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412.101.221.93

Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Gusstechnologin/Gusstechnologe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)

vom 6. Dezember 2012 (Stand am 1. Januar 2018)

41211

Gusstechnologin EFZ/Gusstechnologe EFZ

Technologue de fonderie CFC

Tecnologa di fonderia AFC/Tecnologo di fonderia AFC

41212

Giessereimodellbau Profil G

41213

Giessereimodellbau Profil E

41214

Dauerformen Profil G

41215

Dauerformen Profil E

41216

Verlorene Formen Profil G

41217

Verlorene Formen Profil E

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI),

gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20021, auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20032 (BBV) und auf Artikel 4 Absatz 4 der Jugendarbeitsschutzverordnung vom 28. September 20073 (ArGV 5),

verordnet:4

  1. Abschnitt: Gegenstand, Fachrichtungen und Dauer

Art. 1 Berufsbild und Fachrichtungen

1 Gusstechnologinnen und Gusstechnologen auf Stufe EFZ beherrschen namentlich folgende Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Haltungen aus:

a.
Sie analysieren Anfragen und Aufträge, legen das Verfahren anhand interner und externer Vorschriften und Normen fest und stellen damit die Qualität der Produkte sicher;
b.
Sie entwickeln Formen und Modelleinrichtungen, organisieren dafür die Produktionsprozesse gemäss allgemeiner und interner Vorgaben und beschaffen die dafür notwendigen Werkzeuge;
c.
Sie stellen Modelleinrichtungen manuell, konventionell-maschinell und computerunterstützt fachgerecht her;
d.
Sie stellen Kerne her und richten Maschinen für Dauerformen ein;
e.
Sie stellen Kerne und Formen her und richten Maschinen und automatische Form- und Giessanlagen für Verlorene Formen gemäss Vorgaben ein;
f.
Sie schmelzen Legierungen um oder bauen sie beim Schmelzen von Eisen bzw. Nichteisenmetallen gemäss Vorgaben selbstständig auf, giessen Giessereiprodukte mit Dauerformen oder Verlorenen Formen fachgerecht und behandeln sie nach;
g.
Sie stellen die Qualität ihrer Produkte und der Prozesse sicher, unterhalten die Anlagen, Maschinen und Werkzeuge gemäss Vorgaben, setzen bei all ihren Arbeiten die Vorschriften des Umwelt- und des Gesundheitsschutzes sowie der Arbeitssicherheit pflichtbewusst um und arbeitet ressourcenschonend.

2 Innerhalb des Berufs der Gusstechnologin oder des Gusstechnologen auf Stufe EFZ gibt es folgende Fachrichtungen:

a.
Giessereimodellbau;
b.
Dauerformen;
c.
Verlorene Formen

3 Die Fachrichtung wird vor Beginn der beruflichen Grundbildung im Lehrvertrag festgehalten.

Art. 2 Dauer und Beginn

1 Die berufliche Grundbildung dauert 4 Jahre.

2 Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.


  2. Abschnitt: Ziele und Anforderungen

Art. 3 Bildungsinhalte

1 Die Ziele und Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen nach Artikel 4 beschrieben.

2 Die beruflichen Handlungskompetenzen beinhalten Fachkompetenzen, Methodenkompetenzen, Sozial- und Selbstkompetenzen.

3 Beim Aufbau der beruflichen Handlungskompetenzen arbeiten alle Lernorte eng zusammen und koordinieren ihre Beiträge.

Art. 4 Handlungskompetenzen

Die Ausbildung umfasst in den folgenden Handlungskompetenzbereichen die nachstehenden Handlungskompetenzen. Die Handlungskompetenzen sind den jeweiligen Fachrichtungen gemäss Artikel 1 Absatz 2 zugeordnet.

a.
Planen der Produktion und Entwickeln des Produktionsprozesses:
1.
Anfragen und Aufträge analysieren (a, b, c),
2.
Produktionsverfahren festlegen (a, b, c),
3.
Qualitätsplan erstellen (a, b, c)
4.
Formen und Modelle entwickeln und Werkzeuge beschaffen (a, b, c);
b.
Beherrschen des Produktionsprozesses:
1.
Produktionsprozess organisieren (a, b, c),
2. a
Modelleinrichtung herstellen (a),
2. b
Gussteile herstellen (b, c),
3.
Qualität sicherstellen (a, b, c),
4.
Infrastruktur einsetzen und unterhalten (a, b, c);
c.
Sicherstellen der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und des Umweltschutzes:
1.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sicherstellen (a, b, c),
2.
Umweltschutz sicherstellen (a, b, c).

  3. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

Art. 51

1 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn und während der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz, insbesondere zur Gefahrenkommunikation (Gefahrensymbole, Piktogramme, Gebotszeichen) in diesen drei Bereichen, ab und erklären sie ihnen.

