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412.101.221.25

Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Uhrenarbeiterin/Uhrenarbeiter mit eidgenössischem Berufsattest (EBA)

vom 10. Februar 2015 (Stand am 1. Januar 2018)

49208

Uhrenarbeiterin EBA/Uhrenarbeiter EBA

Opératrice en horlogerie AFP/opérateur en horlogerie AFP

Operatrice in orologeria CFP/operatore in orologeria CFP

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI),

gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20021, auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20032 (BBV) und auf Artikel 4 Absatz 4 der Jugendarbeitsschutzverordnung vom 28. September 20073 (ArGV 5),

verordnet:4

  1. Abschnitt: Gegenstand, Schwerpunkte, Dauer und Ausbildungsform

Art. 1 Berufsbild und Schwerpunkte

1 Uhrenarbeiterinnen und Uhrenarbeiter auf Stufe EBA beherrschen namentlich die folgenden Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen aus:

a.
Sie arbeiten in Uhrenateliers in den Bereichen Zusammensetzen von mechanischen und elektronischen Uhrwerken, Einschalen, Aufsetzen der Zeiger und des Zifferblatts sowie Regulieren;
b.
Sie führen die Arbeitsgänge ihres Berufes zuverlässig aus und halten sich an die Weisungen der Werkstattleiterinnen und -leiter und an die betrieblichen Abläufe. Sie sind in der Lage, ihre Aufgaben selbstständig, im Team oder in Produktionszellen auszuführen.

2 Innerhalb des Berufs der Uhrenarbeiterin oder des Uhrenarbeiters auf Stufe EBA gibt es die folgenden Schwerpunkte:

a.
Zusammensetzen;
b.
Regulieren.

3 Der Schwerpunkt wird vor Beginn der beruflichen Grundbildung vom Lehrbetrieb bestimmt. Er wird im Lehrvertrag festgehalten.

Art. 2 Dauer und Beginn

1 Die berufliche Grundbildung dauert 2 Jahre.

2 Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.

Art. 3 Modulare Ausbildung

1 Die berufliche Grundbildung Uhrenarbeiterin oder Uhrenarbeiter kann für Erwachsene auch in modularer Form berufsbegleitend angeboten werden.

2 Zur modularen Ausbildung zugelassen sind Personen, die bei Beginn der Ausbildung mindestens 20 Jahre alt sind.

3 Die Module, die zum Erwerb des EBA führen, müssen innerhalb von 4 Jahren nach Beginn der Ausbildung abgeschlossen werden, unter Vorbehalt der Wiederholung eines Moduls.


  2. Abschnitt: Ziele und Anforderungen

Art. 4 Grundsätze

1 Die Ziele und die Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen, gruppiert nach Handlungskompetenzbereichen, festgelegt.

2 Die Handlungskompetenzen umfassen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen.

3 Beim Aufbau der Handlungskompetenzen arbeiten alle Lernorte zusammen. Sie koordinieren die Inhalte der Ausbildung und der Qualifikationsverfahren.

Art. 5 Handlungskompetenzen

1 Die Ausbildung umfasst in den folgenden Handlungskompetenzbereichen die nachstehenden Handlungskompetenzen:

a.
Fertigen von branchenspezifischen Werkzeugen und Ausrüstung:
1.
Manuelle und maschinelle Bearbeitungstechniken zur Fertigung von persönlichen Werkzeugen und Ausrüstung nutzen;
b.
Zusammensetzen von Bestandteilen:
1.
Bestandteile von einfachen mechanischen und automatischen Uhrwerken sowie einfachen Kalenderuhren zusammensetzen,
2.
Massprüfungen sowie funktionelle und ästhetische Kontrollen vornehmen,
3.
elektronische Uhrwerke zusammensetzen,
4.
aufsetzen und einschalen,
5.
herkömmliche Regulierungsarbeiten durchführen,
6.
regulieren und industrielle Fertigstellung vornehmen;
c.
Einhalten von Produktionsstandards:
1.
Die eigene Arbeit im Produktionsverlauf prüfen,
2.
elektronische Unterlagen nutzen und organisieren,
3.
Verfahren in der Produktion anwenden;
d.
Anwenden der Richtlinien bezüglich Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz:
1.
Massnahmen zum Gesundheitsschutz anwenden,
2.
Massnahmen zur Arbeitssicherheit anwenden,
3.
Massnahmen zum Umweltschutz anwenden.

2 In den Handlungskompetenzbereichen Abs. 1 Bst. a, b Ziff. 1–2, c und d ist der Aufbau der Handlungskompetenzen für alle Lernenden verbindlich.

3 Je nach gewähltem Schwerpunkt müssen zudem folgende Handlungskompetenzen erlangt werden:

a.
Schwerpunkt Zusammensetzen: Handlungskompetenzen Abs. 1 Bst. b Ziff. 3–4;
b.
Schwerpunkt Regulieren: Handlungskompetenzen Abs. 1 Bst. b Ziff. 5–6.

  3. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

Art. 61

1 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn und während der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz, insbesondere zur Gefahrenkommunikation (Gefahrensymbole, Piktogramme, Gebotszeichen) in diesen drei Bereichen, ab und erklären sie ihnen.

2 Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt.

3 Den Lernenden wird an allen Lernorten das Wissen über nachhaltige Entwicklung, insbesondere über den Ausgleich zwischen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen, vermittelt.

4 In Abweichung von Artikel 4 Absatz 1 ArGV 5 und gemäss den Vorgaben nach Artikel 4 Absatz 4 ArGV 5 können die Lernenden entsprechend ihrem Ausbildungsstand für die im Anhang zum Bildungsplan aufgeführten Arbeiten herangezogen werden.

5 Voraussetzung für einen Einsatz nach Absatz 4 ist, dass die Lernenden entsprechend den erhöhten Gefährdungen ausgebildet, angeleitet und überwacht werden; diese besonderen Vorkehrungen werden im Anhang zum Bildungsplan als begleitende Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes festgelegt.


