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0.742.140.313.63

Originaltext

Übereinkunft

zwischen dem Kanton Basel—Stadt und dem Grossherzogtum Baden betreffend die Erweiterung des badischen Hauptbahnhofs und die Erstellung eines Rangier— und Werkstätten—Bahnhofs auf dem Gebiete des Kantons Basel—Stadt1

Abgeschlossen am 10. März 1870
Vom Bundesrat genehmigt am 29. Juli 1870

Nachdem der Bahnhof der badischen Staatsbahn zu Basel den vermehrten Bedürfnissen des Verkehrs gegenüber sich als nicht mehr genügend gezeigt hat, und die Anlage einer Verbindungsbahn zwischen den beiden Bahnhöfen in Gross— und Klein—Basel weitere Einrichtungen und Veränderungen bedingt, ist hierüber zwischen

der Regierung des Kantons Basel—Stadt,

vertreten durch die Herren:

(Es folgen die Namen der Bevollmächtigten)

einerseits und

dem Grossherzoglich Badischen Handelsministerium,

vertreten durch die Herren:

(Es folgen die Namen der Bevollmächtigten)

andererseits,

folgende Übereinkunft abgeschlossen worden:

Art. 1

Zwischen der Wiesenbrücke und dem Neuhaus wird ein Rangier— und Werkstätte—Bahnhof erstellt, und in dem Hauptbahnhof werden verschiedene bauliche Veränderungen und Erweiterungen vorgenommen wie in den darüber vorgelegten Situationsplänen näher nachgewiesen ist.

Art. 2

Die dermalen unter dem Eisenbahndamm bestehende Durchfahrt ist in gleichen Dimensionen unter dem neuen Rangier— und Werkstätte—Bahnhof durchzuführen.

Diese Durchfahrt sowohl als auch derjenige Wasserdurchlass, welcher in der Regel trocken liegt, sind von oben durch einfallende Gitterlichter genügend zu erhellen.

Art. 3

Der Rangier— und Werkstätte—Bahnhof ist nach Übung einzufriedigen.

Art. 41

1 Aufgehoben durch Ziff. I 5 der Anlage zum Notenaustausch vom 21. Febr./7. Okt. 1985 zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland über die Aufhebung gegenstandsloser zoll— und eisenbahnrechtlicher Bestimmungen (AS 1985 1618).

Art. 5

Die neuen Perrons im Hauptbahnhof sind gedeckt zu erstellen und mit guten Übergängen für das Publikum zu verstehen.

Art. 6

Statt der beim Neuhaus bestehenden Bahnüberfahrt ist eine Durchfahrt von genügenden Dimensionen für das Durchpassieren geladener Wagen mit angemessenen Zufahrten zu erstellen und für gehörigen Wasserablauf zu sorgen.

Sollte sich aus der noch vorzunehmenden Untersuchung ergeben, dass des Wassers wegen die dazu nötigen Dimensionen nicht gewonnen werden können, so soll die Durchfahrt auf zehn Fuss Weite und acht Fuss Höhe beschränkt werden, wobei jedoch verstanden ist, dass die jetztige Überfahrt alsdann beibehalten wird.

Art. 7

Beim Bahnübergang der Freiburger Strasse ist das Manövrieren der Züge nicht gestattet, desgleichen das Stillehalten derselben, Notfälle ausgenommen.

Art. 8

Die badische Bahnverwaltung verpflichtet sich, statt des jetzigen Übergangs der Sperrstrasse einem Fussgängersteg (Passerelle) von Eisen, sechs Fuss breit im Lichten zu erstellen, sobald ihr gestattet wird, diesen Übergang für den Bläsi—Ringweg an das westliche Ende des Hauptbahnhofs zu verlegen.

Art. 9

Beim Bahnübergang der Riehenstrasse ist das Stillehalten der Züge und Waggons, Notfälle ausgenommen, nicht gestattet, und es ist das Manövrieren über denselben auf das Allernotwendigste zu beschränken.

Art. 10

Die Barrieren sämtlicher Übergänge sollen nach jeder Überfahrt, beziehungsweise nach Beendigung des Manövers, sofort wieder geöffnet werden.

