Index

0.631.253.225

Übersetzung1

Vereinbarung zwischen der Schweiz und Italien über die Grenzabfertigung auf Schiffen, die auf dem Luganer— und dem Langensee verkehren

Abgeschlossen am 3. April 1980
In Kraft getreten am 3. August 1980

Der Schweizerische Bundesrat und die Regierung der Italienischen Republik,

gestützt auf Artikel 2 Absätze 2 und 3 des am 11. März 19612 in Bern unterzeichneten Abkommens zwischen der Schweiz und Italien über die nebeneinanderliegenden Grenzabfertigungsstellen und die Grenzabfertigung während der Fahrt,

sind übereingekommen, eine Vereinbarung über die Grenzabfertigung auf Schiffen, die auf dem Luganer— und dem Langensee verkehren, abzuschliessen,

und haben zu diesem Zweck folgendes vereinbart:

Art. 1

1. Die schweizerische und die italienische Eingangs— und Ausgangsabfertigung kann auf den zur Personenbeförderung verwendeten und einer für den Linienverkehr konzessionierten Schiffahrtsgesellschaft gehörenden Schiffen auf folgenden Strecken während der Fahrt vorgenommen werden:

Langensee

Locarno–Ascona–Brissago–Cannobio–Luino und zurück

Locarno–Luino und zurück

Luganersee

Lugano–Porlezza und zurück

Morcote–Porto Ceresio und zurück

Morcote–Porto Ceresio–Ponte Tresa und zurück

2. Auf den Schiffen werden die schweizerische und die italienische Grenzabfertigung des Reisendenverkehrs vorgenommen, das heisst der Personen, ihres Gepäcks, der persönlichen Effekten, der Handelsmuster, kleiner Warenmengen, die zum privaten Gebrauch bestimmt sind oder jedenfalls keinen erheblichen Wert aufweisen, der Devisen und Wertpapiere, welche diese Personen für persönliche Zwecke mit sich führen.

Die Bediensteten können die Grenzabfertigung auf das Schiffspersonal, die Vorräte und das beförderte Material sowie auf das Schiff selbst ausdehnen.

3. Die Passagiere, die sich nicht auf das Gebiet des Nachbarstaates begeben wollen, unterstehen der Grenzabfertigung nicht.

Vorbehalten bleibt Artikel 6 des Rahmenabkommens vom 11. März 19611.


1 SR 0.631.252.945.460

Art. 2

1. Die Zone umfasst für die Bediensteten des Nachbarstaates die Schiffe auf den Strecken und in den Häfen (Landungsplätzen), die in Artikel 1 Absatz 1 erwähnt werden.

2. An den italienischen Landungsplätzen von Luino, Cannobio, Porlezza und Porto Ceresio, und an den schweizerischen Landungsplätzen von Brissago, Locarno, Morcote und Lugano haben die Bediensteten des Nachbarstaates das Recht, Personen, die Grenzabfertigungsvorschriften des Nachbarstaates verletzt haben, Waren und andere auf den Schiffen sichergestellte Vermögenswerte sowie Beweismittel in Gewahrsam zu behalten. Hiefür stellt ihnen die Schiffahrtsgesellschaft, der das Schiff gehört, an Bord eine geeignete Kabine unentgeltlich zur Verfügung.

3. Festgenommene Personen und sichergestellte Waren oder andere Vermögenswerte dürfen auf den in Artikel 1 Absatz 1 genannten Strecken mit dem ersten geeigneten Schiffskurs in den Nachbarstaat verbracht werden. Für die Wartezeit bis zur Rückfahrt, die allenfalls von einem andern Schiff ausgeführt werden kann, stellt wenn nötig die Zollverwaltung oder das Polizeiamt des Gebietstaats auf Begehren ein geeignetes Lokal zur Verfügung. Diese Lokale und die Strecke zwischen ihnen und dem Schiff werden als Zone betrachtet.

Art. 3

1. Wenn die Bediensteten des Ausgangsstaates weder auf dem Abfahrtssteg noch auf dem Schiff anwesend sind, kommt dies einem Verzicht auf die Abfertigung im Sinne von Artikel 7 Absatz 2 des Abkommens vom 11. März 19611 gleich.

2. Im Sinne von Artikel 7 Absatz 2 des Abkommens vom 11. März 1961 gilt die Abfertigung der Reisenden und ihres Gepäcks als beendet, wenn die Bediensteten des Ausgangsstaates die Grenzabfertigung vorgenommen oder darauf verzichtet haben. Die Abfertigungen werden immer in der folgenden Reihenfolge vorgenommen: vom Bug zum Heck und vom oberen zum unteren Deck.


1 SR 0.631.252.945.460

Art. 4

Im Sinne von Artikel 4 Absatz 1 des Abkommens vom 11. März 19611 wird die Zone für die italienischen Bediensteten auf dem Luganersee den Gemeinden Porto Ceresio oder Porlezza zugeordnet, die Zone für die schweizerischen Bediensteten der Gemeinde Lugano. Auf dem Langensee wird die Zone für die italienischen Bediensteten der Gemeinde Luino und die Zone für die schweizerischen Bediensteten der Gemeinde Locarno zugeordnet.


