte les frais des travaux exécutés du côté de son territoire.

Cette section de la frontière se termine à l’extrémité de la rive droite de la Morge, au point où cette rivière se jette dans le lac Léman.


1 Ce tronçon a été partiellement rectifié par la conv. du 23 août 1963 entre la Confédération suisse et la République française concernant une rectification de la frontière franco-suisse (RS 0.132.349.111).
2 Ce tronçon a été partiellement rectifié par la conv. du 23 août 1963 (RS 0.132.349.111).


RO 19 409


1 RS 11 3; FF 1891 III 325


Ribot

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