Index

412.101.221.89

Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Anlagen- und Apparatebauerin/ Anlagen- und Apparatebauer mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)

vom 5. November 2012 (Stand am 1. Januar 2018)

44727

Anlagen- und Apparatebauerin EFZ/

Anlagen- und Apparatebauer EFZ

Constructrice d’appareils industriels CFC/

Constructeur d’appareils industriels CFC

Costruttrice d’impianti e apparecchi AFC/

Costruttore d’impianti e apparecchi AFC

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI),

gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20021, auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20032 (BBV) und auf Artikel 4 Absatz 4 der Jugendarbeitsschutzverordnung vom 28. September 20073 (ArGV 5),

verordnet:4

  1. Abschnitt: Gegenstand und Dauer

Art. 1 Berufsbild

1 Anlagen- und Apparatebauerinnen und -bauer auf Stufe EFZ beherrschen namentlich folgende Tätigkeiten und zeichnen sich durch folgende Haltungen aus:

a.
Sie verarbeiten Bleche, Profile und Rohre aus mehrheitlich metallischen Werkstoffen und fügen diese zu Komponenten und Baugruppen zusammen. Sie bauen Apparate, Maschinen und Anlagen und führen die damit verbundenen Montage- und Inbetriebsetzungsarbeiten aus.
b.
Sie bearbeiten Aufträge oder Projekte und erstellen technische Dokumente in Zusammenarbeit mit anderen Fachleuten. Sie betreiben, überwachen und optimieren Produktionsprozesse und führen Instandhaltungsarbeiten aus.
c.
Sie zeichnen sich aus durch wirtschaftliches und ökologisches Denken und Handeln. Ihre Aufträge und Projekte realisieren sie systematisch und selbstständig. Sie sind es gewohnt im Team zu arbeiten, sind flexibel und aufgeschlossen gegenüber Neuerungen. Sie beachten die Grundsätze der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes, des Umweltschutzes und der Ressourceneffizienz.
Art. 2 Dauer, Beginn und Gliederung

1 Die berufliche Grundbildung dauert 4 Jahre.

2 Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.

3 Die berufliche Grundbildung gliedert sich in:

a.
Die Basisausbildung,
b.
die Ergänzungsausbildung und
c.
die Schwerpunktausbildung.

  2. Abschnitt: Ziele und Anforderungen

Art. 3 Ziele und Anforderungen

1 Die Ziele und Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen nach Artikel 4 beschrieben.

2 Zur Ausübung der Handlungskompetenzen sind Ressourcen gemäss Artikel 5 notwendig.

Art. 4 Handlungskompetenzen

1 Die Basisausbildung umfasst folgende Handlungskompetenzen:

b.1
Werkstücke trennen und umformen
b.2
Teile messen und prüfen
b.3
Bauteile fügen
b.4
Baugruppen montieren und in Betrieb nehmen

2 Der Aufbau sämtlicher Handlungskompetenzen der Basisausbildung ist für alle Lernenden verbindlich und muss bis spätestens Ende des zweiten Bildungsjahres abgeschlossen sein.

3 Die Ergänzungsausbildung bietet der lernenden Person die Möglichkeit, zusätzliche Handlungskompetenzen aufzubauen. Der Entscheid über deren Inhalt und Anzahl fällt der Lehrbetrieb. Die Ergänzungsausbildung wird in den ersten zwei Bildungsjahren durchgeführt.

4 Die Schwerpunktausbildung umfasst folgende Handlungskompetenzen:

s.1
Projekte planen, abwickeln und auswerten und Fertigungsunterlagen erstellen;
s.2
Prototypen von Einzelteilen und Baugruppen herstellen;
s.3
Hilfs- und Fertigungsmittel herstellen;
s.4
Bleche, Profile und Rohre mit konventionellen Maschinen bearbeiten;
s.5
Bleche, Profile und Rohre mit CNC-Maschinen bearbeiten;
s.6
Rohrleitungssysteme herstellen;
s.7
Schweisskonstruktionen herstellen;
s.8
Baugruppen montieren;
s.9
Anlagen komplettieren und in Betrieb nehmen;
s.10
Unterhaltsarbeiten durchführen;
s.11
Luftfahrzeug-Baugruppen neu erstellen oder unterhalten;
s.12
Unterhaltsarbeiten an Luftfahrzeugen durchführen;
s.13
Unterhaltsarbeiten und Reparaturen an Schienenfahrzeugen durchführen;
s.14
Schmiedeteile herstellen;
s.15
Produkte prüfen und Mess- und Prüfmittel unterhalten;
s.16
Komponenten und Apparate herstellen;
s.17
Produktionsanlagen planen, aufstellen und in Betrieb nehmen;
s.18
Ausbildungssequenzen planen, durchführen und auswerten.