1 Fassung gemäss Ziff. II 93 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


  4. Abschnitt: Umfang der Bildung an den einzelnen Lernorten und Unterrichtssprache

Art. 7 Bildung in beruflicher Praxis im Betrieb und an vergleichbaren Lernorten

Die Bildung in beruflicher Praxis im Betrieb umfasst über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung im Durchschnitt 4 Tage pro Woche.

Art. 8 Berufsfachschule

1 Der obligatorische Unterricht an der Berufsfachschule umfasst 720 Lektionen. Diese teilen sich gemäss nachfolgender Tabelle auf:

Unterricht

1. Lehrjahr

2. Lehrjahr

Total

a.
Berufskenntnisse
Fertigen von branchenspezifischen Werkzeugen und Ausrüstung
70
60
130
Zusammensetzen von Einzelteilen,
110
100
210

– einschliesslich: schwerpunktbezogener Unterricht,

(20)
(20)

– einschliesslich: anwenden der Richtlinien bezüglich Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

(20)
Einhalten von Produktionsstandards
20
40
60

Total

200

200

400

b.
Allgemeinbildung
120
120
240
c.
Sport
40
40
80

Total Lektionen

360

360

720

2 Geringfügige Abweichungen von der vorgegebenen Anzahl der Lektionen pro Lehrjahr innerhalb eines Handlungskompetenzbereichs sind in Absprache mit den zuständigen kantonalen Behörden und den zuständigen Organisationen der Arbeitswelt möglich.

3 Für den allgemeinbildenden Unterricht gilt die Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

4 Unterrichtssprache ist in der Regel die Landessprache des Schulortes.

5 Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulortes und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen.

6 Die Kantone können andere Unterrichtssprachen zulassen.


Art. 9 Überbetrieblicher Kurs

1 Der überbetriebliche Kurs umfasst 16 Tage zu acht Stunden.

2 Der Kurs findet im 1. Lehrjahr statt und beinhaltet den Handlungskompetenzbereich «Fertigen von branchenspezifischen Werkzeugen und Ausrüstung».

Art. 10 Modulare Ausbildung

1 Bei der modularen Ausbildung sind die Handlungskompetenzen nach Artikel 5 auf folgende Module mit der entsprechenden Lektionenzahl aufgeteilt:

Module

Bildung in beruflicher Praxis

Berufskenntnisse

Total Lektionen

1.
Grundmodul

260

190

450

2.
Modul Zusammensetzen

220

105

325

3.
Modul Aufsetzen und Einschalen

205

75

280

Total Lektionen

685

370

1055

2 Die Aufteilung der Handlungskompetenzen auf die einzelnen Module ist im Reglement vom 19. Dezember 2014 über die Ausbildung von Erwachsenen nach modularem Baukastensystem der Convention patronale de l’industrie horlogère suisse festgelegt.

3 Die im Bildungsplan festgelegten Leistungsziele des überbetrieblichen Kurses sind auf die verschiedenen Module aufgeteilt.

4 Für die Organisation des Moduls Allgemeinbildung sind die Kantone zuständig.


  5. Abschnitt: Bildungsplan

Art. 11

1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von der zuständigen Organisation der Arbeitswelt erlassen und vom SBFI genehmigt wird.

2 Der Bildungsplan hat folgenden Inhalt:

a.
Er enthält das Qualifikationsprofil; dieses besteht aus:
1.
dem Berufsbild;
2.
der Übersicht der Handlungskompetenzbereiche und der Handlungskompetenzen;
3.
dem Anforderungsniveau des Berufes;
b.
Er führt die Inhalte der Grundbildung sowie die Bestimmungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz aus und bestimmt, an welchen Lernorten welche Handlungskompetenzen vermittelt und gelernt werden.

3 Dem Bildungsplan angefügt ist das Verzeichnis der Instrumente zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung mit Angabe der Bezugsquelle.1


1 Fassung gemäss Ziff. III 27 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


  6. Abschnitt: Mindestanforderungen an die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner und Höchstzahl der Lernenden im Betrieb

Art. 12 Fachliche Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner

Die fachlichen Mindestanforderungen im Sinne von Artikel 44 Absatz 1 Buchstaben a und b BBV an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:

a.
gelernte Uhrmacherin oder gelernter Uhrmacher in den Fachgebieten Rhabillage oder Industrie und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
b.
gelernte Uhrmacher Praktikerin oder gelernter Uhrmacher Praktiker mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
c.
Uhrmacherin EFZ oder Uhrmacher EFZ und Uhrmacherin Produktion EFZ oder Uhrmacher Produktion EFZ mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
d.
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den not-wendigen Berufskenntnissen im Bereich der Uhrenarbeiterin EBA und des Uhrenarbeiters EBA und mit mindestens 5 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
e.
einschlägiger Abschluss der höheren Berufsbildung mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet.
Art. 13 Höchstzahl der Lernenden

1 Betriebe, die eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner zu 100 Prozent oder zwei Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigen, dürfen eine lernende Person ausbilden.

2 Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 100 Prozent oder von zwei Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden.

3 Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, ein eidgenössisches Berufsattest oder über eine gleichwertige Qualifikation verfügt.

4 In Betrieben, die nur eine lernende Person ausbilden dürfen, kann eine zweite lernende Person ihre Bildung beginnen, wenn die erste in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung eintritt.

5 In besonderen Fällen kann die kantonale Behörde einem Betrieb, der seit mehreren Jahren Lernende mit überdurchschnittlichem Erfolg ausgebildet hat, die Überschreitung der Höchstzahl der Lernenden bewilligen.


  7. Abschnitt: Lerndokumentation, Bildungsbericht und Leistungsdokumentation

Art. 14 Lerndokumentation

1 Die lernende Person führt während der Bildung in beruflicher Praxis eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten im Zusammenhang mit den zu erwerbenden Handlungskompetenzen festhält.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet die Lerndokumentation mindestens einmal pro Semester. Sie oder er bespricht sie mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person.

Art. 15 Bildungsbericht

1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest. Sie oder er stützt sich dabei auf die Leistungen in der beruflichen Praxis und auf Rückmeldungen über die Leistungen in der Berufsfachschule und im überbetrieblichen Kurs. Sie oder er bespricht den Bildungsbericht mit der lernenden Person.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner und die lernende Person vereinbaren wenn nötig Massnahmen zum Erreichen der Bildungsziele und setzen dafür Fristen. Sie halten die getroffenen Entscheide und Massnahmen schriftlich fest.