2 Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt.

3 Den Lernenden wird an allen Lernorten das Wissen über nachhaltige Entwicklung, insbesondere über den Ausgleich zwischen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen, vermittelt.

4 In Abweichung von Artikel 4 Absatz 1 ArGV 5 und gemäss den Vorgaben nach Artikel 4 Absatz 4 ArGV 5 können die Lernenden entsprechend ihrem Ausbildungsstand für die im Anhang zum Bildungsplan aufgeführten Arbeiten herangezogen werden.

5 Voraussetzung für einen Einsatz nach Absatz 4 ist, dass die Lernenden entsprechend den erhöhten Gefährdungen ausgebildet, angeleitet und überwacht werden; diese besonderen Vorkehrungen werden im Anhang zum Bildungsplan als begleitende Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes festgelegt.


1 Fassung gemäss Ziff. II 141 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


  4. Abschnitt: Anteile der Lernorte und Unterrichtssprache

Art. 6 Anteile der Lernorte

1 Die Bildung in beruflicher Praxis erfolgt über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung:

a.
im Durchschnitt an 3.5 Tagen pro Woche im Profil G;
b.
im Durchschnitt an 3.25 Tagen pro Woche im Profil E.

Um Einblick in die jeweils anderen Fachrichtungen zu erhalten, werden bis Ende des dritten Ausbildungsjahres zwei Praktika absolviert:

a.
Fachrichtung Giessereimodellbau
1.
4 Wochen Praktikum Verlorene Formen;
2.
4 Wochen Praktikum Dauerformen.
b.
Fachrichtung Dauerformen
1.
4 Wochen Praktikum Verlorene Formen;
2.
4 Wochen Praktikum Werkzeugbau.
c.
Fachrichtung Verlorene Formen
1.
4 Wochen Praktikum Dauerformen;
2.
4 Wochen Praktikum Giessereimodellbau.

2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht basiert auf den Kompetenzen des Berufs Polymechanikerin EFZ/Polymechaniker EFZ und erfolgt:

a.
in 2040 Lektionen im Profil G. Davon entfallen auf den Sportunterricht 200 Lektionen;
b.
in 2400 Lektionen im Profil E. Davon entfallen auf den Sportunterricht 240 Lektionen.

3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 24 und höchstens 26 Tage zu 8 Stunden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.

Art. 7 Unterrichtssprache

1 Unterrichtssprache ist in der Regel die Landessprache des Schulortes.

2 Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulortes und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen.

3 Die Kantone können andere Unterrichtssprachen zulassen.


  5. Abschnitt: Bildungsplan und Allgemeinbildung

Art. 8 Bildungsplan

1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von der verantwortlichen Organisation der Arbeitswelt erarbeitet und vom SBFI genehmigt ist.

2 Der Bildungsplan führt die Handlungskompetenzen nach Artikel 4 wie folgt näher aus:

a.
Er begründet sie in ihrer Wichtigkeit für die berufliche Grundbildung.
b.
Er bestimmt, welches Verhalten in bestimmten Handlungssituationen am Arbeitsplatz erwartet wird.
c.
Er differenziert sie in konkrete Leistungsziele aus.
d.
Er bezieht sie konsistent auf die Qualifikationsverfahren und beschreibt deren System.

3 Der Bildungsplan legt überdies fest:

a.
die curriculare Gliederung der beruflichen Grundbildung;
b.
die Aufteilung der überbetrieblichen Kurse über die Dauer der Grundbildung und ihre Organisation;
c.
die Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz.

4 Dem Bildungsplan angefügt ist die Liste der Unterlagen zur Umsetzung der beruflichen Grundbildung mit Titel, Datum und Bezugsquelle.

Art. 9 Allgemeinbildung

Für den allgemeinbildenden Unterricht gilt die Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.



  6. Abschnitt: Anforderungen an die Anbieter der betrieblich organisierten Grundbildung

Art. 10 Fachliche Anforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner1

Die fachlichen Anforderungen an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:2

a.
Gusstechnologin EFZ/Gusstechnologe EFZ mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
b.
gelernte Gusstechnologin/gelernter Gusstechnologe mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
c.
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich der Gusstechnologin EFZ/des Gusstechnologen EFZ und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
d.
einschlägiger Abschluss der höheren Berufsbildung mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
e.
einschlägiger Abschluss einer Fachhochschule mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
f.
einschlägiger Abschluss einer universitären Hochschule mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet.

1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).

Art. 111Höchstzahl der Lernenden

1 Betriebe, die eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner zu 100 Prozent oder zwei Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigen, dürfen eine lernende Person ausbilden.

2 Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 100 Prozent oder von zwei Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden.

