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Recueil systématique du Canton de Berne No. RS Langue source: Langue cible:

Ref: http://www.sta.be.ch/belex/d/5/552_1.html
552.1

20.  Juni  1996 

Gesetz
über die Kantonspolizei (KPG)


Der Grosse Rat des Kantons Bern,
auf Antrag des Regierungsrates,
beschliesst:

1. Aufgaben

Art. 1

Die Kantonspolizei erfüllt die ihr durch die Gesetzgebung übertragenen Aufgaben.

2. Allgemeine Bestimmungen

Art. 2

Unterstellung, Führung

Die Kantonspolizei ist der Polizei- und Militärdirektion unterstellt und steht unter der Aufsicht des Regierungsrates. Sie wird von der Kommandantin oder dem Kommandanten geführt.

Art. 3

Personelle und sachliche Mittel

1  Der Kantonspolizei werden die für die Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen personellen und sachlichen Mittel zur Verfügung gestellt.

2  Es ist darauf zu achten, dass die Kantonspolizei auf allen Stufen eine angemessene Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter französischer Sprache beschäftigt.

Art. 4

Unterstützung von Tätigkeiten im Interesse der Kantonspolizei

1  Der Kanton kann an die Kosten des Diensthunde-, Sport- und Polizeimusikwesens Beiträge leisten.

2  Die Polizei- und Militärdirektion kann mit Vereinen, welche die Förderung von Tätigkeiten gemäss Absatz 1 bezwecken, Verträge abschliessen, welche die Pflichten des Vereins und die Beitragsleistungen des Kantons regeln. Vorbehalten bleibt die Genehmigung durch das finanzkompetente Organ.

3. Dienstrechtliche Bestimmungen

Art. 5

Allgemeines

Für das Dienstverhältnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei gilt das allgemeine Personalrecht, soweit die Polizeigesetzgebung keine abweichenden Bestimmungen vorsieht.

Art. 6

Aufnahmebedingungen

1  In den Polizeidienst kann aufgenommen werden, wer das Schweizer Bürgerrecht besitzt, die erforderlichen geistigen, charakterlichen und körperlichen Voraussetzungen erfüllt und eine polizeiliche Grundschulung abgeschlossen hat.

2  Der Regierungsrat erlässt die näheren Bestimmungen über die Aufnahme in den Polizeidienst. Er kann Ausnahmen von den Erfordernissen des Schweizer Bürgerrechts und einer bestandenen polizeilichen Grundschulung vorsehen.

Art. 7

Ernennung, Vereidigung

1  Die Kommandantin oder der Kommandant, die Stellvertreterin oder der Stellvertreter sowie die Abteilungsvorsteherinnen und -vorsteher werden vom Regierungsrat ernannt. Für die Ernennung der übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei ist die Polizei- und Militärdirektion zuständig.

2  Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Polizeidienst werden von der Polizei- und Militärdirektorin bzw. vom Polizei- und Militärdirektor vor dem Amtsantritt vereidigt.

Art. 8

Dienstausübung

1  Der Polizeidienst erfolgt in der Regel in Uniform und bewaffnet, soweit die Kommandantin oder der Kommandant nicht etwas anderes bestimmt.

2  Die Uniform wird auf Kosten des Kantons abgegeben. Die Abgabe der Waffen und der übrigen Ausrüstung erfolgt leihweise.

Art. 9

Dienstort, Versetzung

Die Kommandantin oder der Kommandant kann einen Dienstort oder die Versetzung anordnen, soweit es der Dienst oder der zweckmässige und wirtschaftliche Personaleinsatz erfordern. Dabei ist nach Möglichkeit auf die persönlichen Verhältnisse der Betroffenen Rücksicht zu nehmen.

Art. 10

Bereitschaft

1  Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei können in besonderen Fällen auch in der dienstfreien Zeit aufgeboten werden.

2  Die Kommandantin oder der Kommandant kann in aussergewöhnlichen Fällen die gesamte Kantonspolizei oder Teile davon in erhöhte Bereitschaft stellen.

3  In der Regel wird Pikettdienst (Bereitschaftsdienst, Präsenzdienst) durch zusätzliche Freizeit ausgeglichen. Die Kommandantin oder der Kommandant kann in einem Dienstbefehl auch die Entschädigung gemäss den Bestimmungen des allgemeinen Personalrechts vorsehen.

Art. 11

Wohnsitzpflicht

1  Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei haben im Kanton Bern Wohnsitz zu nehmen.