3 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner überprüft die Wirkung der vereinbarten Massnahmen nach der gesetzten Frist und hält den Befund im nächsten Bildungsbericht fest.

4 Werden die Ziele der vereinbarten Massnahmen nicht erreicht oder ist der Ausbildungserfolg gefährdet, so teilt die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner dies den Vertragsparteien und der kantonalen Behörde schriftlich mit.

Art. 16 Leistungsdokumentation in der Berufsfachschule

Die Berufsfachschulen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Handlungskompetenzbereichen und in der Allgemeinbildung und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.

Art. 17 Leistungsdokumentation im überbetrieblichen Kurs

1 Die Anbieter des überbetrieblichen Kurses dokumentieren die Leistungen der Lernenden in der Form von drei Kompetenznachweisen während des überbetrieblichen Kurses.

2 Diese Kompetenznachweise werden in Noten ausgedrückt. Diese fliessen ein in die Berechnung der Erfahrungsnote.


  8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren

Art. 18 Zulassung

Zu den Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung absolviert hat:

a.
nach den Bestimmungen dieser Verordnung;
b.
in einer vom Kanton dafür anerkannten Bildungsinstitution; oder
c.
ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und:
1.
die nach Artikel 32 BBV erforderliche Erfahrung erworben hat,
2.
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens 2 Jahre im Bereich der Uhrenarbeiterin EBA oder des Uhrenarbeiters EBA erworben hat, und
3.
glaubhaft macht, den Anforderungen der jeweiligen Qualifikationsverfahren gewachsen zu sein.
Art. 19 Gegenstand

In den Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen nach Artikel 5 erworben worden sind.

Art. 20 Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens mit Abschlussprüfung

1 Im Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung werden die Handlungskompetenzen in den nachstehenden Qualifikationsbereichen wie folgt geprüft:

a.
Praktische Arbeit, als vorgegebene praktische Arbeit (VPA) im Umfang von 8 Stunden. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation und die Unterlagen des überbetrieblichen Kurses dürfen als Hilfsmittel verwendet werden. Der Qualifikationsbereich umfasst die folgenden Handlungskompetenzbereiche mit den nachstehenden Gewichtungen:

Position

Handlungskompetenzbereiche

Gewichtung

1.

Zusammensetzen von Bestandteilen (Handlungskompetenzbereich b, Ziffern 1 und 2)

Anwenden der Richtlinien bezüglich Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

50 %

2.

Schwerpunkt

50 %

b.
Berufskenntnisse, im Umfang von 2 Stunden. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Der Qualifikationsbereich Berufskenntnisse umfasst die folgenden Handlungskompetenzbereiche und Prüfungsformen mit den nachstehenden Gewichtungen:

Position

Handlungskompetenzbereiche

Prüfungsform/Dauer

Gewichtung

schriftlich

mündlich

1.

Fertigen von branchenspezifischen Werkzeugen und Ausrüstung

60 Min.

40 %

2.

Zusammensetzen von Bestandteilen

Einhalten von Produktionsstandards

Anwenden der Richtlinien bezüglich Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz

30 Min.

30 Min.

60 %

c.
Allgemeinbildung. Der Qualifikationsbereich richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

2 In jedem Qualifikationsbereich beurteilen mindestens zwei Prüfungsexpertinnen oder -experten die Leistungen.


Art. 21 Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens für die modulare Ausbildung

1 Für jedes Modul muss eine Modulabschlussprüfung abgelegt werden.

2 Für die Organisation des Moduls Allgemeinbildung sind die Kantone zuständig.

3 Die Durchführung der restlichen Modulabschlussprüfungen wird der Convention patronale de l’industrie horlogère suisse übertragen, auf deren Antrag und gemäss Artikel 40 Absatz 2 BBG.

4 Die Modulabschlussprüfungen bestehen in jedem Modul aus:

a.
einer praktischen Arbeit in Form einer vorgegebenen praktischen Arbeit (VPA);
b.
einer schriftlichen Prüfung der Berufskenntnisse.

5 Die Modulabschlussprüfungen haben folgenden zeitlichen Umfang:

Module

Dauer der Prüfung für die praktische Arbeit

Dauer der Prüfung der Berufskenntnisse

1.
Grundmodul

5 Stunden

3 Stunden

2.
Modul Zusammensetzen

6 Stunden

2 Stunden

3.
Modul Aufsetzen und Einschalen

4 Stunden

1 Stunde

Art. 22 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung im Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung

1 Das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung ist bestanden, wenn:

a.
der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mindestens mit der Note 4 bewertet wird; und
b.
die Gesamtnote mindestens 4 beträgt.

2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der gewichteten Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung und der gewichteten Erfahrungsnote.

3 Die Erfahrungsnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der Noten für:

a.
den Unterricht in den Berufskenntnissen;
b.
den überbetrieblichen Kurs.

4 Die Note für den Unterricht in den Berufskenntnissen ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der 4 Semesterzeugnisnoten.

5 Die Note für den überbetrieblichen Kurs ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der 3 benoteten Kompetenznachweise.

6 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
praktische Arbeit: 40 %;
b.
Berufskenntnisse: 20 %;
c.
Allgemeinbildung: 20 %;
d.
Erfahrungsnote: 20 %.
Art. 23 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung im Qualifikationsverfahren für die modulare Ausbildung

1 Das Qualifikationsverfahren der modularen Ausbildung ist bestanden, wenn:

a.
jedes Modul, mindestens mit der Note 4 bewertet werden; ausgenommen ist das Modul Allgemeinbildung,
b.
die praktische Arbeit in jedem Modul mindestens mit der Note 4 bewertet wird; und
c.
die Gesamtnote gemäss Absatz 4 mindestens 4 beträgt.

2 Die Modulnote entspricht dem Endresultat jedes Moduls; sie ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der gewichteten Noten für:

a.
die praktische Arbeit: 50 %;
b.
die Prüfung der Berufskenntnisse: 25 %;
c.
die Erfahrungsnote: 25 %.