5 In der Schwerpunktausbildung baut jede lernende Person mindestens zwei Handlungskompetenzen auf. Die Schwerpunktausbildung wird in den beiden letzten Bildungsjahren vermittelt.

Art. 5 Ressourcen

1 Ressourcen sind Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen, die für den Aufbau der Handlungskompetenzen von Bedeutung sind. Die Ressourcen werden zu fachlichen, methodischen und sozialen Ressourcen gebündelt.

2 Beim Aufbau der Ressourcen arbeiten alle Lernorte eng zusammen und koordinieren ihre Beiträge.


  3. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz

Art. 61

1 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn und während der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz, insbesondere zur Gefahrenkommunikation (Gefahrensymbole, Piktogramme, Gebotszeichen) in diesen drei Bereichen, ab und erklären sie ihnen.

2 Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt.

3 Den Lernenden wird an allen Lernorten das Wissen über nachhaltige Entwicklung, insbesondere über den Ausgleich zwischen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Interessen, vermittelt.

4 In Abweichung von Artikel 4 Absatz 1 ArGV 5 und gemäss den Vorgaben nach Artikel 4 Absatz 4 ArGV 5 können die Lernenden entsprechend ihrem Ausbildungsstand für die im Anhang zum Bildungsplan aufgeführten Arbeiten herangezogen werden.

5 Voraussetzung für einen Einsatz nach Absatz 4 ist, dass die Lernenden entsprechend den erhöhten Gefährdungen ausgebildet, angeleitet und überwacht werden; diese besonderen Vorkehrungen werden im Anhang zum Bildungsplan als begleitende Massnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes festgelegt.


1 Fassung gemäss Ziff. II 138 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


  4. Abschnitt: Anteile der Lernorte und Unterrichtssprache

Art. 7 Anteile der Lernorte

1 Die Bildung in beruflicher Praxis erfolgt über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung:

a.
im Durchschnitt an 3,75 Tagen pro Woche;
b.
bei der Wahl der Schwerpunktausbildung s.17: im Durchschnitt an 3,5 Tagen pro Woche.

2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt:

a.
in 1800 Lektionen, davon 200 Lektionen Sportunterricht;
b.
bei der Wahl der Schwerpunktausbildung s.17: in 2160 Lektionen, davon 240 Lektionen Sportunterricht.

3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 46 und höchstens 52 Tage zu 8 Stunden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.

Art. 8 Unterrichtssprache

1 Unterrichtssprache ist in der Regel die Landessprache des Schulortes.

2 Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulortes und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen.

3 Die Kantone können andere Unterrichtssprachen zulassen.


  5. Abschnitt: Bildungsplan und Allgemeinbildung

Art. 9 Bildungsplan

1 Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von der verantwortlichen Organisation der Arbeitswelt erarbeitet und vom SBFI genehmigt ist.

2 Der Bildungsplan führt die Handlungskompetenzen und Ressourcen nach Artikel 4–5 wie folgt näher aus:

a.
Er begründet sie in ihrer Wichtigkeit für die berufliche Grundbildung.
b.
Er bestimmt, welches Verhalten in bestimmten Handlungssituationen am Arbeitsplatz erwartet wird.
c.
Er beschreibt die für den Aufbau der Handlungskompetenzen notwendigen Ressourcen.
d.
Er bezieht sie konsistent auf die Qualifikationsverfahren und beschreibt deren System.

3 Der Bildungsplan legt überdies fest:

a.
die curriculare Gliederung der beruflichen Grundbildung;
b.
die Aufteilung der überbetrieblichen Kurse über die Dauer der Grundbildung und ihre Organisation;
c.
die Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz.

4 Dem Bildungsplan angefügt ist die Liste der Unterlagen zur Umsetzung der beruflichen Grundbildung mit Titel, Datum und Bezugsquelle.

Art. 10 Allgemeinbildung

Für den allgemeinbildenden Unterricht gilt die Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.



  6. Abschnitt: Anforderungen an die Anbieter der betrieblich organisierten Grundbildung

Art. 11 Fachliche Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner

Die fachlichen Mindestanforderungen im Sinne von Artikel 44 Absatz 1 Buchstaben a und b BBV an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt:

a.
Anlagen- und Apparatebauerin oder Anlagen- und Apparatebauer EFZ mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
b.
gelernte Anlagen- und Apparatebauerin oder gelernter Anlagen- und Apparatebauer mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
c.
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich der Anlagen- und Apparatebauerin und des Anlagen- und Apparatebauers EFZ und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
d.
einschlägiger Abschluss auf der Tertiärstufe und mindestens 2 Jahre berufliche Praxis im Lehrgebiet.
Art. 12 Höchstzahl der Lernenden

1 In einem Betrieb darf eine lernende Person ausgebildet werden, wenn:

a.
eine entsprechend qualifizierte Berufsbildnerin oder ein entsprechend qualifizierter Berufsbildner zu 100 Prozent beschäftigt wird; oder
b.
zwei entsprechend qualifizierte Berufsbildnerinnen oder entsprechend qualifizierte Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigt werden.

