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412.101.220.81

Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Berufsfeld «Verkehrswegbau» mit eidgenössischem Berufsattest (EBA)

vom 1. November 2013 (Stand am 1. Januar 2018)

51422

Gleisbaupraktikerin EBA/Gleisbaupraktiker EBA

Assistante-constructrice de voies ferrées AFP/

Assistant-constructeur de voies ferrées AFP

Addetta alla costruzione di binari CFP/

Addetto alla costruzione di binari CFP

51423

Grundbaupraktikerin EBA/Grundbaupraktiker EBA

Assistante-constructrice de fondations AFP/

Assistant-constructeur de fondations AFP

Addetta sondatrice CFP/Addetto sondatore CFP

51424

Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktikerin EBA/

Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker EBA

Assistante-constructrice de sols industriels et de chapes AFP/

Assistant-constructeur de sols industriels et de chapes AFP

Addetta alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP/

Addetto alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP

51425

Steinsetzerin EBA/Steinsetzer EBA

Poseuse de pierres AFP/Poseur de pierres AFP

Posatrice di pietre CFP/Posatore di pietre CFP

51426

Strassenbaupraktikerin EBA/Strassenbaupraktiker EBA

Assistante-constructrice de routes AFP/

Assistant-constructeur de routes AFP

Addetta alla costruzione stradale CFP/

Addetto alla costruzione stradale CFP

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI),

gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20021, auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20032 (BBV) und auf Artikel 4 Absatz 4 der Jugendarbeitsschutzverordnung vom 28. September 20073 (ArGV 5),

verordnet:4

  1. Abschnitt: Gegenstand und Dauer

Art. 1 Berufsbezeichnungen und Berufsbild

1 Die Berufsbezeichnungen im Berufsfeld Verkehrswegbau auf Stufe EBA sind:

a.
Gleisbaupraktikerin EBA/Gleisbaupraktiker EBA;
b.
Grundbaupraktikerin EBA/Grundbaupraktiker EBA;
c.
Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktikerin EBA/Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker EBA;
d.
Steinsetzerin EBA/Steinsetzer EBA;
e.
Strassenbaupraktikerin EBA/Strassenbaupraktiker EBA.

2 Fachleute im Berufsfeld Verkehrswegbau auf Stufe EBA beherrschen namentlich die folgenden Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen aus:

a.
Sie unterstützen die Erstellung und Gestaltung sowie die Instandhaltung und dem Unterhalt von Verkehrswegen und deren Infrastruktur und führen im Interesse von Wirtschaft und Gesellschaft allgemeine Arbeiten im Verkehrswegbau aus.
b.
Sie unterstützen die Organisation der Arbeiten auf den Arbeits- und Baustellen, führen sie gemäss betrieblichen und gesetzlichen Vorgaben qualitätsbewusst, umweltgerecht und nachhaltig aus und gewährleisten dabei die Arbeitssicherheit sowie den Gesundheitsschutz und den Umweltschutz.
c.
Gleisbaupraktikerinnen EBA und Gleisbaupraktiker EBA tragen dazu bei, dass Personen und Güter auf einem sicheren Schienennetz transportiert werden können und helfen mit, Weichen und Gleise zu wechseln oder neue Bahnstrecken zu bauen. Sie bauen Gleise auf Schottersteinen oder auf Beton und führen Betonier- oder Umgebungsarbeiten aus.
d.
Grundbaupraktikerinnen EBA und Grundbaupraktiker EBA tragen dazu bei, dass der Untergrund, auf dem später ein Gebäude oder ein Verkehrsweg gebaut wird, tragfähig und sicher ist. Sie helfen mit, den Boden zu verfestigen und unterstützen das Sichern von Baugruben und das Beachten des Grundwasserspiegels.
e.
Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktikerinnen EBA sowie Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker EBA helfen mit, Industrie- und Unterlagsböden in Fabrikhallen und Lagerhäusern sowie Bodenbeläge als Unterlage für den Teppich, das Parkett oder andere Bodenbeläge in öffentlichen und privaten Bauten zu erstellen.
f.
Steinsetzerinnen EBA und Steinsetzer EBA tragen dazu bei, Altstädte, Vorplätze, Parkanlagen, Gärten, Strassenränder, Verkehrsteiler oder Gehwege mit ihren Pflästerungen zu verschönern und wenden dabei unterschiedlichste Verlegearten an. Sie helfen mit, Schächte, Randabschlüsse sowie Strasseneinfassungen zu setzen oder kleine Betonarbeiten auszuführen.
g.
Strassenbaupraktikerinnen EBA und Strassenbaupraktiker EBA helfen mit, Fahrbahnen aller Art zu erstellen, Asphaltbeläge einzubauen, Plätze und Trottoirs sowie Rad- und Fusswege, kleine Mauern und Treppen, Strassenkreisel und Verkehrsinseln zu erstellen, Stromleitungen und Wasserrohre in den Boden zu verlegen und Schächte zu setzen.
Art. 2 Dauer und Beginn

1 Die berufliche Grundbildung im Berufsfeld Verkehrswegbau auf Stufe EBA dauert 2 Jahre.

2 Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.


  2. Abschnitt: Ziele und Anforderungen

Art. 3 Grundsätze

1 Die Ziele und die Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen, gruppiert nach Handlungskompetenzbereichen, festgelegt.

2 Die Handlungskompetenzen umfassen Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen.

3 Beim Aufbau der Handlungskompetenzen arbeiten alle Lernorte zusammen. Sie koordinieren die Inhalte der Ausbildung und der Qualifikationsverfahren.

Art. 4 Handlungskompetenzen

Die Ausbildung umfasst in den folgenden Handlungskompetenzbereichen die nachstehenden Handlungskompetenzen. Der Aufbau der Handlungskompetenzen in den Handlungskompetenzbereichen a und b ist für alle Berufe im Berufsfeld Verkehrswegbau auf Stufe EBA verbindlich. Der Aufbau der übrigen Handlungskompetenzen ist spezifisch für die einzelnen Berufe:

a.
Organisieren der Arbeiten und Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz sowie Umweltschutz:
1.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz konsequent umsetzen,
2.
eigene Arbeiten gemäss Vorgaben selbstständig vorbereiten,
3.
eigene Arbeiten gemäss betrieblichen Vorgaben qualitätsbewusst und umweltgerecht ausführen,
4.
eigene Arbeiten selbstständig für Dritte nachvollziehbar dokumentieren,
5.
Kleinmaschinen, Geräte und Werkzeuge bedienen;
b.
Ausführen allgemeiner Arbeiten im Verkehrswegbau:
1.
Eigene Arbeitsstelle gemäss Vorgaben betriebsbereit einrichten,
2.
einfache Objekte im Team einmessen und abstecken,
3.
eigene Arbeitsstelle selbstständig abräumen;
c.
Ausführen von Gleisbauarbeiten:
1.
beim Verlegen und Montieren von Gleisen und Weichen im Team mitarbeiten,
2.
beim Unterhalt an Gleisen und Weichen im Team mitarbeiten,
3.
bei Umgebungsarbeiten im Team mitarbeiten;
d.
Ausführen von Grundbauarbeiten:
1.
beim Fassen und Absenken von Grundwasser im Team mitarbeiten,
2.
bei Baugrubenabschlüssen, Aussteifungen und Spritzbetonarbeiten im Team mitarbeiten,
3.
bei Anker-, Vernagelungs- und Injektionsarbeiten im Team mitarbeiten,
4.
bei Pfahl- und Jettingarbeiten im Team mitarbeiten;
e.
Ausführen von Arbeiten an schwimmenden Estrichen und Industrieböden:
1.
beim Vorbereiten des Untergrunds im Team mitarbeiten,
2.
beim Erstellen von schwimmenden Estrichen auf Feuchtigkeitsisolationen, Trennlagen und Dämmschichten im Team mitarbeiten,
3.
beim Erstellen von Industrieböden im Team mitarbeiten,
4.
beim Erstellen von Fugen, Abschlussprofilen und Nebenarbeiten im Team mitarbeiten,
f.
Ausführen von Steinsetzerarbeiten:
1.
beim Erstellen von Randabschlüssen und Einfassungen im Team mitarbeiten,
2.
beim Erstellen von Flächenpflästerungen im Team mitarbeiten,
3.
beim Erstellen von Natursteinplattenbelägen im Team mitarbeiten,
4.
beim Unterhalten und Sanieren von Pflästerungen im Team mitarbeiten;
g.
Ausführen von Strassenbauarbeiten
1.
bei Aushubarbeiten, Schüttungen, Hinterfüllungen und beim Erstellen des Planums im Team mitarbeiten,
2.
beim Erstellen von Entwässerungen, Kanalisationen und Werkleitungen im Team mitarbeiten,
3.
beim Erstellen des Strassenoberbaus im Team mitarbeiten,
4.
beim Erstellen von Randabschlüssen sowie Verlegen von Betonverbund- und Betonformsteinen im Team mitarbeiten,
5.
beim Einbauen und Verdichten von bitumenhaltigen Belägen im Team mitarbeiten,
6.
beim Sanieren von bitumenhaltigen Belägen im Team mitarbeiten.

  3. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

Art. 51

1 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn und während der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz, insbesondere zur Gefahrenkommunikation (Gefahrensymbole, Piktogramme, Gebotszeichen) in diesen drei Bereichen, ab und erklären sie ihnen.

2 Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt.

3 Den Lernenden wird an allen Lernorten das Wissen über nachhaltige Entwicklung, insbesondere über den Ausgleich zwischen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen, vermittelt.

4 In Abweichung von Artikel 4 Absatz 1 ArGV 5 und gemäss den Vorgaben nach Artikel 4 Absatz 4 ArGV 5 können die Lernenden entsprechend ihrem Ausbildungsstand für die im Anhang zum Bildungsplan aufgeführten Arbeiten herangezogen werden.

5 Voraussetzung für einen Einsatz nach Absatz 4 ist, dass die Lernenden entsprechend den erhöhten Gefährdungen ausgebildet, angeleitet und überwacht werden; diese besonderen Vorkehrungen werden im Anhang zum Bildungsplan als begleitende Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes festgelegt.


1 Fassung gemäss Ziff. II 56 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


  4. Abschnitt: Umfang der Bildung an den einzelnen Lernorten und Unterrichtssprache

Art. 6 Bildung in beruflicher Praxis im Betrieb und an vergleichbaren Lernorten

Die Bildung in beruflicher Praxis im Betrieb umfasst über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung im Durchschnitt 4 Tage pro Woche.

Art. 7 Berufsfachschule

1 Der obligatorische Unterricht an der Berufsfachschule umfasst 720 Lektionen. Diese teilen sich gemäss nachfolgender Tabelle auf:

Unterricht

1. Lehrjahr

2. Lehrjahr

Total

a.
Berufskenntnisse
Organisieren der Arbeiten und Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz sowie Umweltschutz

40

40

80

Ausführen allgemeiner Arbeiten im Verkehrswegbau

40

40

80

berufsspezifische Handlungskompetenzbereiche

120

120

240

Total

200

200

400

b.
Allgemeinbildung

120

120

240

c.
Sport

40

40

80

Total Lektionen

360

360

720

2 Geringfügige Abweichungen der vorgegebenen Anzahl Lektionen pro Lehrjahr innerhalb eines Handlungskompetenzbereichs sind in Absprache mit den zuständigen kantonalen Behörden und den zuständigen Organisationen der Arbeitswelt möglich.

3 Für den allgemeinbildenden Unterricht gilt die Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

4 Unterrichtssprache ist in der Regel die Landessprache des Schulortes.

5 Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulortes und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen.

6 Die Kantone können andere Unterrichtssprachen zulassen.


Art. 8 Überbetriebliche Kurse

1 Die überbetrieblichen Kurse umfassen je nach Beruf im Berufsfeld Verkehrswegbau auf Stufe EBA 20-35 Tage zu acht Stunden.

2 Die Tage und die Inhalte sind wie folgt auf 4–6 überbetriebliche Kurse aufgeteilt:

a.
Berufsübergreifende überbetriebliche Kurse für alle Berufe:

Kurs

Handlungskompetenzbereiche

Inhalte

LJ

Tage

A1

Organisieren der Arbeiten und Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz sowie Umweltschutz

Ausführen allgemeiner Arbeiten im Verkehrswegbau

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Arbeitsstellen vorbereiten
Arbeitsstellen einrichten und abräumen
Arbeiten qualitätsbewusst, umweltgerecht und nachhaltig ausführen
Objekte einmessen und abstecken

1.

5

A2

Organisieren der Arbeiten und Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz sowie Umweltschutz

Ausführen allgemeiner Arbeiten im Verkehrswegbau

Maschinen, Geräte und Werkzeuge bedienen und warten
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Objekte einmessen und abstecken

1.

5

Total Tage

10

b.
Berufsspezifische überbetriebliche Kurse für Gleisbaupraktikerin und Gleisbaupraktiker EBA:

Kurs

Handlungskompetenzbereiche

Inhalte

LJ

Tage

GLBP1

Ausführen von Gleisbauarbeiten

Gleise und Weichen montieren

1.

5

GLBP2

Ausführen von Gleisbauarbeiten

Gleise und Weichen unterhalten
Umgebungsarbeiten

2.

5

Total Tage

10

c.
Berufsspezifische überbetriebliche Kurse für Grundbaupraktikerin und Grundbaupraktiker EBA:

Kurs

Handlungskompetenzbereiche

Inhalte

LJ

Tage

GRBP1

Ausführen von Grundbauarbeiten

Grundwasserfassung/-absenkung
Baugrubenabschlüsse, Aussteifungen, Spritzbetonarbeiten

1.

5

GRBP2

Ausführen von Grundbauarbeiten

Anker-, Vernagelungs-, Injektions-arbeiten
Pfahl- und Jettingarbeiten

2.

5

Total Tage

10

d.
Berufsspezifische überbetriebliche Kurse für Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktikerin und -praktiker EBA:

Kurs

Handlungskompetenzbereiche

Inhalte

LJ

Tage

IUBP1

Ausführen von Arbeiten an schwimmenden Estrichen und Industrie-böden

Schwimmende Estriche
Untergrundprüfung/-vorbereitung
Fugen, Abschlussprofile, Nebenarbeiten
Schwimmende Estriche und Industrieböden erstellen

1.

5

IUBP2

Ausführen von Arbeiten an schwimmenden Estrichen und Industrie-böden

Zementöse und Magnesiabeläge
Untergrundprüfung/-vorbereitung
Fugen, Abschlussprofile, Nebenarbeiten
Schwimmende Estriche und Industrieböden erstellen

1.

5

IUBP3

Ausführen von Arbeiten an schwimmenden Estrichen und Industrie-böden

Kunstharzbeläge
Untergrundprüfung/-vorbereitung
Fugen, Abschlussprofile, Nebenarbeiten
Schwimmende Estriche und Industrieböden erstellen

2.