3 Die Erfahrungsnote für jedes Modul ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der Noten für den Unterricht in den Berufskenntnissen jedes Moduls.

4 Die Gesamtnote ist das gerundete Mittel aus der Summe der Noten für:

a.
das Grundmodul;
b.
das Modul Zusammensetzen;
c.
das Modul Aufsetzen und Einschalen;
d.
die Allgemeinbildung.

5 Für den allgemeinbildenden Unterricht gilt die Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.


Art. 24 Wiederholungen im Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung

1 Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV.

2 Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen.

3 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch des Unterrichts in den Berufskenntnissen wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der Unterricht in den Berufskenntnissen während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

4 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch des überbetrieblichen Kurses wiederholt, so wird die bisherige Note beibehalten. Wird der überbetriebliche Kurs wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

Art. 25 Wiederholungen im Qualifikationsverfahren für die modulare Ausbildung

1 Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV.

2 Muss die praktische Arbeit in einem Modul wiederholt werden, so ist sie in ihrer Gesamtheit zu wiederholen.

3 Muss die Prüfung der Berufskenntnisse in einem Modul wiederholt werden, so ist sie in ihrer Gesamtheit zu wiederholen.

4 Wird eine Modulprüfung ohne erneuten Besuch des Unterrichts in den Berufskenntnissen wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der Unterricht in den Berufskenntnissen wiederholt, so zählen nur die neuen Noten.

Art. 26 Spezialfall

1 Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und die Abschlussprüfung nach dieser Verordnung absolviert, so entfällt die Erfahrungsnote.

2 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
praktische Arbeit: 50 %;
b.
Berufskenntnisse: 30 %;
c.
Allgemeinbildung: 20 %.

  9. Abschnitt: Ausweise und Titel

Art. 27

1 Wer ein Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Berufsattest (EBA).

2 Das Berufsattest berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Uhrenarbeiterin EBA» oder «Uhrenarbeiter EBA» zu führen.

3 Ist das Berufsattest mittels Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung erworben worden, so werden im Notenausweis aufgeführt:

a.
die Gesamtnote;
b.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie, unter dem Vorbehalt von Artikel 26 Absatz 1, die Erfahrungsnote.

4 Ist das Berufsattest mittels Qualifikationsverfahren für die modulare Ausbildung erworben worden, so werden im Notenausweis aufgeführt:

a.
die Gesamtnote;
b.
die Modulnoten und die Note für die Allgemeinbildung gemäss Artikel 23 Absatz 4.

  10. Abschnitt: Qualitätsentwicklung und Organisation

Art. 28 Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Berufe im Bereich der Uhrenindustrie

1 Die schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Berufe im Bereich der Uhrenindustrie setzt sich zusammen aus:

a.
8–9 Vertreterinnen oder Vertretern der Convention patronale de l’industrie horlogère suisse (CP);
b.
mindestens 3 Vertreterinnen oder Vertretern der Fachlehrerschaft;
c.
je mindestens einer Vertreterin oder einem Vertreter des Bundes und der Kantone.

2 Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein.

3 Die Schwerpunkte der von der Kommission behandelten Berufe müssen vertreten sein.

4 Die Kommission konstituiert sich selbst.

5 Sie hat insbesondere folgende Aufgaben:

a.
Sie überprüft die Bildungsverordnung und den Bildungsplan laufend, mindestens aber alle fünf Jahre, auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen. Dabei berücksichtigt sie allfällige neue organisatorische Aspekte der beruflichen Grundbildung;
b.
Sie ersucht die zuständige Organisation der Arbeitswelt, dem SBFI Änderungen der Verordnung zu beantragen, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Änderung der Verordnung erfordern;
c.
Sie stellt der zuständigen Organisation der Arbeitswelt Antrag auf Anpassung des Bildungsplans, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Anpassung des Bildungsplans erfordern;
d.
Sie nimmt Stellung zu den Instrumenten für die Validierung von Bildungsleistungen;
e.
Sie nimmt Stellung zu Instrumenten zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung, insbesondere zu den Ausführungsbestimmungen über die Qualifikationsverfahren.
Art. 29 Trägerschaft und Organisation des überbetrieblichen Kurses

1 Trägerin des überbetrieblichen Kurses ist die Convention patronale de l’industrie horlogère suisse (CP).

2 Die Kantone können die Durchführung des überbetrieblichen Kurses unter Mitwirkung der zuständigen Organisationen der Arbeitswelt einer anderen Trägerschaft übertragen, namentlich wenn die Qualität oder die Durchführung des überbetrieblichen Kurses nicht mehr gewährleistet ist.

3 Die Kantone regeln mit der Trägerschaft die Organisation und Durchführung des überbetrieblichen Kurses.

4 Die zuständigen Behörden der Kantone haben jederzeit Zutritt zum Kurs.


  11. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 30 Aufhebung bisherigen Rechts

1 Die Verordnung des SBFI vom 18. Dezember 20091 über die berufliche Grundbildung Uhrenarbeiter/Uhrenarbeiter mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) wird aufgehoben.

2 Die Genehmigung des Bildungsplans Uhrenarbeiterin/Uhrenarbeiter EBA vom 12. Dezember 2009 wird widerrufen.


Art. 31 Übergangsbestimmungen

1 Lernende, die ihre Bildung als Uhrenarbeiterin oder Uhrenarbeiter vor dem 1. April 2015 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.

2 Wer das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung für Uhrenarbeiterin oder Uhrenarbeiter bis zum 31. Dezember 2018 wiederholt, kann verlangen, nach altem Recht beurteilt zu werden.

3 Wer das letzte Modul der modularen Ausbildung für Uhrenarbeiterin oder Uhrenarbeiter bis zum 31. Dezember 2020 wiederholt, kann verlangen, nach altem Recht beurteilt zu werden.

Art. 32 Inkrafttreten

1 Diese Verordnung tritt unter Vorbehalt von Absatz 2 am 1. April 2015 in Kraft.

2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 18–27) treten am 1. Januar 2017 in Kraft.