2  Die Kommandantin oder der Kommandant kann Ausnahmen von der Wohnsitzpflicht bewilligen. Sie oder er kann in dienstlich begründeten Einzelfällen die Wohnsitzpflicht enger fassen oder eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter zum Bezug einer genau bezeichneten Wohnung verpflichten.

Art. 12

Sachschäden

1  Sachschäden, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonspolizei in Ausübung der dienstlichen Tätigkeit ohne überwiegendes Selbstverschulden erleiden, werden vom Kanton ersetzt.

2  Ansprüche gegenüber Dritten, die für den ersetzten Schaden haften, gehen auf den Kanton über.

Art. 13  [Fassung vom 14. 9. 2004]

Rechtsschutz

1  Die Kommandantin oder der Kommandant gewährt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kantonspolizei auf Gesuch hin unentgeltlichen Rechtsschutz, wenn im Zusammenhang mit der Erfüllung ihrer dienstlichen Aufgaben

a

gegen sie ein Strafverfahren eröffnet wird oder

b

sich zur Wahrung ihrer Rechte das Beschreiten des Rechtsweges als notwendig erweist.

2  Kein Rechtsschutz wird gewährt, wenn

a

der Kanton Gegenpartei ist,

b

die Kantonspolizei die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter angezeigt hat,

c

es sich um geringfügige Fälle handelt.

3  Die Kosten können ganz oder teilweise zurückgefordert werden, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter strafrechtlich verurteilt worden ist oder Pflichten vorsätzlich oder grobfahrlässig verletzt hat.

4. Schlussbestimmungen

Art. 14

Aufhebung von Erlassen

Folgende Erlasse werden aufgehoben:

1.

Gesetz vom 6. Mai 1906 betreffend das bernische Polizeikorps

2.

Dekret vom 9. September 1981 über das Polizeikorps des Kantons Bern

Art. 15

Inkrafttreten

Der Regierungsrat bestimmt den Zeitpunkt des Inkrafttretens.

Bern,  20.  Juni  1996 

Im Namen des Grossen Rates
Der Präsident: Kaufmann
Der Staatsschreiber: Nuspliger

RRB Nr. 2972 vom 4. Dezember 1996:
Inkraftsetzung auf den 1. Januar 1997, mit Ausnahme von Artikel 14 Ziffer 1

RRB Nr. 2033 vom 3. September 1997:
Artikel 14 Ziffer 1 des genannten Gesetzes wird auf den 1. Januar 1998 in Kraft gesetzt.

Anhang

20.6.1996  G 

BAG 96–123, in Kraft am 1. 1. 1997

Änderung

14.9.2004  G 

BAG 05–16, in Kraft am 1. 4. 2005

Ref: http://www.sta.be.ch/belex/f/5/552_1.html
552.1

20  juin  1996 

Loi
sur la Police cantonale (LPC)


Le Grand Conseil du canton de Berne,
sur proposition du Conseil-exécutif,
arrête:

1. Mission

Article premier

La Police cantonale assume la mission que lui attribue la législation.

2. Dispositions générales

Art. 2

Subordination, direction

La Police cantonale est subordonnée à la Direction de la police et des affaires militaires, et elle est soumise à la surveillance du Conseil-exécutif. Elle est dirigée par le commandant ou la commandante.

Art. 3

Personnel et matériel

1  Les moyens en personnel et en matériel nécessaires sont mis à la disposition de la Police cantonale pour l'accomplissement de sa mission.

2  Il convient de veiller à ce que la Police cantonale compte à tous les niveaux une proportion adéquate d'agents et d'agentes de langue française.

Art. 4

Encouragement d'activités développées dans l'intérêt de la Police cantonale

1  Le canton peut subventionner le dressage et l'entraînement de chiens de service, les activités sportives et les fanfares de la police.

2  La Direction de la police et des affaires militaires peut conclure avec les associations dont le but est la promotion des activités au sens du 1er alinéa des contrats définissant les obligations de l'association et la subvention versée par le canton. L'approbation de l'organe compétent en matière financière est réservée.

3. Rapports de service

Art. 5

Généralités

Les rapports de service des agents et des agentes de la Police cantonale sont régis par la législation sur le statut général de la fonction publique, sauf dispositions contraires de la législation sur la police.

Art. 6

Conditions d'admission

1  Peuvent être admis dans la police tout citoyen et toute citoyenne suisses possédant les qualités physiques et mentales et la personnalité requises, et ayant acquis une formation de base à l'école de police.