10

IUBP4

Ausführen von Arbeiten an schwimmenden Estrichen und Industrie-böden

Zement-Kunstharzbeläge
Untergrundprüfung/-vorbereitung
Fugen, Abschlussprofile, Nebenarbeiten
Schwimmende Estriche und Industrieböden erstellen

2.

5

Total Tage

25

e.
Berufsspezifische überbetriebliche Kurse für Steinsetzerin und Steinsetzer EBA:

Kurs

Handlungskompetenzbereiche

Inhalte

LJ

Tage

STS1

Ausführen von Steinsetzerarbeiten

Ausführen von Strassenbauarbeiten

Absteckungen
Flächenpflästerungen
Unterhalt und Sanierung
Randabschlüsse
1.
10

STS2

Ausführen von Steinsetzerarbeiten

Ausführen von Strassenbauarbeiten

Absteckungen
Flächenpflästerungen
Randabschlüsse
1.
5

STS3

Ausführen von Steinsetzerarbeiten

Ausführen von Strassenbauarbeiten

Absteckungen
Flächenpflästerungen
Natursteinplattenbeläge
Randabschlüsse
2.
5

Total Tage

20

f.
Berufsspezifische Kurse für Strassenbaupraktikerin und Strassenbaupraktiker EBA:

Kurs

Handlungskompetenzbereiche

Inhalte

LJ

Tage

STBP1

Ausführen von Strassenbauarbeiten

Aushubarbeiten von Hand, Schüttungen, Hinterfüllungen
Entwässerungen, Kanalisationen, Werkleitungen
1.
5

STBP2

Ausführen von Strassenbauarbeiten

Randabschlüsse, Betonverbund- und Betonformsteine
1.
5

STBP3

Ausführen von Strassenbauarbeiten

Fundationsschichten, Planie
bitumenhaltige Beläge einbauen
2.
5

STBP4

Ausführen von Strassenbauarbeiten

bitumenhaltige Beläge einbauen und sanieren
2.
5

Total Tage

20

3 Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.


  5. Abschnitt: Bildungsplan

Art. 9

1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von der zuständigen Organisation der Arbeitswelt erlassen wird und vom SBFI genehmigt ist.

2 Der Bildungsplan hat folgenden Inhalt:

a.
Er enthält das Qualifikationsprofil; dieses besteht aus:
1.
dem Berufsbild;
2.
der Übersicht der Handlungskompetenzbereiche und der Handlungskompetenzen;
3.
dem Anforderungsniveau des Berufes.
b.
Er führt die Inhalte der Grundbildung sowie die Bestimmungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz aus und bestimmt, an welchen Lernorten welche Handlungskompetenzen vermittelt und gelernt werden.

3 Dem Bildungsplan angefügt ist das Verzeichnis der Instrumente zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung mit Angabe der Bezugsquelle.


  6. Abschnitt: Mindestanforderungen an die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner und Höchstzahl der Lernenden im Betrieb

Art. 10 Fachliche Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner

Die fachlichen Mindestanforderungen im Sinne von Artikel 44 Absatz 1 Buchstaben a und b BBV an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:

a.
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis im Berufsfeld Verkehrswegbau mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
b.
gelernte Gleisbauerin/gelernter Gleisbauer, gelernte Grundbauerin/gelernter Grundbauer, gelernte Industrie- und Unterlagsbodenbauerin/gelernter Industrie- und Unterlagsbodenbauer, gelernte Pflästerin/gelernter Pflästerer, gelernte Strassenbauerin/gelernter Strassenbauer mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
c.
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich des Berufsfeldes Verkehrswegbau auf Stufe EFZ und mit mindestens 5 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
d.
einschlägiger Abschluss der höheren Berufsbildung;
e.
einschlägiger Hochschulabschluss mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet.
Art. 11 Höchstzahl der Lernenden

1 Betriebe, welche eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner zu 100 Prozent oder zwei Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigen, dürfen eine lernende Person ausbilden.

2 Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 100 Prozent oder von 2 Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden.

3 Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, ein eidgenössisches Berufsattest oder über eine gleichwertige Qualifikation verfügt.

4 In Betrieben, die nur eine lernende Person ausbilden dürfen, kann eine zweite lernende Person ihre Bildung beginnen, wenn die erste in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung eintritt.

5 In besonderen Fällen kann die kantonale Behörde einem Betrieb, der seit mehreren Jahren Lernende mit überdurchschnittlichem Erfolg ausgebildet hat, die Überschreitung der Höchstzahl der Lernenden bewilligen.


  7. Abschnitt: Lerndokumentation, Bildungsbericht und Leistungsdokumentationen

Art. 12 Lerndokumentation

1 Die lernende Person führt während der Bildung in beruflicher Praxis eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten im Zusammenhang mit den zu erwerbenden Handlungskompetenzen festhält.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet die Lerndokumentation mindestens einmal pro Semester. Sie oder er bespricht sie mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person.

Art. 13 Bildungsbericht

1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest. Sie oder er stützt sich dabei auf die Leistungen in der beruflichen Praxis und auf Rückmeldungen über die Leistungen in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen. Sie oder er bespricht den Bildungsbericht mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner und die lernende Person vereinbaren wenn nötig Massnahmen zum Erreichen der Bildungsziele und setzen dafür Fristen. Sie halten die getroffenen Entscheide und Massnahmen schriftlich fest.

3 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner überprüft die Wirkung der vereinbarten Massnahmen nach der gesetzten Frist und hält den Befund im Bildungsbericht fest.

4 Werden die Ziele der vereinbarten Massnahmen nicht erreicht oder ist der Ausbildungserfolg gefährdet, teilt die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner dies den Vertragsparteien und der kantonalen Behörde schriftlich mit.

Art. 14 Leistungsdokumentation in der Berufsfachschule

Die Berufsfachschulen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Handlungskompetenzbereichen und in der Allgemeinbildung und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.

Art. 15 Leistungsdokumentation in den überbetrieblichen Kursen

1 Die Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentieren die Leistungen der Lernenden in Form eines Kompetenznachweises für jeden überbetrieblichen Kurs.

2 Die Kompetenznachweise werden in Noten ausgedrückt. Diese fliessen ein in die Berechnung der Erfahrungsnote.


  8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren

Art. 16 Zulassung

Zu den Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung absolviert hat:

a.
nach den Bestimmungen dieser Verordnung;
b.
in einer vom Kanton dafür anerkannten Bildungsinstitution; oder
c.
ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und:
1.
die nach Artikel 32 BBV erforderliche Erfahrung erworben hat,
2.
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens 3 Jahre im Bereich des angestrebten Berufes erworben hat, und
3.
glaubhaft macht, den Anforderungen der jeweiligen Qualifikationsverfahren gewachsen zu sein.
Art. 17 Gegenstand

In den Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen nach Artikel 4 erworben worden sind.