3 Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, ein eidgenössisches Berufsattest oder über eine gleichwertige Qualifikation verfügt.

4 In Betrieben, die nur eine lernende Person ausbilden dürfen, kann eine zweite lernende Person ihre Bildung beginnen, wenn die erste in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung eintritt.

5 In besonderen Fällen kann die kantonale Behörde einem Betrieb, der seit mehreren Jahren Lernende mit überdurchschnittlichem Erfolg ausgebildet hat, die Überschreitung der Höchstzahl der Lernenden bewilligen.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).


  7. Abschnitt: Lerndokumentation, Praktikumsbericht, Bildungsbericht und Leistungsdokumentation5 

Art. 12 Lerndokumentation und Praktikumsbericht1

1 Die lernende Person führt eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten, die erworbenen Fähigkeiten und ihre Erfahrungen im Betrieb festhält.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet die Lerndokumentation einmal pro Semester. Sie oder er bespricht sie mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person.

3 …2

4 Am Ende des Praktikums erstellt der Praktikumsbetrieb einen Praktikumsbericht.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).
2 Aufgehoben durch Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, mit Wirkung seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).

Art. 12a1Bildungsbericht

1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest. Sie oder er stützt sich dabei auf die Leistungen in der beruflichen Praxis und auf Rückmeldungen über die Leistungen in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen. Sie oder er bespricht den Bildungsbericht mit der lernenden Person.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner und die lernende Person vereinbaren wenn nötig Massnahmen zum Erreichen der Bildungsziele und setzen dafür Fristen. Sie halten die getroffenen Entscheide und vereinbarten Massnahmen schriftlich fest.

3 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner überprüft die Wirkung der vereinbarten Massnahmen nach der gesetzten Frist und hält den Befund im nächsten Bildungsbericht fest.

4 Werden trotz der vereinbarten Massnahmen die Ziele nicht erreicht oder ist der Ausbildungserfolg gefährdet, so teilt die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner dies den Vertragsparteien und der kantonalen Behörde schriftlich mit.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).

Art. 13 Leistungsdokumentation in der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung1

Die Anbieter der schulischen Bildung und die Anbieter schulisch organisierter Grundbildungen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Bereichen und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).


  8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren

Art. 14 Zulassung

Zu den Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung erworben hat:

a.
nach den Bestimmungen dieser Verordnung;
b.
in einer vom Kanton dafür zugelassenen Bildungsinstitution; oder
c.
ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und:
1.
die nach Artikel 32 BBV erforderliche Erfahrung erworben hat,
2.
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens 3 Jahre im Bereich der Gusstechnologin EFZ/des Gusstechnologen EFZ erworben hat,
3.
glaubhaft macht, den Anforderungen des Qualifikationsverfahrens gewachsen zu sein.
Art. 15 Gegenstand der Qualifikationsverfahren

In den Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen nach Artikel 4 erworben worden sind.

Art. 16 Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens mit Abschlussprüfung

1 Im Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung werden die nachstehenden Qualifikationsbereiche wie folgt geprüft:

a.
Praktische Arbeit als individuelle praktische Arbeit (IPA) im Umfang von 24–80 Stunden. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
b.
Berufskenntnisse, im Umfang von 4 Stunden. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person wird schriftlich befragt.
c.
Allgemeinbildung. Der Qualifikationsbereich richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

2 In jedem Qualifikationsbereich beurteilen mindestens zwei Prüfungsexpertinnen oder -experten die Leistungen.


Art. 17 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung

1 Das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung ist bestanden, wenn:

a.
der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mit der Note 4 oder höher bewertet wird; und
b.
die Gesamtnote 4 oder höher erreicht wird.

2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel der gewichteten Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung sowie der gewichteten Erfahrungsnote.

3 Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der folgenden Noten:

a.
des auf eine ganze oder halbe Note gerundeten Mittels der acht Semesterzeugnisnoten des Unterrichtsbereichs Mechanik;
b.
des auf eine ganze oder halbe Note gerundeten Mittels der acht Semesterzeugnisnoten des Unterrichtsbereichs Gusstechnik.1

4 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
praktische Arbeit: 50 Prozent;
b.
Berufskenntnisse: 20 Prozent;
c.
Allgemeinbildung: 20 Prozent;
d.
Erfahrungsnote: 10 Prozent.

1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).

Art. 18 Wiederholungen

1 Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV. Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen.

2 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der berufskundliche Unterricht während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

Art. 19 Spezialfall

1 Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und die Abschlussprüfung nach dieser Verordnung absolviert, so entfällt die Erfahrungsnote.

2 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
praktische Arbeit: 50 Prozent;
b.
Berufskenntnisse: 30 Prozent;
c.
Allgemeinbildung: 20 Prozent.