Art. 11

Die Anlegung eines vierten und fünften Geleises über die Riehenstrasse wird gestattet; dagegen verpflichtet sich die badische Bahnverwaltung, falls der Riehen-Ringweg von der Kantonsregierung ausgeführt werden sollte, von dem ihr gehörigen, neben der Bahn gelegenen und dermalen noch nicht überbauten Gelände den in diese Weganlage fallenden Teil unentgeltlich abzutreten.

Zugleich behält sich die Regierung von Basel—Stadt das Recht vor, die Erstellung eines Fussgängerstegs zu verlangen, insofern nach Ausführung der neuen Einrichtungen sich herausstellen sollte, dass dieselben keine erhebliche Entlastung des Riehenübergangs mit sich führen.

Art. 12

Die Veränderungen am Personenbahnhof und die Anlage des Rangier— und Werkstätte—Bahnhofs, soweit letztere nach dem vorgelegten Plane zunächst zur Ausführung bestimmt ist, wird die badische Bahnverwaltung in der für die Vollendung der Verbindungsbahn bestimmten Frist herstellen.

Was die für den Rangier— und Werkstättedienst noch weiter projektierten Anlagen betrifft, so behält die badische Bahnverwaltung sich vor, solche nach Massgabe des eintretenden Bedarfs auszuführen.

Art. 131

1 Aufgehoben durch Ziff. I 5 der Anlage zum Notenaustausch vorn 21. Febr./7. Okt. 1985 zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland über die Aufhebung gegenstandsloser zoll— und eisenbahnrechtlicher Bestimmungen (AS 1985 1618).

Art. 14

Die badische Bahnverwaltung trägt sämtliche mit Ausführung ihrer oben genannten Anlagen und Änderungen verbundenen Kosten.

Art. 15

Im übrigen behält es bei den Bestimmungen des unterm 27. Juli und 11. August 18521 zwischen dem Grossherzogtum Baden und der Schweizerischen Eidgenossenschaft abgeschlossenen Vertrags und der unterm 19. Februar 18532 zwischen dem Grossherzogtum Baden und dem Kanton Basel—Stadt abgeschlossenen Übereinkunft, soweit dieselben inzwischen nicht gegenstandslos geworden sind, sein Verwenden.


1 SR 0.742.140.313.61
2 In der AS nicht veröffentlicht.

Art. 16

Die beiderseitigen Bevollmächtigten behalten ihren Oberbehörden die Ratifikation dieser Übereinkunft vor.

Erfolgt diese nicht bis Ende Mai dieses Jahres, so soll die Übereinkunft als hinfällig betrachtet werden.

So geschehen zu Basel, den 10. März 1870.

Köchlin—Geigy, des Rats Muth, Geheimer Referendär

K. Sarasin, des Rats Turban, Ministerialrat

Stimm, Oberbaurat


BS 13 273


1 Diese Übereink. ist, soweit sie die Erweiterung des Hauptbahnhofes (Personenbahnhof) betrifft, gegenstandslos geworden mit der Verlegung des Personenbahnhofes an die Schwarzwaldallee.


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0.742.140.313.63

Traduction1

Convention

entre le canton de Bâle—Ville et le Grand—Duché de Bade concernant l’agrandissement de la gare principale du chemin de fer badois et l’établissement d’une gare de service et de réparation sur le territoire du canton de Bâle—Ville2

Conclue le 10 mars 1870
Approuvée par le Conseil fédéral le 29 juillet 1870

La gare du chemin de fer badois à Bâle ne suffisant plus aux exigences de l’augmentation du trafic, et l’établissement d’une voie ferrée de jonction entre les gares du Grand et du Petit—Bâle nécessitant des arrangements et changements ultérieurs,

le Gouvernement du Canton de Bâle—Ville, représenté par

(Suivent les noms des plénipotentiaires)

d’une part et le Ministère du Commerce du Grand—Duché de Bade représenté par

(Suivent les noms des plénipotentiaires)

d’autre part,

ont conclu la convention suivante:

Art. 1

Entre le pont de Wiese et le Neuhaus il sera établi une gare de service et de réparations et à la gare principale l’on effectuera les divers changements et agrandissements précisés dans les plans de situation qui ont été produits.

Art. 2

Le passage à char existant actuellement sous le remblai du chemin de fer devra être continué avec les mêmes dimensions sous la nouvelle gare de service et de réparations.

Le passage à char et l’aqueduc, qui d’ordinaire est à sec, seront suffisamment éclairés par des jours à grillage établis à leur partie supérieure.