Art. 18 Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens mit Abschlussprüfung

1 Im Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung werden die Handlungskompetenzen in den nachstehenden Qualifikationsbereichen wie folgt geprüft:

a.
Praktische Arbeit: Praktische Arbeit, als vorgegebene praktische Arbeit (VPA) im Umfang von 8–22 Stunden. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden. Der Qualifikationsbereich umfasst die folgenden Handlungskompetenzbereiche mit den nachstehenden Gewichtungen:

Position

Handlungskompetenzbereiche

Gewichtung

1

Organisieren der Arbeiten und Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz sowie Umweltschutz

20 %

2

Ausführen allgemeiner Arbeiten im Verkehrswegbau

10 %

3

Ausführen von berufsspezifischen Arbeiten

70 %

Die vorgegebene praktische Arbeit dauert:
1.
für Gleisbaupraktiker/in EBA 8 Stunden,
2.
für Grundbaupraktiker/in EBA 8 Stunden,
3.
für Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker/in EBA 22 Stunden,
4.
für Steinsetzer/in EBA 18 Stunden, und
5.
für Strassenbaupraktiker/in EBA 18 Stunden.
b.
Berufskenntnisse, im Umfang von 1.5 Stunden. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Der Qualifikationsbereich Berufskenntnisse umfasst die folgenden Handlungskompetenzbereiche und Prüfungsformen mit den nachstehenden Gewichtungen:

Position

Handlungskompetenzbereiche

Prüfungsform/Dauer

Gewichtung

schriftlich

mündlich

1

Organisieren der Arbeiten und Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz sowie Umweltschutz

Ausführen allgemeiner Arbeiten im Verkehrswegbau

30 Min.

30 %

2

Ausführen von berufsspezifischen Arbeiten

30 Min.

30 Min.

70 %

c.
Allgemeinbildung. Der Qualifikationsbereich richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

2 In jedem Qualifikationsbereich beurteilen mindestens zwei Prüfungsexpertinnen oder -experten die Leistungen.


Art. 19 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung

1 Das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung ist bestanden, wenn:

a.
der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mindestens mit der Note 4 bewertet wird; und
b.
die Gesamtnote mindestens 4 beträgt.

2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der gewichteten Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung und der gewichteten Erfahrungsnote.

3 Die Erfahrungsnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus der Summe der Noten für:

a.
den Unterricht in den Berufskenntnissen;
b.
die überbetrieblichen Kurse.

4 Die Note für den Unterricht in den Berufskenntnissen ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der vier Semesterzeugnisnoten.

5 Die Note für die überbetrieblichen Kurse ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der benoteten Kompetenznachweise der jeweiligen Berufe.

6 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
praktische Arbeit: 40 %;
b.
Berufskenntnisse: 20 %;
c.
Allgemeinbildung: 20 %;
d.
Erfahrungsnote: 20 %.
Art. 20 Wiederholungen

1 Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV.

2 Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen.

3 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch des Unterrichts in den Berufskenntnissen wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der Unterricht in den Berufskenntnissen während mindestens zwei Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

4 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch von überbetrieblichen Kursen wiederholt, so wird die bisherige Note beibehalten. Werden die letzten zwei bewerteten überbetrieblichen Kurse wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

Art. 21 Spezialfall

1 Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und die Abschlussprüfung nach dieser Verordnung absolviert, so entfällt die Erfahrungsnote.

2 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
praktische Arbeit: 50 %;
b.
Berufskenntnisse: 30 %;
c.
Allgemeinbildung: 20 %.

  9. Abschnitt: Ausweise und Titel

Art. 22

1 Wer ein Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Berufsattest (EBA).

2 Das Berufsattest berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel im erlernten Beruf wie folgt zu führen.

a.
«Gleisbaupraktikerin EBA» oder «Gleisbaupraktiker EBA»;
b.
«Grundbaupraktikerin EBA» oder «Grundbaupraktiker EBA»;
c.
«Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktikerin EBA» oder «Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker EBA»;
d.
«Steinsetzerin EBA» oder «Steinsetzer EBA»; oder
e.
«Strassenbaupraktikerin EBA» oder «Strassenbaupraktiker EBA».

3 Ist das Berufsattest mittels Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung erworben worden, so werden im Notenausweis aufgeführt:

a.
die Gesamtnote;
b.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie, unter dem Vorbehalt von Artikel 21 Absatz 1, die Erfahrungsnote.

  10. Abschnitt: Qualitätsentwicklung und Organisation

Art. 23 Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für das Berufsfeld Verkehrswegbau

1 Die schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für das Berufsfeld Verkehrswegbau setzt sich zusammen aus:

a.
3–4 Vertreterinnen oder Vertretern des Fachverbands Infra (FV Infra);
b.
1 Vertreterin oder 1 Vertreter der Trägerschaft für die Gleisbaulehre im
c.
Berufsfeld Verkehrswegbau;
d.
1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Verbandes PAVIDENSA;
e.
1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Verbandes Schweizerischer Pflästerermeister (VSP);
f.
1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Sozialpartners (Unia);
g.
3 Vertreterinnen oder Vertretern der Fachlehrerschaft;
h.
je mindestens 1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Bundes und der Kantone.

2 Alle Berufe im Berufsfeld Verkehrswegbau müssen vertreten sein.

3 Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein.

4 Die Kommission konstituiert sich selbst.

5 Sie hat insbesondere folgende Aufgaben:

a.
Sie überprüft die Bildungsverordnung und den Bildungsplan laufend, mindestens aber alle fünf Jahre, auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen. Dabei berücksichtigt sie allfällige neue organisatorische Aspekte der beruflichen Grundbildung;
b.
Sie ersucht die zuständige Organisation der Arbeitswelt, dem SBFI Änderungen der Verordnung zu beantragen, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Änderung der Verordnung erfordern;
c.
Sie stellt der zuständigen Organisation der Arbeitswelt Antrag auf Anpassung des Bildungsplans, sofern die beobachteten Entwicklungen eine Anpassung des Bildungsplans erfordern;
d.
Sie nimmt Stellung zu den Instrumenten für die Validierung von Bildungsleistungen;
e.
Sie nimmt Stellung zu Instrumenten zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung, insbesondere zu den Ausführungsbestimmungen über die Qualifikationsverfahren.
Art. 24 Trägerschaft und Organisation der überbetrieblichen Kurse

1 Träger für die überbetrieblichen Kurse ist der Fachverband Infra in Zusammenarbeit mit den beteiligten Berufsverbänden oder paritätischen Kommissionen.

2 Die Kantone können die Durchführung der überbetrieblichen Kurse unter Mitwirkung der zuständigen Organisationen der Arbeitswelt einer anderen Trägerschaft übertragen, namentlich wenn die Qualität oder die Durchführung der überbetrieblichen Kurse nicht mehr gewährleistet ist.

3 Die Kantone regeln mit der Trägerschaft die Organisation und Durchführung der überbetrieblichen Kurse.

4 Die zuständigen Behörden der Kantone haben jederzeit Zutritt zu den Kursen.


  11. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 25 Aufhebung bisherigen Rechts

1 Die Verordnung des SBFI vom 18. Dezember 20071 über die berufliche Grundbildung Berufsfeld «Verkehrswegbau» wird aufgehoben.

2 Die Genehmigung des Bildungsplans Berufsfeld «Verkehrswegbau» vom 18. Dezember 2007 wird widerrufen.


Art. 26 Übergangsbestimmungen

1 Lernende, die ihre Bildung im Berufsfeld Verkehrswegbau vor dem 1. Januar 2014 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.

2 Wer die Lehrabschlussprüfung im Berufsfeld Verkehrswegbau bis zum 31. Dezember 2017 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.

Art. 27 Inkrafttreten

1 Diese Verordnung tritt unter Vorbehalt von Absatz 2 am 1. Januar 2014 in Kraft.

2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 16–22) treten am 1. Januar 2016 in Kraft.