  9. Abschnitt: Ausweise und Titel

Art. 20

1 Wer ein Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis EFZ.

2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Gusstechnologin EFZ» oder «Gusstechnologe EFZ» zu führen.

3 Ist das Fähigkeitszeugnis mittels Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung erworben worden, so wird im Notenausweis aufgeführt:

a.
die Gesamtnote;
b.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie, unter dem Vorbehalt von Artikel 19 Absatz 1, die Erfahrungsnote;
c.
die Fachrichtung.

  10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität

Art. 21

1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität setzt sich zusammen aus:

a.
5–7 Vertreterinnen oder Vertretern des Giessereiverbandes der Schweiz GVS
b.
1 Vertreterin oder Vertreter der Fachlehrerschaft;
c.
je mindestens 1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Bundes und der Kantone.

2 Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein.

3 Die Kommission konstituiert sich selbst.

4 Die Kommission hat folgende Aufgaben:

a.
Sie passt den Bildungsplan nach Artikel 8 den wirtschaftlichen, technologischen, ökologischen und didaktischen Entwicklungen laufend, mindestens aber alle 5 Jahre an. Dabei trägt sie allfälligen neuen organisatorischen Aspekten der beruflichen Grundbildung Rechnung. Die Anpassungen bedürfen der Zustimmung der Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der Kantone sowie der Genehmigung durch das SBFI.
b.
Sie beantragt dem SBFI Änderungen dieser Verordnung, sofern die beobachteten Entwicklungen die Regelungen dieser Verordnung, namentlich die Handlungskompetenzen nach Artikel 4, betreffen.

  11. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 22 Aufhebung bisherigen Rechts

1 Es werden aufgehoben:

a.
das Reglement vom 23. Dezember 2002 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Gusstechnologinnen und Gusstechnologen (41305 und 41306);
b.
der Lehrplan vom 23. Dezember 2002 für den beruflichen Unterricht der Gusstechnologinnen und Gusstechnologen (41305 und 41306).

2 Die Genehmigung des Reglements vom 23. Dezember 2002 über die Einführungskurse für Gusstechnologinnen und Gusstechnologen wird widerrufen.

Art. 23 Übergangsbestimmungen

1 Lernende, die ihre Bildung als Gusstechnologin/Gusstechnologe vor dem 1. Januar 2013 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.

2 Wer die Lehrabschlussprüfung für Gusstechnologin/Gusstechnologe bis zum 31. Dezember 2018 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.

Art. 23a1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 12. Oktober 2017

1 Lernende, die ihre Bildung als Gusstechnologin EFZ/Gusstechnologe EFZ vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 12. Oktober 2017 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab, längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2022.

2 Kandidierende, die das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung für Gusstechnologin EFZ/Gusstechnologe EFZ bis zum 31. Dezember 2024 wiederholen, werden nach bisherigem Recht beurteilt. Auf ihren schriftlichen Antrag hin werden sie nach neuem Recht beurteilt.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).

Art. 24 Inkrafttreten

1 Diese Verordnung tritt am 1. Februar 2013 in Kraft.

2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 14–20) treten am 1. Januar 2017 in Kraft.


1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 141 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).5 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 12. Okt. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5819).


Index

412.101.221.93

Ordinanza della SEFRI sulla formazione professionale di base Tecnologa di fonderia/Tecnologo di fonderia con attestato federale di capacità (AFC)

del 6 dicembre 2012 (Stato 1° gennaio 2018)

41211

Tecnologa di fonderia AFC / Tecnologo di fonderia AFC

Gusstechnologin EFZ / Gusstechnologe EFZ

Technologue de fonderie CFC

41212

Costruzione di modelli per fonderia profilo G

41213

Costruzione di modelli per fonderia profilo E

41214

Forme permanenti profilo G

41215

Forme permanenti profilo E

41216

Forme perse profilo G

41217

Forme perse profilo E

La Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI),

visto l’articolo 19 della legge del 13 dicembre 20021 sulla formazione professionale; visto l’articolo 12 dell’ordinanza del 19 novembre 20032 sulla formazione professionale (OFPr); visto l’articolo 4 capoverso 4 dell’ordinanza del 28 settembre 20073 sulla protezione dei giovani lavoratori (OLL 5),

ordina:4

  Sezione 1: Oggetto, indirizzi professionali e durata

Art. 1 Profilo e indirizzi professionali

1 I tecnologi di fonderia di livello AFC svolgono, in particolare, le seguenti attività e si contraddistinguono per i seguenti comportamenti:

a.
analizzano richieste e mandati e stabiliscono i procedimenti in base alle direttive e alle normative interne ed esterne, al fine di garantire la qualità del prodotto;
b.
sviluppano forme e realizzano modelli, organizzano i processi di produzione secondo le disposizioni generali e le disposizioni interne e creano gli utensili necessari;
c.
producono i modelli manualmente, mediante macchine convenzionali o con l’ausilio del computer;
d.
realizzano le anime e preparano le macchine per le forme permanenti;
e.
realizzano anime e formature e preparano, secondo le disposizioni, le macchine e gli impianti automatici per getti e formatura per forme perse;
f.
rifondono o producono autonomamente leghe mediante la fusione, secondo le disposizioni, di metalli ferrosi e non ferrosi, producono prodotti di fonderia con forme permanenti o perse e ne effettuano i trattamenti successivi;
g.
garantiscono la qualità dei prodotti e dei processi, effettuano la manutenzione degli impianti, delle macchine e degli utensili secondo le disposizioni, applicano per ogni attività le direttive relative alla protezione dell’ambiente, alla tutela della salute e alla sicurezza sul lavoro e lavorano facendo un uso parsimonioso delle risorse.

2 La formazione di formatore di fonderia di livello AFC prevede i seguenti indirizzi professionali:

a.
costruzione di modelli per fonderia;
b.
forme permanenti;
c.
forme perse.

3 L’indirizzo professionale viene riportato nel contratto di tirocinio prima dell’inizio della formazione professionale di base.

Art. 2 Durata e inizio

1 La formazione professionale di base dura quattro anni.

2 L’inizio della formazione professionale di base segue il calendario scolastico della relativa scuola professionale.


  Sezione 2: Obiettivi ed esigenze

Art. 3 Contenuti formativi

1 Gli obiettivi e le esigenze della formazione professionale di base sono espressi sotto forma di competenze operative all’articolo 4.

2 Le competenze operative comprendono competenze professionali, metodologiche, sociali e personali.

3 Allo sviluppo delle competenze operative partecipano in stretta collaborazione tutti i luoghi di formazione coordinando i loro apporti.

Art. 4 Competenze operative

La formazione prevede, nei seguenti campi di competenze operative, le competenze operative qui elencate. Le competenze operative sono attribuite ai vari indirizzi professionali secondo l’articolo 1 capoverso 2.

a.
pianificazione della produzione e sviluppo del programma di produzione:
1.
analizzare le richieste e i mandati (a, b, c),
2.
determinare le procedure di produzione (a, b, c),
3.
realizzare un piano a garanzia della qualità (a, b, c),
4.
sviluppare forme e modelli e creare gli utensili (a, b, c);
b.
padronanza dei processi di produzione:
1.
organizzare i processi di produzione (a, b, c),
2. a
realizzare i modelli (a),
2. b
produrre pezzi fusi (b, c),
3.
garantire la qualità (a, b, c),
4.
utilizzare le infrastrutture ed eseguirne la manutenzione (a, b, c);
c.
sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente:
1.
garantire la sicurezza sul lavoro e la protezione della salute (a, b, c),
2.
garantire la protezione dell’ambiente (a, b, c).

  Sezione 3: Sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

Art. 51

1 All’inizio e durante la formazione gli operatori forniscono e spiegano alle persone in formazione le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente, in particolare quelle relative alla comunicazione dei pericoli (simboli di pericolo e di obbligo, pittogrammi).

2 Dette prescrizioni e raccomandazioni sono fornite in tutti i luoghi di formazione e considerate nelle procedure di qualificazione.

3 Tutti i luoghi di formazione sensibilizzano le persone in formazione allo sviluppo sostenibile, con particolare attenzione all’equilibrio tra interessi sociali, ecologici ed economici.

4 In deroga all’articolo 4 capoverso 1 OLL 5 e secondo le prescrizioni dell’articolo 4 capoverso 4 OLL 5 è ammesso l’impiego di persone in formazione in conformità con il loro stato di formazione per le attività elencate in allegato al piano di formazione.

5 L’impiego di persone in formazione secondo il capoverso 4 presuppone che dette persone siano formate, istruite e sorvegliate in maniera adeguata al più elevato pericolo d’infortunio; tali precauzioni particolari sono fissate in allegato al piano di formazione sotto forma di misure di accompagnamento riguardanti la sicurezza sul lavoro e la protezione della salute.


1 Nuovo testo giusta il n. II 141 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


  Sezione 4: Parti svolte dai luoghi di formazione e lingua d’insegnamento

Art. 6 Parti svolte dai luoghi di formazione

1 La formazione professionale pratica si svolge per tutta la durata della formazione professionale di base:

a.
in media su 3,5 giorni alla settimana per il profilo G;
b.
in media su 3,25 giorni alla settimana per il profilo E.