2 Tritt eine lernende Person nach Absatz 1 in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung ein, so kann eine weitere lernende Person ihre Bildung beginnen.

3 Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 100 Prozent oder von 2 Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden.

4 Als Fachkraft gilt, wer im Fachbereich der lernenden Person über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, ein eidgenössisches Berufsattest oder eine gleichwertige Qualifikation verfügt.

5 In besonderen Fällen kann die kantonale Behörde einem Betrieb, der seit mehreren Jahren Lernende mit überdurchschnittlichem Erfolg ausgebildet hat, die Überschreitung der Höchstzahl der Lernenden bewilligen.


  7. Abschnitt: Lern- und Leistungsdokumentation

Art. 13 Im Betrieb

1 Die lernende Person führt eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten, die erworbenen Fähigkeiten und ihre Erfahrungen im Betrieb festhält.

2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet die Lerndokumentation einmal pro Semester. Sie oder er bespricht sie mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person.

3 Sie oder er hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest.

Art. 14 In der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung

Die Anbieter der schulischen Bildung und die Anbieter schulisch organisierter Grundbildungen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Bereichen und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.

Art. 15 Im überbetrieblichen Kurs

1 Die Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentieren die Leistungen der Lernenden in der Form von Kompetenznachweisen.


  8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren

Art. 16 Zulassung

1 Zu den Qualifikationsverfahren wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung erworben hat:

a.
nach den Bestimmungen dieser Verordnung;
b.
in einer vom Kanton dafür anerkannten Bildungsinstitution; oder
c.
ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und:
1.
die nach Artikel 32 BBV erforderliche Erfahrung erworben hat,
2.
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens 3 Jahre im Bereich der Anlagen- und Apparatebauerin und des Anlagen- und Apparatebauer EFZ erworben hat,
3.
glaubhaft macht, den Anforderungen des jeweiligen Qualifikationsverfahrens gewachsen zu sein.
Art. 17 Gegenstand der Qualifikationsverfahren

In den Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Handlungskompetenzen nach Artikel 4 erworben worden sind.

Art. 18 Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens mit Abschlussprüfung

1 Im Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung werden die nachstehenden Qualifikationsbereiche wie folgt geprüft:

a.
Teilprüfung, im Umfang von 11 Stunden. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende des zweiten Bildungsjahres geprüft. Geprüft werden grundlegende Berufsarbeiten. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
b.
Praktische Arbeit als individuelle praktische Arbeit (IPA) im Umfang von 24–80 Stunden oder als vorgegebene praktische Arbeit (VPA) im Umfang von 12–16 Stunden. Die zuständige kantonale Behörde entscheidet über die Prüfungsform. Dieser Qualifikationsbereich prüft eine Handlungskompetenz der Schwerpunktausbildung und wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
c.
Berufskenntnisse, im Umfang von 4 Stunden. Dieser Qualifikationsbereich wird gegen Ende der beruflichen Grundbildung geprüft. Die lernende Person wird schriftlich befragt.
d.
Allgemeinbildung. Der Qualifikationsbereich richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.

2 In jedem Qualifikationsbereich beurteilen mindestens zwei Prüfungsexpertinnen oder -experten die Leistungen.


Art. 19 Bestehen, Notenberechnung, Notengewichtung

1 Das Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung ist bestanden, wenn:

a.
der Qualifikationsbereich «Teilprüfung» mit der Note 4 oder höher bewertet wird; und
b.
der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mit der Note 4 oder höher bewertet wird; und
c.
das Mittel aus der Summe der Noten des Qualifikationsbereichs «Berufskenntnisse» und der Erfahrungsnote mindestens Note 4 beträgt; und
d.
die Gesamtnote 4 oder höher erreicht wird.

2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel der Summe der gewichteten Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung sowie der gewichteten Erfahrungsnote.

3 Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der acht Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts.

4 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
Teilprüfung: 25 %;
b.
praktische Arbeit: 25 %;
c.
Berufskenntnisse: 15 %;
d.
Allgemeinbildung: 20 %;
e.
Erfahrungsnote: 15 %.
Art. 20 Wiederholungen

1 Die Wiederholung des Qualifikationsverfahrens richtet sich nach Artikel 33 BBV.

2 Muss ein Qualifikationsbereich wiederholt werden, so ist er in seiner Gesamtheit zu wiederholen.

3 Der Qualifikationsbereich Teilprüfung muss spätestens mit der Abschlussprüfung wiederholt werden.

4 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so wird die bisherige Erfahrungsnote beibehalten. Wird der berufskundliche Unterricht während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählen für die Berechnung der Erfahrungsnote nur die neuen Noten.