1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 56 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


Index

412.101.220.81

Ordinanza della SEFRI sulla formazione professionale di base Campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» con certificato federale di formazione pratica (CFP)

del 1° novembre 2013 (Stato 1° gennaio 2018)

51422

Addetta alla costruzione di binari CFP/

Addetto alla costruzione di binari CFP

Gleisbaupraktikerin EBA/Gleisbaupraktiker EBA

Assistante-constructrice de voies ferrées AFP/

Assistant-constructeur de voies ferrées AFP

51423

Addetta sondatrice CFP/Addetto sondatore CFP

Grundbaupraktikerin EBA/Grundbaupraktiker EBA

Assistante-constructrice de fondations AFP/

Assistant-constructeur de fondations AFP

51424

Addetta alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP/

Addetto alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP

Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktikerin EBA/

Industrie- und Unterlagsbodenbaupraktiker EBA

Assistante-constructrice de sols industriels et de chapes AFP/

Assistant-constructeur de sols industriels et de chapes AFP

51425

Posatrice di pietre CFP/Posatore di pietre CFP

Steinsetzerin EBA/Steinsetzer EBA

Poseuse de pierres AFP/Poseur de pierres AFP

51426

Addetta alla costruzione stradale CFP/

Addetto alla costruzione stradale CFP

Strassenbaupraktikerin EBA/Strassenbaupraktiker EBA

Assistante-constructrice de routes AFP/

Assistant-constructeur de routes AFP

La Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI),

visto l’articolo 19 della legge del 13 dicembre 20021 sulla formazione professionale; visto l’articolo 12 dell’ordinanza del 19 novembre 20032 sulla formazione professionale (OFPr); visto l’articolo 4 capoverso 4 dell’ordinanza del 28 settembre 20073 sulla protezione dei giovani lavoratori (OLL 5),

ordina:4

  Sezione 1: Oggetto e durata

Art. 1 Denominazioni e profilo professionale

1 Le denominazioni professionali nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» di livello CFP sono:

a.
Addetta alla costruzione di binari CFP/Addetto alla costruzione di binari CFP;
b.
Addetta sondatrice CFP/Addetto sondatore CFP;
c.
Addetta alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP/Addetto alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP;
d.
Posatrice di pietre CFP/Posatore di pietre CFP;
e.
Addetta alla costruzione stradale CFP/Addetto alla costruttore stradale CFP.

2 I professionisti del campo «Costruzione delle vie di traffico» di livello CFP svolgono, in particolare, le seguenti attività e si contraddistinguono per le seguenti conoscenze, capacità e comportamenti:

a.
partecipano all’ideazione, realizzazione, cura e manutenzione delle vie di traffico e della loro infrastruttura e dirigono lavori riguardanti la costruzione delle vie di traffico nell’interesse dell’economia e della società;
b.
partecipano all’organizzazione delle attività nei luoghi di lavoro e nei cantieri e operano in modo attento alla qualità, ecocompatibile e sostenibile secondo le prescrizioni aziendali e legali, garantendo così la sicurezza sul lavoro, la protezione della salute e dell’ambiente;
c.
gli addetti alla costruzione di binari CFP contribuiscono a rendere sicure le reti ferroviarie per il trasporto di persone e merci e partecipano alla sostituzione di scambi e binari e alla costruzione di nuove tratte ferroviarie. Costruiscono binari in ghiaia o in cemento ed eseguono lavori paesaggistici e opere in calcestruzzo;
d.
gli addetti sondatori CFP contribuiscono a rendere il sottofondo solido e sicuro per la costruzione di edifici o vie di traffico. Collaborano alla preparazione del terreno e partecipano alla messa in sicurezza degli scavi di fondazione e al controllo della falda;
e.
gli addetti alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP collaborano alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali in capannoni industriali e depositi, e di sottopavimenti e rivestimenti a supporto di moquette, parquet o altri tipi di pavimento in edifici pubblici e privati;
f.
i posatori di pietre CFP collaborano ad abbellire la pavimentazione di centri cittadini, spiazzi, parcheggi, giardini, bordi stradali, isole direzionali o marciapiedi utilizzando diverse tecniche di posa. Collaborano alla posa di chiusini, cordoli e bordi stradali o all’esecuzione di piccole opere in calcestruzzo;
g.
gli addetti alla costruzione stradale CFP collaborano alla realizzazione di carreggiate di ogni tipo, asfaltature, piazze, marciapiedi, piste ciclabili e pedonali, muretti, scale, incroci e isole spartitraffico. Posano nei pavimenti condutture elettriche e idriche e collocano chiusini.
Art. 2 Durata e inizio

1 La formazione professionale di base nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» di livello CFP dura due anni.

2 L’inizio della formazione professionale di base segue il calendario della relativa scuola professionale.


  Sezione 2: Obiettivi ed esigenze

Art. 3 Principi

1 Gli obiettivi e le esigenze della formazione professionale di base sono espressi sotto forma di competenze operative raggruppate nei relativi campi.

2 Le competenze operative comprendono competenze professionali, metodologiche, sociali e personali.

3 Tutti i luoghi di formazione collaborano allo sviluppo delle competenze operative. Essi coordinano i contenuti della formazione e delle procedure di qualificazione.

Art. 4 Competenze operative

La formazione prevede, nei seguenti campi di competenze operative, le competenze operative qui elencate. Lo sviluppo delle competenze operative nei campi di competenze operative a e b è obbligatorio per tutte le professioni nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» di livello CFP. Lo sviluppo delle altre competenze operative è specifico per ciascuna professione:

a.
organizzazione del lavoro e garanzia della sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente:
1.
applicare coerentemente la sicurezza sul lavoro e la protezione della salute,
2.
preparare autonomamente i luoghi di lavoro e i cantieri secondo le prescrizioni,
3.
svolgere in modo sostenibile, ecocompatibile e attento alla qualità i lavori secondo le prescrizioni aziendali e legali,
4.
documentare autonomamente i lavori eseguiti in maniera comprensibile a terzi,
5.
utilizzare e manutenere piccoli macchinari, apparecchi e utensili;
b.
esecuzione di lavori generici nel campo «Costruzione delle vie di traffico»:
1.
allestire il proprio posto di lavoro secondo prescrizioni e linee guida in modo che sia pronto per l’avvio,
2.
misurare e picchettare in squadra opere semplici,
3.
riordinare autonomamente il proprio posto di lavoro;
c.
esecuzione di lavori per la costruzione di binari:
1.
collaborare in squadra alla posa e al montaggio di binari e scambi,
2.
collaborare in squadra alla manutenzione di binari e scambi,
3.
collaborare in squadra ai lavori paesaggistici;
d.
esecuzione di lavori da sondatore:
1.
collaborare in squadra agli abbassamenti e alle captazioni di falda,
2.
collaborare in squadra alla realizzazione di sostegni per scavi, sbadacchiature e lavori con calcestruzzo proiettato,
3.
collaborare in squadra ai lavori di ancoraggio, chiodatura e iniezione,
4.
collaborare in squadra ai lavori di palificazione e jetting;
e.
esecuzione di lavori su sottofondi flottanti e pavimenti industriali:
1.
collaborare in squadra alla preparazione del sottofondo,
2.
collaborare in squadra alla posa di sottofondi flottanti su isolamenti e separazioni di diverso tipo,
3.
collaborare in squadra alla posa di pavimenti industriali,
4.
collaborare in squadra alla costruzione di giunti, profilati di chiusura e opere accessorie;
f.
esecuzione di lavori da selciatore:
1.
collaborare in squadra alla realizzazione di delimitazioni,
2.
collaborare in squadra alla realizzazione di selciature piane,
3.
collaborare in squadra alla posa di lastricati in pietra naturale,
4.
collaborare in squadra alla manutenzione e riparazione di selciature;
g.
esecuzione di lavori nella costruzione stradale:
1.
collaborare in squadra alla posa dello strato di fondazione e della plania per la soprastruttura stradale,
2.
collaborare in squadra alla costruzione di drenaggi, canalizzazioni e condutture,
3.
collaborare in squadra alla costruzione della soprastruttura stradale,
4.
collaborare in squadra alla realizzazione di delimitazioni in pietra naturale e in calcestruzzo e alla posa di sagomati in cemento,
5.
collaborare in squadra alla posa e alla compattazione di pavimentazioni bituminose,
6.
collaborare in squadra alla manutenzione di pavimentazioni bituminose.