1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 93 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


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412.101.221.25

Ordinanza della SEFRI sulla formazione professionale di base Operatrice/Operatore in orologeria con certificato federale di formazione pratica (CFP)

del 10 febbraio 2015 (Stato 1° gennaio 2018)

49208

Operatrice/Operatore in orologeria CFP

Uhrenarbeiterin EBA/Uhrenarbeiter EBA

Opératrice en horlogerie AFP/opérateur en horlogerie AFP

La Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI),

visto l’articolo 19 della legge del 13 dicembre 20021 sulla formazione professionale; visto l’articolo 12 dell’ordinanza del 19 novembre 20032 sulla formazione professionale (OFPr); visto l’articolo 4 capoverso 4 dell’ordinanza del 28 settembre 20073 sulla protezione dei giovani lavoratori (OLL 5),

ordina:4

  Sezione 1: Oggetto, orientamenti, durata e forma

Art. 1 Profilo professionale e orientamenti

1 Gli operatori in orologeria di livello CFP svolgono, in particolare, le seguenti attività e si contraddistinguono per le seguenti conoscenze, capacità e comportamenti:

a.
nei laboratori di orologeria lavorano nei settori dell’assemblaggio di movimenti meccanici ed elettronici, dell’incassatura e della posa di quadranti e lancette e della regolazione;
b.
eseguono le loro attività in maniera affidabile, rispettando le direttive dei responsabili d’officina e i processi aziendali. Gli operatori in orologeria sono in grado di lavorare in maniera autonoma, all’interno di gruppi di lavoro o isole di produzione.

2 La formazione di operatore in orologeria di livello CFP prevede i seguenti orientamenti:

a.
assemblaggio;
b.
regolazione.

3 L’orientamento viene definito dall’azienda di tirocinio prima dell’inizio della formazione professionale di base. Viene riportato nel contratto di tirocinio.

Art. 2 Durata e inizio

1 La formazione professionale di base dura 2 anni.

2 L’inizio della formazione professionale di base segue il calendario della relativa scuola professionale.

Art. 3 Formazione modulare

1 La formazione professionale di base di operatore in orologeria CFP può anche essere offerta sotto forma di moduli per adulti paralleli all’attività lavorativa.

2 Sono ammesse alla formazione modulare le persone che hanno almeno 20 anni compiuti all’inizio della formazione.

3 I moduli per il conseguimento del CFP devono essere conclusi entro 4 anni dall’inizio della formazione, fatta salva la ripetizione di un modulo di specializzazione.


  Sezione 2: Obiettivi ed esigenze

Art. 4 Principi

1 Gli obiettivi e le esigenze della formazione professionale di base sono espressi sotto forma di competenze operative raggruppate nei relativi campi.

2 Le competenze operative comprendono competenze professionali, metodologiche, sociali e personali.

3 Tutti i luoghi di formazione collaborano allo sviluppo delle competenze operative. Essi coordinano i contenuti della formazione e delle procedure di qualificazione.

Art. 5 Competenze operative

1 La formazione prevede, nei seguenti campi di competenze operative, le competenze operative qui elencate:

a.
realizzazione di strumenti e attrezzi per lavori di orologeria:
1.
eseguire lavorazioni manuali e meccaniche su strumenti e attrezzi personali,
b.
assemblaggio di componenti:
1.
assemblare componenti di movimenti semplici meccanici, automatici e a calendario,
2.
eseguire misurazioni e controlli funzionali ed estetici,
3.
assemblare i componenti dei movimenti elettronici,
4.
realizzare operazioni di posa e incassatura,
5.
eseguire la regolazione tradizionale,
6.
eseguire la regolazione e la rifinitura industriale;
c.
rispetto degli standard di produzione:
1.
eseguire operazioni di autocontrollo durante il processo di produzione,
2.
utilizzare e organizzare i documenti informatici,
3.
applicare le procedure nel quadro di un’organizzazione di produzione;
d.
applicazione delle norme relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente:
1.
applicare le misure di protezione della salute,
2.
applicare le misure della sicurezza sul lavoro,
3.
applicare le misure per il rispetto dell’ambiente.

2 Le persone in formazione devono imperativamente acquisire le competenze operative elencate nei campi a, b punti 1–2 nonché c, d.

3 A seconda dell’orientamento scelto, le persone in formazione devono acquisire anche le seguenti competenze operative:

a.
assemblaggio: competenze operative di cui al capoverso 1 lettera b numeri 3–4;
b.
regolazione: competenze operative di cui al capoverso 1 lettera b numeri 5–6.

  Sezione 3: Sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

Art. 61

1 All’inizio e durante la formazione gli operatori forniscono e spiegano alle persone in formazione le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente, in particolare quelle relative alla comunicazione dei pericoli (simboli di pericolo e di obbligo, pittogrammi).

2 Dette prescrizioni e raccomandazioni sono fornite in tutti i luoghi di formazione e considerate nelle procedure di qualificazione.

3 Tutti i luoghi di formazione sensibilizzano le persone in formazione allo sviluppo sostenibile, con particolare attenzione all’equilibrio tra interessi sociali, ecologici ed economici.

4 In deroga all’articolo 4 capoverso 1 OLL 5 e secondo le prescrizioni dell’articolo 4 capoverso 4 OLL 5 è ammesso l’impiego di persone in formazione in conformità con il loro stato di formazione per le attività elencate in allegato al piano di formazione.

5 L’impiego di persone in formazione secondo il capoverso 4 presuppone che dette persone siano formate, istruite e sorvegliate in maniera adeguata al più elevato pericolo d’infortunio; tali precauzioni particolari sono fissate in allegato al piano di formazione sotto forma di misure di accompagnamento riguardanti la sicurezza sul lavoro e la protezione della salute.


1 Nuovo testo giusta il n. II 93 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


  Sezione 4: Durata della formazione in ciascun luogo di formazione e lingua d’insegnamento

Art. 7 Formazione professionale pratica in azienda e in luoghi di formazione equivalenti

La formazione professionale pratica in azienda comprende in media 4 giorni alla settimana per tutta la durata della formazione professionale di base.