Art. 3

La gare de service et de réparations sera pourvue d’une clôture conformément à l’usage en vigueur.

Art. 41

1 Abrogé par le ch. I 5 de l’annexe à l’échange de notes des 21 fév./7 oct. 1985 (RO 1985 1618).

Art. 5

Les nouveaux perrons à établir dans la gare principale seront couverts et pourvus d’abords commodes pour le public.

Art. 6

Au lieu du passage à niveau existant près du Neuhaus il sera établi sous la voie un passage de dimensions suffisantes pour la circulation de chars chargés. Ce passage sera pourvu d’abords convenables, et il sera pourvu à l’écoulement des eaux d’une manière suffisante.

Si après examen il était constaté que l’eau ne permet pas d’obtenir les dimensions nécessaires, le passage sera restreint à dix pieds de largeur et huit pieds de hauteur, mais alors le passage à niveau existant sera conservé.

Art. 7

Sauf en cas d’urgence il n’est pas loisible aux trains de manoeuvrer et de s’arrêter au passage à niveau de la route de Fribourg.

Art. 8

L’administration du chemin de fer badois s’engage à substituer au passage à niveau à pied de la Sperrstrasse une passerelle en fer présentant un passage de six pieds de large dès qu’il lui sera permis de transférer ce passage pour le chemin de ronde du quartier de Bläsi à l’extrémité occidentale de la gare principale.

Art. 9

Au passage de la route de Riehen il n’est pas loisible aux trains et aux vagons de s’arrêter sauf en cas d’urgence et les manoeuvres seront restreintes au plus strict nécessaire.

Art. 10

Immédiatement après chaque passage de train et chaque manceuvre les barrières de tous les passages à niveau seront ouvertes.

Art. 11

Il est permis de poser une quatrième et une cinquième voie au travers de la route de Riehen; en revanche pour le cas où le gouvernement du canton construirait le chemin de ronde de Riehen, l’administration du chemin de fer badois s’engage à lui céder gratuitement la parcelle de terrain non encore bâti qu’elle possède à côté de la voie et qui est nécessaire pour cette construction de route.

De plus le gouvernement de Bâle—Ville se réserve le droit de requérir l’établissement d’une passerelle dans le cas où l’expérience constaterait que les nouveaux arrangements ne diminuent pas notablement la circulation sur le passage à niveau de Riehen.

Art. 12

Dans le délai fixé pour l’achèvement du chemin de fer de jonction, l’administration du chemin de fer badois effectuera les changements prévus à la gare des voyageurs et construira la gare de service et de réparations pour autant que d’après le plan cette dernière doit être établie en premier lieu.

En ce qui concerne les constructions ultérieures projetées pour la gare de service et de réparations, l’administration du chemin de fer badois se réserve de les exécuter au fur et à mesure des besoins.

Art. 131

1 Abrogé par le ch. I 5 de l’annexe à l’échange de notes des 21 fév./7 oct. 1985 (RO 1985 1618).

Art. 14

L’administration du chemin de fer badois supportera tous les frais qu’entraîne l’exécution des constructions et changements susmentionnés.

Art. 15

Du reste, les dispositions du traité conclu les 27 juillet/11 août 18521 entre le Grand—Duché de Bade et la Confédération suisse, et celles de la convention conclue le 19 février 18532 entre le Grand—Duché de Bade et le canton de BâleVille demeurent en vigueur pour autant qu’elles ont encore un objet.


1 RS 0.742.140.313.61
2 Non publiée au RO.

Art. 16

Les plénipotentiaires des deux parties réservent la ratification de leurs autorités supérieures respectives.

Si cette dernière n’intervient pas d’ici à la fin de mai de l’année courante, la présente convention sera considérée comme nulle.

Ainsi fait à Bâle, le 10 mars 1870.

Köchlin—Geigy, membre Muth, Référendaire secret

du Petit Conseil Turban, Conseiller ministre

K. Sarasin, membre Stimm, membre du Conseil

du Petit Conseil supérieur des Travaux publics


RS 13 272


1 Le texte original est publié, sous le même chiffre, dans l’édition allemande du présent recueil.2 Cette convention, dans la mesure où elle concerne l’agrandissement de la gare principale (gare des voyageurs), est devenue sans objet, la gare des voyageurs ayant été depuis lors déplacée à la Schwarzwaldallee.


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