  Sezione 3: Sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

Art. 51

1 All’inizio e durante la formazione gli operatori forniscono e spiegano alle persone in formazione le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente, in particolare quelle relative alla comunicazione dei pericoli (simboli di pericolo e di obbligo, pittogrammi).

2 Dette prescrizioni e raccomandazioni sono fornite in tutti i luoghi di formazione e considerate nelle procedure di qualificazione.

3 Tutti i luoghi di formazione sensibilizzano le persone in formazione allo sviluppo sostenibile, con particolare attenzione all’equilibrio tra interessi sociali, ecologici ed economici.

4 In deroga all’articolo 4 capoverso 1 OLL 5 e secondo le prescrizioni dell’articolo 4 capoverso 4 OLL 5 è ammesso l’impiego di persone in formazione in conformità con il loro stato di formazione per le attività elencate in allegato al piano di formazione.

5 L’impiego di persone in formazione secondo il capoverso 4 presuppone che dette persone siano formate, istruite e sorvegliate in maniera adeguata al più elevato pericolo d’infortunio; tali precauzioni particolari sono fissate in allegato al piano di formazione sotto forma di misure di accompagnamento riguardanti la sicurezza sul lavoro e la protezione della salute.


1 Nuovo testo giusta il n. II 56 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


  Sezione 4: Durata della formazione in ciascun luogo di formazione e lingua d’insegnamento

Art. 6 Formazione professionale pratica in azienda e in luoghi di formazione equivalenti

La formazione professionale pratica in azienda comprende in media quattro giornate alla settimana per tutta la durata della formazione professionale di base.

Art. 7 Scuola professionale

1 L’insegnamento obbligatorio presso la scuola professionale comprende 720 lezioni. Dette lezioni sono suddivise secondo la tabella seguente:

Insegnamento

1° anno

2° anno

Totale

a.
conoscenze professionali
organizzazione del lavoro e garanzia della sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente
40
40
80
esecuzione di lavori generici nel campo «Costruzione delle vie di traffico»
40
40
80
campi di competenze operative specifici
120
120
240

Totale

200

200

400

b.
cultura generale
120
120
240
c.
sport
40
40
80

Totale delle lezioni

360

360

720

2 D’intesa con le autorità cantonali e le organizzazioni del mondo del lavoro competenti sono ammesse deroghe minime al numero di lezioni prescritte per anno di formazione in un campo di competenze operative.

3 Per gli insegnamenti di cultura generale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

4 La lingua d’insegnamento è di norma la lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola professionale.

5 È raccomandato l’insegnamento bilingue nella lingua nazionale locale e in un’altra lingua nazionale o in inglese.

6 I Cantoni possono autorizzare altre lingue d’insegnamento.


Art. 8 Corsi interaziendali

1 In base alla professione, nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» di livello CFP i corsi interaziendali comprendono da 20 a 35 giornate di otto ore.

2 Le giornate e i contenuti sono ripartiti su 4–6 corsi interaziendali:

a.
corsi interaziendali generali comuni a tutte le professioni:

Corso

Campi di competenze operative

Contenuti

Anno

Giornate

A1

organizzazione del lavoro e garanzia della sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

esecuzione di lavori generici nel campo «Costruzione delle vie di traffico»

sicurezza sul lavoro e protezione della salute
preparazione del luogo di lavoro
allestimento e riordino del luogo di lavoro
svolgimento dei lavori in modo sostenibile, ecocompatibile e attento alla qualità
misurazione e picchettamento di opere semplici

1

5

A2

organizzazione del lavoro e garanzia della sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

esecuzione di lavori generici nel campo «Costruzione delle vie di traffico»

utilizzo e manutenzione di macchinari, apparecchi e utensili
sicurezza sul lavoro e protezione della salute
misurazione e picchettamento di opere semplici

1

5

Totale giornate

10

b.
corsi interaziendali specifici per addetti alla costruzione di binari CFP:

Corso

Campi di competenze operative

Contenuti

Anno

Giornate

GLBP1

esecuzione di lavori per la costruzione di binari

montaggio di binari e scambi

1

5

GLBP2

esecuzione di lavori per la costruzione di binari

manutenzione di binari e scambi
lavori paesaggistici

2

5

Totale giornate

10

c.
corsi interaziendali specifici per addetti sondatori CFP:

Corso

Campi di competenze operative

Contenuti

Anno

Giornate

GRBP1

esecuzione di lavori da sondatore

abbassamenti e captazioni di falda
sostegni per gli scavi, sbadacchiature e lavori con calcestruzzo proiettato

1

5

GRBP2

esecuzione di lavori da sondatore

lavori di ancoraggio, chiodatura e iniezione
lavori di palificazione e jetting

2

5

Totale giornate

10

d.
corsi interaziendali specifici per addetti alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP:

Corso

Campi di competenze operative

Contenuti

Anno

Giornate

IUBP1

esecuzione di lavori su sottofondi flottanti e pavimenti industriali

sottofondi flottanti
verifica e preparazione del sottofondo
giunti, profilati di chiusura e opere accessorie
realizzazione dei sottofondi flottanti e dei pavimenti industriali

1

5

IUBP2

esecuzione di lavori su sottofondi flottanti e pavimenti industriali

pavimentazioni cementizie e magnesiache

verifica e preparazione del sottofondo
giunti, profilati di chiusura e opere accessorie
realizzazione dei sottofondi flottanti e dei pavimenti industriali

1

5

IUBP3

esecuzione di lavori su sottofondi flottanti e pavimenti industriali

pavimentazioni in resina sintetica
verifica e preparazione del sottofondo
giunti, profilati di chiusura e opere accessorie
realizzazione dei sottofondi flottanti e dei pavimenti industriali

2

10

IUBP4

esecuzione di lavori su sottofondi flottanti e pavimenti industriali

pavimentazioni in resina cementizia
verifica e preparazione del sottofondo
giunti, profilati di chiusura e opere accessorie
realizzazione dei sottofondi flottanti e dei pavimenti industriali

2

5

Totale giornate

25

e.
corsi interaziendali specifici per posatori di pietre CFP:

Corso

Campi di competenze operative

Contenuti

Anno

Giornate

STS1

esecuzione di lavori da selciatore

picchetti
selciature piane
manutenzione e riparazione
delimitazioni

1

10

STS2

esecuzione di lavori da selciatore

picchetti
selciature piane
delimitazioni

1

5

STS3

esecuzione di lavori da selciatore

picchetti
selciature piane
lastricati in pietra naturale
delimitazioni

2

5

Totale giornate

20

f.
corsi interaziendali specifici per addetti alla costruzione stradale CFP:

Corso

Campi di competenze operative

Contenuti

Anno

Giornate

STBP1

esecuzione di lavori nella costruzione stradale

lavori manuali di scavo, terrapieni e rinfianchi
drenaggi, canalizzazioni, condutture

1

5

STBP2

esecuzione di lavori nella costruzione stradale

delimitazioni in pietra naturale e in calcestruzzo, sagomati in cemento

1

5

STBP3

esecuzione di lavori nella costruzione stradale

strato di fondazione, plania
posa di pavimentazioni bituminose

2

5

STBP4

esecuzione di lavori nella costruzione stradale

posa e manutenzione di pavimentazioni bituminose

2

5

Totale giornate

20

3 Nell’ultimo semestre della formazione professionale di base non si svolgono corsi interaziendali.


  Sezione 5: Piano di formazione

Art. 9

1 Al momento dell’entrata in vigore della presente ordinanza è disponibile un piano di formazione, emanato dalla competente organizzazione del mondo del lavoro e approvato dalla SEFRI.