Al fine di conoscere anche gli altri indirizzi professionali, entro la fine del terzo anno di formazione vengono portati a termine due periodi di pratica.

a.
Indirizzo «costruzione di modelli per fonderia»
1.
quattro settimane di pratica per le forme perse;
2.
quattro settimane di pratica per le forme permanenti.
b.
Indirizzo «forme permanenti»:
1.
quattro settimane di pratica per le forme perse;
2.
quattro settimane di pratica per la costruzione di utensili.
c.
Indirizzo «forme perse»:
1.
quattro settimane di pratica per le forme permanenti;
2.
quattro settimane di pratica per la costruzione di modelli per fonderia.

2 L’insegnamento scolastico obbligatorio si basa sulle competenze dei polimeccanici AFC e comprende:

a.
2040 lezioni per il profilo G. Di queste, 200 lezioni sono dedicate all’insegnamento dello sport;
b.
2400 lezioni per il profilo E. Di queste, 240 lezioni sono dedicate all’insegnamento dello sport.

3 I corsi interaziendali hanno una durata complessiva minima di 24 e massima di 26 giornate di otto ore. Nell’ultimo semestre della formazione professionale di base non si svolgono corsi interaziendali.

Art. 7 Lingua d’insegnamento

1 La lingua d’insegnamento è di norma la lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola professionale.

2 È raccomandato l’insegnamento bilingue nella lingua nazionale locale e in un’altra lingua nazionale o in inglese.

3 I Cantoni possono autorizzare altre lingue d’insegnamento.


  Sezione 5: Piano di formazione e cultura generale

Art. 8 Piano di formazione

1 Al momento dell’entrata in vigore della presente ordinanza è disponibile un piano di formazione redatto dalla competente organizzazione del mondo del lavoro e approvato dalla SEFRI.

2 Il piano di formazione specifica le competenze operative di cui all’articolo 4 come segue:

a.
spiega la loro rilevanza per la formazione professionale di base;
b.
definisce il tipo di comportamento atteso in determinate situazioni operative sul posto di lavoro;
c.
precisa le competenze operative mediante obiettivi di valutazione concreti;
d.
rapporta coerentemente le competenze operative alle procedure di qualificazione, di cui precisa le modalità.

3 Il piano di formazione stabilisce inoltre:

a.
la struttura curricolare della formazione professionale di base;
b.
l’organizzazione dei corsi interaziendali e la loro ripartizione sulla durata della formazione professionale di base;
c.
le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente.

4 Al piano di formazione è allegato l’elenco della documentazione concernente la realizzazione della formazione professionale di base con indicazione di titolo, data e centro di distribuzione.

Art. 9 Cultura generale

Per gli insegnamenti di cultura generale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.



  Sezione 6: Requisiti per gli operatori della formazione di base organizzata dall’azienda

Art. 10 Requisiti professionali richiesti ai formatori1

Il formatore soddisfa i requisiti professionali se possiede una delle qualifiche seguenti:2

a.
attestato federale di capacità di tecnologa di fonderia AFC/tecnologo di fonderia AFC con almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
b.
attestato federale di capacità di tecnologa di fonderia qualificata/tecnologo di fonderia qualificato con almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
c.
attestato federale di capacità di una professione affine con le necessarie conoscenze professionali nel campo di attività del tecnologo di fonderia AFC e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
d.
titolo della formazione professionale superiore in ambito pertinente e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
e.
diploma di una scuola universitaria professionale in ambito pertinente e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
f.
titolo accademico in ambito pertinente con almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento.

1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 12 ott. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 5819).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 12 ott. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 5819).

Art. 111Numero massimo di persone in formazione in azienda

1 Nelle aziende che impiegano un formatore al 100 per cento o due formatori ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione.

2 Per ogni altro specialista impiegato al 100 per cento o per ogni due specialisti in più impiegati ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione in più.

3 È considerato specialista il titolare di un attestato federale di capacità, di un certificato federale di formazione pratica o di una qualifica equivalente nel campo della persona in formazione.

4 Nelle aziende che possono impiegare soltanto una persona in formazione una seconda persona può iniziare il tirocinio quando la prima inizia l’ultimo anno della formazione professionale di base.

5 In casi particolari l’autorità cantonale può autorizzare un numero maggiore di persone in formazione nelle aziende che da più anni svolgono la loro funzione di formazione con risultati particolarmente positivi.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 12 ott. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 5819).


  Sezione 7: Documentazione dell’apprendimento, rapporto sul periodo di pratica, rapporto di formazione e documentazione delle prestazioni5 

Art. 12 Documentazione dell’apprendimento e rapporto sul periodo di pratica1

1 La persona in formazione tiene una documentazione dell’apprendimento, in cui annota regolarmente i principali lavori eseguiti, le capacità acquisite e le esperienze fatte in azienda.