Art. 21 Spezialfall

1 Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und die Abschlussprüfung nach dieser Verordnung absolviert, so entfällt die Erfahrungsnote.

2 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die einzelnen Noten wie folgt gewichtet:

a.
Teilprüfung: 25 %;
b.
praktische Arbeit: 25 %;
c.
Berufskenntnisse: 30 %;
d.
Allgemeinbildung: 20 %.

  9. Abschnitt: Ausweise und Titel

Art. 22

1 Wer ein Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis EFZ.

2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Anlagen- und Apparatebauerin EFZ» oder «Anlagen- und Apparatebauer EFZ» zu führen.

3 Ist das Fähigkeitszeugnis mittels Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfung erworben worden, so werden im Notenausweis aufgeführt:

a.
die Gesamtnote;
b.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs der Abschlussprüfung sowie, unter dem Vorbehalt von Artikel 21 Absatz 1, die Erfahrungsnote.

  10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für die Grundbildungen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie

Art. 23

1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für die Grundbildung der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie setzt sich zusammen aus:

a.
10–12 Vertreterinnen oder Vertretern der Arbeitgeberschaft;
b.
3–4 Vertreterinnen oder Vertretern der Arbeitnehmerschaft;
c.
3–4 Vertreterinnen oder Vertretern der Fachlehrerschaft;
d.
je mindestens 1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Bundes und der Kantone.

2 Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein.

3 Die Kommission konstituiert sich selbst.

4 Sie hat folgende Aufgaben:

a.
Sie passt den Bildungsplan nach Artikel 9 den wirtschaftlichen, technologischen, ökologischen und didaktischen Entwicklungen laufend, mindestens aber alle 5 Jahre an. Dabei trägt sie allfälligen neuen organisatorischen Aspekten der beruflichen Grundbildung Rechnung. Die Anpassungen bedürfen der Zustimmung der Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der Kantone sowie der Genehmigung durch das SBFI.
b.
Sie beantragt dem SBFI Änderungen dieser Verordnung, sofern die beobachteten Entwicklungen die Regelungen dieser Verordnung, namentlich die Handlungskompetenzen nach Artikel 4, betreffen.

  11. Abschnitt: Schlussbestimmungen

Art. 24 Aufhebung bisherigen Rechts

1 Es werden aufgehoben:

a.
das Reglement vom 28. März 20021 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Anlagen- und Apparatebauer/Anlagen- und Apparatebauerin;
b.
der Lehrplan vom 28. März 20022 für den beruflichen Unterricht der Anlagen- und Apparatebauer/Anlagen- und Apparatebauerin.

2 Die Genehmigung des Reglements vom 18. März 2002 über die Einführungskurse für Anlagen- und Apparatebauer/Anlagen- und Apparatebauerin wird widerrufen.


Art. 25 Übergangsbestimmungen

1 Lernende, die ihre Bildung als Anlagen- und Apparatebauerin oder Anlagen- und Apparatebauer vor dem 1. Januar 2013 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.

2 Wer die Lehrabschlussprüfung für Anlagen- und Apparatebauerin oder Anlagen- und Apparatebauer bis zum 31. Dezember 2018 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.

Art. 26 Inkrafttreten

1 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2013 in Kraft.

2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 16–22) treten am 1. Januar 2017 in Kraft.

3 Die Bestimmungen über die Teilprüfung treten am 1. Januar 2015 in Kraft.


1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 138 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).


Index

412.101.221.89

Ordinanza della SEFRI sulla formazione professionale di base Costruttrice d’impianti e apparecchi/ Costruttore d’impianti e apparecchi con attestato federale di capacità (AFC)

del 5 novembre 2012 (Stato 1° gennaio 2018)

44727

Anlagen- und Apparatebauerin EFZ/

Anlagen- und Apparatebauer EFZ

Constructrice d’appareils industriels CFC/

Constructeur d’appareils industriels CFC

Costruttrice d’impianti e apparecchi AFC/

Costruttore d’impianti e apparecchi AFC

La Segreteria di Stato per la formazione, la ricerca e l’innovazione (SEFRI),

visto l’articolo 19 della legge del 13 dicembre 20021 sulla formazione professionale; visto l’articolo 12 dell’ordinanza del 19 novembre 20032 sulla formazione professionale (OFPr); visto l’articolo 4 capoverso 4 dell’ordinanza del 28 settembre 20073 sulla protezione dei giovani lavoratori (OLL 5),

ordina:4

  Sezione 1: Oggetto e durata

Art. 1 Profilo professionale

1 I costruttori d’impianti e apparecchi di livello AFC svolgono, in particolare, le seguenti attività e si contraddistinguono per i seguenti comportamenti:

a.
lavorano lamiere, profilati e tubi in materiali prevalentemente metallici e li assemblano, trasformandoli in componenti e gruppi costruttivi. Fabbricano apparecchi, macchine e impianti ed eseguono i relativi interventi di montaggio e messa in servizio.
b.
In collaborazione con altri specialisti eseguono incarichi o realizzano progetti e redigono la documentazione tecnica. Conducono, sorvegliano e ottimizzano i processi produttivi ed eseguono interventi di manutenzione.
c.
Si distinguono per un approccio e un operato improntati all’economia e all’ecologia. Eseguono incarichi e realizzano progetti in modo sistematico e autonomo. Sono abituati a lavorare in gruppo, flessibili e aperti alle novità. Rispettano i principi della sicurezza sul lavoro, della protezione della salute e dell’ambiente.
Art. 2 Durata e inizio

1 La formazione professionale di base dura quattro anni.

2 L’inizio della formazione professionale di base segue il calendario scolastico della relativa scuola professionale.


  Sezione 2: Obiettivi ed esigenze

Art. 3 Obiettivi ed esigenze

1 Gli obiettivi e le esigenze della formazione professionale di base sono espressi sotto forma di competenze operative all’articolo 4.

2 Per l’esercizio delle competenze operative sono necessarie le risorse di cui all’articolo 5.

Art. 4 Competenze operative

1 La formazione di base comprende le competenze operative qui elencate:

b.1
tagliare e trasformare pezzi;
b.2
misurare e controllare pezzi;
b.3
unire componenti;
b.4
assemblare gruppi costruttivi e metterli in servizio.

2 L’acquisizione di queste competenze operative è obbligatoria per tutte le persone in formazione e deve essere conclusa al più tardi entro la fine del secondo anno di formazione.

3 Durante la formazione complementare, la persona in formazione ha la possibilità di acquisire competenze operative supplementari. L’azienda di tirocinio ne decide il contenuto e il numero. La formazione complementare si svolge nei primi due anni della formazione.

4 La formazione approfondita comprende le seguenti competenze operative:

s.1
pianificare, svolgere e analizzare progetti ed elaborare le documentazioni di fabbricazione;
s.2
fabbricare prototipi di pezzi singoli e gruppi costruttivi;
s.3
fabbricare i mezzi ausiliari e di produzione;
s.4
lavorare lamiere, profilati e tubi con macchine convenzionali;
s.5
lavorare lamiere, profilati e tubi con macchine CNC;
s.6
produrre sistemi di tubazioni;
s.7
fabbricare costruzioni saldate;
s.8
assemblare gruppi costruttivi;
s.9
completare impianti e metterli in servizio;
s.10
eseguire lavori di manutenzione;
s.11
eseguire la manutenzione e fabbricare nuovi gruppi costruttivi per aeromobili;
s.12
eseguire la manutenzione di aeromobili;
s.13
eseguire lavori di manutenzione e riparazioni di veicoli ferroviari;
s.14
fabbricare pezzi forgiati;
s.15
verificare i prodotti ed eseguire la manutenzione degli strumenti di misura;
s.16
fabbricare componenti e apparecchiature;
s.17 pianificare e montare impianti di produzione e metterli in servizio;
s.18
pianificare, impartire e analizzare sequenze di formazione;

5 Durante la formazione approfondita, ogni persona in formazione acquisisce almeno due competenze operative. La formazione approfondita viene impartita negli ultimi due anni di tirocinio.

Art. 5

1 Per risorse si intendono le conoscenze, le capacità e i comportamenti necessari per lo sviluppo delle competenze operative. Esse sono suddivise in risorse professionali, metodologiche e sociali.

2 Allo sviluppo delle risorse partecipano in stretta collaborazione tutti i luoghi di formazione coordinando i propri contributi.


  Sezione 3: Sicurezza sul lavoro, protezione della salute e dell’ambiente

Art. 61

1 All’inizio e durante la formazione gli operatori forniscono e spiegano alle persone in formazione le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente, in particolare quelle relative alla comunicazione dei pericoli (simboli di pericolo e di obbligo, pittogrammi).

2 Dette prescrizioni e raccomandazioni sono fornite in tutti i luoghi di formazione e considerate nelle procedure di qualificazione.

3 Tutti i luoghi di formazione sensibilizzano le persone in formazione allo sviluppo sostenibile, con particolare attenzione all’equilibrio tra interessi sociali, ecologici ed economici.

4 In deroga all’articolo 4 capoverso 1 OLL 5 e secondo le prescrizioni dell’articolo 4 capoverso 4 OLL 5 è ammesso l’impiego di persone in formazione in conformità con il loro stato di formazione per le attività elencate in allegato al piano di formazione.