1 SR 0.631.252.945.460

Art. 5

1. Die Schiffahrtsgesellschaften des Luganer— und des Langensees stellen den Bediensteten der beiden Staaten auf ihren Schiffen die für die Grenzabfertigung erforderlichen Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung.

2. Die im Dienst stehenden Bediensteten haben Anspruch auf kostenlose Beförderung auf den in Artikel 1 Absatz 1 genannten Strecken.

Art. 6

1. Was die Grenzabfertigung während der Fahrt auf dem Luganersee betrifft, legen die Direktion des IV. Zollkreises in Lugano und das Polizeikommando des Kantons Tessin in Bellinzona einerseits und die Regionaldirektion von Como und Varese und das Kommando der II. Grenzpolizeizone in Como anderseits im gegenseitigen Einvernehmen und im Einverständnis mit der Schiffahrtsgesellschaft die Einzelheiten fest, insbesondere für den Verkehrsablauf und die Benützung der Zonen.

2. Was die Grenzabfertigung während der Fahrt auf dem Langensee angeht, sind entsprechend dem vorstehenden Absatz 1 zuständig: die Direktion des IV. Zollkreises in Lugano und das Polizeikommando des Kantons Tessin einerseits und die Regionalzolldirektion Luino und das Kommando der II. Grenzpolizeizone in Como anderseits.

3. Die am Ort diensttuenden ranghöchsten Bediensteten sind ermächtigt, im gegenseitigen Einvernehmen die für den Augenblick oder für kurze Zeit nötigen Massnahmen zu ergreifen, insbesondere zur Beseitigung von Schwierigkeiten, die sich bei der Grenzabfertigung ergeben können. Grundsatzentscheide sind dagegen immer im gegenseitigen Einvernehmen von den vorgesetzten Direktionen oder Dienststellen zu treffen.

Art. 7

1. Die vorliegende Vereinbarung tritt vier Monate nach der Unterzeichnung in Kraft und ersetzt die zwischen der Schweiz und Italien ausgetauschte Erklärung vom 8./18. Januar 19011 betreffend den Zolldienst auf dem Langen— und dem Luganersee.

2. Sie tritt sechs Monate nach der Kündigung durch einen der beiden Staaten ausser Kraft, wobei die Frist am ersten Tag des auf die Kündigung folgenden Monats zu laufen beginnt.

Geschehen in Lugano, am 3. April 1980, in doppelter Urschrift in italienischer Sprache.


1 [BS 12 805]

Für den

Schweizerischen Bundesrat:

Für die Regierung

der Italienischen Republik:

P. Affolter


AS 1980 1067


1 Der Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der italienischen Ausgabe dieser Sammlung.2 SR 0.631.252.945.460


E. Del Gizzo

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0.631.253.225

Testo originale

Accordo

tra la Svizzera e l’Italia relativo all’istituzione di un controllo sui battelli in navigazione sui Laghi di Lugano (Ceresio) e Maggiore (Verbano)

Conchiuso il 3 aprile 1980
Entrato in vigore il 3 agosto 1980

Il Consiglio federale svizzero ed il Governo della Repubblica Italiana,

in applicazione dell’articolo 2 numeri 2 e 3 della Convenzione tra la Svizzera e l’Italia relativa agli uffici a controlli nazionali abbinati ed al controllo in corso di viaggio, sottoscritta a Berna l’11 marzo 19611,

hanno deciso di concludere un Accordo relativo all’istituzione di un controllo sui battelli in navigazione sui Laghi Maggiore e di Lugano,

ed a tal fine hanno convenuto quanto segue:

Art. 1

1. I controlli svizzeri ed italiani d’entrata e d’uscita possono essere effettuati in corso di viaggio sui battelli adibiti al trasporto dei passeggeri ed appartenenti a Società di Navigazione, concessionarie di servizi di linea, sulle seguenti tratte:

Lago Maggiore

Locarno–Ascona–Brissago–Cannobio–Luino e ritorno

Locarno–Luino e ritorno.

Lago di Lugano

Lugano–Porlezza e ritorno

Morcote–Porto Ceresio e ritorno

Morcote–Porto Ceresio–Ponte Tresa e ritorno.

2. Sui battelli sono effettuati i controlli svizzeri ed italiani relativi al traffico dei viaggiatori, cioè delle persone, del loro bagaglio, degli effetti d’uso, dei campioni commerciali, delle piccole quantità di merci destinate ad uso privato o comunque di non rilevante valore, della valuta e delle carte—valori che dette persone possono recare seco per esigenze personali.

Gli agenti possono estendere il controllo al personale di bordo, alle provviste e al materiale trasportati, e al battello stesso.

3. I passeggeri che non sono diretti nel territorio dello Stato limitrofo non sono assoggettati al controllo.

È, comunque, fatta salva la disposizione di cui all’art. 6 della Convenzione quadro dell’11 marzo 19611


Art. 2

1. Per gli agenti dello Stato limitrofo la zona comprende i battelli sulle tratte e ai porti (approdi) menzionati all’articolo 1 paragrafo 1.