2 Il formatore controlla e firma tale documentazione una volta al semestre. La discute con la persona in formazione almeno una volta al semestre.

3 ...2

4 Al termine della pratica l’azienda redige un rapporto sul periodo di pratica.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 12 ott. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 5819).
2 Abrogato dal n. I dell’O della SEFRI del 12 ott. 2017, con effetto dal 1° gen. 2018 (RU 2017 5819).

Art. 12a1Rapporto di formazione

1 Alla fine di ogni semestre, il formatore rileva in un rapporto il livello raggiunto dalla persona in formazione. Per farlo si basa sulle prestazioni nella formazione professionale pratica e sui resoconti delle prestazioni nella scuola professionale e nei corsi interaziendali. Discute il rapporto con la persona in formazione.

2 Se necessario, il formatore e la persona in formazione concordano misure per il raggiungimento degli obiettivi di formazione e fissano apposite scadenze. Le decisioni prese e le misure concordate sono annotate per iscritto.

3 Dopo la scadenza prefissata il formatore verifica l’efficacia delle misure concordate e ne riporta l’esito nel successivo rapporto di formazione.

4 Se nonostante le misure concordate gli obiettivi non sono raggiunti o se è a rischio il buon esito della formazione, il formatore lo comunica per iscritto alle parti contraenti e all’autorità cantonale.


1 Introdotto dal n. I dell’O della SEFRI del 12 ott. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 5819).

Art. 13 Documentazione delle prestazioni nella formazione scolastica e nella formazione di base organizzata dalla scuola1

Gli operatori della formazione scolastica e della formazione di base organizzata dalla scuola documentano le prestazioni delle persone in formazione nelle materie insegnate e consegnano loro una pagella alla fine di ogni semestre.


1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 12 ott. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 5819).


  Sezione 8: Procedure di qualificazione

Art. 14 Ammissione

È ammesso alle procedure di qualificazione chi ha assolto la formazione professionale di base:

a.
secondo le disposizioni della presente ordinanza;
b.
in un istituto di formazione autorizzato dal Cantone; o
c.
al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato, se:
1.
ha maturato l’esperienza professionale di cui all’articolo 32 OFPr;
2.
di tale esperienza professionale ha svolto almeno tre anni nel campo del tecnologo di fonderia AFC;
3.
rende verosimile il possesso dei requisiti per la procedura di qualificazione.
Art. 15 Oggetto

Nelle procedure di qualificazione si deve dimostrare di aver acquisito le competenze operative di cui all’articolo 4.

Art. 16 Durata e svolgimento della procedura di qualificazione con esame finale

1 Nella procedura di qualificazione con esame finale vengono esaminati i campi di qualificazione sotto elencati nel modo seguente:

a.
«lavoro pratico», sotto forma di lavoro pratico individuale della durata da 24 a 80 ore. L’esame ha luogo verso la fine della formazione professionale di base. La persona in formazione deve dimostrare di essere in grado di svolgere le attività richieste in modo professionalmente corretto e adeguato alle necessità e alla situazione. È ammessa come ausilio la consultazione della documentazione dell’apprendimento e dei corsi interaziendali;
b.
«conoscenze professionali», della durata di quattro ore. L’esame ha luogo verso la fine della formazione professionale di base. L’esame è scritto;
c.
«cultura generale». Per questo campo di qualificazione fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

2 Per ogni campo di qualificazione la valutazione è effettuata da almeno due periti d’esame.


Art. 17 Superamento dell’esame finale, calcolo e ponderazione delle note

1 La procedura di qualificazione con esame finale è superata se:

a.
per il campo di qualificazione «lavoro pratico» viene attribuito il 4 o una nota superiore; e
b.
la nota complessiva raggiunge o supera il 4.

2 La nota complessiva è data dalla media, arrotondata a un decimale, delle note ponderate dei singoli campi di qualificazione dell’esame finale e della nota ponderata relativa all’insegnamento professionale.

3 Per nota relativa all’insegnamento professionale si intende la media arrotondata al punto o al mezzo punto delle seguenti note:

a.
la media arrotondata al punto o al mezzo punto delle otto note delle pagelle semestrali della materia «meccanica»;
b.
la media arrotondata al punto o al mezzo punto delle otto note delle pagelle semestrali della materia «tecnica di fusione».1

4 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sotto elencate con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 50 per cento;
b.
conoscenze professionali: 20 per cento;
c.
cultura generale: 20 per cento;
d.
nota relativa all’insegnamento professionale: 10 per cento.

1 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 12 ott. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 5819).

Art. 18 Ripetizioni

1 La ripetizione della procedura di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr. Qualora debba essere ripetuto un campo di qualificazione, esso va ripetuto interamente.