Art. 8 Scuola professionale

1 L’insegnamento obbligatorio presso la scuola professionale comprende 720 lezioni. Dette lezioni sono suddivise secondo la tabella seguente:

Insegnamento

1° anno

2° anno

Totale

a.
Conoscenze professionali
realizzazione di strumenti e attrezzi per lavori di orologeria
70
60
130
assemblaggio di componenti
110
100
210

– di cui: insegnamento dell’orientamento

(20)
(20)

– di cui: applicazione delle norme relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente

(20)
rispetto degli standard di produzione
20
40
60

Totale

200

200

400

b.
Cultura generale
120
120
240
c.
Sport
40
40
80

Totale delle lezioni

360

360

720

2 D’intesa con le autorità cantonali e le organizzazioni del mondo del lavoro competenti sono ammesse deroghe minime al numero di lezioni prescritte per anno di formazione in un campo di competenze operative.

3 Per gli insegnamenti di cultura generale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

4 La lingua d’insegnamento è di norma la lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola professionale.

5 È raccomandato l’insegnamento bilingue nella lingua nazionale locale e in un’altra lingua nazionale o in inglese.

6 I Cantoni possono autorizzare altre lingue d’insegnamento.


Art. 9 Corso interaziendale

1 Il corso interaziendale comprende 16 giornate di otto ore.

2 Si svolge durante il 1° anno di formazione e verte sul campo di competenze operative «realizzazione di strumenti e attrezzi per lavori di orologeria».

Art. 10 Formazione modulare

1 Nell’ambito della formazione modulare le competenze operative di cui all’articolo 5 sono ripartite in base ai moduli e al numero di lezioni sottoelencati:

Moduli

Formazione professionale pratica

Conoscenze professionali

Totale lezioni

1.
Modulo di base

260

190

450

2.
Modulo assemblaggio

220

105

325

3.
Modulo posa-incassatura

205

75

280

Totale periodi di formazione

685

370

1055

2 La ripartizione delle competenze operative all’interno dei moduli è stabilita nel regolamento della formazione modulare del 19 dicembre 2014 emanato dalla Convention patronale de l’industrie horlogère suisse.

3 Gli obiettivi di valutazione dei corsi interaziendali definiti nel piano di formazione sono ripartiti all’interno dei vari moduli.

4 I Cantoni sono responsabili dell’organizzazione del modulo sull’insegnamento della cultura generale.


  Sezione 5: Piano di formazione

Art. 11

1 Al momento dell’entrata in vigore della presente ordinanza è disponibile un piano di formazione, emanato dalla competente organizzazione del mondo del lavoro e approvato dalla SEFRI.

2 Il piano di formazione:

a.
contiene il profilo di qualificazione, che comprende:
1.
il profilo professionale,
2.
la tabella delle competenze operative e dei relativi campi,
3.
il livello richiesto per la professione;
b.
riporta i contenuti della formazione di base e le disposizioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente e determina quali competenze operative vengono trasmesse e apprese in ciascun luogo di formazione.

3 Al piano di formazione è allegato l’elenco degli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base con indicazione del centro di distribuzione.1


1 Nuovo testo giusta il n. III 27 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


  Sezione 6: Requisiti minimi per i formatori e numero massimo di persone in formazione in azienda

Art. 12 Requisiti professionali minimi richiesti ai formatori

I requisiti professionali minimi ai sensi dell’articolo 44 capoverso 1 lettere a e b OFPr sono soddisfatti se il formatore possiede una delle seguenti qualifiche:

a.
attestato federale di capacità di orologiaio qualificato con indirizzo professionale riparazione e attestato federale di capacità di orologiaio qualificato con indirizzo professionale industriale e almeno 3 anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
b.
orologiaio pratico qualificato e almeno 3 anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
c.
attestato federale di capacità di orologiaio AFC e di orologiaio di produzione AFC e almeno 3 anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
d.
attestato federale di capacità di una professione affine con le necessarie conoscenze professionali nel campo d’attività dell’operatore in orologeria CFP e almeno 5 anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
e.
diploma di formazione professionale superiore in ambito pertinente e almeno 3 anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento.
Art. 13 Numero massimo di persone in formazione

1 Nelle aziende che impiegano un formatore al 100 per cento o due formatori ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione.

2 Per ogni altro specialista occupato al 100 per cento o per ogni due specialisti in più occupati ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione in più.

3 È considerato specialista il titolare di un attestato federale di capacità, di un certificato federale di formazione pratica o di una qualifica equivalente nel campo della persona in formazione.

4 Nelle aziende che possono impiegare solo una persona in formazione una seconda persona può iniziare il tirocinio quando la prima arriva all’ultimo anno della formazione professionale di base.

5 In casi particolari l’autorità cantonale può autorizzare il superamento del numero massimo di persone in formazione nelle aziende di tirocinio che da più anni svolgono la loro funzione di formazione con risultati particolarmente positivi.


  Sezione 7: Documentazione dell’apprendimento, rapporto di formazione e documentazione delle prestazioni

Art. 14 Documentazione dell’apprendimento

1 Nel corso della formazione professionale pratica la persona in formazione tiene una documentazione dell’apprendimento in cui annota regolarmente i principali lavori eseguiti in relazione alle competenze operative da acquisire.

2 Il formatore controlla e firma la documentazione dell’apprendimento almeno una volta al semestre. La discute con la persona in formazione almeno una volta al semestre.

Art. 15 Rapporto di formazione

1 Alla fine di ogni semestre, il formatore rileva in un rapporto il livello raggiunto dalla persona in formazione. Per farlo si basa sulle prestazioni nella formazione professionale pratica e sui resoconti delle prestazioni nella scuola professionale e nei corsi interaziendali. Discute il rapporto con la persona in formazione.

2 Se necessario, il formatore e la persona in formazione concordano misure per il raggiungimento degli obiettivi di formazione e fissano apposite scadenze. Le misure e le decisioni adottate vengono messe per iscritto.

3 Dopo la scadenza prefissata il formatore verifica l’efficacia delle misure concordate e ne riporta l’esito nel successivo rapporto di formazione.

4 Se gli obiettivi non sono stati raggiunti o se è a rischio il buon esito della formazione, il formatore lo comunica per iscritto alle parti contraenti e all’autorità cantonale.