2  Le Conseil-exécutif édicte les dispositions de détail sur l'admission dans la police. Il peut prévoir des exceptions à l'obligation d'être titulaire de la nationalité suisse et d'avoir accompli avec succès une formation de base dans une école de police.

Art. 7

Nomination, assermentation

1  Le commandant ou la commandante, son suppléant ou sa suppléante ainsi que les responsables des divisions sont nommés par le Conseil-exécutif. La nomination des autres agents et agentes de la Police cantonale ressortit à la Direction de la police et des affaires militaires.

2  Les agents et les agentes accomplissant le service de police sont assermentés par le directeur ou la directrice de la police et des affaires militaires, avant d'entrer en fonction.

Art. 8

Accomplissement du service

1  Les agents et les agentes accomplissent généralement leur service en uniforme et armés, sauf décision contraire du commandant ou de la commandante.

2  L'uniforme est fourni aux frais du canton. Les armes et le reste de l'équipement sont prêtés.

Art. 9

Stationnement, mutation

Le commandant ou la commandante peut ordonner le stationnement ou la mutation des agents et des agentes si les besoins du service ou une répartition appropriée et efficace des tâches au sein du personnel l'exigent. La situation personnelle des intéressés est dans la mesure du possible prise en considération.

Art. 10

Disponibilité

1  Dans des cas particuliers, les agents et les agentes de la Police cantonale peuvent être mobilisés même en dehors de leurs heures de service.

2  Dans les cas extraordinaires, le commandant ou la commandante peut mettre tous les agents et toutes les agentes de la Police cantonale ou certains d'entre eux en état d'alerte.

3  Le service de piquet (disponibilité, présence) est en règle générale compensé par un congé. Le commandant ou la commandante a également la possibilité d'ordonner que la compensation soit accordée sous la forme d'une indemnité conforme aux dispositions de la législation sur le statut général de la fonction publique.

Art. 11

Obligation de domicile

1  Les agents et les agentes de la Police cantonale doivent élire domicile dans le canton de Berne.

2  Le commandant ou la commandante peut accorder des dérogations. Il ou elle peut, dans les cas particuliers dus aux besoins du service, définir plus précisément l'obligation de domicile ou assigner à un agent ou une agente un logement déterminé.

Art. 12

Dommage matériel

1  Les agents et les agentes de la Police cantonale qui, dans l'exercice de leurs fonctions, subissent un dommage matériel sans qu'une faute grave puisse leur être imputée sont indemnisés par le canton.

2  Le canton est subrogé à l'agent ou à l'agente dans ses prétentions envers les tiers répondant du dommage.

Art. 13  [Teneur du 14. 9. 2004]

Protection juridique

1  Sur requête, le commandant ou la commandante pourvoit à la protection juridique gratuite des agents et des agentes de la Police cantonale lorsque, en relation avec l'exercice de leur fonction,

a

ils ou elles font l'objet d'une procédure pénale, ou

b

l'introduction d'une voie de droit s'avère nécessaire pour protéger leurs droits.

2  Aucune protection juridique ne sera fournie

a

si le canton est la partie adverse;

b

si la personne concernée a été dénoncée par la Police cantonale;

c

s'il s'agit de cas de peu d'importance.

3  Le remboursement de tout ou partie des frais peut être exigé si l'agent ou l'agente a été condamnée pénalement ou qu'il ou elle ait manqué à ses obligations intentionnellement ou par négligence grave.

4. Dispositions finales

Art. 14

Abrogation d'actes législatifs

Les actes législatifs suivants sont abrogés:

1.

loi du 6 mai 1906 concernant le Corps de la police cantonale,

2.

décret du 9 septembre 1981 concernant le corps de police du canton de Berne.

Art. 15

Entrée en vigueur

Le Conseil-exécutif fixe la date d'entrée en vigueur de la présente loi.

Berne,  20  juin  1996 

Au nom du Grand Conseil
le président: Kaufmann
le chancelier: Nuspliger

ACE no 2972 du 4 décembre 1996:
entrée en vigueur le 1er janvier 1997 à l'exception de l'article 14, chiffre 1

ACE no 2033 du 3 septembre 1997:
article 14, chiffre 1 entre en vigueur le 1er janvier 1998

Appendice

20.6.1996  L 

ROB 96–123; en vigueur dès le 1. 1. 1997

Modification

14.9.2004  L 

ROB 05–16; en vigueur dès le 1. 4. 2005