2 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente la scuola professionale, resta valida la nota relativa all’insegnamento professionale conseguita in precedenza. Se si ripetono almeno due semestri di insegnamento professionale, per il calcolo della nota relativa all’insegnamento professionale fanno stato solo le nuove note.

Art. 19 Caso particolare

1 Per le persone che hanno assolto la formazione al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato e che hanno sostenuto l’esame finale secondo la presente ordinanza, viene meno la nota relativa all’insegnamento professionale.

2 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sotto elencate con la seguente ponderazione:

a.
lavoro pratico: 50 per cento;
b.
conoscenze professionali: 30 per cento;
c.
cultura generale: 20 per cento.

  Sezione 9: Attestazioni e titolo

Art. 20

1 Chi ha superato una procedura di qualificazione consegue l’attestato federale di capacità (AFC).

2 L’attestato federale di capacità conferisce al titolare il diritto di avvalersi del titolo legalmente protetto di «tecnologa di fonderia AFC» o «tecnologo di fonderia AFC».

3 Se l’attestato federale di capacità è stato conseguito mediante procedura di qualificazione con esame finale, nel certificato delle note sono riportate:

a.
la nota complessiva;
b.
le note di ogni campo di qualificazione dell’esame finale e, fatto salvo l’articolo 19 capoverso 1, la nota relativa all’insegnamento professionale.
c.
l’indirizzo professionale.

  Sezione 10: Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità

Art. 21

1 La Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità ha la seguente composizione:

a.
da cinque a sette rappresentanti dell’associazione Giessereiverband der Schweiz GVS;
b.
un rappresentante dei docenti di materie professionali;
c.
almeno un rappresentante, rispettivamente, della Confederazione e dei Cantoni.

2 Le regioni linguistiche devono essere adeguatamente rappresentate.

3 La Commissione si autocostituisce.

4 La Commissione ha i seguenti compiti:

a.
adegua costantemente, ma almeno ogni cinque anni, il piano di formazione di cui all’articolo 8 agli sviluppi economici, tecnologici, ecologici e didattici. A tal fine tiene conto di eventuali nuovi aspetti organizzativi della formazione professionale di base. Gli adeguamenti devono essere approvati dai rappresentanti della Confederazione e dei Cantoni e convalidati dalla SEFRI;
b.
richiede alla SEFRI modifiche della presente ordinanza, qualora gli sviluppi osservati interessino disposizioni della stessa, segnatamente le competenze operative di cui all’articolo 4.

  Sezione 11: Disposizioni finali

Art. 22 Diritto previgente: abrogazione

1 Sono abrogati:

a.
il regolamento del 23 dicembre 2002 concernente il tirocinio e l’esame finale di tirocinio – tecnologo di fonderia/tecnologa di fonderia (41305 e 41306);
b.
il programma del 23 dicembre 2002 per l’insegnamento professionale – tecnologo di fonderia/tecnologa di fonderia (41305 e 41306).

2 È revocata l’approvazione del regolamento del 23 dicembre 2002 concernente i corsi d’introduzione per tecnologi di fonderia.

Art. 23 Disposizioni transitorie

1 Le persone che hanno iniziato la formazione di tecnologo di fonderia prima del 1o gennaio 2013 la portano a termine in base al diritto anteriore.

2 Chi ripete l’esame finale di tirocinio per tecnologo di fonderia entro il 31 dicembre 2018 viene valutato, su richiesta, in base al diritto anteriore.

Art. 23a1Disposizioni transitorie della modifica del 12 ottobre 2017

1 Le persone che hanno iniziato la formazione di tecnologo di fonderia prima dell’entrata in vigore della modifica del 12 ottobre 2017 la portano a termine in base al diritto anteriore, al massimo però entro il 31 dicembre 2022.

2 I candidati che ripetono la procedura di qualificazione con esame finale per Tecnologa di fonderia AFC/Tecnologo di fonderia AFC entro il 31 dicembre 2024 sono valutati in base al diritto anteriore. I candidati che presentano un’apposita richiesta scritta sono valutati in base al nuovo diritto.


1 Introdotto dal n. I dell’O della SEFRI del 12 ott. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 5819).

Art. 24 Entrata in vigore

1 La presente ordinanza entra in vigore il 1° febbraio 2013.

2 Le disposizioni concernenti la procedura di qualificazione, le attestazioni e il titolo (art. 14–20) entrano in vigore il 1° gennaio 2016.


1 RS 412.102 RS 412.1013 RS 822.1154 Nuovo testo giusta il n. I 141 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).5 Nuovo testo giusta il n. I dell’O della SEFRI del 12 ott. 2017, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 5819).


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