5 L’impiego di persone in formazione secondo il capoverso 4 presuppone che dette persone siano formate, istruite e sorvegliate in maniera adeguata al più elevato pericolo d’infortunio; tali precauzioni particolari sono fissate in allegato al piano di formazione sotto forma di misure di accompagnamento riguardanti la sicurezza sul lavoro e la protezione della salute.


1 Nuovo testo giusta il n. II 138 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


  Sezione 4: Parti svolte dai luoghi di formazione e lingua d’insegnamento

Art. 7 Parti svolte dai luoghi di formazione

1 La formazione professionale pratica si svolge per tutta la durata della formazione professionale di base:

a.
in media su 3,75 giorni alla settimana;
b.
in media su 3,5 giorni alla settimana per chi sceglie la formazione approfondita s.17.

2 L’insegnamento scolastico obbligatorio comprende:

a.
1800 lezioni, di cui 200 dedicate all’insegnamento dello sport;
b.
2160 lezioni, di cui 240 dedicate all’insegnamento dello sport per chi sceglie la formazione approfondita s.17.

3 I corsi interaziendali hanno una durata complessiva minima di 48 e massima di 52 giornate di otto ore. Nell’ultimo semestre della formazione professionale di base non si svolgono corsi interaziendali.

Art. 8 Lingua d’insegnamento

1 La lingua d’insegnamento è di norma la lingua nazionale del luogo in cui si trova la scuola professionale.

2 È raccomandato l’insegnamento bilingue nella lingua nazionale locale e in un’altra lingua nazionale o in inglese.

3 I Cantoni possono autorizzare altre lingue d’insegnamento.


  Sezione 5: Piano di formazione e cultura generale

Art. 9 Piano di formazione

1 Al momento dell’entrata in vigore della presente ordinanza è disponibile un piano di formazione redatto dalla competente organizzazione del mondo del lavoro e approvato dalla SEFRI.

2 Il piano di formazione specifica le competenze operative di cui all’articolo 4 come segue:

a.
spiega la loro rilevanza per la formazione professionale di base;
b.
definisce il tipo di comportamento atteso in determinate situazioni operative sul posto di lavoro;
c.
precisa le competenze operative mediante obiettivi di valutazione concreti;
d.
rapporta coerentemente le competenze operative alle procedure di qualificazione, di cui precisa le modalità.

3 Il piano di formazione stabilisce inoltre:

a.
la struttura curricolare della formazione professionale di base;
b.
l’organizzazione dei corsi interaziendali e la loro ripartizione sulla durata della formazione professionale di base;
c.
le prescrizioni e le raccomandazioni relative alla sicurezza sul lavoro e alla protezione della salute e dell’ambiente.

4 Al piano di formazione è allegato l’elenco della documentazione concernente l’attuazione della formazione professionale di base con indicazione di titolo, data e centro di distribuzione.

Art. 10 Cultura generale

Per gli insegnamenti di cultura generale fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.



  Sezione 6: Requisiti per gli operatori della formazione di base organizzata dall’azienda

Art. 11 Requisiti professionali minimi richiesti ai formatori

I requisiti professionali minimi ai sensi dell’articolo 44 capoverso 1 lettere a e b OFPr sono soddisfatti se il formatore possiede una delle seguenti qualifiche:

a.
attestato federale di capacità di costruttore d’impianti e apparecchi con almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
b.
attestato federale di capacità di costruttore d’impianti e apparecchi qualificato con almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
c.
attestato federale di capacità di una professione affine con le necessarie conoscenze professionali nel campo di attività del costruttore d’impianti e apparecchi AFC e almeno tre anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento;
d.
diploma di livello terziario in ambito pertinente e almeno due anni di esperienza professionale nel campo d’insegnamento.
Art. 12 Numero massimo di persone in formazione

1 Una persona in formazione può svolgere il tirocinio in un’azienda se:

a.
vi è occupato al 100 per cento un formatore qualificato; oppure
b.
vi sono occupati due formatori qualificati, ciascuno almeno al 60 per cento.

2 Quando una persona arriva all’ultimo anno della formazione professionale di base, un’altra persona in formazione può iniziare il tirocinio.

3 Per ogni altro specialista occupato al 100 per cento o per ogni due specialisti in più occupati ciascuno almeno al 60 per cento può svolgere il tirocinio una persona in formazione in più.

4 È considerato specialista il titolare di un attestato federale di capacità, oppure di un certificato federale di formazione pratica nel campo della persona in formazione o chi dispone di una qualifica equivalente.

5 In casi particolari l’autorità cantonale può autorizzare il superamento del numero massimo di persone in formazione nelle aziende di tirocinio che da più anni svolgono la loro funzione di formazione con un successo superiore alla media.