Art. 16 Documentazione delle prestazioni nella scuola professionale

Le scuole professionali documentano le prestazioni delle persone in formazione nei campi di competenze operative in cui è svolto l’insegnamento e nella cultura generale e consegnano alle persone in formazione una pagella alla fine di ogni semestre.

Art. 17 Documentazione delle prestazioni nei corsi interaziendali

1 Gli operatori dei corsi interaziendali documentano le prestazioni delle persone in formazione mediante tre controlli delle competenze effettuati durante tali corsi.

2 I controlli delle competenze vengono espressi in note. Queste confluiscono nel calcolo della nota dei luoghi di formazione.


  Sezione 8: Procedure di qualificazione

Art. 18 Ammissione

È ammesso alle procedure di qualificazione chi ha assolto la formazione professionale di base:

a.
secondo le disposizioni della presente ordinanza;
b.
in un istituto di formazione riconosciuto dal Cantone; o
c.
al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato, se
1.
ha maturato l’esperienza professionale di cui all’articolo 32 OFPr,
2.
di tale esperienza professionale ha svolto almeno due anni nel campo dell’operatore in orologeria CFP, e
3.
rende verosimile il possesso dei requisiti per la rispettiva procedura di qualificazione.
Art. 19 Oggetto

Nelle procedure di qualificazione occorre dimostrare di aver acquisito le competenze operative di cui all’articolo 5.

Art. 20 Durata e svolgimento della procedura di qualificazione con esame finale

1 Nella procedura di qualificazione con esame finale vengono esaminate, nel modo indicato, le competenze operative dei seguenti campi di qualificazione:

a.
«lavoro pratico», sotto forma di lavoro pratico prestabilito della durata di 8 ore. L’esame per questo campo di qualificazione ha luogo verso la fine della formazione professionale di base. La persona in formazione deve dimostrare di essere in grado di svolgere le attività richieste in modo professionalmente corretto e adeguato alle necessità e alla situazione. È ammessa come ausilio la consultazione della documentazione dell’apprendimento e dei corsi interaziendali. Il campo di qualificazione comprende i campi di competenze operative sottoelencati:

Voce

Campi di competenze operative

Ponderazione

1.

Assemblaggio di componenti (campo b, punti 1 e 2)

Applicazione delle norme relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente

50 %

2.

Orientamento

50 %

b.
«conoscenze professionali», della durata di 2 ore. L’esame per questo campo di qualificazione ha luogo verso la fine della formazione professionale di base. Il campo di qualificazione «conoscenze professionali» comprende i campi di competenze operative e i tipi di esame sottoelencati con le seguenti ponderazioni:

Voce

Campi di competenze operative

Forma e durata dell’esame

Ponderazione

scritto

orale

1.

Realizzazione di strumenti e attrezzi per orologiai;

60 min.

40 %

2.

Assemblaggio di componenti;

Rispetto degli standard di produzione

Applicazione delle norme relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente

30 min.

30 min.

60 %

c.
«cultura generale». Per questo campo di qualificazione fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

2 Per ogni campo di qualificazione la valutazione è effettuata da almeno due periti d’esame.


Art. 21 Durata e svolgimento della procedura di qualificazione della formazione modulare

1 Alla fine di ogni modulo è previsto un esame.

2 I Cantoni organizzano l’esame del modulo di cultura generale.

3 L’organizzazione di tutti gli altri esami di fine modulo è affidata alla Convention patronale de l’industrie horlogère suisse, su domanda di quest’ultima, conformemente all’articolo 40 capoverso 2 LFPr.

4 Gli esami di fine modulo sono costituiti:

a.
da un lavoro pratico sotto forma di lavoro pratico prestabilito;
b.
da un esame scritto delle conoscenze professionali.

5 Gli esami di fine modulo sono organizzati nel modo seguente:

Modulo

Durata esame lavoro pratico

Durata esame conoscenze professionali

1.
Modulo di base

5 ore

3 ore

2.
Modulo assemblaggio

6 ore

2 ore

3.
Modulo posa-incassatura

4 ore

1 ora

Art. 22 Superamento, calcolo e ponderazione delle note della procedura di qualificazione con esame finale

1 La procedura di qualificazione con esame finale è superata se:

a.
per il campo di qualificazione «lavoro pratico» viene attribuito almeno il 4; e
b.
la nota complessiva raggiunge almeno il 4.

2 La nota complessiva è data dalla media, arrotondata a un decimale, della somma delle note ponderate dei singoli campi di qualificazione dell’esame finale e della nota ponderata dei luoghi di formazione.

3 Per nota dei luoghi di formazione si intende la media arrotondata a un decimale delle note relative a:

a.
insegnamento professionale;
b.
corsi interaziendali.

4 Per nota relativa all’insegnamento professionale si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle 4 note delle pagelle semestrali.

5 Per nota relativa ai corsi interaziendali si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle note conseguite nei 3 controlli delle competenze.

6 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sottoelencate con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 40 per cento;
b.
conoscenze professionali 20 per cento;
c.
cultura generale: 20 per cento;
d.
nota dei luoghi di formazione: 20 per cento.
Art. 23 Superamento, calcolo e ponderazione delle note della procedura di qualificazione della formazione modulare

1 La procedura di qualificazione della formazione modulare è superata se:

a.
la nota di ogni modulo, ad eccezione della cultura generale, raggiunge o supera il 4;
b.
per il lavoro pratico di ogni modulo viene attribuito almeno il 4; e
c.
la nota complessiva di cui al capoverso 4 raggiunge almeno il 4.

2 La nota del modulo indica il risultato finale di ogni modulo; essa corrisponde alla media, arrotondata a un decimale, delle 3 note sottoelencate con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 50 per cento;
b.
esame delle conoscenze professionali: 25 per cento;
c.
nota relativa all’insegnamento professionale: 25 per cento.

3 Per nota relativa all’insegnamento professionale di ogni modulo si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto delle note relative all’insegnamento delle conoscenze professionali di ogni modulo.

4 La nota complessiva è data dalla media, arrotondata a un decimale, delle 4 note sottoelencate:

a.
modulo di base;
b.
modulo assemblaggio;
c.
modulo posa-incassatura;
d.
cultura generale.