2 Il piano di formazione:

a.
contiene il profilo di qualificazione, che comprende:
1.
il profilo professionale;
2.
la tabella delle competenze operative e dei relativi campi;
3.
il livello richiesto per la professione;
b.
riporta i contenuti della formazione di base e le disposizioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente e determina quali competenze operative vengono trasmesse e apprese in ciascun luogo di formazione.

3 Al piano di formazione è allegato l’elenco degli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base con indicazione del centro di distribuzione.


  Sezione 6: Requisiti minimi per i formatori e numero massimo di persone in formazione in azienda

Art. 10 Requisiti professionali minimi richiesti ai formatori

I requisiti professionali minimi ai sensi dell’articolo 44 capoverso 1 lettere a e b OFPr sono soddisfatti se il formatore possiede una delle seguenti qualifiche:

a.
attestato federale di capacità nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» con almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
b.
costruttore di binari qualificato, sondatore qualificato, costruttore di sottofondi e pavimenti industriali qualificato, selciatore qualificato, costruttore stradale qualificato con almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
c.
attestato federale di capacità di una professione affine con le necessarie conoscenze professionali nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» di livello AFC e almeno cinque anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
d.
titolo della formazione professionale superiore in ambito pertinente;
e.
titolo universitario in ambito pertinente e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento.
Art. 11 Numero massimo di persone in formazione

1 Nelle aziende che impiegano un formatore al 100 per cento o due formatori ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione.

2 Per ogni altro specialista occupato al 100 per cento o per ogni due specialisti in più occupati ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione in più.

3 È considerato specialista il titolare di un attestato federale di capacità, di un certificato federale di formazione pratica o di una qualifica equivalente nel campo della persona in formazione.

4 Nelle aziende che possono impiegare solo una persona in formazione una seconda persona può iniziare il tirocinio quando la prima arriva all’ultimo anno della formazione professionale di base.

5 In casi particolari l’autorità cantonale può autorizzare il superamento del numero massimo di persone in formazione nelle aziende di tirocinio che da più anni svolgono la loro funzione di formazione con risultati particolarmente positivi.


  Sezione 7: Documentazione dell’apprendimento, rapporto di formazione e documentazione delle prestazioni

Art. 12 Documentazione dell’apprendimento

1 Nel corso della formazione professionale pratica la persona in formazione tiene una documentazione dell’apprendimento in cui annota regolarmente i principali lavori eseguiti in relazione alle competenze operative da acquisire.

2 Il formatore controlla e firma la documentazione dell’apprendimento almeno una volta al semestre. La discute con la persona in formazione almeno una volta al semestre.

Art. 13 Rapporto di formazione

1 Alla fine di ogni semestre, il formatore rileva in un rapporto il livello raggiunto dalla persona in formazione. Per farlo si basa sulle prestazioni nella formazione professionale pratica e sui resoconti delle prestazioni nella scuola professionale e nei corsi interaziendali. Discute il rapporto con la persona in formazione almeno una volta al semestre.

2 Se necessario, il formatore e la persona in formazione concordano misure per il raggiungimento degli obiettivi di formazione e fissano apposite scadenze. Le misure e le decisioni adottate vengono messe per iscritto.

3 Dopo la scadenza prefissata il formatore verifica l’efficacia delle misure concordate e riporta l’esito nel rapporto di formazione.

4 Se gli obiettivi non sono stati raggiunti o se è a rischio il buon esito della formazione, il formatore lo comunica per iscritto alle parti contraenti e all’autorità cantonale.

Art. 14 Documentazione delle prestazioni nella scuola professionale

Le scuole professionali documentano le prestazioni delle persone in formazione nei campi di competenze operative in cui è svolto l’insegnamento e nella cultura generale e consegnano alle persone in formazione una pagella alla fine di ogni semestre.

Art. 15 Documentazione delle prestazioni nei corsi interaziendali

1 Gli operatori dei corsi interaziendali documentano le prestazioni delle persone in formazione mediante controlli delle competenze per ogni corso interaziendale.

2 I controlli delle competenze vengono espressi in note. Queste confluiscono nel calcolo della nota dei luoghi di formazione.


  Sezione 8: Procedure di qualificazione

Art. 16 Ammissione

È ammesso alle procedure di qualificazione chi ha assolto la formazione professionale di base:

a.
secondo le disposizioni della presente ordinanza;
b.
in un istituto di formazione riconosciuto dal Cantone; o
c.
al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato, se
1.
ha maturato l’esperienza professionale di cui all’articolo 32 OFPr;
2.
di tale esperienza professionale ha svolto almeno tre anni nell’ambito della professione prescelta; e
3.
rende verosimile il possesso dei requisiti per la rispettiva procedura di qualificazione.
Art. 17 Oggetto

Nelle procedure di qualificazione occorre dimostrare di aver acquisito le competenze operative di cui all’articolo 4.

Art. 18 Durata e svolgimento della procedura di qualificazione con esame finale

1 Nella procedura di qualificazione con esame finale vengono esaminate le competenze operative nei campi di qualificazione sottoelencati nel modo seguente:

a.
«lavoro pratico»: lavoro pratico, sotto forma di lavoro pratico prestabilito della durata di 8–22 ore. L’esame per questo campo di qualificazione ha luogo verso la fine della formazione professionale di base. La persona in formazione deve dimostrare di essere in grado di svolgere le attività richieste in modo professionalmente corretto e adeguato alle necessità e alla situazione. È ammessa come ausilio la consultazione della documentazione dell’apprendimento e dei corsi interaziendali. Il campo di qualificazione comprende i campi di competenze operative sottoelencati con le seguenti ponderazioni:

Voce

Campi di competenze operative

Ponderazione

1

organizzazione del lavoro e garanzia della sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

20 %

2

esecuzione di lavori generici nel campo «Costruzione delle vie di traffico»

10 %

3

esecuzione di lavori specifici per la professione

70 %

Il lavoro pratico prestabilito dura:
1.
per gli addetti alla costruzione di binari CFP otto ore,
2.
per gli addetti sondatori CFP otto ore,
3.
per gli addetti alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP 22 ore,
4.
per i posatori di pietre CFP 18 ore, e
5.
per gli addetti alla costruzione stradale CFP 18 ore.
b.
«conoscenze professionali», della durata di 1,5 ore. L’esame per questo campo di qualificazione ha luogo verso la fine della formazione professionale di base. Il campo di qualificazione «conoscenze professionali» comprende i campi di competenze operative e i tipi di esame sottoelencati con le seguenti ponderazioni:

Voce

Campi di competenze operative

Tipo di esame/durata

Ponderazione

scritto

orale

1

organizzazione del lavoro e garanzia della sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

esecuzione di lavori generici nel campo «Costruzione delle vie di traffico»

30 min.