2. Agli approdi italiani di Luino, di Cannobio, di Porlezza e di Porto Ceresio, ed agli approdi svizzeri di Brissago, di Locarno, di Morcote e di Lugano, gli agenti dello Stato limitrofo hanno il diritto di trattenere le persone che abbiano violato le norme dello Stato limitrofo relative al controllo, le merci e gli altri beni sequestrati sui battelli, nonché i mezzi di prova. A tale scopo la Società di Navigazione cui appartiene il battello mette loro gratuitamente a disposizione, a bordo, una cabina idonea.

3. Le persone arrestate, le merci o altri beni sequestrati e i mezzi di prova possono essere condotti nello Stato limitrofo con la prima corsa utile di battelli sui percorsi indicati nell’articolo 1 paragrafo 1. Se necessario, durante il tempo di attesa della corsa di ritorno effettuata eventualmente anche da un altro battello, la dogana o l’ufficio di polizia dello Stato di soggiorno, a richiesta mettono a disposizione un locale idoneo. Tali locali e il percorso fra questi e il battello sono considerati «Zona».

Art. 3

1. Se gli agenti dello Stato di uscita non sono presenti né al pontile di partenza né sul battello, ciò equivale a una rinuncia al controllo ai sensi del paragrafo 2 dell’art. 7 della Convenzione dell’11 marzo 19611.

2. Agli effetti di quanto previsto al suddetto paragrafo 2 dell’art. 7 della Convenzione dell’11 marzo 1961, le operazioni di controllo dei viaggiatori e del loro bagaglio sono considerate terminate quando gli agenti dello Stato di uscita abbiano effettuato il controllo o vi abbiano rinunciato. I controlli sui battelli saranno sempre effettuati nel seguente ordine: da prua a poppa e dal ponte superiore a quello inferiore.


Art. 4

Ai sensi dell’art. 4 paragrafo 1 della Convenzione dell’11 marzo 19611, sul Lago di Lugano la zona per gli agenti italiani è aggregata ai Comuni, rispettivamente, di Porto Ceresio o di Porlezza; quella per gli agenti svizzeri al Comune di Lugano. Sul Lago Maggiore la zona per gli agenti italiani è aggregata al Comune di Luino e quella per gli agenti svizzeri al Comune di Locarno.


Art. 5

1. Le Società di Navigazione dei Laghi di Lugano e Maggiore metteranno gratuitamente a disposizione degli agenti dei due Stati, sui loro battelli, i locali necessari per lo svolgimento del controllo.

2. Gli agenti in servizio fruiranno del trasporto gratuito sui percorsi indicati all’art. 1 paragrafo 1.

Art. 6

1. Per quanto riguarda i controlli in corso di viaggio sul Lago di Lugano la Direzione delle Dogane del IV Circondario a Lugano e il Comando della Polizia del Canton Ticino a Bellinzona da una parte, e le Direzioni delle Circoscrizioni Doganali di Corno e di Varese e l’Ufficio della II Zona di Polizia di frontiera a Corno dall’altra parte regolano di comune accordo le questioni di dettaglio, d’intesa con la Società di Navigazione, e in particolare quelle relative allo svolgimento del traffico e all’utilizzo delle zone.

2. Per quanto riguarda i controlli in corso di viaggio sul Lago Maggiore sono competenti ad analogia del paragrafo 1 che precede: la Direzione delle Dogane del IV Circondario a Lugano e il Comando della Polizia del Canton Ticino a Bellinzona da una parte, e la Direzione della Circoscrizione Doganale di Luino e l’Ufficio della II Zona di Polizia di frontiera di Corno dall’altra.

3. Gli agenti di grado più elevato, in servizio in loco, sono autorizzati ad adottare, di comune accordo, le misure necessarie al momento, o per brevi periodi, specialmente per eliminare le difficoltà che potessero sorgere in occasione del controllo; per converso, le decisioni di massima sono sempre concordemente adottate dalle Direzioni e dai servizi preposti.

Art. 7

1. Il presente Accordo entrerà in vigore 4 mesi dopo la data della sua firma e sostituisce la dichiarazione scambiata fra la Svizzera e l’Italia per regolare il servizio doganale a bordo dei piroscafi sui Laghi Maggiore e di Lugano dell’8/18 gennaio 19011.

2. Esso avrà fine sei mesi dopo la sua denuncia da parte di uno dei due Stati; i sei mesi decorreranno dal primo giorno del mese successivo a quello della denuncia medesima.

Fatto a Lugano il 3 aprile 1980, in duplice esemplare in lingua italiana.


1 [CS 12 780]

Per il

Consiglio federale svizzero:

Per il Governo

della Repubblica Italiana:

P. Affolter


RU 1980 1067


1 RS 0.631.252.945.460


E. Del Gizzo

Dies ist keine amtliche Veröffentlichung. Massgebend ist allein die Veröffentlichung durch die Bundeskanzlei. Publikationsverordnung, PublV.
Il presente documento non è una pubblicazione ufficiale. Fa unicamente fede la pubblicazione della Cancelleria federale. Ordinanza sulle pubblicazioni ufficiali, OPubl.
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