5 Per il campo di qualificazione «cultura generale» fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.


Art. 24 Ripetizione della procedura di qualificazione con esame finale

1 La ripetizione della procedura di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr.

2 Qualora si debba ripetere un campo di qualificazione, esso va ripetuto interamente.

3 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente l’insegnamento professionale, resta valida la nota conseguita in precedenza. Se si ripetono almeno due semestri di insegnamento professionale, per il calcolo della nota dei luoghi di formazione fanno stato solo le nuove note.

4 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente i corsi interaziendali, resta valida la nota conseguita in precedenza. Se si ripete il corso interaziendale, per il calcolo della nota dei luoghi di formazione fanno stato solo le nuove note.

Art. 25 Ripetizione della procedura di qualificazione nella formazione modulare

1 La ripetizione della procedura di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr.

2 Qualora si debba ripetere il lavoro pratico di un modulo, esso va ripetuto interamente.

3 Qualora si debba ripetere l’esame delle conoscenze professionali di un modulo, esso va ripetuto interamente.

4 Qualora si ripeta l’esame di un modulo senza frequentare nuovamente l’insegnamento professionale, resta valida la nota conseguita in precedenza. Se si ripete l’insegnamento professionale, fanno stato solo le nuove note.

Art. 26 Caso particolare

1 Per le persone che hanno assolto la formazione al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato e che hanno sostenuto l’esame finale secondo la presente ordinanza viene meno la nota dei luoghi di formazione.

2 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sottoelencate con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 50 per cento;
b.
conoscenze professionali: 30 per cento;
c.
cultura generale: 20 per cento.

  Sezione 9: Attestazioni e titolo

Art. 27

1 Chi ha superato la procedura di qualificazione consegue il certificato federale di formazione pratica (CFP).

2 Il certificato federale di formazione pratica conferisce il diritto di avvalersi del titolo legalmente protetto di «operatrice in orologeria CFP»/«operatore in orologeria CFP».

3 Se il certificato federale di formazione pratica è stato conseguito mediante procedura di qualificazione con esame finale nel certificato delle note sono riportate:

a.
la nota complessiva;
b.
le note di ogni campo di qualificazione dell’esame finale e, fatto salvo l’articolo 26 capoverso 1, la nota dei luoghi di formazione.

4 Se il certificato federale di formazione pratica è stato conseguito mediante procedura di qualificazione della formazione modulare nel certificato delle note sono riportate:

a.
la nota complessiva;
b.
le note dei moduli e la nota di cultura generale di cui all’articolo 23 capoverso 4.

  Sezione 10: Sviluppo della qualità e organizzazione

Art. 28 Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione del settore dell’orologeria

1 La Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione dei mestieri dell’orologeria (commissione) è composta da:

a.
8–9 rappresentanti della Convention patronale de l’industrie horlogèresuisse (CP);
b.
almeno 3 rappresentanti dei docenti di materie professionali;
c.
almeno un rappresentante della Confederazione e uno dei Cantoni.

2 Le regioni linguistiche sono adeguatamente rappresentate.

3 Gli orientamenti delle professioni di competenza della commissione sono rappresentati.

4 La commissione si autocostituisce.

5 Essa svolge in particolare i seguenti compiti:

a.
verifica costantemente, ma almeno ogni cinque anni, l’ordinanza sulla formazione professionale di base e il piano di formazione in relazione agli sviluppi economici, tecnologici, ecologici e didattici. Nella verifica tiene conto di eventuali nuovi aspetti organizzativi della formazione professionale di base;
b.
chiede alla competente organizzazione del mondo del lavoro di presentare alla SEFRI domanda di modifica dell’ordinanza sulla formazione professionale di base, qualora gli sviluppi osservati lo rendano necessario;
c.
chiede all’organizzazione del mondo del lavoro l’adeguamento del piano di formazione, qualora gli sviluppi osservati lo rendano necessario;
d.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la validazione degli apprendimenti acquisiti;
e.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base, in particolare sulle disposizioni esecutive concernenti le procedure di qualificazione.
Art. 29 Organizzazione e responsabili dei corsi interaziendali

1 È responsabile dei corsi interaziendali la Convention patronale de l’industrie horlogère suisse (CP).

2 In collaborazione con le organizzazioni del mondo del lavoro competenti, i Cantoni possono delegare a un altro ente responsabile lo svolgimento dei corsi interaziendali, in particolare se non sono più garantiti la qualità o lo svolgimento degli stessi.

3 I Cantoni disciplinano con l’ente responsabile l’organizzazione e lo svolgimento dei corsi interaziendali.

4 Le autorità cantonali competenti hanno il diritto di accedere ai corsi in qualsiasi momento.


  Sezione 11: Disposizioni finali

Art. 30 Abrogazione di altri atti normativi

1 È abrogata l’ordinanza della SEFRI del 18 dicembre 20091 sulla formazione professionale di base Operatrice in orologeria/Operatore in orologeria con certificato federale di formazione pratica (CFP).

2 È revocata l’approvazione del piano di formazione Operatrice in orologeria/ Operatore in orologeria del 12 dicembre 2009.


Art. 31 Disposizioni transitorie

1 Le persone che hanno iniziato la formazione di operatore in orologeria prima del 1° marzo 2015 la portano a termine in base al diritto anteriore.

2 Chi ripete la procedura di qualificazione con esame finale per operatore in orologeria CFP entro il 31 dicembre 2018 viene valutato, su richiesta, in base al diritto anteriore.

3 Chi ripete l’ultimo modulo di specializzazione della formazione modulare di operatore in orologeria entro il 31 dicembre 2020 viene valutato, su richiesta, in base al diritto anteriore.

Art. 32 Entrata in vigore

1 Fatte salve le disposizioni del capoverso 2, la presente ordinanza entra in vigore il 1° aprile 2015.

2 Le disposizioni concernenti le procedure di qualificazione, le attestazioni e il titolo (art. 18–27) entrano in vigore il 1° gennaio 2017.


1 RS 412.102 RS 412.1013 RS 822.1154 Nuovo testo giusta il n. I 93 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


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