30 %

2

esecuzione di lavori specifici per la professione

30 min.

30 min.

70 %

c.
«cultura generale». Per questo campo di qualificazione fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

2 Per ogni campo di qualificazione la valutazione è effettuata da almeno due periti d’esame.


Art. 19 Superamento, calcolo e ponderazione delle note

1 La procedura di qualificazione con esame finale è superata se:

a.
per il campo di qualificazione «lavoro pratico» viene attribuito almeno il 4; e
b.
la nota complessiva raggiunge almeno il 4.

2 La nota complessiva è data dalla media, arrotondata a un decimale, della somma delle note ponderate dei singoli campi di qualificazione dell’esame finale e della nota ponderata dei luoghi di formazione.

3 Per nota dei luoghi di formazione si intende la media arrotondata a un decimale delle note relative a:

a.
insegnamento delle conoscenze professionali;
b.
corsi interaziendali.

4 Per nota relativa all’insegnamento delle conoscenze professionali si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto della somma delle quattro note delle pagelle semestrali.

5 Per nota relativa ai corsi interaziendali si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto delle note conseguite nei controlli delle competenze per ogni professione.

6 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sottoelencate con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 40 per cento;
b.
conoscenze professionali: 20 per cento;
c.
cultura generale: 20 per cento;
d.
nota dei luoghi di formazione: 20 per cento.
Art. 20 Ripetizioni

1 La ripetizione della procedura di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr.

2 Qualora si debba ripetere un campo di qualificazione, esso va ripetuto interamente.

3 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente le lezioni concernenti le conoscenze professionali, resta valida la nota dei luoghi di formazione conseguita in precedenza. Se si ripetono almeno due semestri di lezioni concernenti le conoscenze professionali, per il calcolo della nota dei luoghi di formazione fanno stato solo le nuove note.

4 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente i corsi interaziendali, resta valida la nota conseguita in precedenza. Se si ripetono gli ultimi due corsi interaziendali valutati, per il calcolo della nota dei luoghi di formazione fanno stato solo le nuove note.

Art. 21 Caso particolare

1 Per le persone che hanno assolto la formazione al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato e che hanno sostenuto l’esame finale secondo la presente ordinanza viene meno la nota dei luoghi di formazione.

2 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sottoelencate con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 50 per cento;
b.
conoscenze professionali: 30 per cento;
c.
cultura generale: 20 per cento.

  Sezione 9: Attestazioni e titolo

Art. 22

1 Chi ha superato una procedura di qualificazione consegue il certificato federale di formazione pratica (CFP).

2 Il certificato federale di formazione pratica conferisce il diritto di avvalersi del titolo legalmente protetto relativo alla professione appresa secondo il seguente elenco:

a.
«addetta alla costruzione di binari CFP»/«addetto alla costruzione di binari CFP»;
b.
«addetta sondatrice CFP»/«addetto sondatore CFP»;
c.
«addetta alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP»/«addetto alla costruzione di sottofondi e pavimenti industriali CFP»;
d.
«posatrice di pietre CFP»/«posatore di pietre CFP»; oppure
e.
«addetta alla costruzione stradale CFP»/«addetto alla costruzione stradale CFP».

3 Se il certificato federale di formazione pratica è stato conseguito mediante procedura di qualificazione con esame finale, nel certificato delle note sono riportate:

a.
la nota complessiva;
b.
le note di ogni campo di qualificazione dell’esame finale e, fatto salvo l’articolo 21 capoverso 1, la nota dei luoghi di formazione.

  Sezione 10: Sviluppo della qualità e organizzazione

Art. 23 Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione del campo professionale «Costruzione delle vie di traffico».

1 La Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità della formazione del campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» è composta da:

a.
da tre a quattro rappresentanti dell’Associazione di categoria Infra (FV Infra);
b.
un rappresentante dell’ente responsabile per i tirocini sulla costruzione di binari nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico»;
c.
un rappresentante dell’Associazione PAVIDENSA;
d.
un rappresentante dell’Associazione dei maestri pavimentatori svizzeri (VSP);
e.
un rappresentante delle parti sociali (Unia);
f.
tre rappresentanti dei docenti di materie professionali;
g.
almeno un rappresentante, rispettivamente, della Confederazione e dei Cantoni.

2 Tutte le professioni nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» sono rappresentate.

3 Le regioni linguistiche sono adeguatamente rappresentate.

4 La Commissione si autocostituisce.

5 Essa ha in particolare i seguenti compiti:

a.
verifica costantemente, ma almeno ogni cinque anni, l’ordinanza sulla formazione professionale di base e il piano di formazione in relazione agli sviluppi economici, tecnologici, ecologici e didattici. Nella verifica tiene conto di eventuali nuovi aspetti organizzativi della formazione professionale di base;
b.
chiede alla competente organizzazione del mondo del lavoro di presentare alla SEFRI domanda di modifica dell’ordinanza sulla formazione professionale di base, qualora gli sviluppi osservati la rendano necessaria;
c.
richiede all’organizzazione del mondo del lavoro l’adeguamento del piano di formazione, qualora gli sviluppi osservati lo rendano necessario;
d.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la validazione degli apprendimenti acquisiti;
e.
esprime un parere riguardo agli strumenti per la promozione della qualità della formazione professionale di base, in particolare sulle disposizioni esecutive concernenti le procedure di qualificazione.
Art. 24 Organizzazione e responsabili dei corsi interaziendali

1 Sono responsabili dei corsi interaziendali l’Associazione di categoria Infra in collaborazione con le associazioni professionali interessate o con le commissioni paritetiche.

2 I Cantoni possono delegare a un altro ente responsabile lo svolgimento dei corsi interaziendali in collaborazione con le organizzazioni del mondo del lavoro competenti, in particolare se la qualità o lo svolgimento dei corsi interaziendali non sono più garantiti.

3 I Cantoni disciplinano con l’ente responsabile l’organizzazione e lo svolgimento dei corsi interaziendali.

4 Le autorità cantonali competenti hanno il diritto di accedere ai corsi in qualsiasi momento.


  Sezione 11: Disposizioni finali

Art. 25 Diritto previgente: abrogazione

1 È abrogata l’ordinanza della SEFRI del 18 dicembre 20071 sulla formazione professionale di base nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico».

2 È revocata l’approvazione del piano di formazione del 18 dicembre 2007 nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico».


Art. 26 Disposizioni transitorie

1 Le persone che hanno iniziato la formazione nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» prima del 1° gennaio 2014 la portano a termine in base al diritto anteriore.

2 Chi ripete l’esame finale di tirocinio nel campo professionale «Costruzione delle vie di traffico» entro il 31 dicembre 2017, viene valutato, su richiesta, in base al diritto anteriore.

Art. 27 Entrata in vigore

1 La presente ordinanza entra il vigore il 1° gennaio 2014, fatto salvo il capoverso 2.

2 Le disposizioni concernenti le procedure di qualificazione, le attestazioni e il titolo (art. 16–22) entrano in vigore il 1° gennaio 2016.


1 RS 412.102 RS 412.1013 RS 822.1154 Nuovo testo giusta il n. I 56 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei. Publikationsverordnung, PublV.
Il presente documento non è una pubblicazione ufficiale. Fa unicamente fede la pubblicazione della Cancelleria federale. Ordinanza sulle pubblicazioni ufficiali, OPubl.
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