  Sezione 7: Documentazione dell’apprendimento e delle prestazioni

Art. 13 Formazione in azienda

1 La persona in formazione tiene una documentazione dell’apprendimento in cui annota regolarmente i principali lavori eseguiti, le capacità acquisite e le esperienze fatte in azienda.

2 Il formatore controlla e firma tale documentazione una volta al semestre. La discute con la persona in formazione almeno una volta al semestre.

3 Alla fine di ogni semestre, il formatore rileva in un rapporto il livello raggiunto dalla persona in formazione.

Art. 14 Formazione scolastica e formazione di base organizzata dalla scuola

Gli operatori della formazione scolastica e della formazione di base organizzata dalla scuola documentano le prestazioni delle persone in formazione nelle materie insegnate e consegnano loro una pagella alla fine di ogni semestre.

Art. 15 Formazione nei corsi interaziendali

1 Gli operatori dei corsi interaziendali documentano le prestazioni delle persone in formazione nei corsi frequentati mediante controlli delle competenze.


  Sezione 8: Procedure di qualificazione

Art. 16 Ammissione

1 È ammesso alle procedure di qualificazione chi ha assolto la formazione professionale di base:

a.
secondo le disposizioni della presente ordinanza;
b.
in un istituto di formazione autorizzato dal Cantone; o
c.
al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato, se
1.
ha maturato l’esperienza di cui all’articolo 32 OFPr;
2.
di tale esperienza professionale ha svolto almeno tre anni nel campo del costruttore d’impianti e apparecchi AFC; e
3.
rende verosimile il possesso dei requisiti per l’esame finale (art. 18).

2 Quale ulteriore presupposto per l’ammissione il candidato deve possedere un attestato di formazione per la guida di carriponte e carrelli elevatori con meccanismo di sollevamento del carico, purché tale attestato di formazione sia necessario per la formazione approfondita esaminata.

3 Qualora sia necessario un attestato ai sensi del capoverso 2, l’azienda di tirocinio provvede affinché la persona in formazione consegua tale attestato durante la formazione approfondita.

Art. 17 Oggetto

Nelle procedure di qualificazione si deve dimostrare di aver acquisito le competenze operative di cui all’articolo 4.

Art. 18 Durata e svolgimento della procedura di qualificazione con esame finale

1 Nella procedura di qualificazione con esame finale vengono esaminati i campi di qualificazione sotto elencati nel modo seguente:

a. «esame parziale», della durata di undici ore. L’esame ha luogo verso la fine del secondo anno di formazione professionale di base. Sono oggetto d’esame lavori professionali di base. È ammessa come ausilio la consultazione della documentazione dell’apprendimento e dei corsi interaziendali;

b. «lavoro pratico», sotto forma di lavoro pratico individuale della durata da 36 a 120 ore. L’esame verifica una competenza operativa relativa alla formazione approfondita e ha luogo verso la fine della formazione professionale di base. La persona in formazione deve dimostrare di essere in grado di svolgere le attività richieste in modo professionalmente corretto e adeguato alle necessità e alla situazione. È ammessa come ausilio la consultazione della documentazione dell’apprendimento e dei corsi interaziendali;

c.
«conoscenze professionali», della durata di quattro ore. L’esame ha luogo verso la fine della formazione professionale di base. L’esame si svolge unicamente in forma scritta;
d.
«cultura generale». Per questo campo di qualificazione fa stato l’ordinanza della SEFRI del 27 aprile 20061 sulle prescrizioni minime in materia di cultura generale nella formazione professionale di base.

2 Per ogni campo di qualificazione la valutazione è effettuata da almeno due periti d’esame.


Art. 19 Superamento dell’esame finale, calcolo e ponderazione delle note

1 La procedura di qualificazione con esame finale è superata se:

a. per il campo di qualificazione «esame parziale» viene attribuito il 4 o una nota superiore; e

b.
per il campo di qualificazione «lavoro pratico» viene attribuito il 4 o una nota superiore; e
c.
la media della nota del campo di qualificazione «conoscenze professionali» e della nota relativa all’insegnamento professionale raggiunge o supera il 4; e
d.
la nota complessiva raggiunge o supera il 4.

2 La nota complessiva è data dalla media, arrotondata a un decimale, delle note ponderate dei singoli campi di qualificazione dell’esame finale e della nota ponderata relativa all’insegnamento professionale.

3 Per nota relativa all’insegnamento professionale si intende la media, arrotondata al punto o al mezzo punto, di tutte le note semestrali relative all’insegnamento delle conoscenze professionali.

4 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sotto elencate con la seguente ponderazione:

a.
esame parziale: 25 per cento;
b.
lavoro pratico: 25 per cento;
c.
conoscenze professionali: 15 per cento;
d.
cultura generale: 20 per cento;
e.
nota relativa all’insegnamento professionale: 15 per cento.
Art. 20 Ripetizioni

1 La ripetizione della procedura di qualificazione è disciplinata dall’articolo 33 OFPr. Qualora debba essere ripetuto un campo di qualificazione, esso va ripetuto interamente.

2 Qualora si ripeta l’esame finale senza frequentare nuovamente la scuola professionale, resta valida la nota relativa all’insegnamento professionale conseguita in precedenza. Se si ripetono almeno due semestri di insegnamento professionale, per il calcolo della nota relativa all’insegnamento professionale fanno stato solo le nuove note.

Art. 21 Caso particolare

1 Per le persone che hanno assolto la formazione al di fuori di un ciclo di formazione regolamentato e che hanno sostenuto l’esame finale secondo la presente ordinanza, viene meno la nota relativa all’insegnamento professionale.

2 Per il calcolo della nota complessiva valgono le note sotto elencate con la seguente ponderazione:

a.
esame parziale: 25 per cento;
b.
lavoro pratico: 25 per cento;
c.
conoscenze professionali: 30 per cento;
d.
cultura generale: 20 per cento.

  Sezione 9: Attestazioni e titolo

Art. 22

1 Chi ha superato una procedura di qualificazione consegue l’attestato federale di capacità (AFC).

2 L’attestato federale di capacità conferisce al titolare il diritto di avvalersi del titolo legalmente protetto di «costruttore d’impianti e apparecchi AFC» o di «costruttrice d’impianti e apparecchi AFC».

3 Se l’attestato federale di capacità è stato conseguito mediante procedura di qualificazione con esame finale, nel certificato delle note sono riportate:

a.
la nota complessiva;
b.
le note di ogni campo di qualificazione dell’esame finale e, fatto salvo l’articolo 21 capoverso 1, la nota relativa all’insegnamento professionale.

  Sezione 10: Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità nell’industria meccanica, elettrica e metallurgica

Art. 23

1 La Commissione svizzera per lo sviluppo professionale e la qualità ha la seguente composizione:

a.
da dieci a dodici rappresentanti dei datori di lavoro;
b.
da tre a quattro rappresentanti dei lavoratori;
c.
da tre a quattro rappresentanti dei docenti di materie professionali;
d.
almeno un rappresentante, rispettivamente, della Confederazione e dei Cantoni.

2 Le regioni linguistiche devono essere adeguatamente rappresentate.

3 La Commissione si autocostituisce.

4 La Commissione ha i seguenti compiti:

a.
adegua costantemente, ma almeno ogni cinque anni, il piano di formazione di cui all’articolo 9 agli sviluppi economici, tecnologici, ecologici e didattici. A tal fine tiene conto di eventuali nuovi aspetti organizzativi della formazione professionale di base. Gli adeguamenti devono essere approvati dai rappresentanti della Confederazione e dei Cantoni e convalidati dalla SEFRI;
b.
richiede alla SEFRI modifiche della presente ordinanza, qualora gli sviluppi osservati interessino disposizioni della stessa, segnatamente le competenze operative di cui all’articolo 4.

  Sezione 11: Disposizioni finali

Art. 24 Diritto previgente: abrogazione

1 Sono abrogati:

a.
il regolamento del 28 marzo 20021 concernente il tirocinio e l’esame finale di tirocinio – costruttore d’impianti e apparecchi;
b.
il programma del 28 marzo 20022 per l’insegnamento professionale – costruttore d’impianti e apparecchi;2 È revocata l’approvazione del regolamento del 18 marzo 2002 concernente i corsi d’introduzione per costruttori d’impianti e apparecchi.

Art. 25 Disposizioni transitorie

1 Le persone che hanno iniziato la formazione di costruttore d’impianti e apparecchi AFC prima del 1° gennaio 2013 la portano a termine in base al diritto anteriore.

2 Chi ripete l’esame finale di tirocinio per costruttori d’impianti e apparecchi entro il 31 dicembre 2018 viene valutato, su richiesta, in base al diritto anteriore.

Art. 26 Entrata in vigore

1 La presente ordinanza entra in vigore il 1° gennaio 2013.

2 Le disposizioni concernenti le procedure di qualificazione, le attestazioni e il titolo (art. 16–22) entrano in vigore il 1° gennaio 2017.

3 Le disposizioni concernenti l’esame parziale entrano in vigore il 1° gennaio 2015.


1 RS 412.102 RS 412.1013 RS 822.1154 Nuovo testo giusta il n. I 138 dell’O della SEFRI del 24 nov. 2017 concernente la modifica delle ordinanze sulla formazione professionale in merito al divieto di svolgere lavori pericolosi, in vigore dal 1° gen. 2018 (RU 2017 7331).


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